Lebenserwartung steigt auf über 90 Jahre

Altersvorsorge Lebenserwartung steigt auf über 90 Jahre

09.03.2017
Auf einen Blick
  • Ab 2030 Geborene werden deutlich älter als heute Lebende, das prophezeit eine Studie Londoner Mediziner.
  • Die Kluft in der Lebenserwartung von Männern und Frauen sinkt.
  • Rentensysteme geraten unter Zugzwang. Private Altersvorsorge wird immer wichtiger.
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Sensation in der Altersforschung: Zum ersten Mal prognostizieren Wisschenschaftler eine Lebenserwartung von über 90 Jahren. Dies gilt, so der Londoner Mediziner Vasilis Kontis, für Menschen, die ab dem Jahr 2030 in einer Industrienation geboren werden. Vor allem Männer profitieren, denn sie werden mit größerer Wahrscheinlichkeit an Lebenserwartung zulegen als Frauen. Dadurch werde sich der Unterschied in der Lebenserwartung zwischen Männer und Frauen verringern.

Laut der Studie, die Deutschlandradio Kultur kürzlich vorstellte, steigt die Lebenserwartung nicht in jedem Industrieland gleich, außerdem bestehen aktuell erhebliche Unterschiede. Am längsten werden die Menschen künftig in Südkorea leben. Hier klettert die Lebenserwartung für Frauen auf über 90 Jahre. Ursache hierfür seien die deutliche Verbesserung der ökonomischen Situation und die bessere medizinische Versorgung. Fast genauso lange wie in Südkorea werden Frauen in Frankreich, Spanien und Japan leben. Männer hinken in der Lebenserwartung deutlich hinterher. Die höchste Lebenserwartung haben Südkoreaner, Schweizer und Australier mit 84 Jahren.

Deutschland holt ebenfalls auf: Hierzulande sollen Frauen künftig im Schnitt 86 Jahre alt werden - drei Jahre mehr als heute. Bei Männern steigt die Lebenserwartung um vier Jahre, von 78 auf 82 Jahre. Den geringsten Anstieg der Lebenserwartung erwarten die Forscher für Frauen in Mazedonien, Bulgarien und Japan. Bei Männern bilden Mazedonien, Griechenland, Schweden und die USA das Schlusslicht.

Die Forscher fordern die Politik auf, die wachsende Lebenserwartung nicht zu unterschätzen. Die Gesundheits- und Pflegesysteme müssten den Veränderungen angepasst werden, ebenso die Rentensysteme. Die Wissenschaftler plädieren unter anderem für einen späteren Renteneintritt. Für viele ältere Beschäftigte dürfte das allerdings ein Horrorszenario sein. Wer einen Ruhestand mit 70 Jahren oder später verhindern will, der sollte rechtzeitig privat vorsorgen. Der Staat fördert die Altersvorsorge mit Zuschüssen und Steuervorteilen, zum Beispiel im Rahmen der Riester-Rente oder der Rürup-Rente.

(mg)

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de