Smartphone unterm Weihnachtsbaum

Ratgeber der Woche Smartphone unterm Weihnachtsbaum

Caroline Benzel
von Caroline Benzel
03.12.2018
Auf einen Blick
  • Mobilfunkgeräte stehen bei vielen als Weihnachtsgeschenke hoch im Kurs. Wer eines verschenken möchte, sollte genau überlegen, welche Ansprüche der Beschenkte hat.

  • Die minderjährige Tochter braucht ein anderes Gerät als Oma oder der Sohn im Teenager-Alter. Wer sich unsicher ist, kann einfach einen Gutschein verschenken.

  • Achtung beim Verschenken vom Smartphone Vertrag: Sie können keinen Vertrag auf den Namen eines anderen abschließen und dann verschenken. Hier ist eine Prepaid-Karte die bessere Wahl. 
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Elektrogeräte stehen als Weihnachtsgeschenke hoch im Kurs. Besonders beliebt sind auch Smartphones auf dem Gabentisch. Wichtig ist jedoch: Wer ein Smartphone verschenkt, sollte die Ansprüche des zu Beschenkenden genau kennen. Smartphones sind eine sehr persönliche Angelegenheit. Man hat sie fast immer dabei und nutzt sie inzwischen nicht nur zum Telefonieren, sondern auch zum Surfen im Internet, Musik hören, Videos gucken und Fotografieren.

Wer sich für ein Gerät entscheidet, sollte genau wissen, wofür es eingesetzt werden soll. Es empfiehlt sich, vorher die Vorlieben des zu Beschenkenden zu erfragen oder zumindest die Meinung zu ähnlichen Geräten einzuholen. So nach dem Motto: Das iPhone X ist sehr schön, oder? Kommt die Antwort, dass es viel zu teuer ist, und ein Handy eigentlich nur zum Telefonieren da ist, kann man sich die Ausgabe sparen und ein günstigeres Einstiegsgerät kaufen. Wenn Partner, Kinder, Eltern oder Schwiegereltern dagegen voller Eifer Testberichte studieren, sollte man schon das passende Handy verschenken. Sonst kommt statt der erwarteten Freude vielleicht eher Frust auf. Wer sich unsicher ist, kann natürlich einfach Geld oder einen Gutschein in der entsprechenden Höhe verschenken. Ebenso gilt abzuwägen: Wird das Gerät direkt mit einer Sim-Karte und einem Vertrag verschenkt? Und gehören die Vertragskosten mit zum Geschenk?

Tipp: Es lohnt sich in jedem Fall, ein Smartphone rechtzeitig einzukaufen, da viele Händler kurz vor Weihnachten die Preise erhöhen. Andererseits können online bestellte Artikel innerhalb von zwei Wochen zurückgeschickt werden. Sollte das Gerät nicht gefallen, könnte man ein kurz vor Weihnachten gekauftes Smartphone wieder zurücksenden.

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Das passende Gerät aussuchen

Wer sich für ein Smartphone entscheidet, entscheidet sich auch für ein Betriebssystem mit den dazu passenden Apps. Inzwischen sind nur noch zwei Systeme relevant. Rund 71 Prozent der Smartphones laufen über das Google-Betriebssystem Android. Rund 28 Prozent der Smartphones sind iPhones und nutzen somit das Apple-Betriebssystem iOS.

iPhone als Geschenk

Klar ist: Wer einen Apple-Computer nutzt, sollte möglichst auch ein iPhone besitzen. Das macht die Synchronisation von Terminen und Media-Daten wie Musik und Filmen wesentlich einfacher. Es muss ja nicht unbedingt das aktuellste Modell sein. Ältere iPhones sind immer noch Top-Smartphones, aber deutlich günstiger zu haben als die aktuellen Geräte. In der Regel sind Smartphones schon sechs Monate nach Verkaufsstart wesentlich günstiger zu haben.

iPhones sind auch ein bis zwei Jahre nach ihrem Erscheinen noch Smartphone der Top-Kategorie. Die aktuellsten iPhone Modelle, die dieses Jahr herausgekommen sind, sind das iPhone XS, das iPhone XS Max und das iPhone XR. Das iPhone XS kostet in der günstigsten Variante, also mit einem 64-GB-Speicher, 1.149 Euro, mit 256 GB Speicher 1.319 Euro und in der teuersten Variante (512 GB) schon 1.549 Euro. Das iPhone XS Max ist mit einem größeren Display ausgestattet und somit in jeder Ausstattungs-Variante jeweils 100 Euro teurer als das iPhone XS. Sprich: Hier kostet die 512-GB-Speicher-Variante schon 1.649 Euro.

Wer ein neues iPhone verschenken und zumindest etwas sparen will, kann sich für das iPhone XR entscheiden. Hier kostet das günstigste Modell (64 GB) 849 Euro und das Teuerste (256 GB) 1.019 Euro. Mit der Vorstellung der neuen Modelle wird das iPhone X nicht mehr hergestellt. Da es über ein OLED-Display verfügt, könnte es aber die bessere Variante als das iPhone XR sein. Das iPhone X kostet je nach Speicherplatz online zwischen 700 und 900 Euro. Direkt bei Apple wird es indes nicht mehr angeboten. Das Gerät ist im September 2017 gemeinsam mit dem iPhone 8 und dem iPhone 8 Plus auf den Markt gekommen. Im Vergleich der drei Geräte war das iPhone X das Top-Smartphone mit neuem Design und neuester Technik. Das iPhone 8 und iPhone 8 Plus waren dagegen die Nachfolger der Modelle sechs und sieben. Das iPhone 8 und iPhone 8 Plus unterscheiden sich vor allem durch die beim Plus-Modell größere Bildschirmgröße. Das iPhone 8 gibt es aktuell für 400 bis 600 Euro zu kaufen, für das iPhone 8 Plus müssen Kunden noch etwa 100 Euro drauflegen.

Tipp: Es lohnt sich in jedem Fall, Preise zu vergleichen. Teilweise sind neue Geräte günstiger, als die aufgearbeiteten Smartphones der Gebrauchthändler.

Android-Smartphone als Geschenk

Wenn Sie ein Android-Gerät verschenken wollen, haben Sie eine ungleich größere Auswahl. So nutzen die beiden größten Smartphone-Hersteller Samsung und Huawei beide das Google-Betriebssystem. Zudem haben Verbraucher bei Android-Geräten die Wahl zwischen Top-Smartphones und günstigen Einsteiger-Geräten. Je nachdem, was der Beschenkte mit dem Smartphone machen will, beziehungsweise wie viel Smartphone-Erfahrung vorhanden ist. Das laut Stiftung Warentest derzeit beste Smartphone ist das Galaxy Note 9. Das Gerät ist online für rund 650 Euro zu haben. Der Vorteil an diesem Gerät: Es ist günstiger als die neuen iPhone-Modelle und hat bei der Stiftung Warentest besser als diese abgeschnitten. Vor allem im Fall-Test konnte das Gerät die Tester im Vergleich zu den Apple-Geräten überzeugen. Sprich: Es ist weniger zerbrechlich.

Ansonsten bekommen Sie Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones für 100 bis 300 Euro. Sie sollten jedoch bedenken, dass auch Einsteiger ein bisschen Qualität brauchen, damit die Bedienung des Gerätes auch Spaß macht. Wenn der Touchscreen schlecht funktioniert oder der Speicherplatz so gering ist, dass ständig Bilder oder Apps gelöscht werden müssen, macht das Smartphone auch Einsteigern wenig Freude.

Tipp: Falls Sie einem Smartphone-Neuling ein Smartphone schenken wollen, sollten Sie zumindest die grundsätzliche Bereitschaft überprüfen. Niemand hat etwas davon, wenn ein liebevoll ausgewähltes Gerät in der Schublade verstaubt. Zeitschriften wie Chip, Stiftung Warentest, Connect und die Computerbild veröffentlichen regelmäßig Testberichte, falls Sie Hilfe bei der Kaufentscheidung benötigen.

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Prepaid oder Vertrag?

Ebenfalls wichtig: Wollen Sie ausschließlich das Gerät verschenken, oder übernehmen Sie zusätzlich auch die Kosten für Anrufe, SMS und Datenvolumen? Und vor allem: Für wen sind Gerät und Tarif gedacht? Und hat die Person vielleicht schon einen Handy-Vertrag? Klar ist: Wenn der oder die Beschenkte schon eine Handy-Nummer hat, sollten Sie erst mal keinen neuen Tarif abschließen. Denn selbst wenn die Person gerne den Handy-Vertrag wechseln möchte, so will sie sicherlich die alte Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen. Und das muss sie selbst in die Wege leiten. Natürlich könnten Sie in jedem Fall einen Tarif raussuchen und einen entsprechenden Gutschein verschenken, falls Sie das möchten.

Prepaid-Sim-Karte verschenken

Die wohl sinnvollste Methode, eine Sim-Karte zu verschenken, ist in jedem Fall über einen monatlich kündbaren Prepaid- oder Post-Paid-Vertrag. Sie kaufen im Laden oder online einfach die passende Sim-Karte. Den gesamten Registrierungsvorgang übernimmt dann aber der Beschenkte. Das hat den Vorteil, dass die Sim-Karte auf die richtige Person registriert ist und Sie auch keinen Zugriff auf die Verbindungsnachweise haben. Sie können dann entweder einen monatlichen Betrag auf das Handy-Konto überweisen – oder aber auf das Konto des Beschenkten.

Anders sieht es natürlich bei Minderjährigen aus. In diesem Fall müssen sie die Prepaid-Karte selbst registrieren und die Kosten direkt über ihr Konto laufen lassen. Je nach Tarif-Inhalt gibt es monatlich kündbare Tarife für Preise zwischen fünf und etwa 20 Euro im Monat. Welcher Tarif geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie das Smartphone genutzt werden soll. Eine Datenflatrate mit mindestens einem Gigabyte ist in jedem Fall zu empfehlen. Für Vielnutzer, die gerne Musik und Videos streamen, könnten auch schon zwei bis fünf Gigabyte Datenvolumen sinnvoll sein. In den meisten Tarifen ist heutzutage eine Sprach- und SMS-Flat enthalten.

Für Menschen, die selten telefonieren, würde aber auch eine minutenbasierte Abrechnung ausreichen. Eine Gesprächsminute kostet in der Regel neun Cent pro Minute. Wer nur 20 Minuten pro Monat telefoniert, würde so nur 1,80 Euro an Gesprächskosten verursachen. Auch gilt es zu bedenken, dass viele Smartphone-Nutzer zum Nachrichten Schreiben und Telefonieren Messenger-Dienste wie Whatsapp und Threema nutzen. Wer das macht, verbraucht nur das jeweils gebuchte Datenvolumen.

Tipp: Tchibo macht ein interessantes Geschenkangebot: Das Smartphone-Jahres-Paket kostet 99 Euro. In dem Paket sind ein Jahr lang eine Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze und jeden Monat 1,5 Gigabyte schnelles Surfen enthalten. Vorteil: Der Schenkende hat keine Folgekosten und verschenkt einen attraktiven Smartphone-Tarif. 

Mobilfunkvertrag verschenken

Einen Mobilfunkvertrag zu verschenken ist ungleich schwerer. Grundsätzlich kann man für sich selbst einen Mobilfunktarif abschließen, nicht aber für andere Personen. Sie können für Kinder, Ihren Partner oder Ihre Eltern durchaus einen Vertrag abschließen, nur müsste der eben auf Ihren eigenen Namen laufen. Das ist ein Kosten-Risiko, etwa wenn die Beschenkten plötzlich lange ins Ausland telefonieren oder bei Horoskop-Hotlines anrufen. Anstatt eines Neu-Vertrages könnten Sie auch zu Ihrem eigenen Vertrag einen Partnervertrag abschließen.

Das Kostenrisiko bleibt dann zwar bestehen, doch bekommen Sie die Tarife dadurch in der Regel günstiger. Falls Sie ein Top-Smartphone verschenken wollen, kann ein Mobilfunkvertrag ebenfalls die richtige Wahl sein, da Sie nicht sofort den Gesamtpreis des Gerätes zahlen müssen, sondern diesen gemeinsam mit dem Tarif-Preis über zwei Jahre abbezahlen. Allerdings sollten Sie vor Abschluss des Vertrages genau durchrechnen, wie viel Sie in zwei Jahren bezahlen müssen. Ziehen Sie die Gesamtausgaben vom Kaufpreis des Gerätes ab – so können Sie feststellen, ob sich die Anschaffung über einen Vertrag lohnt.

Tipp: Wenn Sie die Kontrolle über die Handy-Kosten behalten wollen, ist eine Prepaid-Sim-Karte empfehlenswert. Auch wenn nicht klar ist, wie intensiv das Gerät genutzt wird, reicht ein monatlich kündbarer Vertrag für den Anfang.

Partner-Rabatte der Netzbetreiber

Je nachdem bei welchem Anbieter Sie sind, kann sich der Abschluss einer Partnerkarte lohnen. Die Telekom bietet Vertragskunden Partnerkarten als Family-Card-Tarife an. So können Sie bis zu vier separate Sim-Karten bestellen, und bekommen jeweils zehn Euro Rabatt auf die monatliche Grundgebühr. Wer einem Kind Handy und Sim-Karte kaufen möchte, findet mit der Family Card Basic ein spezielles Kinder-Angebot. Der Tarif kostet 4,95 Euro im Monat. Dafür bekommen die Sprösslinge eine Sprach- und SMS-Flat ins Telekom-Netz und 300 MB Surfvolumen. Eltern können Sonderrufnummern und die Abrechnung von Drittanbietern auf Wunsch sperren lassen. Klar ist: Die Family Card Basic ist wirklich nur für junge Kinder geeignet. 

Auch Vodafone bietet Zweitkarten für Partner und Kinder an. Dabei gibt es allerdings eine Besonderheit. Denn das enthaltene Datenvolumen kann zwischen allen Karten aufgeteilt werden. Der Vorteil: Die Aufteilung kann ständig angepasst werden. Sprich: Je nachdem wer gerade mehr Datenvolumen benötigt, kann dieses aus dem Familien-Pool bekommen. Das könnte etwa bei Geschäfts- oder Urlaubsreisen nützlich sein. Zubuchbar sind zum Beispiel "Red + Allnet" als Partnertarif für 15,99 Euro im Monat. Im Tarif enthalten sind eine Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, sowie zwei Gigabyte zusätzliches Datenvolumen. Der Tarif "Red + Kids" kostet nur 10,99 Euro im Monat und enthält ebenfalls unbegrenztes Simsen und Telefonieren. Auch hier gibt es zwei Gigabyte Surfvolumen zum monatlichen Familien-Surf-Budget dazu.

O2 bietet keine Partnerkarten, sondern einen sogenannten Kombi-Vorteil an. Das bedeutet, dass O2-Kunden auf zusätzlich gebuchte Handy-Verträge jeweils fünf Euro Rabatt auf die Grundgebühr bekommen. Insgesamt können bis zu vier Sim-Karten zum Hauptvertrag dazu gebucht werden. 

Tipp: Überlegen Sie gut, ob Sie einen Partnervertrag abschließen möchten. Denn die Verträge laufen über zwei Jahre. Das gilt auch dann, wenn Ihr eigener Vertrag vorher kündbar sein sollte. Dann müssen Sie Ihren eigenen Vertrag entweder länger laufen lassen, oder gegebenenfalls auf die Ermäßigungen verzichten. Auch kann es ungünstig sein, wenn alle Familienmitglieder beim selben Anbieter telefonieren. Denn wenn es beispielsweise Streit um zu hohe Rechnungen gibt, leiden schlimmstenfalls alle Vertragsinhaber unter einer möglichen Anschluss-Sperre.

Partner-Rabatte von Drittanbietern

Sehr interessante Tarif-Angebote für Familien oder Paare gibt es bei Media-Markt. Hier können bis zu sechs Sim-Karten über einen Vertrag abgerechnet werden. Interessant ist etwa der Tarif "Super Select XL" mit Allnet und SMS-Flat. Der Vertrag läuft über zwei Jahre und kostet monatlich 39,99 Euro. Dafür gibt es drei Sim-Karten und jede Sim-Karte enthält eine Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze. Zusätzlich sind zwölf Gigabyte schnelles Surfen im Tarif enthalten, die auf die drei Sim-Karten verteilt werden können. Die Media-Markt-Tarife nutzen das Netz von Telefónica.

Günstige Smartphone-Flatrate-Tarife

Anbieter

Blau

Congstar

Fonic

Freenet Mobile

Otelo

Smartmobil

Tarif

Allnet S

Allnet M

Smart M

Freeflat 4000

Allnet Flat Go 4GB

LTE 3 GB

Netz

Telefónica

Telekom

Telefónica

Vodafone

Vodafone

Telefónica

Monatspreis

8,99 €

10,00 €

9,99 €

13,99 € / 11,99 €

14,99 €

11,99 € / 9,99 €

enthaltene Leistungen

Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, Surf-Flat mit 1,5 GB schnellem Surfen

Sprach-Flat in alle deutschen Netze, Surf-Flat mit 1,5 GB schnellem Surfen

Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, Surf-Flat mit 1,5 GB schnellem Surfen

Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, Surf-Flat mit 4 GB schnellem Surfen

Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, Surf-Flat mit 4 GB schnellem Surfen

Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, Surf-Flat mit 3 GB schnellem Surfen

SMS-Preis

0,00 €

0,09 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

0,00 €

Vertragsbindung

4 Wochen

4 Wochen

4 Wochen

4 Wochen / 2 Jahre

2 Jahre

4 Wochen / 2 Jahre

 Quelle: Websites der Anbieter, Stand: November 2018

Das passende Geschenk für jede Altersgruppe


Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, wer das Smartphone bekommen soll, wie alt die Person ist und in welcher Verbindung man zu ihr steht. Während man Kindern und Jugendlichen durchaus ein Überraschungsgeschenk machen kann, sollte man bei Erwachsenen schon sicher sein, dass die Beschenkten überhaupt ein Smartphone brauchen und wollen.

Smartphones für Senioren

Wer Eltern oder Schwiegereltern mit einem Smartphone beschenken möchte, sollte vorher in Erfahrung bringen, ob überhaupt die Bereitschaft besteht, sich mit einem Smartphone zu befassen. Und welche Einsatzmöglichkeiten gäbe es für die betreffende Person? Geht es darum, mit Enkeln und Kindern zu telefonieren und sich dank Messenger-Dienst gegenseitig zu sehen? Oder sollen auch Anwendungen wie Navigation, soziale Medien oder Musik-Streaming mit dem Gerät genutzt werden?

Je nachdem, wie viel technische Vorerfahrung die Person hat, umso anspruchsvoller können auch die Anwendungsmöglichkeiten sein. Ebenfalls wichtig: Hat der oder die Beschenkte WLAN zu Hause? Denn wenn jede App und jedes Update über das Datenvolumen des Mobilfunkvertrags heruntergeladen werden muss, kommen zumindest Verträge mit kleinen Datenflats schnell an ihre Grenzen. Und wie sieht es mit technischer Unterstützung aus? Können Sie den Eltern, Schwieger- oder Großeltern regelmäßig mit dem Gerät helfen? Oder gibt es Unterstützung in der Nachbarschaft? Es kann ebenfalls sinnvoll sein, einen Smartphone-Kurs zu verschenken, den es zum Beispiel an Volkshochschulen gibt.

Ein Smartphone ohne Einweisung zu verschenken, ist für Personen ohne Vorerfahrung in jedem Fall nicht ratsam. Natürlich gibt es auch spezielle Senioren-Smartphones, die die Bedienung stark erleichtern. Die Hersteller Doro und Emporia sind auf Senioren-Handys und Smartphones spezialisiert. Sie haben einfache Tastentelefone teils mit Notruffunktion, aber auch richtige Smartphones im Programm. Solche Geräte sind speziell auf die Bedürfnisse von Senioren ausgerichtet, haben große Tasten und teils die Möglichkeit, die Gespräche besonders laut zu hören. Letztendlich kommt es stark darauf an, wie gut die zu beschenkende Person noch sieht, wie beweglich die Finger sind und ob es Einschränkungen beim Gehör gibt. Natürlich spielt auch die geistige Beweglichkeit und eine gewisse Neugier eine Rolle. Wer im Alter noch fit ist, ist mit einem normalen Einsteiger-Smartphone sicherlich besser dran. Weniger als 200 Euro sollte ein solches Gerät aber auch nicht kosten. Zu billige Smartphones machen auch Einsteigern keinen Spaß.

Tipp: Anders sieht es natürlich aus, wenn es sich um ein Aktionsangebot oder ein Auslaufmodell aus dem Vorjahr handelt. Dann gibt es gegebenenfalls auch ein gutes Mittelklasse-Smartphone zu einem günstigen Preis.

Soll der Tarif mit verschenkt werden, eignet sich entweder das Tchibo-Jahrespaket oder ein anderer Prepaid-Tarif mit Datenvolumen. Alternativ kann man natürlich auch eine Partnerkarte verschenken. Hier muss man die Beschenkten aber in jedem Fall darauf hinweisen, dass der Rechnungsempfänger zumindest theoretisch Zugriff auf die Einzelverbindungsnachweise hat.

Smartphones für Kinder

Die meisten Kinder spielen schon im Alter von zwei bis drei Jahren mit den Smartphones der Eltern herum. Das bedeutet jedoch nicht, dass schon Kinder im Vorschulalter ein eigenes Gerät bekommen sollten. Experten gehen davon aus, dass Kinder zwischen zehn und 13 Jahren reif für das erste eigene Smartphone sind. Wie früh ein Kind sein erstes Gerät bekommen sollte, hängt natürlich davon ab, wie reif das Kind ist und wie intensiv Eltern die Smartphone-Nutzung begleiten können und wollen. Smartphones sind Mini-Computer. Damit können Kinder Nachrichten-Seiten genauso aufrufen wie Sex-Videos. Deshalb empfiehlt es sich, in jedem Fall eine Kindersicherung bei dem Gerät zu aktivieren.

Wenn die Kinder ein iPhone nutzen, dann können Eltern einfach die von Apple vorgesehene Kindersicherung aktivieren. Diese findet man unter dem Menüpunkt "Allgemein" und dann unter Einschränkungen. Wenn diese aktiviert werden, ist die Kindersicherung aktiv. Sobald die Kindersicherung aktiviert ist, haben Eltern die Möglichkeit, einzelne Anwendungen wie beispielsweise den Browser Safari, die Kamerafunktion oder den Chat-Dienst Face Time zu deaktivieren. Ebenfalls wichtig ist die Funktion "Zulässige Inhalte". Hier können sie Altersfreigaben für die verschiedenen Inhalte und Anwendungen festlegen. Hier empfiehlt es sich, die Altersfreigaben, die für Deutschland voreingestellt sind, zu verwenden.

Zudem sollten Sie die Funktion "Explicit" aktiviert lassen. Dann können Filme und Musik mit anstößigen Inhalten nicht abgespielt werden. Für Filme und Apps können Sie zusätzlich das Freigabealter festlegen, oder das Abspielen von Filmen grundsätzlich unterbinden. Verbieten Sie am besten auch "in-App-Käufe". Denn gerade in Apps für Kinder sind oft Kaufinhalte versteckt. Beim Thema Datenschutz haben Sie ebenfalls die Wahl. So können Sie Ortungsdienste komplett verbieten oder für einzelne Apps zulassen. Das gilt auch für den Zugriff des Kalenders oder der Kontaktdaten. Wenn die Apple-eigene Absicherung nicht ausreichend erscheint, können Eltern zusätzlich eine Kindersicherungs-App – etwa von Kaspersky oder McAfee installieren.

Grundsätzlich sind die vorinstallierten Jugendschutzoptionen bei Android nicht ganz so umfassend wie bei Apple, weshalb Sie am besten eine Jugendschutz-App installieren sollten. Samsung bietet mit dem "Kids Mode" eine eigene Jugendschutz-App an. Damit können Sie dafür sorgen, dass nur kindgerechte Inhalte angezeigt werden, sowie In-App-Käufe und GPS-Ortung unterbunden werden. Ansonsten gibt es diverse Kindersicherungs-Apps im Google-Play-Store. Relativ gut bewertet sind beispielsweise die Apps "Kids Zone", "App Sperre" und "Kids Place". Wie gut die Apps tatsächlich funktionieren, hängt sowohl von den Ansprüchen der Eltern als auch dem eingesetzten Gerät ab. In-App-Käufe lassen sich zudem direkt im Google-Play-Store unterbinden.

Tipp: Richten Sie direkt beim gewählten Mobilfunkanbieter eine Drittanbietersperre ein, damit der Nachwuchs nicht versehentlich kostenpflichtige Dienste abschließen kann.

Welcher Tarif geeignet ist, hängt auch von der pädagogischen Grundidee ab. Sollen Gespräche und SMS eingeschränkt werden, so reicht ein kleiner Prepaid-Tarif mit einem Minuten- und SMS-Paket. Auch die Datenflat kann eher klein sein, damit die Kinder lernen, Daten zu sparen und zu Hause das WLAN zu nutzen. Wer auf diese Einschränkungen keinen Wert legt, findet auch sehr günstige Flatrate-Tarife ohne Vertragsbindung.

Smartphone für den Partner

Dem eigenen Partner sollte man nach Möglichkeit nur dann ein Smartphone kaufen, wenn klar ist, dass er oder sie ein Gerät braucht und sich das auch wünscht. Andernfalls kann ein Smartphone-Geschenk leicht zur Enttäuschung werden, wenn es sich um das falsche Gerät handelt. Auch einen Tarif sollte man für den Partner wirklich nur dann abschließen, wenn das so gewollt ist. Partnertarife können für zusammenlebende Paare die richtige Lösung sein, wenn beiden klar ist, dass der zahlende Partner die Einzelverbindungsnachweise einsehen kann und er oder sie auch anfallende Mehrkosten etwa für Gespräche ins Ausland übernehmen muss. Andernfalls ist das Tchibo-Jahrespaket für 99 Euro eine gute Lösung. Hier bekommt der Beschenkte ein Jahr lang eine Sprach- und SMS-Flat, sowie 1,5 Gigabyte schnelles Surfen.

Smartphone-Tarife mit Minutenpaketen

Anbieter

Blau

Congstar

Klarmobil

Maxxim

Otelo

Tarif

Blau M

Prepaid Basic S

Smartphone Flat 1000

LTE Mini SMS 2 GB

Basic 2 GB

Netz

Telefónica

Telekom

Vodafone

Telefónica

Vodafone

enthaltene Leistungen

300 Einheiten (SMS oder Gesprächsminuten), 2 GB schnelles Surfen

100 Gesprächsminuten und 400 MB schnelles Surfen

100 Gesprächsminuten und 1 GB schnelles Surfen

2 GB schnelles Surfen, SMS-Flat, 100 Gesprächsminuten

300 Einheiten (SMS oder Gesprächsminuten), 2 GB schnelles Surfen

SMS-Preis außerhalb Paket

0,09 €

0,09 €

0,09 €

0,15 €

0,09 €

Gesprächsminute außerhalb Paket

0,09 €

0,09 €

0,09 €

0,15 €

0,09 €

Monats-Preis

7,99 €

5,00 €

4,99 €

9,99 €

9,99 €

Vertragsbindung

2 Jahre

4 Wochen

2 Jahre

4 Wochen

2 Jahre

 Quelle: Websites der Anbieter, Stand: November 2018

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Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

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