Riester-Rente - ein Kommentar Oft kritisiert und doch beliebt

von Wolfgang Walter
14.07.2016
Auf einen Blick

Ein Hauptargument gegen die Riester-Rente ist meist der Einwand, sie würde sich nicht lohnen. Doch was lohnt sich nicht: Die eigentliche Rendite des Vertrags oder die Rendite samt Zulagen und Steuervorteilen?

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Was hat sie nicht alles erlebt, die gute alte Riester-Rente in den vergangenen 15 Jahren. Riester Zertifizierung, Uni-Sex Tarife, Wohn-Riester. Einst furios gefeiert, musste die staatlich geförderte Altersvorsorge bald Kritik und Häme über sich ergehen lassen. Zu kompliziert und bürokratisch, renditeschwach, provisionsgesteuert – gar von Mogelverträgen war die Rede. An vielem ist sicher etwas dran – dennoch wurde das private Vorsorgemodell des einstigen Arbeitsministers Walter Riester über die Jahre zum Erfolg. Mehr als 16 Millionen Riester-Verträge wurden seit 2001 in Deutschland abgeschlossen – immerhin.

Rendite das große Thema beim Riestern

Wenn heute von mangelnder Rendite bei der Riester-Rente gesprochen wird, dann pauschal an sich. Dabei werfen klassische Riester-Renten aktuell Renditen bis zu 3,7 Prozent jährlich ab – fondsgebundene Varianten erreichen sogar Renditen bis zu 5,5 Prozent pro Jahr. Und: Der Staat fördert die Riester-Rente - wenn Sie vier Prozent Ihres Jahreseinkommens zur privaten Altersvorsorge beisteuern: Mit Zulagen für Versicherte selbst, eventuell für einen nicht berufstätigen Ehegatten und natürlich für die Kinder. Und zwar so lange, wie für die Kinder Kindergeld gezahlt wird. Ganz so renditearm ist die Riester-Rente also doch nicht, und bei den meisten Gesellschaften müssen Sie mittlerweile die Zulagen nicht mehr jährlich neu beantragen - auch ein häufiger Kritikpunkt in der Vergangenheit.

 
Riester-Turbo dank Kinderzulage

Vor allem Eltern mit niedrigem Einkommen profitieren von den hohen Kinderzulagen: Zur eigenen jährlichen Grundzulage von 154 Euro pro Jahr erhalten Sie als Riester-Sparer für die ab 2008 geborenen Sprösslinge zusätzlich eine jährliche Förderung von 300 Euro. Macht bei zwei Kindern über 25 Jahren hinweg insgesamt 15.000 Euro an stattlicher Förderung – nur für Ihre Kinder.


Riestern ohne eigenes Einkommen

Auch Hausfrauen oder Hausmänner profitieren besonders von den Riester-Zulagen. Falls Ihr Ehepartner schon einen Riester-Vertrag besitzt, müssen Sie lediglich 60 Euro jährlich in Ihren eigenen Riester-Vertrag einzahlen, um die volle Riester-Förderung zu ergattern.

Auch als 450-Euro-Jobber können Sie einen Riester-Vertrag abschließen, wenn Sie auf Ihre Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichten und den Beitrag des Arbeitgebers an der Rentenversicherung monatlich freiwillig mit 16,65 Euro aufstocken. Auch dann bringen 60 Euro Jahresbeitrag beim Riester-Vertrag die volle staatliche Förderung. Mit einem dreijährigen Kind bekämen Sie so 454 Euro vom Staat jährlich für die eigene Altersvorsorge.
 

… noch mehr Riester-Themen auf biallo.de

Wie Sie nach einer Lohnerhöhung oder veränderten Sozialbeiträgen ihren Beitrag zur Riester-Rente anpassen, warum Sie einen Riester-Vertrag besser nicht mit einer betriebliche Altersvorsorge verbinden sollten und wer im Falle einer Scheidung eigentlich die Riester-Zulagen der Kinder erhält, auch das erfahren Sie auf biallo.de

Ebenso gehen wir der wichtigen Frage nach: Welche Vorteile haben Sie eigentlich mit einem Riester-Vertrag ohne staatliche Förderung?

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de