Riester-Rente Kinderzulage als Riester-Turbo

Riester-Rente Kinderzulage als Riester-Turbo

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
08.09.2015
Auf einen Blick

Eltern mit niedrigem Einkommen profitieren bei einem Riester-Vertrag besonders von den hohen Kinderzulagen - manchmal winkt eine Rendite von über acht Prozent.

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Neben ihrer eigenen jährlichen Grundzulage von 154 Euro im Jahr erhalten Riester-Sparer für alle ab 2008 geborenen Kinder zusätzlich eine jährliche Förderung von 300 Euro. Wenn Sie zwei Kinder haben - und bei angenommenen 25 Jahren Kinderzulage - würde Ihnen der Staat somit insgesamt 15.000 Euro nur für Ihre Kinder extra spendieren. Aktuelle Riester-Berechnungen zeigen hier: Für Riester-Sparer mit zwei kleinen Kindern, einem versicherungspflichtigen Einkommen von 20.000 Euro im Jahr und einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren liegt die Zulagen-Rendite bei über acht Prozent.

Wer erhält die Kinderzulage bei der Riester-Rente?

Doch wer bekommt nun die Kinderzulage? Die gesetzliche Regelung für Riester-Verträge ist hier klar: Immer derjenige, der ein kindergeldberechtigtes Kind erzieht. Bei Ehepaaren wird der Riester-Zuschuss in der Regel der Mutter zugewiesen, nur auf Antrag kann auch der Vater die Zulage erhalten. Bei einer Familie mit zwei Kindern und zwei Riester-Verträgen können so auf Wunsch beide Elternteile jeweils eine Kinderzulage erhalten. Bei Geschiedenen oder getrennt lebenden Paaren bekommt nur derjenige die Kinderzulage der auch das Kindergeld erhält. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob es sich dabei um ein leibliches oder adoptiertes Kind handelt.

Vorsicht bei Änderungen des Riester-Zulagen-Anspruchs

Beachten müssen Sie somit grundsätzlich, dass dieser Teil der staatlichen Riester-Leistungen an den Anspruch auf Kindergeld geknüpft ist. „Daher müssen Riester-Sparer aufpassen, wenn sich hier bei den Voraussetzungen etwas ändert“, betont Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Fällt etwa bei Ihnen die Berechtigung auf Kindergeld weg oder ändert sich das Einkommen, erlischt auch der Anspruch auf die Kinderzulage bei Ihrem Riester-Vertrag! „In diesem Fall müssen Riester-Sparer gegebenenfalls ihre Einzahlungen in den bestehenden Vertrag erhöhen, um auf die erforderlichen vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens zu kommen, die jährlich in den Riester-Vertrag eingezahlt werden müssen“, sagt Boss. Nur so gehen Sie auf Nummer sicher, dass auch die verbleibende Förderung ihrer Grundzulage in voller Höhe fließt.

Verschenken Sie keinen Euro an Riester-Zulagen

Unser Tipp der Biallo-Redaktion: Bei allen Riester-Verträgen gilt ja grundsätzlich: Um von den kompletten Zulagen zu profitieren, müssen Sie mindestens vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in einen Riester-Vertrag einzahlen, maximal 2.100 Euro. Wenn Sie weniger in den Riester-Vertrag sparen, erhalten Sie auch dementsprechend nur die anteilige Riester-Zulage. Aber: Diese Vier-Prozent-Summe brauchen Sie jedoch nicht alleine aufbringen, denn die staatlichen Zulagen fließen immer in die Berechnung des Eigenanteils mit ein. Da die Zulagen meist der Rendite-Turbo bei einem Riester-Vertrag ist, sollten Sie immer darauf achten, dass Sie so sparen, damit immer die vollen Zulagen auf Ihr Riester-Konto fließen!

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de