• Sie möchten fürs Alter vorsorgen?
  • Nachhaltig investieren?
  • Steuern sparen?
  • Für Ihre Finanzen und Geldanlage einfach nichts mehr verpassen?
Wir versorgen Sie mit den interessantesten Beiträgen und Produkttests aus der Finanzwelt.
Versand zweimal pro Woche
Auf einen Blick
  • Identitätsdiebstahl, Cyber-Mobbing, Phishing oder Fälschung und Ausspähen von Daten – Cyberkriminalität wird in Deutschland zu einem Massenphänomen und die Liste der Delikte immer länger.

  • Cyber-Versicherungen helfen, Schäden durch Internetkriminalität aufzufangen und zu begrenzen. Schutz gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen solcher IT-Attacken kann auch in einem klassischen Versicherungsschutz enthalten sein.

  • Wir stellen Ihnen die besten Cyberversicherungen für Privatleute vor.

  • Den kompletten Ratgeber gibt es auch als PDF-Download.
12

Cyberkriminalität wird in Deutschland zu einem Massendelikt. Im Jahr 2020 gab es rund 108.000 Delikte, mehr als doppelt so viel wie 2015 bei einem durchschnittlichen Zuwachs von acht bis zehn Prozent pro Jahr über die vergangenen zehn Jahre. Die meisten Straftaten dürften in dieser Statistik allerdings gar nicht enthalten sein. Aufgeklärt wird dabei gerade einmal gut jeder fünfte Fall. Die Liste der möglichen Delikte ist lang: Identitätsdiebstahl, Cybermobbing, die Fälschung von Daten, Computersabotage, Ausspähen und Abfangen von Daten sowie Datenhehlerei. Zur Computerkriminalität im weiteren Sinne zählen aber auch weitere Delikte, die über das Internet erfolgen. Dazu gehören: Phishing im Bereich Onlinebanking, Straftaten mit DDoS-Attacken, mit denen zum Beispiel Internetpräsenzen lahmgelegt werden und natürlich digitale Erpressung. Cyberversicherungen helfen dabei, die Schäden solcher Attacken aufzufangen und zu begrenzen.

Ihr Wunschauto zu Weihnachten? Zum Traumzins ab 2,49 Prozent!

Ihren Traum vom neuen PKW können Sie sich günstig verwirklichen. Der ADAC Autokredit bietet zwei Kreditarten und einen effektiven Jahreszins von 2,99 Prozent. Noch günstiger wird es mit den Sonderkonditionen von 2,49 Prozent für die Finanzierung eines Elektroautos, Hybridfahrzeugs oder eines Plug-In-Hybrids.  Konditionen berechnen!
Anzeige
 

Was ist eine Cyberversicherung?

Schutz vor den Folgen der Internetkriminalität ist über sogenannte Cyberversicherungen möglich. Die kann man als eigenständige Police erwerben oder der Cyber-Schutz ist Bestandteil von klassischem Versicherungsschutz. So kann die Hausratversicherung zum Beispiel einen Schutz gegen die finanziellen Folgen einer Phishing-Attacke vorsehen und die private Haftpflichtversicherung schützt den Versicherten, wenn der unabsichtlich Schäden im Internet anrichtet – etwa durch Weitergabe eines Virus auf einem USB-Stick.

 

Welche Internet-Gefahren sollten Sie absichern?

Eigenständige Cyberversicherungen gehen weiter und helfen etwa dabei, auch rechtlich gegen Angriffe wie Mobbing-Attacken oder Identitätsdiebstahl vorzugehen. Das sind die Internetgefahren, die es abzusichern gilt:

Cybermobbing

Cybermobbing bezieht sich auf alle Arten von Online-Belästigung – angefangen beim Stalking über sexuelle Belästigungen bis hin zum Doxing. So bezeichnet man das Offenlegen persönlicher Daten des Betroffenen. Auch das sogenannte Fraping, einem Einbruch in die sozialen Medien einer Person und Erstellung gefälschter Posts in fremden Namen, zählt zu Cybermobbing. Die Konsequenzen für die Betroffenen gehen hier weit über finanzielle Aspekte hinaus – gerade beim Cybermobbing stehen ohne professionelle Hilfe am Ende oft Erkrankungen der Betroffenen bis hin zu Selbstmordgedanken im Raum.

Datenverlust und Wiederherstellung von Daten

Einem Datenverlust geht in aller Regel eine Infektion von Computersystemen durch Malware (Englisch: „Malicious Software“) voraus. Darunter fallen alle Viren und sonstigen Software, die in Computern Dateien zerstören, die Gesamtfunktionalität beeinträchtigen oder Daten stehlen. Und auch Adware gehört dazu, die den User mit Werbung zuspammt und den Rechner lahmlegt. Der Verlust der Daten kann in vielen Fälle nur schwer rückgängig gemacht werden, die Wiederherstellung ist zeitintensiv und teuer.

Hackerangriffe

Oft gehen Hackerangriffe einher mit einer Cyberextortion, der digitalen Form der Erpressung. Dabei attackieren die Täter fremde Computersysteme, verschlüsseln die Daten und verlangen ein Lösegeld, damit die Daten wieder freigegeben werden. Zusätzlich werden in der Regel Daten gestohlen, die Basis für weitere Straftaten sind.

Identitätsdiebstahl

Mit einem Identitätsdiebstahl werden persönliche Daten der Betroffenen gekapert – etwa Bank- oder Kreditkartendaten. Die Täter verschaffen sich Zugriff auf die Rechner der User oder greifen einzelne Daten ab – etwa durch Phishing. Dabei werden die Nutzer auf Fake-Websites umgeleitet, wo sie persönliche Daten eingeben. Aber auch mithilfe von auf dem fremden Rechner installierter Spyware werden Daten ausgelesen. In der Konsequenz können Betroffene hier sehr viel Geld verlieren und haben oft Probleme, den Schaden bei der Bank oder Kreditkartengesellschaft geltend zu machen.

Schäden durch Onlineshopping in Fakeshops

Hier gibt es Schadensszenarien in ganz unterschiedlichen Facetten. Das Umleiten auf Fakeshops wird ja vor allem dazu genutzt, um Kreditkartendaten zu ergaunern, mit denen dann weitere Straftaten begangen werden. Aber natürlich fallen nicht wenige User auf Fake-Seiten herein und bezahlen Geld für Ware, die niemals ankommt.

Wie Sie sicher im Internet shoppen können, erklären wir Ihnen in einem weiteren Ratgeber zum Onlineshopping und seinen Schattenseiten und wie Sie sich vor unseriösen Anbietern schützen können.

 

Welche Cyberrisiken sind bereits über bestehende Versicherungen abgedeckt?

Einige Standard-Versicherungen, die in einem Haushalt in der Regel vorhanden sind, beinhalten schon Elemente eines Cyber-Schutzes. Vor allem die private Haftpflichtversicherung, die Hausratversicherung sowie der Rechtsschutz bieten in der Regel zumindest in Teilen Cyber-Schutz.

Haftpflichtversicherung und Cyberschutz

Die private Haftpflichtversicherung schützt hauptsächlich dann, wenn man selbst versehentlich anderen einen Schaden zufügt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn man mit einem USB-Stick Daten übertragen will und dabei eine Schadsoftware auf einem fremden Rechner installiert. In diesem Fall besteht gegebenenfalls eine Schadensersatzpflicht gegenüber dem Besitzer des infizierten Rechners. Die private Haftpflichtversicherung prüft diese Ersatzpflicht und reguliert einen finanziellen Schaden des Betroffenen.

Hausratversicherung und Cyberschutz

Manche Anbieter von Hausratversicherungen erweitern den Schutz mittlerweile um Cyber-Bausteine, die viele mögliche Schadensfälle abdecken. Das sind einige der mit versicherbaren Bausteine:

  • Mietkosten für einen Ersatz-PC oder anderes Gerät nach einer Attacke für die Dauer der Reparatur oder Ersatzbeschaffung
  • Wiederherstellungskosten von beschädigten PC/Notebook-Systemen, gegebenenfalls Ersatzbeschaffung
  • Wiederherstellungskosten-/Wiederbeschaffungskosten betroffener Software
  • Kosten durch Telefonmissbrauch
  • Ersatz der Schäden bei Daten- und Identitätsmissbrauch mit Bank- oder Geldkartendaten.
  • Entschädigung bei Betrug durch Online-Handel
  • Kostenerstattung einer psychologischen und/oder einer anwaltlichen Erstberatung für Opfer von Cybermobbing
  • Kostenerstattung einer anwaltlichen Erstberatung und/oder Kostenübernahme für Dienstleister zur Löschung von rechtswidriger Veröffentlichung personenbezogener Daten

Rechtsschutz und Cyberkriminalität

Rechtsschutzversicherungen mit dem heute oft standardmäßig mitversicherten Internet-Rechtsschutz übernehmen die Kosten für Streitigkeiten rund um das Internet, wobei sich der Leistungsumfang von Vertrag zu Vertrag zum Teil deutlich unterscheidet. Inbegriffen sind im Rahmen des Vertrags-Rechtsschutzes immer klassische Streitigkeiten um Internetkäufe, bei denen es zu Problemen kommt, weil nicht oder etwas Falsches geliefert wird. Ebenfalls mitversichert werden können im Rahmen des Schadensersatz-Rechtsschutzes Ansprüche auf Löschung von rufschädigenden Inhalten. Und mitversichert ist auch die rechtliche Beratung, wenn es um die Beseitigung rechtlicher Folgen eines Identitätsmissbrauchs oder Missbrauchs von Zahlungsmitteln geht. Ein weiterer wichtiger Leistungspunkt in einer guten Rechtsschutzversicherung ist die Hilfe bei Cybermobbing – von der Beratung über die Beseitigung mobbender Internet-Inhalte.

 

Die besten Cyber-Policen innerhalb bestehender Verträge

In einigen Versicherungen ist Cyber-Schutz in verschiedenen Ausprägungen bereits enthalten – vor allem in der Hausratversicherung, der privaten Haftpflichtversicherung und der Rechtsschutzversicherung. Wie umfangreich der Schutz aber tatsächlich ist, verrät oft erst der Blick in die Versicherungsbedingungen. Wir haben ausgewählte Lösungen aus der Praxis hier einmal zusammengestellt.

Hausratversicherung

Einen sehr umfassenden Hausratbaustein für den Cyber-Schutz bietet unter anderem die Konzept und Marketing Gruppe. Im Hausrattarif “allsafe home” kann der „Internet & Cyber“-Schutz vereinbart werden und bietet Absicherung gegen Online-Betrug, Virenbefall, Malware und Hackerangriffe. Und sogar Einbrüche durch Cyberattacken sind mitversichert. Wie teuer der Schutz ist, hängt von der Größe der Wohnung und dem Wohnort ab. Eine 100 Quadratmeter große Wohnung in einer Großstadt wie Hamburg kann zum Beispiel für knapp zwölf Euro monatlich mit dem Cyber-Schutz versichert werden. Klassische Hausratversicherungen ohne Cyber-Schutz auf vergleichbarem Niveau liegen bei acht bis 20 Euro.

Rechtsschutzversicherung

Im Rahmen der Rechtsschutzversicherung bietet die KS Auxilai im Tarif JurPrivat (je nach Umfang und Selbstbeteiligung ab circa 200 Euro im Jahr) optimalen und günstigen Schutz. So ist Internet-Rechtsschutz im privaten Bereich mitversichert für diese Bereiche:

  • Streit um Verträge, die über das Internet oder mit Providern abgeschlossen werden
  • Rechtliche Auseinandersetzungen um erhaltene Abmahnungen wegen Urheberrechtsverstößen
  • Kosten für die Geltendmachung von Schadenersatz- und Unterlassungsansprüchen bei Rufschädigung sowie bei Identitäts- und Zahlungsmittelmissbrauch
  • Kostenübernahme bei der Verteidigung gegen den Vorwurf eines strafrechtlichen Vergehens

Zudem gibt es umfangreiche Serviceleistungen bei Cybermobbing und Rufschädigung.

Haftpflichtversicherung

Die Abwehr von Ansprüchen aus der Nutzung des Internets und der PC-Geräte ist heute in jeder guten Haftpflichtversicherung mitversichert. Wer unsicher ist, sollte bei seinem Vermittler einmal nachfragen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der nimmt einen Best-Leistungs-Tarif, der immer dem Versicherten den Standard des besten Tarifes am Markt garantiert – natürlich auch bei Cyber-Schäden im Haftpflichtbereich. Wir haben die günstigsten Best-Leistungs-Tarife ohne Selbstbeteiligung am Markt zusammengestellt:

Versicherer Tarif Beitrag pro Jahr
 GEV  Protect Premium  71,10 Euro
 Concept IF  best Advice Plus  74,92 Euro
 Basler  Ambiente Top All in +  80,56 Euro
 Ostangler  Exklusiv Fair Play Plus  81,66 Euro
 Helvetia  Komfortschutz mit Baustein Plus  82,03 Euro

Quelle: Eigene Recherche., Stand: Oktober 2021.

ECSM 2021Hier finden Sie unsere Aktionen zum European Cybersecurity Month 2021

 

Die besten Cyber-Versicherungen für Privatleute als separater Vertrag

Zusätzlich zu den beschriebenen Cyber-Absicherungen in Hausrat-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung, können separate Cyber-Versicherungen zusätzlich abgeschlossen werden. Der Umfang reicht deutlich weiter als in den erwähnten Abdeckungen, so sind zum Beispiel Datenrettungen umfangreich mitversichert, Hilfe beim Entfernen rufschädigender Inhalte oder auch professionelle Beratung, beispielsweise nach einer Mobbing-Attacke. Wir haben einige der umfangreichsten Tarife am Markt einmal zusammengestellt.

 

ARAG Webaktiv Premium für monatlich 22,21 Euro pro Familie

Die ARAG hat mit ihrem Tarif Webaktiv Premium einen besonderen Schutz geschaffen, der das gesamte Spektrum möglicher Angriffe aus dem Internet abdeckt. Der Schutz kostet für Singles 18,88 Euro monatlich, für Familien 22,21 Euro. Die Versicherungssumme beträgt bis zu 300.000 Euro, es sind keine Wartezeiten vorgesehen. Enthalten sind unter anderem:

  • Unterstützung bei der Löschung von reputationsschädigenden Inhalten (100 Euro je Fall, 1.000 Euro je Kalenderjahr, rückwirkend bis fünf Jahre vor Vertragsabschluss)
  • Reputationscheck (Überprüfung des Internets auf rufschädigende Inhalte, 100 Euro je Fall, 1.000 Euro je Kalenderjahr).
  • Telefonische psychologische Soforthilfe nach Cybermobbing
  • Schadenersatz- und Unterlassungs-Rechtsschutz bei Cybermobbing
  • Schadenersatz-Rechtsschutz bei Identitätsmissbrauch und Missbrauch von Zahlungsmitteln
  • Erstattung einer Strafanzeige (Aktiver Straf-Rechtsschutz; 1.000 Euro je Kalenderjahr)
  • Straf-Rechtsschutz zur Verteidigung (zum Beispiel bei Vorwurf der Beleidigung oder von Urheberrechtsverletzungen)
  • Rechtsschutz bei privaten Urheberrechtsverstößen enthalten (Beratungsrechtsschutz; 15.000 Euro je Kalenderjahr, auch gerichtlich)
  • Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht (zum Beispiel bei Streitigkeiten mit einem Online-Händler)
  • Arbeits-Rechtsschutz, wenn Auslöser des Streitfalls ein Internetbeitrag war
  • Ersatz des Vermögensschadens bei Identitätsmissbrauch, Datenbeschädigung und Online-Shopping (3.000 Euro je Fall, 10.000 Euro je Kalenderjahr)
  • Kostenerstattung für Dokumente nach einem Identitätsdiebstahl (250 Euro je Fall, 500 Euro je Kalenderjahr)
  • Beratungs-Rechtsschutz für die Erstellung eines digitalen Nachlasses (einmal à 500 Euro je Vertragsdauer)
  • Rechtsschutz für selbstständige Nebentätigkeit (bis 17.500 Euro Gesamtumsatz)
  • Rechtliche Prüfung Ihrer privaten Homepage (WebCheck; einmal je Kalenderjahr, 100 Euro je Check)
  • Elektronik-Schutz für PC, Notebook, Konsole, Tablet, Peripherie und Handys (5.000 Euro mit 50 Euro Selbstbeteiligung je Fall, 20.000 Euro je Kalenderjahr)
  • Telefonische psychologische Soforthilfe bei Spiel-, Handy und Online-Sucht.

Für wen ist die Versicherung geeignet?

Der Schutz der ARAG eignet sich vor allem für diejenigen, die

  • umfassenden Rechtsschutz und rechtliche Betreuung bei Schadensfällen wünschen
  • ihre Elektrogeräte gut geschützt haben möchten
  • Vermögensschäden mit bis zu 10.000 Euro pro Jahr durch Identitätsmissbrauch, Datenbeschädigung und Online-Shopping abgesichert haben wollen.
 

CyberGuard der Inter für 4,99 Euro pro Monat

Für einen Beitrag von 4,99 Euro monatlich bietet die Inter mit dem Cyber-Guard unter anderem folgenden Schutz:

Hackerangriffe

Der INTER CyberGuard versichert Schäden, die Ihnen durch Hacker-Attackenauf das Online-Banking-Konto und unbefugte Verwendung von Kreditkartendaten und Zahldiensten wie etwa PayPal entstehen. Außerdem sind Versicherte bei Betrug durch sogenannte Fake-Shops (EU-weit) geschützt, die bezahlte Waren nicht liefern.

Datendiebstahl

Abgesichert sind auch die finanziellen Folgen von Datendiebstahl – sowohl beim Online-Banking, als auch für Kaufportale wie Ebay und Amazon, Käufe über Google Play und iTunes und Gaming-Plattformen wie Sony Playstation.

Cybermobbing

Wenn über den Versicherten rufschädigende Inhalte verbreitet werden, kümmert sich der CyberGuard um die Löschung der Inhalte. Außerdem bekommen Betroffene kostenfreie Hilfestellung in Form einer Erstberatung bei einem Juristen und Psychologen.

Angriffe auf Hardware- und Software

Zerstört eine Cyber-Attacke die eigene Hard- oder Software, dann übernimmt der CyberGuard die Reparaturkosten, Mietkosten fürLeihgeräte und unterstützt bei der Wiederbeschaffung. Außerdem werden die Kosten der Wiederherstellung der privaten Daten getragen.

Reputationsschäden

Wenn gegen den Willen des Versicherten persönliche Daten oder Bilder im Netz veröffentlicht werden, übernimmt der CyberGuard die Kosten für die professionelle Löschung. Die maximale Versicherungssumme beträgt 15.000 Euro, in Einzelbereichen liegt die Summe niedriger: Die Datenwiederherstellung wird zum Beispiel mit maximal 2.000 Euro unterstützt, Mietkosten für Ersatz-Computer bis zu 250 Euro. Eine Wartezeit sieht der CyberGuard Versicherungsschutz nicht vor.

Für wen ist die Versicherung geeignet?

Der Schutz der Inter eignet sich vor allem für diejenigen, die

  • gegen Hackerangriffe und die Folgen versichert sein wollen
  • finanzielle Schäden durch diese Angriffe abwenden wollen
  • keinen Rechtsschutz zur Durchsetzung der Ansprüche benötigen.
 

Cyber-Schutz der VGH für 95 Euro pro Jahr

Der Cyber-Schutz der VGH deckt verschiedene Bereiche ab und kostet rund 95 Euro im Jahr mit Rechtsschutz und 20 Euro weniger ohne Rechtsschutz. Zum einen werden Cyber-Eigenschäden gedeckt, darunter fallen unter anderem:

Ersatz für Verluste bei Interneteinkäufen

Der Versicherer übernimmt die Kosten für nicht oder falsch gelieferte Online-Einkäufe. Weiterhin besteht Versicherungs­schutz für den Fall, dass beschä­digte Gegen­stände geliefert werden. Die Cyber­ver­sicherung bietet Ihnen einen um­fassenden Schutz im Fall einer Täu­schung beim Online­verkauf – und zwar dann, wenn jemand sich als Käufer aus­gibt, indem er die Zugangs­daten einer anderen Person zu einem Online-Portal rechts­widrig genutzt hat.

Identitätsmissbrauch

Versichert sind Vermögens­schäden, die durch Identitäts­miss­brauch ent­stehen, wenn sich ein Dritter personen­bezogene Daten rechts­widrig ver­schafft.

Online-Attacke

Ferner erstattet die VGH nach einer Online-Attacke die Kosten für:

  • die Wieder­herstellung Ihrer privaten elektro­nischen Daten bis zu 3.000 Euro,
  • die Reparatur oder Wieder­be­schaffung von Geräten, einschließlich Geräte­teilen sowie für die Wieder­her­stellung betrof­fener Soft­ware.

Persönlichkeitsschutz

Ebenfalls ein Bestandteil der Police ist der Persönlichkeitsschutz. Es werden die Kosten für eine telefonische psychologische Erst­betreuung nach Cybermobbing und die Löschung von rechts­widrigen Äußerungen über den Versicherten im Internet erstattet.

Gleichzeitig ist die Versicherungen der VGH als Abwehrschutz konzipiert, die über die Leistungen der privaten Haftpflichtversicherung deutlich hinausgehen. Werden zum Beispiel durch den Versicherten Urheberrechte fahrlässig verletzt, leistet die Police ebenso wie bei Cybermobbing, das die eigenen Kinder ohne Wissen der versicherten Eltern durchführen. Zudem gibt es Präventionsangebote, unter anderem die tägliche Überprüfung persönlicher Daten der eigenen Familie durch erfahrene IT-Forensiker. Dabei wird beispielsweise die missbräuchliche Verwendung des eigenen Namens oder der E-Mail-Adresse geprüft. Außerdem gibt es auf der Präventionsplattform „Cyber-Fuchs-Privat“ Videos zum Thema Informationssicherheit neben aktuellen News sowie Tipps und Tricks zur IT-Sicherheit. Abgerundet wird das Angebot durch den Cyber-Rechtsschutz, der für die passende Unterstützung im Schadensfall sorgt. So ist unter anderem die strafrechtliche Verfolgung nach einer Rufschädigung oder einem Identitätsmissbrauch mitversichert.

Für wen ist die Versicherung geeignet?

Der Schutz der VGH eignet sich vor allem für diejenigen, die

  • finanzielle Schäden bei Internetgeschäften absichern möchten
  • den Persönlichkeitsschutz großschreiben
  • sich über den Versicherungsschutz hinaus besser informieren und absichern wollen.
Top 3 Festgeld
Anbieter
Bewertung
Zins p.a.
 
4.30/5
★★★★★
★★★★★
1.00 %
4.90/5
★★★★★
★★★★★
0.74 %
4.90/5
★★★★★
★★★★★
0.40 %
Betrag € 10.000,00, Laufzeit 24 Monate
 

Worauf müssen Sie beim Abschluss einer Cyberversicherung achten?

Der Abschluss einer Cyberversicherung will gut überlegt sein – der Schutz kann viel Ärger vermeiden, gehört aber natürlich nicht zum existenziellen Schutz. Folgende Punkte sollten beachtet werden:

Eigene Bedürfnisse klären

Cyber-Versicherungen haben umfassenden Schutz, der ganz unterschiedliche Bereiche abdeckt. Zum einen gibt es technische Hilfe, wenn ein Cyber-Angriff die eigene Technik-Welt lahmlegt. Dann kann es finanzielle Unterstützung geben, wenn Attacken aus dem Internet etwa für Datenverlust sorgen und die persönlichen Daten – etwa Bankdaten – genutzt werden, um dem Versicherten einen finanziellen Schaden zuzufügen. Rechtsschutz sorgt dafür, dass die Versicherten mithilfe ihrer Cyber-Versicherung Ansprüche durchsetzen können – auf Schadensersatz beispielsweise genauso wie auf Löschung von persönlichen Daten. Was genau geschützt werden soll, entscheiden Sie selbst – und damit auch den Umfang der Cyber-Versicherung.

Vorhandenen Schutz einbeziehen

Wie oben gezeigt, decken manche Alltagsversicherungen schon Cyber-Risiken ab. Diese Versicherungen sollten erst einmal auf ihren Leistungsumfang hin untersucht werden, bevor neue Policen abgeschlossen werden. So wird vermieden, dass Schutz doppelt vorhanden ist.

Sicherheit first!

Auch die beste Cyber-Versicherung entbindet niemanden von der Verpflichtung, die üblichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit es gar nicht erst zu einer Attacke und einem Schaden kommen kann. Folgende Maßnahmen sollten immer beherzigt werden:

Antivirensoftware verwenden

Installieren Sie auf Ihren Computern und mobilen Geräten immer die aktuelle Virenschutzsoftware. Die bietet keinen 100 prozentigen Schutz gegen Angriffe aus dem Internet, eine gute Software wehrt aber einen Großteil der Viren, Würmer und Trojaner ab.

System und Software aktualisieren

Alle Geräte mit einem Internetzugang sollten regelmäßig Updates erhalten – das gilt für Betriebssysteme ebenso wie für die verwendete Software.

Wenig Daten preisgeben

Die klassische Faustregel lautet: Je weniger Persönliches, je weniger Daten Sie von sich preisgeben, umso schwerer ist es für Kriminelle, Ihre Daten für deren Zwecke zu missbrauchen. Bleiben Sie zudem in sozialen Netzwerken privat – öffentliche Profile bei Facebook oder Instagram verraten (zu) viel über Sie.

Sichere Passwörter

123456 ist immer noch das häufigste Passwort Deutschlands, wenn nicht weltweit. Verwenden Sie sichere Passwörter – ein individuelles für jeden Zugang, auch wenn es anstrengend ist. Speichern Sie Passwörter nicht im Browser und bewahren Sie sie so auf, dass niemand darauf zugreifen kann.

Gewinnspiele sind Tabu

Gewinnspiele sind ein beliebtes Mittel, um an private Daten zu gelangen. Einmal abgegeben, haben Sie wenig Einfluss darauf, was mit den Daten geschieht.

Phishing-Fallen erkennen

Klicken Sie niemals in E-Mails auf Links, die Sie nach Zahlungs- oder Anmeldedaten fragen. Seriöse Firmen fragen sensible Kundendaten niemals per E-Mail ab. Die wichtigste Regel: Klicken Sie nicht auf Links in E-Mails, wenn Sie nicht absolut sicher sind, den Absender richtig einschätzen zu können. Bei uns finden Sie alle aktuellen Phishing-Warnungen.

Ein Hinweis: Wir nehmen wir am ECSM 2021, dem European Cybersecurity Month, aktiv teil und informieren Sie mit verschiedenen Beiträgen zum Thema Cybersicherheit.


Über den Autor Oliver Mest
Versicherungen erst verstehen, dann abschließen. Das ist das Motto unserer Kundenbetreuung in meinem Beratungsteam von optimal absichern. Als gelernter Jurist und Versicherungsmakler vermittele ich kompaktes Versicherungswissen seit 2006 auch auf dem Portal von biallo.de - in klassischen Verbraucherartikeln ebenso wie in umfangreichen Produkttests. Ein wichtiger Schwerpunkt sind dabei alle Themen rund um die Arbeitskraftabsicherung von der Berufsunfähigkeitsversicherung über die Grundfähigkeitsversicherung bis hin zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung - eines der wichtigsten Vorsorgethemen überhaupt.
  Oliver Mest