Produktcheck Ernstfallschutz Nürnberger Versicherung

Annette Jäger
von Annette Jäger
15.04.2016
Auf einen Blick

Dread-Disease-Policen sichern das finanzielle Risiko schwerer Erkrankungen ab. Seit einigen Wochen bietet die Nürnberger mit dem Ernstfallschutz eine Variante an. Was leistet sie?

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Merkmale

Die Police sichert 50 schwere Erkrankungen ab und gewährt bei Diagnose eine Kapitalzahlung, unabhängig davon, ob der Versicherungsnehmer weiter arbeiten kann oder nicht. Zu den Krankheiten gehören Krebs, Multiple Sklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall. Kinder können ab einem Jahr eine eigene Police erhalten, der Schutz kann dann um acht Diagnosen erweitert werden. Der leistungsstärkere Tarif Premium bietet einen Zweitschutz: bei einer weiteren Erkrankung wird die Versicherungssumme ein zweites Mal gewährt. Der Tarif kostet für einen 35-Jährigen (Versicherungssumme 50.000 Euro, 35 Jahre Laufzeit) 47,20 Euro im Monat, der Comfortschutz (ohne Zweitschutz) 41,41 Euro. Beitrag und Leistung erhöhen sich jährlich um fünf Prozent.

Stärken

Es gibt kaum einen anderen Wettbewerber, der so viele Diagnosen absichert. Der Zweitschutz ist von Vorteil. Kinder sind ab Geburt automatisch kostenlos mitversichert. Sie erhalten im Ernstfall 50 Prozent der Versicherungssumme, maximal 35.000 Euro.

Schwächen

Ein Nachteil eint alle Dread-Disease-Policen. Die Krankheiten müssen sehr weit fortgeschritten sein, damit die Police leistet. Nach der Diagnose „invasiv wachsender Krebs“ gilt bei der Nürnberger eine Wartezeit von sechs Monaten, bis die Versicherungssumme fließt – soweit der Patient dies erlebt.

Wettbewerber

Marktführer in dem Segment, die Canada Life, sichert 46 Diagnosen ab und verlangt dafür bei obigem Modellfall 36,12 Euro im Monat. Bei der Zurich Life fallen für den Eagle Star Krankheitsschutzbrief 33,20 Euro an und bei der Gothaer für den Tarif Perikon, der 25 Erkrankungen absichert, 33,03 Euro. Es gilt bei allen eine Laufzeit von 30 Jahren.
 

Fazit: Die Police kann eine Option sein, wenn jemand keine Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung erhält. Die Nürnberger bietet nicht den preiswertesten Schutz, aber gute Leistungen, sieht man von den grundsätzlichen Nachteilen solcher Policen ab.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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während meines Studiums der Neueren Geschichte in München begann ich als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Im Jahr 2000 kam ich zu biallo.de, damals waren Versicherungsthemen für mich Neuland, über Gesundheitspolitik las ich in der Zeitung oder bekam die Auswirkungen als Patientin zu spüren.

Schnell stellte ich fest, dass der unverstellte Blick von außen durchaus von Vorteil ist bei der kritischen Aufbereitung dieser Themen. Bei Biallo schreibe ich noch immer über Versicherungen, Gesundheit und Soziales. Neuland sind diese Themen heute nicht mehr.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de