Krawalle: Policen zuverlässiger als die Polizei?

Versicherungsschutz Krawalle: Policen zuverlässiger als die Polizei?

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
19.07.2017
Auf einen Blick
  • Die Gewaltexzesse während des G20-Gipfels in Hamburg kosten die deutsche Versicherungswirtschaft rund zwölf Millionen Euro.

  • Betroffene sollten umgehend ihre Versicherung über die Schäden informieren.
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Es waren erschreckende Bilder, die sich in Hamburg abspielten. Tagelang befand sich die Hansemetropole im Ausnahmezustand – Scherben und ausgebrannte Autowracks beherrschten das Stadtbild während des G20-Gipfels.

Nachdem sich die Rauchschwaden in Hamburg gelegt hatten, schlug der Polizei heftige Kritik entgegen. Kritiker werfen der Polizeibehörde vor, sie habe die Lage im Vorfeld des G20-Gipfels unterschätzt. So fühlen sich viele Anwohner im Hamburger Schanzenviertel von der Polizei im Stich gelassen. Bilanz aus Hamburg: Hunderte Verletzte und Schäden in Millionenhöhe.

Allein zwölf Millionen Euro muss die deutsche Versicherungswirtschaft berappen. Dabei hatten es die Randalierer vor allem auf Autos abgesehen. Rund vier Millionen Euro der Gesamtsumme entfallen auf Pkws, der Rest auf Schäden an Häusern und Gewerbebetriebe.

Kurz darauf kam es auf dem Straßenfest in Schorndorf (Baden-Württemberg) zu schweren Krawalle und sexuellen Übergriffen. Ähnlich wie in Hamburg war auch hier die Polizei überfordert.

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Schäden sofort der Versicherung melden

Wer einen Schaden hat, muss diesen unverzüglich an seine Versicherung melden, sonst kann die Versicherung die Zahlung kürzen oder sogar komplett verweigern.

"Betroffene sollten Schäden möglichst schnell ihrem Versicherer melden – entweder über die entsprechende Servicehotline oder direkt über die Internetseite ihres Versicherers. Dabei sollten möglichst Fotos der beschädigten Sachen, Kaufbelege und Qittungen vorgelegt werden", empfiehlt der GDV auf seiner Webseite.

Wurde ein Molotowocktail in ein Haus geworfen, kommt für Feuerschäden die Wohngebäude- oder Hausratversicherung auf. Beschädigungen an Kraftfahrzeugen zahlt die Teilkasko. Für Vandalismusschäden, etwa durch Steinwürfe, ist in der Regel eine Vollkasko erforderlich.

Vergleich Wohngebäudeversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Degenia-casa-classic-T12 219,88 Euro weiter
2 Tarif Kompakt 232,76 Euro weiter
3 max-Wohngebaeude-Premium 234,67 Euro weiter
4 ConceptIF-BayH 252,39 Euro weiter
5 Tarif XL 242,30 Euro weiter
Einfamilienhaus in Großstadt, 120 qm, mit Elementarschäden, Bj. 2008, Wert 1914 19.200 Euro, Selbstbeteiligung bis 250 Euro, 1 Jahr Vertragslaufzeit, pro Anbieter nur 1 Tarif, Prämie pro Jahr.
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Vandalismus: Welche Schäden zahlt die Versicherung?

  • Fahrzeuge: Handelt es sich um Lackschäden, oder wurde die Karosserie demoliert, kommt in der Regel die Vollkaskoversicherung dafür auf. Bei Glas- oder Brandschäden ist das ein Fall für die Teilkaskoversicherung.
  • Gebäude: Schäden an Gebäude, beispielsweise durch mutwillige Zerstörung, werden nur von der Wohngebäudeversicherung ersetzt, gleiches gilt für Brandschäden. Werden Fensterscheiben eingeworfen, hilft weder die Hausrat- noch Gebäudeversicherung Betroffenen aus der Patsche. Diese Schäden deckt nur eine Glasversicherung
  • Personenschäden: Sollten Personen zwischen die Fronten geraten, lassen sich die Täter meist schwer ermitteln. Häufig bleibt die verletzte Person daher auf dem Schaden sitzen. Kann der Geschädigte seinen Beruf nicht mehr ausüben, zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung im Schadensfall eine Rente.
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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de