Riester-Rente Kinderzulage als Riester-Turbo

Riester-Rente Kinderzulage als Riester-Turbo

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
15.05.2018
Auf einen Blick
  • Je mehr Kinder Sie haben, umso höhere Zulagen zahlt der Staat in Ihren Riester-Vertrag mit ein. Gleichzeitig sinkt der von Ihnen selbst zu leistende Eigenbeitrag.

  • Achten Sie unbedingt darauf, dass immer so viel in Ihren Riester-Vertrag eingezahlt wird, damit Sie jährlich die vollen Zulagen erhalten.
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Sie haben Kinder und sind "Riester-berechtigt"? Dann sollten Sie über einen entsprechenden Altersvorsorgevertrag nachdenken. Vor allem die staatlichen Zulagen sorgen beim Riester-Modell für eine lohnende Rendite, gerade wenn noch Kinder mit im Spiel sind.

So fördert Sie der Staat mit Riester-Zulagen: Neben einer eigenen jährlichen Grundzulage von 175 Euro im Jahr erhalten Riester-Sparer für alle ab 2008 geborenen Kinder zusätzlich eine jährliche Förderung von 300 Euro, für davor geborene Kinder gibt es 185 Euro.

Wenn Sie zwei kleine Kinder haben und für Ihren Riester-Vertrag zum Beispiel 20 Jahre lang jeweils die Kinderzulage erhalten, dann schenkt Ihnen der Staat somit insgesamt 12.000 Euro allein für Ihre Kinder extra. Würden beide Kinder voll studieren, erhöht sich beim Kindergeld im Studium die Kindergeld-Altersgrenze auf 25 Jahre. Dann wären sogar bis zu 15.000 Euro insgesamt an Kinderzulagen für Sie drin.

Lesen Sie auch: So spart der Staat für Ihre Altersvorsorge

Wer erhält die Kinderzulage beim Riester-Vertrag?

Wer bekommt nun die Kinderzulage – Mutter oder Vater? Die gesetzliche Regelung für Riester-Verträge ist hier klar: Immer derjenige, der ein kindergeldberechtigtes Kind erzieht. Bei Ehepaaren wird der Riester-Zuschuss in der Regel der Mutter zugewiesen, nur auf Antrag kann auch der Vater die Zulage erhalten. Bei einer Familie mit zwei Kindern und zwei Riester-Verträgen können so auf Wunsch beide Elternteile jeweils eine Kinderzulage erhalten.

Bei Geschiedenen oder getrennt lebenden Paaren bekommt nur derjenige die Kinderzulage der auch das Kindergeld erhält. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob es sich dabei um ein leibliches oder adoptiertes Kind handelt.

Vorsicht bei Änderungen des Riester-Zulagen-Anspruchs

Ganz wichtig: Beachten Sie grundsätzlich, dass dieser Teil der staatlichen Riester-Leistungen an den Anspruch auf Kindergeld geknüpft ist. "Daher müssen Riester-Sparer aufpassen, wenn sich hier bei den Voraussetzungen etwas ändert", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten.

Fällt etwa bei Ihnen die Berechtigung auf Kindergeld weg, erlischt auch der Anspruch auf die Kinderzulage bei Ihrem Riester-Vertrag! "In diesem Fall müssen Riester-Sparer gegebenenfalls ihre Einzahlungen in den bestehenden Vertrag erhöhen, um auf die erforderlichen vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens zu kommen, die jährlich in den Riester-Vertrag eingezahlt werden müssen", sagt Boss. Nur so gehen Sie auf Nummer sicher, dass auch die verbleibende Förderung ihrer Grundzulage in voller Höhe fließt.

Lesen Sie auch: Riester-Sparen: Vier Varianten im Überblick

Verschenken Sie keinen Euro an Riester-Zulagen

Bei allen Riester-Verträgen gilt ja grundsätzlich: Um die Zulagen in voller Höhe zu erhalten, müssen Sie mindestens vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in einen Riester-Vertrag einzahlen, maximal 2.100 Euro. Wenn Sie weniger in den Riester-Vertrag sparen, erhalten Sie auch dementsprechend nur die anteilige Riester-Zulage.

Aber, hier kommt der Vorteil: Diese Vier-Prozent-Summe brauchen Sie nicht alleine aufzubringen, denn die staatlichen Zulagen fließen immer in die Berechnung des Eigenanteils mit ein.

Ein Rechenbeispiel für eine Alleinerziehende mit Kind: Die Mutter eines dreijährigen Kindes verdient im Jahr 18.000 Euro brutto. Bei vier Prozent ihres Gehaltes müsste sie 720 Euro im Jahr in ihren Riester-Vertrag einzahlen. Der Staat schenkt ihr 175 Grundzulage und 300 Euro Kinderzulage, also insgesamt 475 Euro dazu. Somit braucht die Frau nur noch 245 Euro im Jahr selbst für ihren Riester-Vertrag aufbringen. Im Monat sind das lediglich 20,42 Euro. In ihrem Fall zahlt der Staat fast doppelt so viel in den Vertrag ein wie sie selbst.

Biallo-Tipp:

Die Zulagen sind meist der Rendite-Turbo bei einem Riester-Vertrag. Sparen Sie immer so, dass auch die vollen Zulagen auf Ihr Riester-Konto fließen! Wenn nicht insgesamt die vier Prozent eingezahlt werden, gibt es auch nur anteilig die Zulagen. Und vergessen Sie nicht, den Antrag für die Riester-Zulagen zu stellen! Gute Riester-Rentenversicherungen bieten zurzeit die HanseMerkur, Hannoversche oder fairr.de.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de