Versicherungs-Robo Clark im Visier der Verbraucherzentrale

Verbraucherschutz Versicherungs-Robo Clark im Visier der Verbraucherzentrale

Ines Baur
von Ines Baur
18.01.2018
Auf einen Blick
  • Versicherungen im Internet abzuschließen, ist einfach und bequem. Achten Sie aber auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

  • Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mahnt den digitalen Versicherungsmakler Clark wegen rechtswidriger Bedingungen in den AGB ab.
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Die Verbraucherzentrale Baden Württemberg hat den digitalen Versicherungsmakler Clark Germany GmbH abgemahnt. Sie stellte in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Clark Rechtsmängel fest, die den Verbraucher benachteiligen.

So wollte das Unternehmen offenbar seine Haftung und die seiner Dienstleister für grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz ausschließen. Zum Beispiel beim Auftreten technischer Fehler an der Software oder Wartungsarbeiten auf der Plattform selbst. "So könnte es durchaus passieren, dass Verbraucher Probleme mit dem Abschluss oder der Deckung ihres Versicherungsvertrags bekommen und das Unternehmen im Schadensfall nicht haftet, weil es sich auf technische Probleme beruft, die eigentlich in seinem Verantwortungsbereich liegen." erklärt Peter Grieble, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

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Weiter stand in den Geschäftsbedingungen, dass diese bei einer Änderung des Marktes einseitig angepasst werden können. "Dass es dabei nicht darum geht, die Interessen von Verbrauchern zu berücksichtigen, liegt auf der Hand", sagt Grieble.

Ebenfalls ein Dorn im Auge der Verbraucherzentrale war, dass der Verbraucher einen vermuteten Missbrauch seiner Daten nicht nur sofort, sondern auch schriftlich mitteilen müsse. "Dass nach Ansicht des Unternehmens eine E-Mail mit einer so eiligen Information nicht ausreichend sein soll, ist nicht nachvollziehbar und vor allem rechtswidrig," so Grieble weiter. "Anbieter dürfen in solchen Fällen nicht auf die schriftliche Form bestehen, sondern höchstens die Textform verlangen." Zur Info: Textform ist nach neuester Gesetzeslage auch die E-Mail. Die Clark Germany GmbH hat inzwischen eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben und darf die beanstandeten Klauseln nicht mehr verwenden.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de