Auf einen Blick
  • Eine WhatsApp-Nachricht teilt Ihnen mit, dass der Lindt Goldhase 70-jähriges Jubiläum hat.

  • Angeblich gibt es 7 x 10.000 Euro zu gewinnen.

  • Hinter dem Kettenbrief steckt allerdings ein anderes Ziel. Welches das ist, erfahren Sie im Artikel.
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Das Osterfest ist da und die Kettenbriefe auf WhatsApp mit kostenlosen Osterkörben und tolle Gewinnchancen auch. Doch wie ernst können Sie diese Nachrichten nehmen? Schließlich haben wir Sie schon vor den Kettenbriefen der Illuminati gewarnt, welche Ihnen angeblich Geld schenken möchten. Auch die Geschenke zum 30-jährigen Jubiläum von Amazon kommen von Betrügern. Selbst im Namen von Rossmann und Aldi werden Kettenbriefe versendet, die Ihnen Gutscheine und andere Geschenke anpreisen. Zuletzt haben wir über den Milka-Osterkorb berichtet, den Sie kostenlos bekommen sollten.

Jetzt steht die nächste Aktion ins Haus. Leser haben uns eine Meldung gesendet, wonach Sie per WhatsApp-Nachricht 10.000 Euro zum 70-jährigen Jubiläum des Lindt Goldhasen abstauben können. Doch Vorsicht: Die bekannte Marke Lindt hat mit der Aktion nichts zu tun. Die WhatsApp-Nachrichten wurden weder von Lindt versendet, noch ist der Schokoladenhersteller Sponsor der Aktion.

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Wer versendet die Nachricht mit dem Lindt-Gewinnspiel?

Wahrscheinlich haben Sie die WhatsApp-Meldung von einem Freund oder Familienmitglied erhalten. Diejenige oder derjenige haben die Nachricht ebenfalls über den Messenger von einem Bekannten bekommen. Der Text ist jedoch nicht durch den Absender verfasst. Er ist vorgefertigt durch eine unbekannte Person. Aktuell sieht der Kettenbrief wie folgt aus.

14.04.2022 7 x 10.000 Euro

70 Jahre Goldhase
7x 10.000 Euro zu gewinnen

Aufgrund des kleine Bildchens mit dem Lindt Goldhasen denken viele Verbraucherinnen und Verbraucher, dass die Aktion tatsächlich von Lindt ist.

 

Was passiert beim Klick auf den Link?

Meistens ist der Ablauf identisch. Klicken Sie den Link in der Nachricht an, landen Sie auf einer Webseite. Diese ist optisch so gestaltet, dass der Eindruck erweckt wird, die Webseite stamme von Lindt. Das verwendete Logo und die typischen Farben verstärken diesen Eindruck noch einmal. Auch das vermeintliche Menü sorgt dafür, dass Sie denken, Sie befinden sich auf der Lindt-Webseite.

Sie sollen an dieser Stelle nur vier Fragen beantworten. Wirklich wichtig sind Ihre Antworten aber nicht. Sie sollen lediglich in Klicklaune gebracht werden. Haben Sie die Fragen beantwortet, bekommen Sie drei Versuche, ein Lindt Osterei zu finden.

Auch hier ist das Ziel, Sie spielerisch dazu zu bringen, nicht zu überlegen und einfach zu klicken. Denn der wichtigste Punkt folgt gleich. Denn spätestens im dritten Versuch finden Sie ein Feld mit einem Ei. Dann aber beginnt der Kettenbrief-Wahnsinn.

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So verteilt sich der Kettenbrief weiter

Nun sollen Sie den Kettenbrief mit fünf Gruppen oder 20 WhatsApp-Freunden teilen. Genau an dieser Stelle war auch die Person, von der Sie die Nachricht mit dem vermeintlichen Lindt-Gewinnspiel erhalten haben. Wenn Sie hier klicken und die WhatsApp-Nachricht an Ihre Freunde versenden, verteilen Sie den Kettenbrief weiter. Das tun leider viele Empfänger der Nachricht, da sie davon ausgehen, dass sie im Anschluss wirklich die Chance auf den großen Gewinn haben. Den werden Sie allerdings nicht bekommen. Stattdessen haben Sie vermeintlich ein Lindt-Osterkörbchen gewonnen.

Doch das Gegenteil ist der Fall. Am Ende landen Sie auf einer dubiosen Webseite. Und der Initiator der Aktion entscheidet allein, auf welche Internetseite er Sie leitet. Abhängig ist das von Ihrem Betriebssystem, ob Sie sich im WLAN befinden oder im mobilen Netzwerk. Deswegen warnen wir Sie an dieser Stelle: Teilen Sie den Link nicht mit Ihren WhatsApp-Freunden.

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Was passiert nach dem Teilen des Kettenbriefs?

Wie bereits erwähnt, entscheidet der Initiator der Aktion, auf welche Webseite Sie geleitet werden. Demzufolge können wir nicht genau vorhersagen, was passieren wird. Wir können Sie aber vor den folgenden Szenarien warnen, die in Abhängigkeit des verwendeten Gerätes, der Internetverbindung und des Betriebssystems aktiviert werden.

Direktmarketingunternehmen sammeln Daten

Bei derartigen Gewinnspielen kommt es häufig vor, dass Sie bei einem Datensammler landen, dem Sie mit dem Absenden der Daten eine Werbeerlaubnis erteilen. Dadurch kann dieser ihre Daten an andere Unternehmen verkaufen. Daraufhin müssen Sie sich auf viel Werbung per Post, SMS und auch auf Werbeanrufe einrichten. Überwiegend wird bei diesen Anrufen versucht, Ihnen ein Zeitungsabonnement unterzujubeln. Das geschieht sehr trickreich. Deswegen unsere Empfehlung: Geben Sie niemals Ihre IBAN oder Kreditkartennummern am Telefon heraus.

Abofalle lauert bei Klick auf Link

Neben den Direktmarketingunternehmen lauern auch Abofallen hinter den Links. So werden immer wieder hochpreisige Geräte wie iPhones, Samsung Smartphones, MacBooks oder die Playstation 5 kostenlos angeboten. Angeblich sollen Sie nur noch die Versandkosten in Höhe von bis zu fünf Euro übernehmen. Doch genau hier lauert die Abofalle. Geben Sie Ihre Kreditkarten-Daten oder die Bankdaten an dieser Stelle ein, haben Sie das Abonnement abgeschlossen. Die günstigen Versandkosten sind lediglich die Kosten für die Probezeit des Abos. Spätestens nach 14 Tagen wird Ihre Kreditkarte richtig belastet. Plötzlich liegt der Preis dann bei 50 Euro und mehr pro Monat.

Schadsoftware auf Webseite oder per App

Gegebenenfalls landen Sie auch auf einer Seite, welche mit Schadsoftware infiziert ist. Oder Sie sollen eine App herunterladen. Diese enthält dann möglicherweise Malware wie Ransomware, Trojaner oder andere Viren. Ist Ihr Gerät einmal befallen, besteht eine große Gefahr für Ihre Konten und Ihr Geld. Denn mithilfe dieser Schadsoftware (Bankingtrojaner) gelingt es den Betrügern, an Ihre Zugangsdaten für das Onlinebanking zu gelangen und diese können Ihre Überweisungen umleiten.

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Was sollten Sie tun?

Sie sollten auf keinen Fall Daten eingeben oder Apps aus unbekannten Quellen herunterladen. Auch sollten Sie den Kettenbrief nicht mit Ihren Freunden teilen. Haben Sie dies bereits getan, ist es nur fair, wenn Sie Ihre Bekannten von dem Fake in Kenntnis setzen. Informieren Sie den Freund, dass es sich um Betrug handelt. Dazu können Sie ihm den Link zu diesem Artikel senden. Am besten ist es, wenn Sie derartige WhatsApp-Meldungen einfach löschen.

Sollten Sie an einer Stelle Ihre Bankdaten oder Kreditkartendaten eingegeben haben, müssen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung setzen. Gegebenenfalls müssen Sie Ihr Konto und die Karte sperren, um einen finanziellen Schaden zu vermeiden. Außerdem empfehlen wir in diesem Fall, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Biallo-Tipp: So schützen Sie sich vor bösartigen Nachrichten

Generell empfehlen wir Ihnen, dass Sie sich vor bösartigen Nachrichten und allen weiteren Gefahren aus dem Internet schützen. Dazu gehört, dass Sie Ihr Betriebssystem auf dem aktuellen Stand halten und einen hochwertigen Virenscanner installieren. Wir empfehlen etwa den Virenscanner Bitdefender Total Security 2022 für Windows, Mac OS X oder Android. Mit einem Kauf können Sie bis zu fünf Geräte schützen. Damit sind Sie auch auf Ihrem Smartphone geschützt.
 

Wir benötigen Ihre Hilfe

Sie haben auch eine derartig kuriose WhatsApp-Nachricht erhalten? Dann leiten Sie uns diese an hinweis@biallo-online.de weiter. Mit Ihrer Hilfe können wir andere Leser vor dem Betrug warnen.

Weitere aktuelle Warnungen und News für Verbraucher finden Sie in unserer Verbraucherschutz-Übersicht. Zusätzlich lohnt sich auch immer ein Blick in unsere Ratgeber für Verbraucher. Und wenn Sie keine Warnungen mehr verpassen wollen, sollten Sie unseren Newsletter abonnieren.

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Franziska Baum

Bereits in ihrer Schulzeit war Franziska für die Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung tätig. Nach ihrem Germanistik-Studium in Dresden sammelte sie weitere Erfahrungen als Online-Redakteurin bei führenden Technik-Magazinen und später im Verbraucherschutz. Seit 2016 war Franzi (so ihr Spitzname) als Redakteurin am Aufbau des Onlineportals verbraucherschutz.com (früher onlinewarnungen.de) beteiligt. Dort betreute sie unter anderem den Social Media Bereich, plante und verfasste eigene Tipps, News und Anleitungen zu aktuellen Themen. Durch diese Arbeit hat Franzi sich ein ausgeprägtes Wissen im Bereich Verbraucherschutz angeeignet. Bei biallo.de bringt sie genau dieses Wissen ein. Außerdem ist Franziska in der Leserbetreuung tätig. Ihr Ziel ist es, den Leserinnen und Lesern zu helfen und ein gutes Gefühl zu geben. 

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