Autodiebstahlstatistik 2015 Alle 30 Minuten ein Autoklau

Autodiebstahl Alle 30 Minuten ein Autoklau

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
11.11.2016
Auf einen Blick
  • Alle 30 Minuten wird in Deutschland ein Pkw gestohlen.
  • Berlin hat mit Abstand die höchste Diebstahlrate
  • Vor allem Geländewagen sind bei Langfingern beliebt.
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Langfinger haben im vergangenen Jahr etwa alle 30 Minuten einen kaskoversicherten Pkw gestohlen. Nach der jüngsten Kfz-Diebstahlstatistik 2015, vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), kamen im Laufe des Jahres insgesamt 18.700 Pkw ihren rechtmäßigen Besitzern abhanden. Zum Vergleich: 2015 waren es 17.895. Dabei belegt eine Deutsche Großstadt - wie im Vorjahr - deutlich den ersten Platz.


Autodiebe lieben Berlin

Während die Entwicklung des Autodiebstahl in den Bundesländern sehr unterschiedlich verlief, ist und bleibt Berlin die Hochburg des Autoklaus. Die Bundeshauptstadt hat mit Abstand die höchste Diebstahlrate zu verzeichnen. Im vergangenen Jahr wurden hier allein mehr als 3.200 Fahrzeuge entwendet. Auch in Hamburg, Hannover, Leipzig und Dresden ist die Diebstahlrate vergleichsweise hoch. Am sichersten können sich Autofahrer in Bayern fühlen, hier wurden „nur“ rund 800 Autos gestohlen.

Autodiebstahl 2015: Die begehrtesten Marken

 Rang Hersteller Gestohlen 2015
 1. Volkswagen 5.032
 2. Audi 3.192
 3. BMW (inkl. Mini) 2.760
 4. Mercedes-Benz 1.223
 5. Toyota (inkl. Lexus) 650

Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

 Was tun, wenn der Wagen weg ist?

Wer sein Auto auf dem vermeintlichen Parkplatz nicht findet, sollte erstmal Ruhe bewahren und folgende Punkte beachten:

  • Stellen Sie sicher, dass Sie nicht doch woanders geparkt haben.
  • Befragen Sie alle Personen, die im Besitz eines Schlüssel zu dem Auto sind, vielleicht ist ein Familienmitglied gerade damit unterwegs.
  • Ist das nicht der Fall, rufen Sie bei der Polizei an. Diese kann anhand der Fahrzeugdaten herausfinden, ob der Wagen eventuell abgeschleppt wurde.
  • Sollte sich keiner dieser Punkte bestätigen, gibt es nur noch eins: Ab zur nächsten Polizeidienststelle und Strafanzeige stellen.

Kfz-Versicherer informieren

Ist der Wagen tatsächlich gestohlen worden, sollten Sie dies schnellstmöglich Ihrem Versicherer melden. Bei einem finanzierten Fahrzeug sind außerdem noch die Leasinggesellschaft bzw. die finanzierende Bank zu informieren. Im Gegenzug erhalten Sie von Ihrem Autoversicherer einen Fragebogen, den Sie auf jeden Fall wahrheitsgemäß beantwortet sollten. Denn hier gilt: Schummeln lohnt sich nicht. Wer hier schwindelt, riskiert seinen Versicherungsschutz.

Biallo-Tipp: Sie wollen Ihren Versicherer wechseln? Dann sehen Sie sich doch den Biallo-Kfz-Versicherungs-Vergleich an und sparen bis zu 850 Euro im Jahr.


Ohne Teilkasko, keine Entschädigung

Die Kaskoversicherung kommt für Diebstahl und Schäden am eigenen Fahrzeug auf, für die kein Dritter verantwortlich gemacht werden kann. Ein gestohlenes Auto wird nur von einer Kasko-Versicherung ersetzt – die Pkw-Haftpflichtversicherung allein reicht nicht aus. Es genügt allerdings in der Regel eine Teilkasko-Versicherung. Folgende Schäden sind in über die Teilkasko abgedeckt:

  • Brand, Explosion
  • Entwendung, Diebstahl, Raub
  • Sturm, Hagel, Blitschlag, Überschwemmung
  • Zusammenstoß mit sogenannten Haarwild (Hirsche, Rehe etc.)
  • Glasbruch / Steinbruch
  • Marderbisse oder Kurzschlussschäden an der Verkabelung.


Autodiebstahl: Für eine erfolgreiche Schadensregulierung müssen Sie folgende Dinge dem Versicherer übermitteln:

  • Bestätigung der Stilllegung
  • Zulassungsbescheinigung
  • Protokoll der Strafanzeige
  • Autoschlüssel

Die Versicherung zahlt dann den sogenannten Wiederbeschaffungswert, also so viel, wie ein gleichwertiges Auto am Tag des Diebstahls wert war.


Zahlt die Kfz-Versicherung bei grober Fahrlässigkeit?

Der Versicherer kann die Schadensregulierung verweigern, wenn er Ihnen grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann. Fall Sie einfach vergessen haben, den Wagen abzusperren, gehen Sie höchstwahrscheinlich leer aus. Wichtig: Ihre Kaskoversicherung sollte auf den sogenannten Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichten. Davon ausgenommen bleiben Unfälle, die durch Alkohol- und/oder Drokonsumen verursacht wurden.

Biallo-Lesetipp:

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Typ- und Regionalklassen für 2017 neu berechnet. Teurer wird es vor allem für Premium-Marken. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag: "Neue Typ- und Regionalklassen 2017 Teure Autos zahlen mehr".

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de