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Die Finanzaufsicht BaFin hat der Commerzbank AG Geldstrafen in Höhe von insgesamt 1.450.000 Euro auferlegt. Sie hat festgestellt, dass sowohl die Commerzbank AG als auch die ehemalige comdirect Bank AG, die jetzt Teil der Commerzbank AG ist, ihre Aufsichtspflichten verletzt haben. Das teilt die Bafin in einer Pressemitteilung mit.

Aufgrund mangelnder Überwachung haben Mitarbeiter gegen geldwäscherechtliche Vorschriften verstoßen. Sie haben Kundendaten nicht rechtzeitig oder ausreichend aktualisiert. Außerdem wurden nur unzureichende interne Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Darüber hinaus wurden in drei Fällen aufgrund der Verletzung der Aufsichtspflicht die verstärkten Sorgfaltspflichten nicht angemessen umgesetzt. Der Bußgeldbescheid ist bereits rechtskräftig.

Die Höhe der Strafe für die Commerzbank beläuft sich auf knapp 1,5 Millionen Euro. Dies mag auf den ersten Blick nach einer beträchtlichen Summe klingen. Man muss jedoch berücksichtigen, dass die Commerzbank AG im vergangenen Jahr einen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro verzeichnete. Im Verhältnis dazu scheint die Strafe daher vergleichsweise gering auszufallen.

Wenn die Commerzbank die auferlegte Geldstrafe nicht zahlt, können verschiedene Konsequenzen eintreten. Dazu gehören mögliche rechtliche Schritte seitens der BaFin, wie weitere finanzielle Strafen. Im Extremfall könnte die BaFin die Bank sogar dazu zwingen, bestimmte Geschäftsaktivitäten einzustellen oder die Banklizenz zu entziehen. Die genauen Folgen hängen von den Gesetzen und den individuellen Umständen des Falls ab.  

Auf ihrer Webseite hat sich die Commerzbank bisher nicht zur Geldstrafe geäußert. Biallo.de hat bei der Commerzbank AG nachgehakt. Eine Pressesprecherin der Commerzbank AG äußerte sich gegenüber Biallo.de wie folgt:

"Im Zuge der Integration der comdirect in die Commerzbank AG wurden Vorgaben zur Legitimationsprüfung von Neukunden sowie Prozesse und Kontrollen zur Aktualisierung von Kundendaten in der ehemaligen comdirect Bank AG überprüft. Die notwendigen Nachbearbeitungen, die sich daraus ergeben haben, wurden zügig angegangen. Prozesse wurden entsprechend angepasst und die Datenaktualisierungen bereits im Jahr 2022 vollständig abgeschlossen.Die Bank war stetig in engem Austausch mit der zuständigen Aufsichtsbehörde. Den Auflagen der BaFin sind wir selbstverständlich nachgekommen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Höhe der von der BaFin festgelegten Summe nicht kommentieren."

Zinswende: Hier gibt es jetzt noch attraktive Zinsen

Die EZB hat Fakten geschaffen und die Leitzinsen gesenkt. Das klassische Zinssparen wird dadurch wieder unattraktiver. Biallo.de hat mit Sebastian Hasenack, dem Leiter der Online-Vermögensverwaltung Solidvest, darüber gesprochen, wie man angesichts sinkender Zinsen eine Zins-Anlage noch sinnvoll gestalten kann.  Mehr erfahren!
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Hintergrund: Geldwäschegesetz

Der Inhaber eines Unternehmens ist dafür verantwortlich, ein effektives System von Überwachungsmaßnahmen innerhalb des Unternehmens zu etablieren. Dieses System muss so gestaltet sein, dass Verstöße gegen unternehmensbezogene Pflichten verhindert oder zumindest erschwert werden.

Als interne Sicherheitsmaßnahme müssen Kreditinstitute für ihre Mitarbeiter Arbeitsanweisungen erstellen, in denen die Vorgaben zur praktischen Umsetzung der Anforderungen des Geldwäschegesetzes festgelegt sind. Die Aktualisierung der Kundendaten ist eine gesetzliche Pflicht, die durch eine Arbeitsanweisung geregelt werden muss.

Die Aktualisierung der Kundendaten ist eine wichtige Pflicht gemäß dem Geldwäschegesetz. Um zu verhindern, dass Bankkonten anonym eröffnet und für Geldwäsche genutzt werden, müssen Kreditinstitute alle Kunden identifizieren, wenn sie eine Geschäftsbeziehung mit ihnen eingehen. Diese Informationen müssen dokumentiert werden. Da sich relevante Kundendaten im Laufe der Zeit ändern können, sind Kreditinstitute verpflichtet, ihre Kundendaten regelmäßig oder bei Bedarf zu aktualisieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen.

Wenn Kreditinstitute höhere Risiken in ihren Geschäftsbeziehungen feststellen, müssen sie zusätzliche Vorkehrungen treffen. Zum Beispiel greifen bei einem Vertragspartner, der politisch exponiert ist, neben den allgemeinen Sorgfaltspflichten auch verstärkte Sorgfaltspflichten. Kreditinstitute sind verpflichtet, zusätzliche Informationen über den Vertragspartner einzuholen, um angemessen auf die höheren Risiken dieser Geschäftsbeziehungen zu reagieren.

Ein leichtfertiger Verstoß eines Instituts gegen diese Pflichten stellt eine Ordnungswidrigkeit dar.

Genossenschaftsanteile mit attraktiver Dividende!

Die Sparzinsen könnten bald wieder deutlich sinken. Ein triftiger Grund also, nach einer Alternative zum Fest- und Tagesgeld Ausschau zu halten. Bei der Raiffeisenbank im Hochtaunus (Meine Bank) profitieren Mitglieder von einer attraktiven Dividende bis zu einer Anlagesumme von 50.000 Euro. Für das Jahr 2023 liegt die zu erwartende Dividende bei hohen 3,50 Prozent - mehr als bei den meisten Festgeld-Angeboten. Zusätzlich winken Mitgliedern noch weitere Leistungsvorteile.  Erfahren Sie mehr!
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Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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