Auf einen Blick
  • Kriminelle verweisen auf ihren Internetseiten auf eine frei erfundene Aufsichtsbehörde.
  • Die echte Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt vor der Fake-Seite.

Dubiose Unternehmen lassen sich immer wieder neue Methoden einfallen, um das Vertrauen von Verbrauchern zu gewinnen und an deren Geld zu kommen. Sogar Aufsichtsbehörden werden frei erfunden, um Seriosität auszustrahlen. Jetzt warnt die echte Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vor der frei erfundenen Konkurrenz EFISO. Diese überwacht scheinbar, anders als die echte Behörde, unseriöse Geldanlage-Firmen. Doch Vorsicht: Legen Sie kein Geld bei Firmen an, die von der EFISO überwacht werden. Es handelt sich um eine Fake-Firma und Ihr Geld ist mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort verloren.

Tipp: Alle Verbraucherschutz-Meldungen auf einen Blick

Die sogenannte EU-Mission Commodity Futures Trading Commission (EFISO) möchte den Handel mit Derivaten fördern. Dubiose Broker geben auf ihren Webseiten an, dass sie scheinbar von der EFISO reguliert werden. Angeblich soll die Behörde unter der Webseite efiso.eu erreichbar sein, die es tatsächlich gibt. Das Problem ist nur, dass es diese europäische Regulierungsbehörde nicht gibt. Dem geübten Auge fällt das bei der Betrachtung der Webseite sofort auf. An nachfolgenden Punkten können Sie den Betrug erkennen:

  • Die Webseite ist nicht per HTTPS verschlüsselt. Sie erkennen das daran, dass in der Adresszeile vor der Webadresse “nicht sicher” steht oder das geschlossene Schloss fehlt.

  • Die Texte auf der Webseite sind zwar in deutscher Sprache verfasst. Allerdings handelt es sich um so schlechte Übersetzungen, dass man den Inhalt des Textes nicht mehr versteht.

  • Der Server der Webseite steht in den USA, was für eine europäische Behörde unüblich ist.

  • Die angegebene Adresse in Deutschland existiert nicht.

  • Eine Telefonnummer ist auf der Webseite zwar angegeben. Die Rufnummer (0049)45694565 ist jedoch nicht vergeben.

  • Einige Links auf der Webseite funktionieren nicht.

Die BaFin weißt ausdrücklich daraufhin, dass die EU-Mission Commodity Futures Trading Commission (EFISO) keine Transaktionen im Finanzsektor überwacht oder entsprechend tätige Unternehmen ordnungsgemäß beaufsichtigt.

Falls Sie Geld anlegen möchten und dabei auf ein angeblich von der EFISO überwachtes Unternehmen stoßen, sollten Sie dessen Angebote auf keinen Fall annehmen. Überweisen Sie kein Geld und eröffnen Sie kein Anlagekonto. Wir raten zudem keine persönlichen Daten zu übermitteln. Es handelt sich um kein seriöses Unternehmen. Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei, um andere Verbraucher vor diesen Unternehmen zu schützen. Im Zweifelsfall können Sie sich auch jederzeit an die BaFin selbst wenden.

In unserem Übersichtsartikel finden Sie eine Zusammenfassung seriöser Geldanlagen. Außerdem erklären wir, wie Robo-Advisor funktionieren und vergleichen die besten Onlinebroker. Sollten Sie mit einer Bank oder einem Finanzdienstleister unzufrieden sein oder gar einen Betrug vermuten, können Sie sich bei der BaFin beschweren.





  Mike Belschner

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