Skiversicherung Gut versichert auf die Bretter Finanzportal Biallo.de

Skiversicherung Gut versichert auf die Bretter

von Horst Peter Wickel
19.11.2016
Auf einen Blick

Urlauber und Wochenend-Ausflügler suchen mit ihren Skiern und Snowboards das Pistenabenteuer. Bieten Skiversicherungen guten Schutz bei Sach- und Personenschäden?

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Alle 30 Minuten wird in den Skigebieten in den Alpen ein Ski gestohlen, allein in Österreich und der Schweiz wurden im vergangenen Jahr mehr als 10.000 Fälle von Ski-Diebstählen angezeigt. Zwar sind die teuren Brettl durch bestehende Hausratversicherungen der Skisportler zumindest gegen die Gefahr des Einbruch-Diebstahls aus einem geschlossenen Hotelzimmer oder Ferienhaus versichert. Aber gegen Verlust oder Beschädigung helfen sonst nur spezielle Skiversicherungen.
 

Skiversicherung: Was umfasst sie?

Versichert sind dabei grundsätzlich Ski mit Bindung gegen Diebstahl, Skibruch oder Beschädigung. Versicherungsschutz für Zubehör, wie Stöcke, Skischuhe oder Helme, aber auch für Skibobs oder Schlitten ist meist nur in den teureren Versicherungspaketen enthalten. Müssen aufgrund eines ersatzpflichtigen Schadens am Urlaubsort Miet-Ski in Anspruch genommen werden, werden die hierfür entstehenden Kosten bis zu einem Maximalbetrag erstattet. Aber Verbraucherschützer warnen: „Wenn während des Gebrauchs das Sportgerät einen Schaden erleidet, springt die Versicherung meist nur ein, wenn das Gerät nicht älter als zwei Jahre ist. Außerdem gilt meist nur eine Zeitwerterstattung“, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV).

Generell sind bei Skiversicherungen Wintersportreisen sowie Aufenthaltsrisiken der Geräte versichert. Alternativ besteht bei den meisten Anbietern die Möglichkeit, den Versicherungsschutz auf sämtliche Urlaubsreisen auszuweiten und auch die Aufenthaltsrisiken von Personen und das Wegerisiko zu versichern.

Skiversicherung als Alternative zur Unfallversicherung?

Aber die Skiversicherung leistet nicht nur bei Schäden an den Ski, sondern auch dann, wenn es auf der Piste zu einem Unfall kommen sollte. Dies ist vor allem deshalb interessant, weil nur die wenigsten privaten Unfallversicherungen bei Skiunfällen zahlen, da Skifahren in der Regel als Risikosportart eingestuft wird. Der Abschluss einer Skiversicherung mit integriertem Unfallschutz macht deshalb Sinn. Die jeweiligen Leistungen unterscheiden sich dabei ebenfalls je nach abgeschlossenem Versicherungsumfang.

Allen gemeinsam sind Leistungen im Todesfall, bei Invalidität und für eventuell notwendig werdende Bergungen. Zusätzlich besteht bei Versicherern die Möglichkeit der anteiligen Kostenübernahme für notwendige kosmetische Operationen. Darüber hinaus können Zahlungen von Übergangsleistungen, sowie im Todesfall einmalige Zahlungen für unterhaltsberechtigte Kinder vereinbart werden.

Nur wenige Versicherer bieten Skiversicherungen an

Nach Angaben des BdV gibt es nur wenige Versicherer, die Skiversicherungen anbieten. Dazu gehören in Deutschland der Deutsche Ski-Verband (DSV) und der ADAC. So bietet der DSV vier verschiedene Versicherungspakete an, vom Basisschutz für 27,00 Euro (65,75 Euro für Familien) pro Jahr bis zum DSV-Classic Plus für 47,00 Euro (115,60 Euro für Familien) pro Jahr. Nach Angaben des DSV beinhaltet das Classic Plus-Paket die Versicherung der Wintersportgeräte (inkl. Skischuhe, Stöcke, Helme, Skibob und Rodelschlitten), Krankenversicherung für Arzt- und Heilkosten aus dem Ausland, alternativ ein Krankenhaustagegeld sowie Anspruch auf Leistungen wie kosmetische Operationen und Übergangsleistungen.

Preisvorteile bietet ein Familienpaket bei der DSV-Versicherung. Die Laufzeit der Mitgliedschaft und des Versicherungsschutzes beträgt zunächst ein Jahr und verlängert sich automatisch um ein Jahr, wenn nicht drei Monate vor Ablauf des Beitragsjahres gekündigt wird. Ähnliche Beiträge und Leistungen sind beim ADAC (Wintersportversicherung Arisa) zu finden.

Lese-Tipp: Erfahren Sie, welche Sportunfälle den Job gefährden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de