Der Baukredit läuft aus – was nun?

Anschlussfinanzierung Der Baukredit läuft aus – was nun?

Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
von Thomas Brummer (ehemaliger Mitarbeiter)
25.08.2017
Auf einen Blick
  • Bei der Immobilie steht früher oder später die Anschlussfinanzierung an.

  • Je nachdem, wie lange der alte Vertrag noch läuft, eignet sich entweder ein Forward- oder ein Volltilgerdarlehen.
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Wer bereits vor einigen Jahren eine Baufinanzierung abgeschlossen hat, wird sich heute über die damaligen Zinsen ärgern. Dieser Ärger kann aber schon bald verfliegen, nämlich dann, wenn es um die Anschlussfinanzierung geht. Je nachdem, wie lange der aktuelle Darlehensvertrag noch läuft, bieten sich unterschiedliche Spar-Modelle an.

Wenn es noch etwas dauert

Der Kreditvertrag endet in ein, zwei oder drei Jahren. Im schlimmsten Fall läuft es in solchen Fällen so: Vor zehn Jahren wurde zu fünf Prozent finanziert und in einigen Jahren droht dann ein wesentlich höherer Zins als heute - zweimal Pech gehabt. Wer dieses Horrorszenario fürchtet, kann sich ganz einfach absichern. Stichwort: Forwarddarlehen. Mit dieser Art der Finanzierung vereinbaren Verbraucher vorab mit der Bank, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu vorher bekannten Konditionen weiterfinanzieren werden. Der Clou: Sie bekommen den heutigen Niedrig-Zins. Je länger Sie sich jedoch den Zins vorab zusichern möchten, desto höher fällt der Aufschlag aus. Pro Jahr Vorlaufzeit müssen Verbraucher mit einem Zusatzzins von 0,25 Prozentpunkten rechnen. Das ist aber unterschiedlich, hin und wieder findet man auch Banken ohne Mehrkosten.

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Hilfe, mein Kredit läuft bald aus

Wenn eine erstmals abgeschlossen Baufinanzierung kurz vor Laufzeitende steht, müssen Kreditnehmer nicht in Panik verfallen. Denn der jahrelange Schuldendienst ermöglicht ihnen eine Art der Baufinanzierung, die sich sonst nur Besserverdiener leisten können. Hier kommt das Volltilgerdarlehen ins Spiel. Nach zehn oder noch mehr Jahren ist ein ordentlicher Batzen des Kredits zurückgeführt. Der restliche Betrag lässt sich oftmals bei gleicher monatlicher Rate mit einer weiteren Finanzierung abbezahlen – es handelt sich damit um eine Volltilgung. Vorteil: Die hohe monatliche Tilgung wird mit einem niedrigen Zins honoriert. Da in den ersten sechs bis zwölf Monaten kundenfreundliche Banken keine Bereitstellungszinsen verlangen, ist diese Kreditform besonders für Verbraucher interessant, die kurz vor Ende der Zinsbindung stehen. Günstige Anbieter sind etwa Hypovereinsbank, Degussa Bank aber auch einige Sparda-Banken.

Übrigens: Wenn ein Baudarlehen bereits seit mindestens zehn Jahren aktiv ist, können Verbraucher diesen ohne Zusatzkosten kündigen.

Biallo-Tipp

Bevor Sie das nächstbeste Volltilger- oder Forwarddarlehen abschließen, sollten Sie die Konditionen genau vergleichen. Über die Jahre kann das einige tausend Euro Ersparnis bringen.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Von Januar 2014 bis Januar 2018 war er bei biallo.de und verfasste dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publizierte er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de