Hausratversicherung So sichern Sie Ihr Eigentum ab

Annette Jäger
von Annette Jäger
24.02.2015
Auf einen Blick

Die dunkle Jahreszeit erleichtert Einbrechern ihr Handwerk. Worauf Versicherte achten müssen, damit die Hausratversicherung auch den Schaden begleicht.

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Bei Einbruchdiebstahl kommt die Hausratversicherung für die entwendeten Gegenstände auf. Sie ersetzt den Wiederbeschaffungswert, kommt aber auch für alle Reparaturkosten an aufgebrochenen Fenstern und Türen auf. Vandalismus ist ebenso abgesichert.

Hausratversicherung: Erhöhte Risiken zu melden

Gekippte Fenster, keine abgeschlossene Haustür: „Bei solch grober Fahrlässigkeit zahlt die Hausratversicherung nicht“, sagt Sascha Straub von der Verbraucherzentrale Bayern. „Dann beteiligt sich die Versicherung oft nur anteilig.“ Dasselbe gilt, wenn der Versicherungsnehmer vergisst, Risikoerhöhungen wie ein Baugerüst am Haus zu melden, denn es erleichtert Einbrüche. Wertgegenstände wie hochwertiger Schmuck oder Bargeld sind in der Regel nur bis zu bestimmten Erstattungsgrenzen versichert: Sie werden je nach Police nur zu zehn bis 30 Prozent der Versicherungssumme erstattet, vorausgesetzt, sie wurden in einem sicheren Stahlschrank oder Tresor aufbewahrt. „Ansonsten werden sie nur pauschal mit 20.000 Euro ersetzt“, sagt Straub.

Hausratversicherung: Schaden minimieren

Kommt es tatsächlich zu einem Einbruch, hat auch das Verhalten des Versicherungsnehmers Anteil daran, ob seine Hausratversicherung für den Schaden aufkommt: „Der Versicherungsnehmer hat sogenannte Obliegenheiten zu erfüllen“, so Verbraucherschützer Straub.  So muss er den Schaden umgehend polizeilich melden und die Versicherung informieren. Außerdem sollte er eine Liste der gestohlenen Gegenstände anlegen und Beweise sichern, etwa durch Fotos vom Tatort. Der Knackpunkt bei Einbruchdiebstahl ist immer der Nachweis, dass man das als gestohlen gemeldete Hab und Gut auch wirklich vorher besessen hat. Wer in einer sehr preiswert eingerichteten Wohnung lebt und eine Hifi-Anlage für 5.000 Euro als gestohlen angibt, wird ohne Quittung, Fotos oder Zeugen Probleme haben, dies bei der Versicherung durchzusetzen. „Man sollte bei Abschluss einer Hausratversicherung eine Inventarliste anlegen und besonders wertvolle Dinge fotografieren“, rät Straub.

Knackpunkt bei der Hausratversicherung: korrekte Versicherungssumme
 

Letzte Hürde für eine volle Kostenerstattung bei einem Schaden ist die Versicherungssumme: Ist sie zu niedrig angesetzt, erstattet die Police jeweils nur anteilig den Neuwert. Besitzt man also eine Einrichtung im Wert von 50.000 Euro, hat aber nur 25.000 Euro in seiner Hausratversicherung gedeckt, erhält man im Schadensfall immer den Prozentsatz erstattet, um den man unterversichert ist - in diesem Fall 50 Prozent. Um das zu vermeiden, bieten die Unternehmen Pauschallösungen an: Dann ist der Quadratmeter mit 650 Euro versichert und das Unternehmen verzichtet auf die Unterversicherung. Das heißt im Beispiel oben: Im Schadensfall erhält man zwar auch nur 25.000 Euro, aber die wenigstens komplett und nicht auch noch gekürzt.

Am besten ist es, einen Einbruch ganz zu vermeiden: Licht anlassen, ist laut Polizeiaussagen die beste Abschreckung für Diebe!

Unser Tipp

So schützen Sie sich vor Einbruch

Gelegenheit macht Diebe – schließen Sie deshalb Türen ab und lassen Sie keine Fenster gekippt, wenn Sie weggehen.

Lassen Sie Lichter brennen. Eine Zeitschaltuhr ist hilfreich, wenn man noch bei Helligkeit Haus oder Wohnung verlässt.

Informieren Sie bei längerer Abwesenheit – etwa einer Reise – Ihre Nachbarn, damit sie einen Blick auf Ihr Haus oder Ihre Wohnung werfen.

Lassen Sie jemanden Ihren Briefkasten leeren, wenn Sie auf Reisen sind. Und versehen Sie Rollläden wenn möglich mit Zeitschaltuhren.

Halten Sie die Augen offen nach fremden Autos oder Menschen, die sich verdächtig benehmen.

 

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de