Wichtiger Versicherungsschutz Typische Schäden in der Hausratversicherung

Annette Jäger
von Annette Jäger
12.12.2014
Auf einen Blick

Feuer, Wasser, Diebe setzen unserem Hab und Gut am meisten zu. Bei einem Schaden kommt die Hausratversicherung auf. Wie wichtig sie ist, zeigen typische Schäden.

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Wer meint, sein Hausrat sei nicht viel wert, würde sich wundern, wie teuer es wird, sollte er durch einen Schaden alles verlieren: Möbel, Küchengeräte, Kleidung, die technische Ausstattung, Werkzeug und was auch immer zum Wohnungsinventar gehört. In der Summe ist der finanzielle Verlust erheblich: "Im Durchschnitt handelt es sich um einen Neuwert zwischen 50.000 und 100.000 Euro, der bei den meisten Hausratversicherungen angegeben wird", sagt Versicherungsberater Stefan Albers. Diese Summe muss man erst mal aufbringen, wenn alles verloren geht.

Typische Schäden in der Hausratversicherung

Die typischen Schäden, die einen hohen Verlust nach sich ziehen, sind Schäden durch Leitungswasser, etwa einen Rohrbruch. Aber auch Schäden durch Ruß und Qualm, beispielsweise aufgrund eines Schwelbrands oder auch Vandalismus nach einem Einbruch zählen dazu, hat Albers erfahren. Das Gute an der Hausratversicherung: Sie ersetzt den Neuwert der beschädigten Dinge.

Die Statistiken des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) unterstreichen die Aussage Albers. Hier liegen die in der Hausratversicherung gemeldeten Schäden durch Einbruchdiebstahl ganz vorne: 400.000 Schäden sind im Jahr 2013 verzeichnet, 280.000 Feuerschäden und 190.000 Schäden durch Leitungswasser.

Immer wichtiger: Elementarschadenversicherung

Eine Art von Schaden ist stark im Kommen: Elementarschäden, also Schäden durch Naturgewalten. Dieses Detail ist nicht automatisch in der Hausratversicherung enthalten, man muss es extra versichern. „Viele Verbraucher sehen die Notwendigkeit nicht ein“, sagt Albers. Sie unterschätzten Gefahren wie Hochwasser, Schneedruck und Erdsenkung bzw. auch Risse durch kleinere Erdbeben. Ebenso können Rückstauschäden - wenn Wasser aus den Abwasserrohren zurückdrückt und so sogar Fäkalien in die Wohnung gelangen können - teuer und extrem unangenehm sein.

"Die Schäden durch Naturgewalten sind für alle ein Thema geworden, auch wenn man nicht in einem Überschwemmungsgebiet wohnt", sagt Kathrin Jarosch vom GDV. Die Statistiken zeigten, dass die Intervalle zwischen schadenreichen und schadenarmen Jahren kürzer würden. Gerade Schäden durch Starkregen – also beispielsweise die oben genannten Rückstauschäden – könnten jeden treffen. Doch die Versicherer reagieren: Immer mehr Unternehmen bieten den Elementarschadenschutz inzwischen als Zusatzbaustein in der Hausratversicherung an, der dann bewusst vom Kunden abgewählt werden muss, wenn er verzichten möchte.

Wichtige Details bei Vertragsabschluss

Knackpunkt bei der Hausratversicherung ist die Versicherungssumme, die dem exakten Wert des Hausrats entsprechen sollte. Sonst geht man das Risiko ein, unterversichert zu sein. Meist bieten die Versicherer die Variante an, den Quadratmeter pauschal mit 650 Euro zu versichern. Damit hat man oft auch gleich den Schutz vor Unterversicherung abgeschlossen. „Alle drei bis fünf Jahre sollte eine Revision der Hausratversicherung erfolgen“, rät Albers. Hat man Neues angeschafft und damit die Versicherungssumme erhöht, muss man diese anpassen.

Noch ein nicht unerhebliches Detail: manche Versicherer bieten an, bei der Hausratversicherung auf den sogenannten Einwand der groben Fahrlässigkeit zu verzichten. Damit ist man auch dann abgesichert, wenn man am Schaden quasi passiv mitgewirkt hat, etwa indem man das Fenster gekippt gelassen hat und so den Einbrechern den Einbruch erleichtert hat. Oder wenn man die Waschmaschine unbeaufsichtigt hat laufen lassen. Verbraucherfreundlich ist es laut Albers, wenn der Versicherer entweder ganz auf den Einwand verzichtet oder zumindest die Hälfte des Schadens übernimmt.

Tipp: Bei der Suche nach einer leistungsstarken Police hilft der Biallo-Vergleich von Hausratversicherungen.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de