Wichtige Versicherungen für Azubis und Studenten

Ausbildung und Studium Wichtige Versicherungen für Azubis und Studenten

Annette Jäger
von Annette Jäger
25.09.2018
Auf einen Blick
  • Drei Versicherungen sind für junge Menschen ein Muss: Krankenversicherung, private Haftpflichtversicherung und eine Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Weiterer Versicherungsschutz kann je nach Lebenssituation sinnvoll sein.

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Die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr sind schon ein paar Wochen im Job – die Erstsemestler ziehen am 1. Oktober nach. Und auch, wenn im neuen Leben alles aufregend und anders ist: Das Thema Vorsorge sollte niemand leichtfertig beiseiteschieben. Diese Versicherungen sind wichtig.

Krankenversicherung

Wer nach dem Schulabschluss eine Ausbildung beginnt, ist ab dem ersten Tag eigenständiges Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Studenten dagegen können noch bis zum 25. Lebensjahr kostenlos in der Familienversicherung bleiben, wenn die Eltern gesetzlich versichert sind. Waren sie bislang privat versichert, können sie zu Studienbeginn wählen, ob sie weiterhin in der privaten Krankenversicherung bleiben oder in die gesetzliche wechseln wollen: Hier sollten die Angebote in punkto Beitrag und Leistungen gegenübergestellt werden. Junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr machen, sind wie Auszubildende pflichtversichert in der GKV – und das sogar kostenlos.

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Private Haftpflichtversicherung

Eine private Haftpflichtversicherung ist ein Muss für alle – ob jung oder alt. Sie schützt vor finanziellen Schäden, die man anderen Personen oder fremdem Eigentum zufügt. Denn für die Wiedergutmachung haftet der Verursacher im Ernstfall mit seinem ganzen Vermögen.

Kinder können mindestens bis zur Volljährigkeit, meist auch noch bis zum Ende der ersten Ausbildung in der Familienversicherung der Eltern mitversichert bleiben, auch wenn sie schon in einer eigenen Wohnung leben. Es lohnt sich aber genau nachzufragen, bis wann der Schutz der elterlichen Police greift. Wie lange der Schutz gilt, sollte man sich schriftlich vom Versicherer bestätigen lassen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

"So früh wie möglich", lautet die Formel für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Denn wenn ein Student oder Auszubildender wegen Unfall oder Krankheit seine Ausbildung nicht beenden kann, ist er finanziell meist auf sich allein gestellt – die Erwerbsminderungsrente wird nur unter engen Bedingungen gewährt und ist zudem auch ausgesprochen gering – zum Leben reicht das kaum. Die private Berufsunfähigkeitsversicherung garantiert eine Rente, die sogar lebenslang versichert werden kann.

Wer jung einsteigt, hat den Vorteil, langfristig von günstigen Beiträgen zu profitieren. Denn mit Anfang 20 ist man meist kerngesund und ohne Vorerkrankungen, was andernfalls einen Beitragsaufschlag bewirkt. Speziell auf junge Leute zugeschnittene Starter-Policen gewähren geringe Beiträge während der Ausbildungsphase und werden erst später teurer, wenn das erste Einkommen bezogen wird. Auch wenn man unter dem Strich etwas mehr zahlt als bei konstanten Beiträgen, so ist die Police gerade bei knappem Studenten-Budget erschwinglich.

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Berechnungsgrundlage / Modellfall: 

Hausratsversicherung

Bei der Absicherung des Hausrats wird oft unter Hinweis auf eine spartanische Einrichtung von Studenten- oder Auszubildenden-Wohnungen die Notwendigkeit infrage gestellt. Aber Smartphone, Pad, Computer, Laptop, Fernseher und auch Fahrräder summieren sich zu Hausratsummen im deutlich fünfstelligen Bereich. Eine Absicherung kann dann durchaus sinnvoll sein. Denn mögen Schäden auch nicht existenzbedrohend sein – zu ersetzen sind zum Beispiel gestohlene Sachen oft nicht so einfach.

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Zusatzversicherungen

Auch beim Abschluss von Zusatzversicherungen wird jungen Menschen oft geraten, damit noch zu warten – eine gefährliche Fehleinschätzung. Sogenannte Zusatzversicherungen nach Art der Lebensversicherung kalkulieren mit konstanten Beiträgen bis ins Alter. So lassen sich Zahnzusatzversicherungen ebenso wie Krankenhauszusatzversicherungen sehr günstig abschließen – konstante Beiträge bis ins Alter inklusive. Und gerade Studenten können den Schutz um eine Wechseloption in die PKV ohne erneute Gesundheitsprüfung ergänzen. Ist das Studium beendet und fließt das erste Geld, kann das durchaus eine sinnvolle Option sein, die im günstigsten Fall kaum mehr als einen Becher Kaffee im Monat kostet.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de