Kfz-Police Autounfall – was nun?

Kfz-Versicherung Autounfall – Das sind Ihre Ansprüche!

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
15.10.2016
Auf einen Blick

Deutschland ist Unfall-Land. Jedes Jahr wird circa jeder 40. Deutsche in einen Verkehrsunfall verwickelt. Dabei haben alle Geschädigte eine Frage: "Wer zahlt meinen schaden?"

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Die Zahl ist schockierend: Im vergangenen Jahr gab es auf Deutschlands Straßen 2,2 Millionen Unfälle mit Sachschäden. Das sind rund 6.000 Unfälle pro Tag.

Und wer kennt das nicht? Eine kurze Unachtsamkeit und schon scheppert es. Dann heißt es erstmal Ruhe bewahren und umsichtig handeln. Sie können eine Fülle von Ansprüchen geltend machen.

Diese Leistungen können Sie einfordern (Auswahl): Erstattung der Kosten für Sachverständigengutachten, Reparatur, Wertminderung, Mietwagen, Nutzungsausfall, Abschleppkosten, Bergung, Verschrottung und einen Rechtsanwalt.

Sollten Sie sich bei dem Unfall verletzt haben, können Sie auch die Übernahme der Kosten für ärztliche Behandlungen, Krankenhaus, Rehabilitationsmaßnahmen, Medikamente, medizinische Hilfsmittel, kosmetische Operationen und Schmerzensgeld beanspruchen.


Biallo-Tipp:Bei Unfällen mit Personenschäden sollten Sie in jeden Fall einen Rechtsanwalt einschalten. Auch diese Kosten müssen von der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung übernommen werden, sofern Sie keine Schuld am Unfall tragen. Hier hilft Ihnen eineRechtsschutzversicherung.


Das sollten Sie wissen

Sachverständigengutachten: Das können Sie beantragen, wenn der Schaden mehr als 750 Euro beträgt. Die Kosten übernimmt die gegnerische Versicherung. Einen Sachverständigen finden Sie beispielsweise über die Industrie- und Handelskammern sowie beim Bundesverband der freiberuflichen und unabhängigen Sachverständigen für das Kfz-Wesen (www.bvsk.de).

Kosten für Reparatur: Ist die Schuldfrage eindeutig geklärt, können Sie Ihren Wagen in eine Werkstattbringen und der Versicherer der Gegnerpartei muss für die Kosten aufkommen. Sie wollen Ihr Fahrzeug nicht reparieren lassen? Dann können Sie den Betrag, den der Sachverständige festgestellt hat, beanspruchen. Bei einem Totalschaden stehen Ihnen Wiederbeschaffungskosten zu. Der Restwert Ihres Fahrzeuges wird abgezogen.

Wertminderung: Da sich ein Unfallwagen in der Regel schwer verkaufen lässt, haben Sie auch die Möglichkeit, einen Ausgleich für diese Wertminderung zu verlangen. Dieser Ausgleich kann zwischen zehn und 30 Prozent der Reparaturkosten betragen. Laut Bundesgerichtshof kann auch bei älteren Fahrzeugen eine Wertminderung vorhanden sein (Az.: VI ZR 357 / 03). In diesem Fall, muss ein Sachverständiger festlegen, wie hoch der Wertverlust gegenüber einem unfallfreien Fahrzeuges ist.

Recht auf Mietwagen:
Während sich Ihr Auto in der Werkstatt befindet, haben Sie einen Anspruch auf einen Ersatz. Doch Vorsicht: Das bedeutet nicht, dass Sie mit dem Mietwagen quer durch die Republik fahren können. Sie sind angehalten die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Schadensersatz für Angehörige:
Auch Angehörige von Unfallopfern steht Schadensersatz zu, etwa für Beerdigung oder Unterhaltszahlungen.


Und jährlich grüßt die Wechselzeit

Ende November ist es wieder soweit. Verbraucher haben die Möglichkeit von Ihrem Sonderkündigungsrecht gebrauch zu machen und den Versicherer zu wechseln. Dabei sollten Sie die Ersparnis, die dadurch enstehen kann, nicht unterschätzen. In diesem Sinne: Fahren Sie vorsichtig und bleiben Sie uns treu.

Biallo-Lesetipp

: Sie möchten mehr wissen? Dann lesen Sie unseren Beitrag: "Kfz-Police: Irrtümer bei der Kfz-Versicherung – Vertrag".

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de