Zahnzusatzversicherung
  • Testsieger-Schutz für die ganze Familie
  • Hohe Erstattung bei Zahnersatz
  • Kieferorthopädie möglich
Oliver Mest
Oliver Mest
Die Zahnzusatzversicherung sollte vor allem Zahnersatz umfassend absichern.

Warum ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?

Vor allem Verbraucherschützer tun sich schwer, den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung tatsächlich zu empfehlen. Sie sehen kein existenzielles Risiko, das damit abgesichert wird. Und Tatsache ist: Die finanziellen Aufwendungen für eine Zahnkrone mögen überschaubar sein. Was aber, wenn mehrere Kronen erforderlich sind? Oder ein Implantat? Hier entstehen zwischen dem Zuschuss der gesetzlichen Kassen und den tatsächlichen Kosten schnell äußerst hohe Zuzahlungen. Nicht immer hat man genug Geld auf der hohen Kante, um "mal schnell" eine solche Zuzahlung leisten zu können. Und auch andere Einwände gegen die Zahnzusatzversicherung sind bei genauerem Hinsehen nicht nachvollziehbar:

Die Kassen zahlen doch!

Die gesetzlichen Kassen erstatten die Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz im Rahmen einer einfachen und zweckmäßigen Versorgung. Sichergestellt ist also, dass einfache und günstige Maßnahmen bezahlt werden, die ihren Zweck erfüllen. Wenn Ihnen das reicht, brauchen Sie tatsächlich keine Zahnzusatzversicherung. Wenn nicht, federt die Zahnzusatzversicherung ihre finanzielle Belastung erheblich ab.

Junge Menschen brauchen keinen Zahnersatz

Zahnersatz mag vielleicht bei den meisten noch kein Thema sein – anders sieht es aber bei den Leistungen aus, die ebenfalls Bestandteil des Schutzes einer Zahnzusatzversicherung sein können: Das können Wurzelbehandlungen sein, die die Kassen nicht mehr zahlen. Oder es sind Zahnprobleme, die optisch oder auch medizinisch Sorgen bereiten: Parodontose bereitet Schmerzen, Zähneknirschen belastet den gesamten Körper, Flecken auf den Zähnen sorgen dafür, dass Ihr Lächeln nicht mehr so strahlend ist wie früher. Auch in solchen Fällen sind Zahnzusatzversicherungen bares Geld wert, wenn sie die Mehrkosten tragen, die die Kasse nicht mehr übernehmen will.

Das Geld kann ich lieber für Behandlungen ansparen

Dieser Einwand wird oft vorgebracht – nur mal im Ernst: Wer spart denn wirklich so konsequent "nur" für Zahnersatz. Spätestens eine kaputte Waschmaschine oder eine andere Notlage können den Plan zunichtemachen, wenn Sie das Geld dann benötigen.

Ich habe doch gesunde Zähne

Ja, heute. Aber eine Zahnzusatzversicherung ist eine Investition in die Zukunft. Stellen Sie sich vor, Sie brechen sich beim Abbeißen von etwas Hartem einen Schneidezahn ab. Gerade deshalb, weil Ihre Zähne gesund aussehen, wollen Sie ja auch einen gepflegten Ersatz für den Schneidezahn. Die Kassenleistungen geben das aber vielleicht gerade nicht her!

Das leistet eine Zahnzusatzversicherung

Die Leistungen einer Zahnzusatzversicherung umfassen vier verschiedene Bereiche – es gibt Leistungen bei

  • Zahnersatz,
  • Zahnbehandlungen,
  • Prophylaxe-Maßnahmen und
  • kieferorthopädischen Maßnahmen.


Zahnersatz

Wichtig ist hier vor allem, in welcher Höhe die Zahnzusatzversicherung die Kosten trägt. In der Regel wird bei einer Regelversorgung der Selbstbehalt getragen, den Ihre Kasse nicht übernimmt. Sie haben also keinen Euro Eigenanteil zu tragen. Bei einer privatärztlichen Versorgung für Zahnersatz (Prothesen, Brücken, Kronen) liegt der Satz der Erstattung meist bei 70 bis 90 Prozent. Der Satz bezieht sich dabei auf die Gesamtkosten abzüglich der Kassenerstattung. Bei Kosten von 1.000 Euro, einem Kassenzuschuss von 180 Euro und einem Erstattungssatz von 80 Prozent zahlen Sie insgesamt nur 200 Euro – 180 Euro trägt die Kasse, die Differenz von 620 Euro die private Zahnzusatzversicherung.

Zahnbehandlungen

Eine Zahnzusatzversicherung wird in erster Linie abgeschlossen, um die Kosten für Zahnersatz erstattet zu bekommen. Viele Kunden möchten aber auch bei Zahnbehandlungen eine privatärztliche Versorgung in Anspruch nehmen und wollen, dass die Zahnzusatzversicherung die Kosten trägt. Das kann zum Beispiel wichtig sein bei

Wurzelbehandlungen:

Die Kassen tragen die Kosten nur noch bei erhaltenswerten Zähnen.

Parodontalbehandlungen:

Hier kann eine Zahnzusatzversicherung die Kosten einer Heilbehandlung tragen, wenn die Kasse nicht einspringt.

Kunststoff- oder Kompositfüllungen:

Kunststoff als Füllmaterial ist nicht automatisch Kassenleistung – eine private Zahnzusatzversicherung garantiert die Kostenübernahme.

Prophylaxe

Viele Zahnzusatzversicherungen übernehmen heute die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung – auch über die Leistungen der Kassen hinaus. Andere tragen die Kosten für eine individuelle Fluoridierung als Prophylaxe-Maßnahme.

Kieferorthopädie

Ein Leistungsmerkmal, das in der Regel vor allem für jüngere Versicherte relevant ist. Denn die Kassen zahlen bei gröberen Fehlstellungen einen Teil der Kosten, aber bei einfacheren Fehstellungen bleiben Sie genauso auf den Kosten sitzen wie bei ästhetischen Wünschen.

Darauf achten beim Abschluss

Beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung sind viele Faktoren wichtig – wir haben die wichtigsten Punkte hier einmal zusammengestellt:

Leistungsmerkmale
Verzicht des Versicherers auf das Kündigungsrecht Damit kann der Versicherer sich nicht einseitig vom Vertrag lösen, wenn er Sie als schlechtes Risiko eingestuft hat.
Verzicht auf Wartezeiten Ohne Verzicht auf Wartezeiten wird Zahnersatz erst acht Monate nach Vertragsabschluss erstattet, die Kosten für mitversicherte Zahnbehandlungen meist nach drei Monaten.
Erstattungssatz für privatärztliche Behandlungen Damit wird die Höhe der Erstattung festgelegt – bei einem Satz von 90 Prozent zahlt der Versicherer nach Abzug des Kassenanteils 90 Prozent der Gesamtkosten aus der Zahnarztrechnung.
Zahnstaffel Mit ihr wird festgelegt, wie hoch die Erstattungen der Zahnzusatzversicherung in den ersten drei bis fünf Vertragsjahren sind. Die Zahnzusatzversicherungen leisten lediglich bis zur festgelegten Obergrenze – darüber hinaus erst nach dem Ablauf der Zahnstaffel.
Altersrückstellungen Tarife mit sogenannten Altersrückstellungen sind – anders als Tarife nach Art der Schadensversicherung – nicht mit automatischen Beitragsanpassungen kalkuliert. Die Tarife sind konstant kalkuliert, dennoch können die Beiträge steigen, wenn der Versicherer den Tarif zu günstig kalkuliert hat.
Kostenerstattung für …

Sie müssen darauf achten, welche Kosten mit welchem Erstattungssatz getragen werden. Die Zahnzusatzversicherung zahlt nur für die Behandlungen und die medizinisch notwendigen Maßnahmen, die auch explizit versichert sind:

• Implantate

• Keramikverblendungen

• Inlays

• Kompositfüllungen

• Wurzelbehandlungen

• Parodontalbehandlungen

• Aufbissbehelfe und Schienen

• Fissurenversiegelungen

• Professionelle Zahnreinigung

Zahnzusatzversicherung Kinder

Hauptmotiv für die meisten Eltern, über eine Zahnzusatzversicherung für ihre Kinder nachzudenken, sind die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen. Die Kassen zahlen bei schweren Fehlstellungen in den sog. kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) 3 bis 5 – aber selbst dann zahlen Eltern noch einen hohen Eigenanteil, der schnell bei 500 bis 2.000 Euro liegen kann. In den KIG 1 und 2 dagegen zahlen die Kassen gar nicht – der Eigenanteil der Eltern ist dann ausgesprochen hoch und liegt schnell bei einigen tausend Euro.

Zahnzusatzversicherung Studenten

Mit einem schmalen Budget als Student ist eine Zahnzusatzversicherung meist kein Thema. Schade, denn gerade junge Studenten bekommen günstigen Schutz und sichern sich ausgezeichnete Tarife zu günstigen Einstiegsbeiträgen. Außerdem besteht die Option, aus einem Zahntarif heraus weitere Bausteine ohne erneute Gesundheitsprüfung abzuschließen oder sogar in eine Vollversicherung zu wechseln.

Zahnzusatzversicherung Senioren

Das größte Problem rund um die Zahnzusatzversicherung bei älteren Interessenten sind fehlende Zähne und vorhandener Zahnersatz, der ggf. einmal ausgetauscht werden muss. Hier ist es wichtig, bei der Wahl des Tarifes darauf zu achten, dass vorhandener Zahnersatz, bereits eingesetzte Prothesen und ggf. auch fehlende Zähne mitversichert sind.

Zahnzusatzversicherung: Kündigung und Wechsel

Natürlich besteht immer die Möglichkeit, eine bestehende Zahnzusatzversicherung aufzulösen und zu einem neuen Anbieter zu wechseln. Sinnvoll kann das vor allem in folgenden Situationen sein:

  • Der bestehende Tarif leistet nur für eine Versorgung auf Kassenniveau.
  • Der bestehende Tarif leistet zwar für Privatbehandlungen, die Erstattungen liegen aber unter 50 Prozent.
  • Einzelne Leistungsbereiche sind nicht oder nicht ausreichend versichert.
  • Sie sind mit Ihrem jetzigen Versicherer unzufrieden – sei es wegen abgelehnter Kostenübernahme oder wegen schlechten Services.
  • Der Beitrag der aktuellen Zahnzusatzversicherung ist zu hoch geworden.


Bei einem Wechsel gelten die gleichen Kriterien wie bei einem Neuabschluss: Das Leistungsspektrum muss Ihren Vorstellungen entsprechen, der Versicherer muss finanzstark sein, um günstige Beiträge garantieren zu können – und der Beitrag muss bei Abschluss und natürlich auch während der Vertragslaufzeit stabil bleiben.

Tipp: Manchmal ist es gar nicht notwendig, zu einem anderen Versicherer zu wechseln, wenn Sie eine neue Zahnzusatzversicherung suchen. Auch ein Wechsel des Tarifes bei Ihrer jetzigen Zahnzusatzversicherung kann eine gute Wahl sein, wenn es dort leistungsstarke oder bessere Tarife zu niedrigeren Beiträgen gibt. Lassen Sie sich auf jeden Fall vor einiger Kündigung beraten.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Zahnzusatzversicherung

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?

Eine Zahnzusatzversicherung trägt die Kosten, die die gesetzlichen Kassen nicht (mehr) mitversichern. Das sind etwa Leistungen für

  • aufwendigeren Zahnersatz,
  • privatärztliche Zahnbehandlung,
  • kieferorthopädische Maßnahmen und
  • Prophylaxe.


Je nach Vertrag erhöhen die Zahnzusatzversicherungen den Zuschuss der Kassen, sodass die Regelversorgung für Sie komplett kostenfrei ist. Oder die Zahnzusatzversicherungen beteiligen sich an privatärztlichen Behandlungen, bei denen die Kassen – wenn überhaupt – nur einen geringen Festzuschuss leisten.

Was versteht man unter Wartezeit?

Unter Wartezeit versteht man den Zeitraum, in dem bereits Versicherungsschutz besteht, in dem aber noch keine Leistungen erstattet werden. Die reguläre Wartezeit für Zahnersatz beträgt acht Monate, für alle anderen Maßnahmen in der Regel drei Monate.

Was ist eine Zahnstaffel?

Eine Zahnstaffel legt fest, wie hoch die Erstattungen der Zahnzusatzversicherung in den ersten zwei bis fünf Vertragsjahren sind. Manche Tarife leisten bereits ab dem dritten Jahr unbegrenzt, dafür aber in den ersten beiden Jahren auch nur wenige hundert Euro. Andere sehen eine Zahnstaffel über fünf Jahre vor – während dieser Zeit wird dann aber auch schon in Höhe von mehreren 1.000 Euro geleistet.

Können fehlende Zähne in der Zahnzusatzversicherung mitversichert werden?

Sie als Patient entscheiden selbst, ob ein fehlender Zahn ersetzt werden soll. Vor allem im sichtbaren Bereich ist das in aller Regel gewünscht. Es sollte dann aber bei Vertragsabschluss geklärt werden, ob fehlende Zähne mitversichert sind. Viele Tarife beschränken die Erstattung auf ein bis zwei fehlende Zähne, andere begrenzen bei fehlenden Zähnen die Zahnstaffel.

Gibt es eine Familienversicherung beim Zahnschutz?

Nein, das Prinzip der Familienversicherung gibt es bei der Zahnzusatzversicherung nicht – jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Vertrag.

Was ist der Unterschied zwischen Regelversorgung und Privatleistung?

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen bei Zahnersatz immer nur die Kosten für eine Regelversorgung – damit ist je nach Befund die einfachste und kostengünstigste Maßnahme abgedeckt. Geleistet wird in Form eines Festzuschusses, den Sie auch dann erhalten, wenn Sie sich für eine Privatleistung des Zahnarztes und damit nicht für die einfachste Lösung entscheiden. Die Mehrkosten zwischen den tatsächlichen Behandlungskosten der Privatbehandlung und dem Festzuschuss tragen Sie.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de