Auf einen Blick
  • Geldabheben am Bankautomat ist eigentlich ein Kinderspiel. Doch manchmal behält der Automat die Geldkarte ein. Was sind die Gründe dafür und wie bekommt man seine Karte wieder zurück?

  • Erfahren Sie außerdem, auf welche Alternativen Sie zurückgreifen können, wenn Sie Bargeld benötigen, aber Ihre Karte eingezogen wurde.
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Bargeldloses Bezahlen mit Girocard, Kreditkarte oder Smartphone ist bequem und wird immer beliebter. Besonders die Nutzung des Bezahlens via Smartphone hat sich in den letzten Jahren bei den deutschen Verbraucherinnen und Verbrauchern verstärkt. Insgesamt entfallen 13 Prozent aller Zahlungen auf das Mobile Payment. Dennoch zählt Bargeld in Deutschland nach wie vor mit einem Anteil von 72 Prozent zu den am häufigsten verwendeten Zahlungsmitteln. Viele Banken und Sparkassen versorgen hierzulande ihre Kunden flächendeckend über Geldautomaten mit Bargeld. An über 55.000 Geldautomaten können Verbraucher Geld abheben. Die Sparkassen unterhalten dabei derzeit das größte Netz an Bankautomaten.

In der Regel läuft beim Geldabheben am Automaten alles nach Plan: Einfach die Girocard oder die Kreditkarte in den Bankautomaten stecken, Geheimzahl eintippen, den gewünschten Betrag wählen und schon wird das Geld ausgezahlt. Doch in Ausnahmefällen gibt der Automat die Karte nicht zurück. Was sind die Gründe dafür und was soll man in diesem Fall tun?

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Warum wird die Bankkarte eingezogen?

Meist wird eine Bankkarte aus Sicherheitsgründen eingezogen – zum Schutz Ihres Kontos und um Missbrauch der Karte zu vermeiden:

  • Die Karte wird vom Geldautomaten einbehalten, wenn die Kundin oder der Kunden die Karte selbst hat sperren lassen, zum Beispiel weil sie verloren oder verlegt wurde.

  • Auch, wenn die PIN mehrfach nacheinander falsch eingegeben wurde, zieht der Bankautomat die Geldkarte ein.

  • Sollten Sie Ihre EC-Karte im Automaten vergessen oder zu lange gewartet haben, bevor Sie sie wieder entnehmen, wird diese ebenfalls eingezogen. Vorher ertönen allerdings zunächst Signaltöne, sodass Sie Ihre Karte noch rechtzeitig herausnehmen können.

  • Ist Ihr Bankkonto stark überzogen oder die Gültigkeit der Girokarte oder Kreditkarte überschritten, behält der Bankautomat Ihre Karte ein.

  • Außerdem kann es zu einem Karteneinzug kommen, wenn Ihr Konto oder die Karte mit diversen Sperren versehen ist. Hierzu gehört beispielsweise das Fehlen einer aktuellen Legitimation oder notwendiger Kontounterlagen.

  • In seltenen Fällen kann auch ein Defekt des Geldautomaten für den Karteneinzug verantwortlich sein. Dies geschieht beispielsweise, wenn sich der Geldautomat während der Nutzung aus technischen Gründen aufhängt oder ausgeht.

  • Des Weiteren kann eine Manipulation des Geldautomaten durch Kriminelle dafür sorgen, dass die Karte nicht wie gewünscht ausgegeben wird. Achten Sie daher immer darauf, ob der Geldautomat Veränderungen aufweist oder gar eine weitere Abdeckung auf dem Kartenausgabeschaft notdürftig angebracht ist.

Der Bundesverband Deutscher Banken empfiehlt, in allen genannten Fällen das eigene Bankhaus darüber zu informieren.

 

Geldautomat hat Karte einbehalten: Wie bekomme ich meine Girocard zurück?

Ist Ihre Karte im Automat verschwunden, benötigen Sie die Mithilfe der Bank. Befindet sich der Geldautomat in einer Filiale und hat diese geöffnet, können Sie sich sofort an einen Bankmitarbeiter wenden. Dieser kann in den meisten Fällen den Automaten öffnen und Ihnen die Karte aushändigen. Natürlich müssen Sie sich dazu mit dem Personalausweis ausweisen. Die Kartenausgabe ist außerdem nur möglich, wenn keine Sperren der Banken dagegen sprechen. Ist die entsprechende Filiale bereits geschlossen oder befindet sich der Geldautomat außerhalb der Bank, ist ein Anruf bei der kartenausgebenden Bank Pflicht. Dort sollten Sie den Sachverhalt schildern. In den meisten Fällen wird Ihnen Ihre Karte dann per Post zugeschickt, was allerdings einige Zeit dauern kann und oftmals erst dann möglich ist, wenn der betroffene Automat das nächste Mal geleert oder gefüllt wird.

Gegebenenfalls ist es sinnvoll, eine neue Karte zu beantragen. Dabei sollten Sie die eingezogene Girocard, Debitkarte oder Kreditkarte vorsorglich sperren lassen. Wird Ihre Bank- oder Kreditkarte an einem Geldautomaten im Ausland eingezogen, dann ist die Kartensperrung auf jeden Fall ratsam. Nutzen Sie dazu den Sperr-Notruf +49 116 116.

 

Geldkarte oder Kreditkarte im Automaten verschwunden? Vorsicht Abzocke

Nachdem der Geldautomat Ihre Girocard oder Kreditkarte nicht mehr herausgegeben hat, sollten Sie den Geldautomaten nicht zu schnell verlassen. In einigen Fällen manipulieren Kriminelle die Automaten so, dass die eingeführte Karte aus dem Automaten zwar herauskommt, aber in einem von außen aufgesetzten manipulierten Ausgabeschacht verschwindet. In diesem Fall funktioniert der Geldautomat zwar einwandfrei, Ihre Karte kommt trotzdem nicht raus und womöglich wurde Ihre Pin ausgelesen oder erspäht. Wir empfehlen, dass Sie den Geldautomaten ganz genau untersuchen. Kriminelle warten nur darauf, dass Sie den Automaten verlassen, damit diese sich Ihre Geldkarte holen können. Ein Hinweis auf eine Manipulation ist, wenn auf dem Display des Geldautomaten bezüglich des Einzugs der Karte nichts angezeigt wird. Im Zweifelsfall sollten Sie eine andere Person in die Bank schicken, um einen Mitarbeiter zu holen oder beim Verdacht der Manipulation die Polizei rufen.

 

Wie beantrage ich eine neue Bankkarte und welche Gebühren fallen an?

Bis Ihre neue Geldkarte im Postkasten liegt, kann allerdings einige Zeit vergehen. Wurde die Karte von einem Automaten des eigenen Instituts beziehungsweise in der eigenen Bankfiliale eingezogen, erhalten Sie die gleiche Karte zurück, sofern sie nicht abgelaufen oder beschädigt ist. Ist eine neue Girocard oder Kreditkarte nötig, können Gebühren anfallen. Die Kosten hierfür erfahren Sie im Preis- und Leistungsverzeichnis der Bank beziehungsweise in den jeweiligen Nutzungsbedingungen.

Bei der DKB fallen beispielsweise für eine Girocard-Ersatzkarte 7,32 Euro und für einen Ersatz der Visa Kreditkarte 4,98 Euro an. Die ING ist hier mit 10,00 Euro pro Ersatzkarte etwas teurer. Bei der Sparda Bank München fallen für den Ersatz der Debitkarte 12,00 Euro und für eine Mastercard Kreditkarte sogar 29,90 Euro an. Diese Gebühren werden in der Regel aber nur berechnet, sofern der Kartenwechsel vom Karteninhaber verschuldet ist

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EC-Karte eingezogen: Kreditkarte oder Geldziehen im Supermarkt kann aushelfen

Hat der Geldautomat Ihre Girocard eingezogen und rückt sie nicht wieder heraus, kann das Geldziehen mit Kreditkarte eine echte Alternative sein. Allerdings sollten dafür keine Gebühren anfallen. Innerhalb der Eurozone berechnet zum Beispiel die Kreditkarte der Volkswagenbank keine Gebühren beim Geldabheben – die Kreditkarten von DKBMeine Bank oder Consorsbank (Visa Card Gold)verzichten darauf zusätzlich auch im außereuropäischen Ausland.

Eine weitere Möglichkeit ist notfalls auch die Bargeldmitnahme im Supermarkt oder im Einzelhandel. Beispielsweise bieten ING, C24, N26, Tomorrow und Comdirect bei ihren Partnern das Bargeldabheben im Einzelhandel via Smartphone über die Banking App. Erfahren Sie mehr hierzu in unserem Ratgeber!

Mehr zu kostenlosen Kreditkarten und mit welchen Karten Sie weltweit gratis Geld abheben können, erfahren Sie in einem weiteren Ratgeber auf biallo.de.

Biallo-Tipp:

Sie sind noch auf der Suche nach dem passenden Girokonto? In unserem  Girokonto-Vergleich werden Sie sicher fündig. Nach wie vor gibt es noch einige kostenlose Girokonten. Welche das sind, zeigt Ihnen unser Ratgeber.

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Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 10.000,00€, Laufzeit: ohne Bindung, Bonitätsbewertung: mind. gute Sicherheit, Staat: alle Länder, Kundenkreis: alle Angebote. Die Sortierung erfolgt nach der Höhe des Zinsertrags. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar. Weitere Details zu Rankingfaktoren.
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3
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2,50 %

4,7 / 5

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand: 22.03.2023
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Über die Autorin Stefanie Engelmann

An der Universität Gießen studierte sie „Moderne Fremdsprachen, Kulturen und Wirtschaft“ mit Diplom in den Fächern Englisch, Spanisch und Betriebswirtschaftslehre (BWL). Dabei erwarb sie fachsprachliches Ausdrucksvermögen und wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse, die sie in ihrem Berufsleben anwenden und weiter ausbauen konnte. Ihre berufliche Stationen lagen im Bereich Marketing & Kommunikation eines japanischen Druckerherstellers und im Ident & Research einer Personal- und Unternehmensberatung. Für ein IT-Unternehmen schrieb sie Anwenderberichte und Presseinformationen zu Softwarelösungen für Wissenschaft und Technik. Seit Anfang 2019 verstärkt Stefanie die Redaktion von Biallo & Team als Online-Redakteurin und schreibt vorwiegend für unsere Kategorien Immobilie, Konto, Recht & Steuer. Dabei ist sie stets auf der Suche nach verbraucherorientierten Themen.

Co-Autoren:
  Max Geißler
  Timo Kohlhaase
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