Wie Familien günstig mobil telefonieren

Mobilfunk Wie Familien günstig mobil telefonieren

Update: 11.11.2019
Caroline Benzel
von Caroline Benzel
Update: 11.11.2019
Auf einen Blick
  • Wenn Kinder den Umgang mit Handys und Tarifen erst lernen sollen, ist ein Prepaid-Tarif ohne Vertragsbindung zu empfehlen.

  • Besonders einfach ist die Abrechnung über Familientarife. Hier können Verbraucher zu der Haupt-Sim-Karte diverse Familien-Karten dazu buchen. Alle Familienmitglieder teilen sich das Datenvolumen.

  • Wenn Kinder und Jugendliche ein Handy oder Smartphone bekommen, sollten die Eltern sich nicht nur mit den Kosten, sondern auch mit dem Schutz ihrer Kinder befassen.
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"Wir haben Hitzefrei." "Schatz, kannst Du noch Milch kaufen?" "Die Katze ist weggelaufen." Der schnelle Informationsaustausch per Smartphone gehört in den meisten Familien zum Alltag. Egal ob Familien sich per Anruf, SMS oder Whats-App-Nachricht verständigen: Um zu sparen, ist es wichtig, dass jedes Familienmitglied den richtigen Tarif gewählt hat.

Dabei sind Flatrates in alle Netze nicht in jedem Fall die günstigste Lösung. In vielen Fällen reichen auch Datenflatrates in Kombination mit Minuten- und SMS-Paketen. Familien, die sparen wollen, sollten also zunächst herausfinden, welches Familienmitglied das Handy wie nutzt.

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Telefonierverhalten prüfen

Schauen Sie sich am besten die derzeitigen Tarife und Rechnungen an, um zu überprüfen, wer wie telefoniert, simst und surft. Bei Kindern sollten Sie überlegen, ob sich das Nutzungsverhalten in nächster Zeit ändern könnte. Grundsätzlich gibt es beim Telefonieren, Simsen und Surfen mit Smartphone oder einfachem Handy zwei Faktoren, die Geld kosten: das Gerät und der jeweils gebuchte Tarif.

Familien müssen sich deshalb nicht nur darüber klar sein, wer wie viel mobil kommuniziert, sondern auch mit welchem Gerät das passieren soll. Bekommt der Nachwuchs die älteren Geräte der Eltern, oder sollen stattdessen Mittelklasse-Smartphones für 250 bis 400 Euro gekauft werden? Sollen spezielle Geräte für Kinder angeschafft werden? Und wollen Mutter oder Vater in naher Zukunft ein Top-Smartphone kaufen?

Smartphone kaufen?

Generell gilt: Wer ein neues Mittelklasse-Smartphone anschaffen will, muss dafür nicht extra einen teuren Handyvertrag abschließen. Bei solchen Geräten ist es in der Regel günstiger, das Gerät direkt zu kaufen und dazu einen Tarif zu einem guten Preis abzuschließen. Sich das Smartphone über einen Vertrag subventionieren zu lassen, lohnt sich meist nur bei Top-Geräten.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie entscheiden, ob Sie ein Gerät über einen Vertrag finanzieren wollen, sollten Sie die Gesamtkosten auf zwei oder mehr Jahre hochrechnen. Die Mindestvertragslaufzeit von Handyverträgen mit Smartphones liegt bei zwei Jahren. Wenn Sie nicht kündigen, verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr.

Mit Flatrates sparen

Am flexibelsten bleiben Familien, wenn sie die Geräte selbst kaufen und dann einen Vertrag ohne Mindestvertragslaufzeit abschließen. So können sie jederzeit reagieren, falls sich das Nutzungsverhalten ändert. Falls schon Laufzeitverträge vorhanden sind, kann es sich lohnen, einen Vertrag im selben Netz abzuschließen.

Die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica haben Prepaid-Tarife im Angebot, mit denen im eigenen Netz unbegrenzt telefoniert werden kann. Das ist in vielen Fällen sogar günstiger, als einen speziellen Familien- oder Partner-Tarif beim Netzbetreiber zu buchen. Natürlich kommt es auch stark darauf an, wie viele Mitglieder die Familie hat und wie intensiv jedes Familienmitglied telefoniert, surft und simst.

Für Familien können Tarife mit besonders günstigen oder kostenlosen internen Gesprächen eine gute Lösung sein. Denn dann sind die Eltern zumindest immer erreichbar. Bei einigen Anbietern lässt sich gegen einen Aufpreis eine anbieterinterne Flatrate buchen.

Welche Tarife geeignet sind, hängt aber stark vom individuellen Telefonie-Verhalten der einzelnen Familienmitglieder ab. Wird auch außerhalb der Familie viel telefoniert, kann sich eine günstige Flatrate in alle deutschen Netze lohnen.

Interne Sprach- und SMS-Flats

Nicht kostenlos, aber vergünstigt sind interne Gespräche beim Alditalk Basis Prepaid Tarif. Anrufe in Fremdnetze kosten 11 Cent pro Minute, innerhalb des Alditalk-Netzes drei Cent pro Minute. Mobiles Surfen kostet 24 Cent pro Megabyte. Monatliche Fixkosten fallen nicht an. Wer will, kann auch eine Alditalk-interne Sprach- und SMS-Flat buchen: Die Community-Flatrate gibt es für 2,99 Euro im Monat.

Auch die Telekom hat ein interessantes Startangebot für Familien. Magenta Mobil Prepaid S gibt es für lediglich 2,95 Euro pro Monat – ohne Vertragsbindung. Dafür ist eine Sprach- und SMS-Flat ins Telekom-Mobilfunknetz enthalten. So könnte eine vierköpfige Familie für rund zwölf Euro im Monat untereinander telefonieren.

Günstige Smartphone-Tarife

Wenn Familienmitglieder Smartphones und damit auch mobiles Internet nutzen, finden sie bei Alditalk im Paket S eine günstige Lösung. Für 7,99 Euro im Monat bekommen Alditalk-Kunden zwei Gigabyte schnelles Surfen und eine Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze. Alditalk läuft über das Netz der Telefónica.

Ebenfalls günstig ist das Angebot von Edeka-Smart, das über das Telekom-Netz läuft. In der Basis-Version, dem Tarif "talk", zahlen Kunden keine Grundgebühr, dafür aber 9 Cent pro Minute in alle deutschen Netze. Auch für den SMS-Versand fallen 9 Cent pro SMS an.

Für Wenig-Telefonierer, die in Maßen Internet nutzen, ist der Tarif Kombi M geeignet. Hier sind 100 Freiminuten in alle deutschen Netze enthalten sowie eine Internet-Flatrate mit 1,5 Gigabyte schnellem Surfen. Hinzu kommt eine Sprach- und SMS-Flat ins Telekom-Mobilfunknetz. Der SMS-Versand in alle anderen deutschen Netze kostet pro SMS 9 Cent. Monatspreis: 9,95 Euro.

  • Biallo-Tipp: Für welchen Tarif Sie sich entscheiden, sollte auch vom jeweiligen Netz abhängen. Erkundigen Sie sich vorab, mit welchem Netz Sie in Ihrem Einzugsgebiet den besten Empfang haben. Online finden Sie Angaben zum Netzausbau am besten unter dem Suchbegriff "Netzabdeckung".

Günstige Smartphone-Tarife ohne Vertragsbindung

Anbieter

Alditalk

Edeka Smart

O2

Telekom

Vodafone

Grund-Tarif

Basistarif

talk

O2 My Prepaid Basic

Magenta Mobil Prepaid S

CallYa Talk&SMS

Minutenpreis intern

0,03 €

0,09 €

0,09 €

0,00 €

0,09 €

Minutenpreis extern

0,11 €

0,09 €

0,09 €

0,09 €

0,09 €

SMS intern

0,03 €

0,09 €

0,09 €

0,00 €

0,09 €

SMS extern

0,11 €

0,09 €

0,09 €

0,09 €

0,09 €

Monatspreis0,00 €0,00 €1,99 €s.u.4,99 € bis 12,99 €

Monatspreis für interne Sprach- und SMS- Flatrate

2,99 €

nicht angeboten

nicht angeboten

2,95 €

nicht angeboten

Günstigste
Smartphone-Option

Paket S für 7,99 € / Monat: Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, 2 GB schnelles Surfen

Kombi M für 9,95 € / Monat: 100 Minuten in alle deutschen Netze, Sprach- und SMS-Flat ins Telekom-Mobilfunknetz, 1,5 GB schnelles Surfen

My Prepaid S 9,99 € / Monat: Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze, 1,5 GB schnelles Surfen

Magenta Mobil Prepaid M für 9,95 € / Monat: interne Sprach- und SMS-Flat, Flat ins Telekom-Mobilfunknetz, 100 Minuten in andere deutsche Netze, 1,5 GB schnelles Surfen und Hotspot-Flat

 

CallYa Smartphone Flex mit 50,150 oder 400 Einheiten in alle deutschen Netze und 1 GB, 1,5 GB oder 3 GB schnelles Surfen

Vertragslaufzeit

1 Monat

1 Monat

1 Monat

1 Monat

1 Monat

Netz

Telefónica

Vodafone

Telefónica

Telekom

Vodafone

Quelle: Websites der Anbieter, Stand: Oktober 2019.

Mit Familientarifen sparen

Inzwischen gibt es einige echte Familientarife auf dem Markt. Das bedeutet, dass es insgesamt eine Rechnung für alle Sim-Karten gibt, und der Hauptvertragsinhaber übersichtlich die Kosten im Blick hat. Zudem gibt es Angebote, bei denen Familien sich ein Gesamtdatenvolumen untereinander aufteilen.

Tarife mit geteiltem Datenvolumen

Vodafone hat für Familien ein besonderes Paket geschnürt. Kunden, die einen von Vodafones Smartphonetarifen Red gebucht haben, können sowohl für den Partner als auch den Nachwuchs Karten dazu buchen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Partner-Tarife: Red+Allnet, Red+Kids und Red+Data.

Als Partnertarif eignet sich Red+Allnet für derzeit 15,99 Euro im Monat – in den ersten 24 Monaten. Wird der Tarif nicht gekündigt, steigt der Monatspreis nach zwei Jahren auf 20,99 Euro. In dem Tarif sind eine Sprach- und SMS-Flat enthalten – und es gibt drei Gigabyte Inklusivvolumen zum bereits gebuchten Datenvolumen des Hauptvertrags dazu.

Datenvolumen individuell aufteilen

Das Besondere: Die Partner können das Gesamtdatenvolumen nach Belieben untereinander aufteilen. Dies funktioniert sogar tagesaktuell über die Vodafone-App. Das bedeutet natürlich auch, dass der Hauptvertrag entsprechend gut mit Datenvolumen ausgestattet sein muss.

Kindertarif mit Jugendschutz-App

Der Tarif für Kinder heißt "Red+Kids" und enthält eine Vodafone Sprach-Flat sowie 200 Gesprächsminuten und 50 SMS in alle deutschen Netze. Monatspreis aktuell: In den ersten beiden Jahren 10,99 Euro im Monat, danach 15,99 Euro pro Monat.

Im Tarif enthalten ist auch die Vodafone-Jugendschutz-App für die Smartphones der Kinder. Mit der App können Eltern nicht nur ungewollte Inhalte für die Kinder sperren, sondern auch festlegen, wann Kinder mobiles Internet nutzen dürfen und wann nicht.

Nur surfen, nicht telefonieren

Soll ausschließlich ein Datentarif gebucht werden, so ist der Tarif Red+Data geeignet. Den gibt es für 5,99 Euro im Monat – auch hier gibt es drei Gigabyte an Datenvolumen zum Grundtarif dazu.

Beispiel Vodafone Red S mit 12 GB: Der Tarif kostet derzeit online im ersten Vertragsjahr 29,99 Euro im Monat und enthält zwölf Gigabyte schnelles Surfen. Zudem können Vodafone-Kunden auswählen, für welchen Bereich des mobilen Surfens unlimitiertes Datenvolumen zur Verfügung stehen soll: für soziale Medien, Chatten, Musik oder Videos. Ab dem zweiten Vertragsjahr steigt der Monatspreis auf monatlich 39,99 Euro. Neben dem Datenvolumen sind auch eine Sprach- und SMS-Flatrate in alle deutschen Netze im Paket mit drin.

  • Biallo-Tipp: Wer keinen Vodafone-Vertrag hat oder lieber nicht so viel Geld ausgeben will, kann alternativ auch selbst eine Jugendschutz-App auf dem Smartphone der Kinder installieren. Am besten vor der Installation die Bewertung der anderen Nutzer lesen.

Der Mediamarkt hat einen vergleichbaren Tarif im Programm. Allerdings müssen sich Kunden hier erst für das Datenvolumen entscheiden und dann Sim-Karten und die Sprach- und SMS-Flat separat dazubuchen. Die Datenflat XL zum Beispiel enthält zwölf Gigabyte Datenvolumen, die auf bis zu drei Sim-Karten verteilt werden können. Monatspreis 39,99 Euro.

Über den Kundenservice können bis zu maximal sechs Sim-Karten auf eine Rechnung gebucht werden.

Zweitkarten für Familienmitglieder

Die Telekom geht mit Familientarifen anders um. Hier können Telekom-Kunden für Partner oder Kinder sogenannte Family Cards buchen, die den normalen Telekom-Tarifen entsprechen, nur im Schnitt monatlich zehn Euro günstiger sind. So kostet zum Beispiel die Family Card M im Monat 39,95 Euro. Dafür gibt es eine Sprach- und SMS-Flat und zwölf Gigabyte schnelles Surfen. Zum Vergleich: Magenta M gibt es derzeit mit denselben Leistungen für 49,95 Euro im Monat.

Bei Telefónica-Tochter O2 läuft es ähnlich. Auch hier gibt es Rabatt auf gebuchte Zweitkarten. Allerdings gibt es hier nur fünf Euro Rabatt pro gebuchtem Partner-Tarif. Beispiel O2 Free M Boost: Der Tarif enthält eins Sprach- und SMS-Flat in alle deutschen Netze und 20 Gigabyte schnelles Surfen. Aktueller Monatspreis: 39,99 Euro. Mit Rabatt im sogenannten Kombi-Vorteil fällt der Preis auf monatlich 34,99 Euro.

3
 
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
1.
0,00
6,74%
0,00
2.
0,00
6,99%
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3.
 0,00
7,17%
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Taschengeldtauglich telefonieren

Sportzeug vergessen, Bus verpasst, das Fahrrad hat einen Platten: Es gibt viele Situationen, in denen Kinder und Jugendliche bei ihren Eltern anrufen. Nur dient das Handy normalerweise eher zum Verabreden mit der besten Freundin oder dem Chat mit der neuen Flamme.

Günstige Tarife für Kinder

Wer keinen Familientarif abschließen oder selbst zum Discount-Anbieter wechseln will, kann dennoch für den Nachwuchs einen Prepaid-Tarif besorgen. Der Vorteil: Ist das Guthaben erschöpft, können die Kinder auch nicht mehr telefonieren. Das kann pädagogisch interessant sein. Wenn Sie aber darauf Wert legen, dass Ihr Kind Sie im Notfall immer anrufen kann, sollten Sie entweder stets das Guthaben im Blick haben oder einen der genannten internen Flatrate-Tarife abschließen.

Lesen Sie auch: Smartphone-Tarife: Discounter bieten Extra-Datenvolumen

Haben die Sprösslinge ein Smartphone, empfiehlt es sich, eine Datenflatrate abzuschließen – zumal Nachrichtendienste wie Whats-App meistens schon das Dauer-Gesimse abgelöst haben. Falls dennoch eifrig gesimst wird, kann eine SMS-Flatrate sinnvoll sein.

Bei Discountern sparen

Günstig sind zum Beispiel Prepaid-Discounter wie Maxxim und Debitel light, die auch Flatrate-Tarife zu Tiefstpreisen anbieten. Beispiel Maxxim: Der Discounter des Mobilfunkunternehmens Drillisch bietet mit LTE Mini SMS 1 GB eine Sprach- und SMS-Flat mit einem Gigabyte schnellem Surfen für 5,99 Euro im Monat an. Die Mindestvertragslaufzeit liegt bei nur einem Monat.

  • Biallo-Tipp: Gerade die Discount-Anbieter werben jeden Monat mit interessanten Preisnachlässen. Es kann sich lohnen, die aktuellen Angebote zu vergleichen. Oft werden die Angebotspreise bei Drillisch von einem Discounter zum nächsten gereicht. Zu Drillisch gehören unter anderem Maxxim, Hellomobil, Simply, Fon.de, Discotel, Phonex und Winsim.

Verträge mit Schutzfunktion

Zusätzlich können Eltern spezielle Jugendschutz-Apps installieren oder sogenannte Drittanbieter-Sperren einrichten. So können Mehrwertdienste, Sonderrufnummern und SMS-Abos gesperrt werden. Vodafone sperrt Drittanbieter beispielsweise bei den Kids-Tarifen automatisch.

  • Biallo-Tipp: Wenn die Kinder ein iPhone nutzen, dann können Eltern einfach die von Apple vorgesehene Kindersicherung aktivieren. Diese finden Sie unter dem Menu-Punkt "Allgemein" und dann unter "Einschränkungen".

Grundsätzlich sind die vorinstallierten Jugendschutzoptionen bei Android nicht ganz so umfassend wie bei Apple, weshalb Sie am besten eine Jugendschutz-App installieren sollten. Samsung bietet mit dem Kids Mode eine eigene Jugendschutz-App an. Damit können Sie dafür sorgen, dass nur kindgerechte Inhalte angezeigt werden, In-App-Käufe und GPS-Ortung unterbunden werden.

Die Telekom bietet mit der Family Card Basic einen interessanten Tarif für den jüngeren Nachwuchs. Voraussetzung ist, dass ein Vertrag mit einem monatlichen Mindestpreis von 29,95 Euro vorhanden ist. Dann können bis zu vier Family Start Karten für monatlich 4,95 Euro dazu gebucht werden.

Dafür können Kinder dann unbegrenzt ins deutsche Telekom-Mobilfunknetz anrufen und simsen und bei einer Festnetznummer unbegrenzt anrufen. Der Tarif entspricht dem Prepaid-Tarif Magenta Mobil Prepaid S, den jeder buchen kann. Mit dem Unterschied, dass bei der Family Card eine Internet-Sperre eingerichtet ist. Das kann gerade bei jüngeren Kindern eine interessante Maßnahme sein.

Bei Vodafone läuft der Jugendschutz über eine Jugendschutz-App. Diese können Eltern herunterladen, die für ihr Kind einen "Red+Kids"-Tarif buchen. Voraussetzung ist ein eigener Vodafone-Vertrag. In den ersten beiden Jahren kostet der Tarif 10,99 Euro im Monat, danach 15,99 Euro pro Monat. Der Tarif enthält eine Vodafone Sprach-Flat sowie 200 Gesprächsminuten und 50 SMS in alle deutschen Netze.

  • Biallo-Tipp: Es lohnt sich, verschiedene Kinderschutzapps wie FragFinn, Meine-Startseite, ChildProtect und Surfgarten zu testen. Gegebenenfalls kommen Eltern zu dem Schluss, dass eine solche App auch ohne Spezialtarif ausreicht.

Kinder orten

Eltern, die ihre Kinder – aus welchem Grund auch immer – orten möchten, müssen dafür keinen speziellen Kindertarif abschließen. Inzwischen sind diverse Anbieter mit speziellen GPS-Trackern und Kinderhandys auf dem Markt.

Den GPS-Tracker Weenect Kids gibt es derzeit online für 49,99 Euro. Hinzu kommt ein monatlicher Abo-Preis für den Tracking-Dienst. Ohne Vertragsbindung kostet das Abo 7,90 Euro im Monat, ein Jahres-Abo kostet 60 Euro, das Zwei-Jahres-Abo 85 Euro. Dafür bekommen die Kinder am GPS-Tracker einen Notrufknopf und Eltern können per App verfolgen, wo sich ihr Kind gerade aufhält.

Zudem gibt es diverse Uhren, GPS-Tracker und Smart-Watches mit unterschiedlichen Funktionen zu kaufen. Der Markt entwickelt sich beständig weiter. Vor dem Kauf empfiehlt es sich deshalb Testberichte und die Bewertungen anderer Eltern zu lesen. Auch sollten Eltern gut das Bedürfnis, ihr Kind zu schützen, gegenüber der persönlichen Freiheit ihres Kindes abwägen. Denn das genaue Tracking von Kindern ist auch ein Eingriff in ihre Privatsphäre.

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Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
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Handy-Pädagogik

Wenn Kinder und Jugendliche ein Handy oder Smartphone bekommen, sollten die Eltern sich nicht nur mit den Kosten, sondern auch mit dem Schutz ihrer Kinder befassen. Die Kinder völlig unbeaufsichtigt mit ihren Geräten alleine zu lassen, ist in jedem Fall eine schlechte Idee.

Unerwünschte Inhalte

Smartphones sind kleine Mini-Computer – Jugendliche haben also Zugang zu allen Informationen, die auch im Internet gefunden werden können. Sie können also Porno-Seiten ebenso anschauen, wie die Website von der Ballettschule. Immer wieder kommt es auch vor, dass in vermeintlichen Gratis-Apps kostenpflichtige Inhalte versteckt werden.

Dann kann es passieren, dass Kinder versehentlich ein Abo abschließen, obwohl sie es nicht beabsichtigen. Es lohnt sich deshalb in jedem Fall, die Abrechnung sogenannter Drittanbieter auf den Handys der Kinder sperren zu lassen. Aus demselben Grund kann es ungünstig sein, das eigene Gerät den Kindern zum Spielen zu geben. Ist ein Zahlungsdienst auf dem Gerät eingerichtet, kann es teuer werden.

  • Biallo-Tipp: Fragen Sie beim Anbieter nach, ob Sie ungewünschte Inhalte sperren lassen können. Im Zweifelsfall können Eltern auch den Internet-Zugang sperren oder gleich ein einfaches Handy kaufen, das nicht internetfähig ist.

Herunterladen von Musik

Kinder und Jugendliche laden sich gerne Musik und Filme aus dem Internet herunter. Oft ist ihnen nicht klar, dass viele dieser angeblich kostenlosen Inhalte illegal angeboten werden. Eltern können für solche Downloads im schlimmsten Fall haftbar gemacht werden. Deshalb sollten sie ihren Kindern die Konsequenzen illegaler Downloads deutlich machen.

Datenschutz

Soziale Netzwerke sind für viele Jugendliche ebenso wichtig wie die Schulklasse. Da werden Informationen ausgetauscht, Fotos hochgeladen, Videos geteilt. Mit einem Smartphone geht das Teilen von Fotos und Videos besonders schnell. Eltern sollten ihren Kindern klarmachen, wie gefährlich es sein kann, zu viele persönliche Informationen preiszugeben. Dienste, mit denen der Standort des Smartphones von anderen Nutzern eingesehen werden kann, sollten Jugendliche und Kinder am besten gar nicht nutzen.

Mobbing

Mobbing über soziale Netzwerke, unerwünschte Anrufe und Nachrichten – es gibt viele Möglichkeiten, wie Kinder über ihr Mobiltelefon unter Druck gesetzt werden können. Eltern sollten mit ihren Kindern darüber reden, was alles passieren kann und dass sie unbekannte und unerwünschte Anrufe ihren Eltern melden sollten.

  • Biallo-Tipp: Es kann sich lohnen, auf Kindersmartphones und gegebenenfalls dem eigenen Gerät Kinderschutz-Apps zu installieren. Gängige Apps sind zum Beispiel FragFinn, Meine-Startseite, ChildProtect und Surfgarten.

Lesen Sie auch: Internet-Sicherheit – So schützen Sie Ihre Kinder im Web

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Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

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