Auf einen Blick

  • Die durchschnittliche Verzinsung bei einem Anlagevolumen von 25.000 Euro liegt laut Biallo-Festgeld-Index bei aktuell 0,42 Prozent pro Jahr.

  • Die höchsten Festgeldzinsen für ein Jahr kommen derzeit mit 1,35 Prozent von der Klarna aus Schweden. Die deutsche SWK Bank offieriert 1,00 Prozent für zwölf Monate.

  • Anleger sollten bei ihrer Festgeldanlage stets auf die Kündigungsmodalitäten achten.

In unsicheren Zeiten sind kurzlaufende Festgeldkonten wieder gefragt. Anleger, die jetzt in einjähriges Festgeld investieren, werden wohl kaum Rendite wegen eines steigenden Zinsniveaus verschenken. Die Zinswende ist durch die Europäische Zentralbank weiter auf dem Vormarsch - wodurch viele Anbieter mit massive Zinserhöhungen um die Ecke kommen. Der Biallo-Festgeld-Index weist hier aktuell für einen Anlagebetrag von 25.000 Euro eine durchschnittliche Verzinsung von 0,42 Prozent pro Jahr aus.

Nach den Sparkassen haben nun auch die VR-Banken Zinsen auf Festgeldanlagen eingeführt. In unseren ausführlichen Artikeln erfahren Sie alle wichtigen Informationen zum Thema.

 

Festgeld-Vergleich bei einem Jahr Laufzeit 

Bank Zins p.a. Einlagensicherung Anlagebetrag S&P-Rating
Klarna
(Testbericht)
1,45 %
100.000 € pro Person / Schweden 1 - 500.000 Euro
AAA
höchste Sicherheit
SWK Bank
(Testbericht)
1,00 %
100.000 € pro Person / Deutschland 10.000 - 250.000 Euro
AAA
höchste Sicherheit
Yapi Kredi
(Testbericht)
1,00 %
100.000 € pro Person / Niederlande
5.000 - unbegrent Euro
AAA
höchste Sicherheit
IKB
(Testbericht)
1,00 %
100.000 € pro Person / Deutschland 5.000 - 250.000 Euro
AAA
höchste Sicherheit
FCA Bank
(Testbericht)
0,95 %
100.000 € pro Person / Italien
1.000 - 100.000 Euro
BBB
gute Sicherheit
Renault Bank direkt
(Testbericht)
0,80 %
100.000 € pro Person / Frankreich 2.500 - unbegrenzt Euro
AA
sichere Anlage
Creditplus Bank
(Testbericht)
0,80 %
100.000 € pro Person / Deutschland 5.000 – 1.000.000 Euro AAA
höchste Sicherheit

Quelle: Festgeld-Vergleich biallo.de / Stand: 04. August 2022 / Angaben ohne Gewähr.

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus spielen viele Sparer mit den Gedanken ihr Festgeld auf einen längeren Zeitraum anzulegen, denn in der Regel wirft Festgeld bei längerer Zinsbindung höhere Zinsen ab.

Dabei gibt es allerdings gleich zwei Haken: Erstens sind die Guthabenzinsen für längere Laufzeiten nur teilweise nur bedingt höher als für kurze Laufzeiten und zweitens, weiß man nicht, wann die Zinswende weiter voranschreitet, mit der Folge, dass Sparer Zinsnachteile erleiden, falls die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins erneut anhebt.

Denn wenn das Geld fünf oder sechs Jahre in Festgeld gebunden ist, kommen Anleger nicht mehr an ihr Erspartes heran, um es in ein besser verzinstes Festgeld umzuschichten.

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Laufzeitende im Blick behalten

Ein Jahr geht schnell vorüber. Deshalb sollten sich Sparer rechtzeitig Gedanken machen, was nach dem Laufzeitende mit dem Anlagebetrag geschehen soll. Wie verfährt außerdem der Anbieter mit dem frei werdenden Geld am Laufzeitende?

Überweist er das Geld zurück auf das Girokonto oder ein Tagesgeld? Oft ist es so, dass das Ersparte erneut mit der bisherigen Laufzeit zu den dann gültigen Konditionen angelegt wird, wenn der Kunde die Anlage nicht rechtzeitig kündigt.

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So eröffnen Sie ein Festgeldkonto

Die Kontoeröffnung läuft im Wesentlichen bei einem Anlagekonto in Form von Tages- und Festgeld immer gleich ab. Im ersten Schritt füllen Sie das Antragsformular aus. Abgefragt werden die üblichen personenbezogenen Daten. Im Anschluss müssen Sie ihre Identität bestätigen, das funktioniert in der Regel entweder per Postident- oder Videoident-Verfahren. Letzteres ist deutlich schneller. Den Vertrag erhalten Sie dann meist per E-Mail. Im letzten Schritt überweisen Sie den gewünschten Anlagebetrag – fertig.

In einem weiteren Artikel erklären wir Ihnen anhand von drei Musterportfolios, wie eine Geldanlage von 100.000 aussehen könnte und welche Staffelungen sinnvoll sind.

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Über die Autorin Sabina Hoerder
Studiert habe ich Germanistik und Soziologie in Osnabrück. Nach Praktika bei ZDF, taz, NDR und Co. sowie freier Mitarbeit bei der Neuen Osnabrücker Zeitung folgte mein Volontariat bei biallo.de. Seit 2009 bin ich Redakteurin.   Berufsbegleitend habe ich Umweltwissenschaften studiert und mich auf den Bereich Energie spezialisiert. Für biallo.de bearbeite ich unter anderem Themen wie den Stromanbieterwechsel oder Energiesparmöglichkeiten im Haus.   Vorwiegend kümmere ich mich im Moment um unsere Print-Aktivitäten. Ich betreue unser „Thema der Woche“ sowie Serien, die wir an Tageszeitungen deutschlandweit liefern.
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