Fehlende Zähne mitversichern

Zahnzusatzversicherung Fehlende Zähne mitversichern

Oliver Mest
von Oliver Mest
08.03.2018
Auf einen Blick
  • Fehlende Zähne können bei vielen Zahnzusatzversicherungen mitversichert werden.

  • Einen Aufpreis für Lücken zu bezahlen, ist die beste Variante, weil sie vollen Versicherungsschutz sichert.

  • Bei mehr als vier fehlenden Zähnen ist eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung sinnvoll.
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So versichern Sie fehlende Zähne

Wenn Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen möchten und Ihnen bereits Zähne fehlen, die nicht ersetzt wurden, sollen ja gerade diese Lücken mitversichert werden.

Gleichzeitig schränken die fehlenden Zähne die Versicherungsmöglichkeiten zum Teil deutlich ein: Vor allem bei mehr als drei fehlenden Zähnen wird es schwer, überhaupt noch Versicherungsschutz zu bekommen. Die Zahnzusatzversicherungen haben alle ihre eigenen Regeln aufgestellt, wie Sie mit Anträgen verfahren, bei denen fehlende Zähne angegeben werden.

Tipp: Welche Zähne werden denn überhaupt abgefragt?

Fragt die Zahnzusatzversicherung nach fehlenden Zähnen, sind damit bleibende Zähne gemeint – ausgenommen sind Lücken, bei denen bisher lediglich die Milchzähne fehlen oder auch Weisheitszähne, die grundsätzlich nicht mitgezählt werden.

Variante 1: Mitversicherung ohne Einschränkung

Für Sie ist das natürlich die beste Variante: Vor allem bei nur einem fehlenden Zahn bieten manche Versicherer wie Continentale, Barmenia oder Bayrische eine Mitversicherung ohne Einschränkung an - für Sie bedeutet das: Sie bekommen den gewünschten Schutz und können sich ohne Erschwernisse versichern.

Wie sinnvoll ist diese Variante?

Natürlich ist die Mitversicherung ohne Einschränkung die beste Wahl und gerade bei einem fehlenden Zahn auch gut zu bekommen. Bei mehr als einem fehlenden Zahn wird es dann allerdings schon schwieriger.

Variante 2: Mitversicherung gegen Aufpreis

In der zweiten Gruppe finden sich die Versicherer wie zum Beispiel die Allianz, die Nürnberger, die Hanse Merkur oder die Arag, die meist ein bis drei fehlende Zähne mitversichern, für jeden fehlenden Zahn aber einen Aufschlag verlangen. Hier wird der Schutz deutlich teurer, weil die Aufschläge je nach Tarif bis zu zehn Euro pro Zahn ausmachen können.

Wie sinnvoll ist diese Variante?

Wirtschaftlich kann diese Variante durchaus sinnvoll sein, weil der Aufschlag es Ihnen ermöglicht, fehlende Zähne mitzuversichern - und Sie so den Lückenschluss finanziert bekommen, wenn auch mit Beitragszuschlag. Die erhöhten Beiträge bleiben Ihnen allerdings ein Leben lang erhalten - deswegen sollte nach dem vollzogenen Lückenschluss geklärt werden, ob es nicht eine Alternative ohne Aufschlag gibt.

Variante 3: Mitversicherung mit geringerer Zahnstaffel

Diese Variante ist das Gegenstück zu den Beitragserhöhungen: Sie zahlen nicht mehr für Ihren Schutz, bekommen aber zum Teil deutlich geringere Leistungen, weil die Zahnstaffel verringert wird. Bei der Hallesche zum Beispiel wird die Zahnstaffel auf 25 Prozent der eigentlichen Leistung in den ersten fünf Jahren gekürzt: Statt 5.000 Euro gibt es maximal 1.250 Euro. Bei anderen Versicherungen verhält es sich ebenso – Leistungskürzungen um 75 bis 80 Prozent sind keine Seltenheit, sondern der Normalfall. Andere Versicherer wie die Württembergische begrenzen die Zahnstaffel nicht der Höhe nach, sondern verlängern bei zu vielen Zähnen die Laufzeit auf bis zu 96 Monate.

Wie sinnvoll ist diese Variante?

Eine reduzierte oder verlängerte Zahnstaffel senkt Ihren Leistungsanspruch gegenüber der Zahnzusatzversicherung deutlich – als Notlösung kann man die verringerte Zahnstaffel dann in Betracht ziehen, wenn sicher ist, dass während der Zeit der Leistungsstaffel voraussichtlich keine größeren Behandlungen anstehen – aber wer weiß das schon?

Variante 4: Ausschluss der fehlenden Zähne

Auch das ist natürliche eine Möglichkeit: Sie versichern die fehlenden Zähne gar nicht mit, sondern lassen sie ausschließen. Das bedeutet, dass bei zahnärztlichen Maßnahmen an diesen Zähnen die Kosten nicht getragen werden.

Wie sinnvoll ist diese Variante?

Eher weniger, denn gerade bei Lückenschlüssen, die die dann ausgeschlossenen Zähne mit einbeziehen, kann es zu Problemen bei der Kostenübernahme kommen. Von einem Ausschluss ist deshalb immer abzuraten!

Mir fehlen vier oder mehr Zähne – bekomme ich eine Zahnzusatzversicherung?

Je mehr Zähne fehlen, umso schwieriger wird es, passenden Schutz zu finden – die meisten Zahnzusatzversicherungen lehnen Antragsteller mit mehr als vier fehlenden Zähnen ab.

In diesem Fall besteht immer noch die Möglichkeit, eine Zahnzusatzversicherung ohne Gesundheitsprüfung abzuschließen - nach fehlenden Zähnen wird in diesem Fall nicht gefragt, allerdings sind die Lücken auch nicht mitversichert, die Kosten für Lückenschlüsse werde nicht getragen.

Solche - auch leistungsstarken - Tarife bietet zum Beispiel die R+V Versicherung an, aber hier gilt natürlich das bereits oben zum Ausschluss Gesagte: Sinnvoll ist eine solche Zahnzusatzversicherung nur dann, wenn Sie sicher sind, dass die fehlenden Zähne keine Rolle bei einer zukünftigen Zahnversorgung spielen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de