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Auf einen Blick
  • Per Facebook-Werbung oder über andere soziale Netzwerke versprechen Ihnen findige Vermittlungsfirmen einen Zinssatz für Festgeldoder andere Geldanlagen, der über dem Zinssatz am Markt liegt.

  • Der Vertrag wird scheinbar mit einer Bank geschlossen. In Wirklichkeit schließen Sie den Vertrag mit den Betrügern.

  • Ist die Einlage überwiesen, räumen die Kriminellen das Konto leer und sind weg. Ihr Geld ist futsch.
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Sie taucht immer wieder auf – gemeint ist die Werbung in den sozialen Netzwerken. Satte Zinsen, die über den marktüblichen Zinsen liegen, und hohe Renditen werden Ihnen in den Anzeigen versprochen. Bei der aktuellen Situation mit sehr niedrigen Zinsen oder gar Negativzinsen auf gespartes Geld locken diese Angebote viele Verbraucher an.

Wenn Sie die Angebote nicht richtig prüfen, können Sie unter Umständen in die Falle von Betrügern tappen. Diese wiederum haben es nur auf Ihr Geld abgesehen und legen Sie mit Verträgen herein, die vortäuschen, dass Sie Geschäfte mit bekannten Bankinstituten machen.

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Hohe Renditen führen oft in die Falle

Zinsen auf Festgeld, die über den marktüblichen Zinsen liegen – da kann man schon mal schwach werden und alle Vorsicht fallen lassen. Und auch den vermeintlich sicheren Geschäften über dubiose Trading-Plattformen schenken viele Verbraucher ihren Glauben. Doch genau darin besteht die Gefahr. Denn das nutzen Betrüger schamlos aus, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Wenn Sie hier nicht prüfen, ob Sie es mit einem seriösen Anbieter zu tun haben, kann Ihr mühsam erspartes Geld ganz schnell weg sein.

In einem konkreten Fall verlor ein Facebook-Nutzer 10.000 Euro. Er überwies das Geld im Glauben, mit einer ungarischen Bank Geschäfte zu machen. Allerdings wurde der Vertrag eben nicht mit der Bank selber, sondern viel mehr mit dem “Vermittler” geschlossen. Das fiel aber nur bei genauem Lesen auf. Das Logo der ungarischen Bank und die Farben auf dem Antrag wirkten echt und gaben ein falsches Sicherheitsgefühl.

In solchen Fällen geht das Geld des Verbrauchers nicht direkt an die Bank. Vielmehr wird auf ein Konto der Bank überwiesen, welches den Betrügern oder sogenannten Finanzagenten gehört. Diese heben das eingezahlte Geld schnellstmöglich ab und sind weg. Am Ende gibt es hier zwei und meist sogar drei Opfer. Sie, weil Sie Ihr Geld verloren haben und die Bank, deren Daten und Logo missbräuchlich und ohne Erlaubnis verwendet wurden. Zudem werden die Bankkonten meist noch auf den Namen von unbeteiligten Nutzern eröffnet, die erst dann davon erfahren, wenn bereits ein Schaden entstanden ist.

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Wie können Sie sich vor dem Betrug schützen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Betrug zu verhindern und seriöse Geldanlagen zu erkennen. Dafür müssen Sie allerdings ein wenig recherchieren und aufmerksam lesen. In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen ausführlich, wie und woran Sie seriöse Banken erkennen und auf welche Punkte Sie bei Geldgeschäften generell achten sollten.

Konkret auf die Werbung auf den Social Media Kanälen bezogen, bedeutet dies, dass Sie besonders aufmerksam sein sollten. Bei Vermittlern aus dem Ausland sollten Ihre Alarmglocken schrillen. Wenn dann noch die Zinsen besonders hoch sind, ist oberste Vorsicht geboten. Übrigens: Unser Biallo-Index gibt darüber Auskunft, wie hoch der aktuelle Marktzins bei den von uns getesteten seriösen Anbeitern im Durchschnitt ist.

Lesen Sie den Vertrag exakt durch. Wird dieser wirklich mit der Bank oder doch mit dem Vermittler geschlossen? Ist es ein Vertrag zwischen dem Vermittler und Ihnen, sollten Sie sich bei der Bank informieren, ob diese mit dem Vermittler tatsächlich zusammenarbeitet. Verneint die Bank Ihre Anfrage, sollten Sie den Vertrag auf keinen Fall unterzeichnen.

Spätestens bei der Identifikation sollten Sie stutzig werden, wenn Sie der Bank beziehungsweise dem Vermittler nur Ihren normalen Personalausweis als Kopie senden sollen. Seriöse Banken nutzen das Post-Ident- oder Video-Ident-Verfahren, um Sie eindeutig zu identifizieren. Zukünftig könnte aber auch die neue Onlinefunktion beim Personalausweis für die Identifikation genutzt werden.

Unseriöse Anbieter neigen in Telefongesprächen auch dazu, Sie unter Druck zu setzen. Druck ist aber kein guter Berater. Wenn Sie zur Eile gedrungen werden, weil Top-Zins-Angebote nur kurze Zeit gültig sind, dann lassen Sie besser die Finger von dem Angebot.

Diese Anbieter sollten Sie meiden

Auf Facebook, Instagram und Co. sind immer wieder neue Vermittler unterwegs, die Ihnen das große Geld versprechen. Dabei bleibt am Ende für Sie nichts übrig. Die einzigen Gewinner sind die Betrüger. Deshalb möchten wir hier eine Liste uns bekannter “Vermittler” veröffentlichen, die es auf Ihr Geld abgesehen haben.

  • ZINSEXPERTE (Zins Experte) - zinsexperte.com
  • CS Investment Partners
  • Sparpiloten / Elektronik Service AG
  • SG Sichere Geld­anlagen / SAS Steucap Acquisition & Sales AG (SAS)
  • Deutsche Geld­anlage / SAS Steucap Acquisition & Sales AG (SAS)
  • Zins24 / SAS Steucap Acquisition & Sales AG (SAS)
  • Sweuk Consulting

Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt regelmäßig vor dubiosen Anbietern und Handelsplattformen, die keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen in Deutschland besitzen. Meist fehlt hier die Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften oder Erbringen von Finanzdienstleistungen nach dem Kreditwesengesetz (KWG).

  • Global Trading Swaps Financial Group Inc. / Global Trading Swaps Inc., New York (www.globaltradingswaps.com)
  • Copy4Xpert / STS Ltd., London (copy4xpert.com/de)
  • Latitude Media Group Ltd. / Ultimo Media LP (pennystocks.de) verstößt gegen § 86 Absatz 1 Wertpapierhandelsgesetz
  • SHARE BNB LTD
  • Investmentscout LTD (investmentscout.net)
  • Incendiary Group LTD (influxfinance.pro) -> keine Erlaubnis nach dem KWG
  • e euroinvest (euroinvest.com) -> keine Erlaubnis nach dem KWG
  • PrimecryptoCapital / BancDeLuxembourg (primecryptocapital.com) -> keine Erlaubnis nach dem KWG
  • Deutscheanlagen.de UG -> keine Erlaubnis nach dem KWG
  • CI FINANCIAL GmbH -> keine Erlaubnis nach dem KWG
  • Bitcoin Buyer (bitcoin-buyer.de ; bitcoin-buyer.app/de/) -> keine Erlaubnis nach dem KWG

Sollten Sie auf einen weiteren unseriösen Vermittler stoßen, dann leiten Sie uns den Namen bitte an hinweis@biallo.de weiter. Wir ergänzen den Artikel dann zeitnah. Mit Ihrer Hilfe können wir andere Leser vor dem Betrug schützen. 

Übrigens: Die BaFin warnt auch, wenn vermeintliche Aufsichtsbehörden aktiv werden

Auf unseriöse Vermittler hereingefallen – was tun?

Sollte es doch passiert sein und Sie sind auf einen unseriösen Anbieter hereingefallen, sollten Sie Ihre Füße nicht still halten. Informieren Sie auf jeden Fall die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Sie möchten Ihr Geld anlegen und suchen einen seriösen Partner? Dann schauen Sie sich unseren Ratgeber an. Hier finden Sie Tipps, aktuelle Zinsen und Rechner im Überblick. Auch für Senioren gibt es noch Möglichkeiten, Geld sicher anzulegen.

Über die Autorin Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war sie für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war sie als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat sie sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet, welches sie bei biallo.de ebenso einbringt wie ihr Wissen im Social Media Bereich.

  Franziska Baum