Depot Vergleich: Die besten Online-Broker im Vergleich | 2020 - Biallo.de
 

Depot-Vergleich: So finden Sie das richtige Wertpapierdepot

  • Ein Wertpapierdepot bildet die Grundlage für das Sparen mit Wertpapieren wie Aktien, Fonds und ETFs.
  • Online-Depots sind in der Regel günstiger als das Depot in der Bankfiliale. Außerdem können Anleger schneller, flexibler und bequemer Wertpapiere handeln.
  • Die Preise für den Handel und die Verwahrung von Wertpapieren sind sehr unterschiedlich. Der kostenlose Depot-Vergleich von biallo.de hilft Ihnen, ein preiswertes Wertpapierdepot für Ihre Anlagewünsche zu finden.

Warum benötigen Anleger ein Wertpapierdepot?

Um an der Börse anlegen zu können, benötigen Sie ein Wertpapierdepot bei einer Bank oder einem Broker. Das Depot bildet die Grundlage für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und dient als Verwahrstelle für die erworbenen Wertpapiere. Das bedeutet, alle Aktien, Zertifikate, Fondsanteile oder ETFs, die Sie kaufen, wandern in Form einer Wertgutschrift in Ihr Depot. Veräußern Sie ein Wertpapier, wird es aus dem Depot gelöscht und der Verkaufserlös Ihrem Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Wie funktioniert ein Wertpapierdepot?

Die meisten Depots werden heute im Rahmen des Onlinebankings geführt. Internet-Depots haben viele Vorteile: Anleger kommen schnell und ohne Umweg über einen Bankberater an die gewünschten Wertpapier-Informationen, können zeitnah die Wertentwicklung ihrer Titel verfolgen und eigenständig an der Börse handeln. Außerdem sind Online-Depots in der Regel preiswerter als Aktiendepots in der Bankfiliale.

Ein Wertpapierdepot ist einfach aufgebaut: Nach dem Einloggen mit den persönlichen Zugangsdaten gelangen Sie in den virtuellen Depot-Raum. Dort können Sie über die Suchfunktion nach Wertpapieren suchen und zugleich wichtige Informationen zum gewünschten Wertpapier finden, beispielsweise die Stammdaten einer Aktie, aktuelle Kursinformationen, Wertentwicklungs-Analysen, Geschäftsberichte oder Firmen- und Fondsporträts. Charts und aktuelle Nachrichten rund um den gesuchten Titel runden das Informationsangebot ab.

Zu jedem Wertpapierdepot gehört auch ein Verrechnungs- oder Depotkonto, auf dem das Anlagekapital gespeichert ist und auf das die Verkaufserlöse sowie Dividenden und Fondserträge fließen. Anleger sehen hier auf einen Blick, wie viel Geld ihnen für Transaktionen zur Verfügung steht.

Haben Sie sich für ein bestimmtes Wertpapier entschieden, erfolgt in einem zweiten Schritt der Kauf des Titels. Wie dies innerhalb des Wertpapierdepots konkret vonstattengeht, erfahren Sie weiter unten.

So einfach geht der Depot-Vergleich

Um ein passendes Depot zu finden, nutzen Sie am besten unseren praktischen Wertpapierdepot-Vergleich. Vor der Eingabe Ihrer Präferenzen sollten Sie Ihr Nutzerprofil bestimmen. Überlegen Sie sich, welche Art von Wertpapieren Sie wo handeln wollen, wie hoch Ihre Ordervolumen gewöhnlich sind, und wie oft im Jahr Sie traden.

Der Depot-Vergleich von biallo.de berücksichtigt sämtliche relevanten Aspekte wie Kosten, Orderzahl, Anzahl der Sparpläne oder Handelsplätze. Mit nur wenigen Klicks erhalten Sie eine Übersicht über Depots, die zu Ihren Anlagepräferenzen passen.

In sech Schritten zum passenden Depot:

  1. Geben Sie im entsprechenden Feld des Depot-Vergleichs Ihr durchschnittliches Ordervolumen an.
  2. Wählen Sie aus, wie viele Order pro Jahr Sie gerne durchführen möchten.
  3. Klicken Sie aus dem Drop-Down-Menü den gewünschten Anteil der Online-Aufträge an.
  4. Tragen Sie ein, mit welchem Depotvolumen Sie im Schnitt rechnen.
  5. Falls Sie nur an einer bestimmten Börse handeln wollen, so geben Sie dies unter dem Button "Börse" an.
  6. Klicken Sie nun auf "Depot vergleichen" und sehen Sie das Ergebnis.


Der Depot-Vergleich zeigt eine Übersicht mit optimal zugeschnittenen Online-Wertpapierdepots. Entsprechend Ihrer Eingaben sehen Sie, welche Kosten jährlich für das Depot anfallen, wie hoch die Kosten pro Order sind und welche Gesamtkosten sich daraus ergeben. Verändern Sie Ihre Eingaben, passen sich die Ergebnisse entsprechend an.

Der Depot-Vergleich bietet einen optimalen Überblick, welches Depot am besten zu Ihrem Nutzungsverhalten passt. Wichtig sind die Gesamtkosten. Es nützt wenig, wenn eine Bank mit einem kostenlosen Depot wirbt, die Kosten pro Order aber sehr hoch sind. Aktive Trader erleiden in diesem Fall Kostennachteile. Es lohnt sich also, die einzelnen Kostenblöcke genau anzuschauen.

Darauf sollten sie beim Depot Vergleich achten

Sind ein oder mehrere Wertpapierdepots in der engeren Auswahl, sollten Sie einen detaillierten Vergleich von Kosten und Dienstleistungsangeboten vornehmen. Dazu ist es unerlässlich, die Webseiten des Anbieters zu besuchen und die Preise, das Leistungsspektrum sowie die Nebenbedingungen zu prüfen. Achten Sie dabei auf folgende Punkte:

  • Gebühren:

    Wie hoch sind Transaktionsgebühren, Depotführungsgebühr, Limitgebühren, Ausgabeaufschläge? Gibt es dauerhaft rabattierte Fonds?

  • Wertpapierpalette:

    Welche Wertpapierklassen sind handelbar: Aktien, Anleihen, Zertifikate, Optionen, ETFs, Investmentfonds? Gehören ausländische Wertpapiere zum Angebot? Wie sieht es mit bankfremden Produkten aus, zum Beispiel ETFs und Fonds von Konkurrenzanbietern? Gibt es Aktien- und Fondssparpläne? Kann man Vermögenswirksame Leistungen in einem Fondssparplan einzahlen?

  • Wertpapierdienstleistungen:

    Gehören digitale Anlagemöglichkeiten wie Robo-Advisor zum Programm? Besteht die Möglichkeit eines Wertpapierkredits? Wie umfangreich sind die angebotenen Wertpapierinformationen? Kann man kostenlose Musterdepots anlegen? Wie hoch ist die Anzahl der Handelsplätze und kann ich außerbörslich handeln?

  • Einlagensicherung:

    Besteht über die EU-weite Einlagensicherung von 100.000 Euro je Sparer und Bank hinaus weiterer Kapitalschutz, etwa durch die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) oder anderer Bankenverbünde?

  • Service und Beratung:

    Ist eine papierlose Depoteröffnung per Video-Ident möglich? Stellt die Bank moderne Log-In- und Transaktions-Verfahren bereit, zum Beispiel Foto-TAN oder mobil-TAN? Kann ich per Smarthone-App traden und mein Depot verwalten? Hilft mir die Bank beim Depotumzug? Kann ich online einen Freistellungsauftrag für das Depot eröffnen?

  • Kontobedingungen:

    Welches Konto gehört zum Depot: Tagesgeldkonto oder Verrechnungskonto? Zahlt das Verrechnungskonto Zinsen oder erhebt die Bank sogar Negativzinsen? Sind Gemeinschaftskonten oder Depots für Kinder möglich? Ergänzen weitere Produkte oder Bankdienstleistungen das Depotspektrum, etwa Verbraucherdarlehen, Festgeld oder Tagesgeld sowie Altersvorsorgeprodukte?

Broker-Vergleich: Die besten Broker für unterschiedliche Tradingverhalten

Bei der Suche nach einem passenden Wertpapierdepot kommt es neben den Depotkosten vor allem auf das Tradingverhalten des Anlegers an. Je aktiver ein Anleger, desto stärker sollte er auf günstige Orderkosten achten. Dabei ist neben der Orderhäufigkeit auch die Ordergröße entscheidend. Viele Onlinebroker berechnen nämlich je nach Ordergröße sehr unterschiedliche Preise. Daher kann es sein, dass ein Onlinebroker, der für kleine Ordervolumen gut geeignet ist, nicht unbedingt für größere Orders empfehlenswert ist. Teilweise sind Mindest- und Höchstprovisionen gesetzt.

Handeln Sie nur gelegentlich mit Wertpapieren, sollten Sie vor allem auf die Depotkosten achten. Wenig-Trader fahren mit kostenlosen Depots, wie sie Consorsbank, DKB, ING oder Trade Republik anbieten, am besten. Manchmal ist die kostenlose Depotführung an bestimmte Bedingungen geknüpft, etwa eine Transaktion im Quartal, die Nutzung des Girokontos oder das Investieren per Sparplan. Dann muss man schauen, ob dies der vorgesehenen Nutzung entgegenkommt oder nicht. Vorsicht ist geboten, wenn für Guthaben auf dem Depot-Verrechnungskonto Negativzinsen zu zahlen sind, wie dies etwa bei den Smartbrokern Justtrade oder Flatex der Fall ist. Dann kann das Halten einer Cashquote teuer werden.

Nicht zuletzt unterscheiden sich alle Broker im Leistungsumfang. Dazu gehört zum Beispiel, ob die favorisierten Wertpapiere über den gewünschten Onlinebroker überhaupt handelbar sind und welche Handelsplätze zur Verfügung stehen. ETF-Anleger werden sich zum Auf- oder Ausbau ihres ETF-Portfolios besonders für Trading-Aktionen und die Anzahl der verfügbaren Sparpläne interessieren. Andere Börsianer kaufen lieber Einzelwerte und wollen dabei auch auf ausländische Börsenplätze zurückgreifen können. Im Endeffekt offeriert jeder Anbieter seine eigene Tarifstruktur und sein eigenes Leistungsspektrum, was einen detaillierten Angebotsvergleich unumgänglich macht. Wer sich mit den Angeboten beschäftigt, wird aber in jedem Fall einen Broker finden, der optimal seinen Wünschen und Bedürfnissen entspricht.

Die besten Broker für Einsteiger und Wenig-Trader:

Wertpapiersparer, die sich neu mit der Börsenmaterie beschäftigen oder die wenig traden, benötigen ein einfach aufgebautes und leicht zu bedienendes Depot. Daneben sollten möglichst viele Basisinformationen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten bereitstehen. Exotische Wertpapiere oder gehebelte Finanzprodukte müssen nicht zur Angebotspalette gehören. Vorausgesetzt, die Online-Konditionen können überzeugen, dürfte in vielen Fällen das Online-Depot der Hausbank eine gute Wahl sein. Praktisch jede Filialbank, Sparkasse oder Volks- und Raiffeisenbank hält heute ein entsprechendes Angebot bereit. Oft wird dort zwischen Einsteiger- und Profidepot unterschieden.

Die besten Allround-Broker:

Wertpapierdepots für unterschiedlichste Wünsche bieten vor allem klassische Direktbanken wie Consorsbank, Comdirect, ING und S-Broker. Die Online-Töchter der Großbanken ING, Commerzbank, BNP Paribas sowie der Sparkassen überzeugen sowohl beim Angebot als auch bei den Leistungen und im Bereich Service & Sicherheit. Es gibt eine Vielzahl von Handelsplätzen und außerbörslichen Handel, die Zahl der Aktien- und ETF-Sparpläne ist hoch, und mit tausenden, aktiv verwalteten Fonds bleiben keine Wünsche offen. Der Wertpapierhandel funktioniert einfach und verständlich, der Kundenservice ist rund um die Uhr erreichbar und das Informationsangebot zu Wertpapieren, Analysen und News ist umfangreich. Kunden können kostenlose Musterdepots einrichten und aktuelle Kursstände jederzeit verfolgen. Auch weitere Bankdienstleistungen wie Girokonto, Tagesgeld oder Ratenkredit sind möglich. Lediglich bei den Gebühren sind die Allround-Broker nicht in jedem Fall Spitze. Für Vieltrader sind diese Broker daher nicht immer optimal.

Die besten Broker für Fondssparer:

Für Fondssparer eignen sich insbesondere Onlinebroker, die entweder keine Ausgabeaufschläge für Fonds berechnen oder mit sehr niedrigen Orderkosten beim Fondskauf über die Börse aufwarten. Empfehlenswert sind beispielsweise die Konditionen von Smartbroker. Der Berliner Broker verzichtet bei seinen über 18.000 Fonds komplett auf Ausgabeaufschläge und berechnet auch sonst sehr niedrige pauschale Orderentgelte. Bei Kauf und Verkauf über die Fondsgesellschaft fallen lediglich vier Euro Gebühr an, Fonds-Sparpläne sind komplett von Orderentgelten befreit, das gilt auch für ETF-Sparpläne. Ein ähnliches Gebührenmodell verfolgt Onvista, allerdings ist hier die Auswahl der Fonds deutlich geringer.

Die besten Broker für ETF-Sparer:

Onlinebroker, die auf Indexfonds spezialisiert sind, sollten ein möglichst großes Angebot an ETFs und ETF-Sparplänen vorweisen können. Mit mehr als 1.000 ETF-Sparplänen stechen die Angebote von Scalable und Flatex gegenüber der Konkurrenz heraus. Kunden von Scalable können über 1.300 ETFs kostenlos besparen, bei Flatex sind 250 ETF-Sparpläne gebührenfrei. Allerdings müssen Flatex-Kunden aktuell mit Minuszinsen auf dem Verrechnungskonto rechnen. Eine Vielzahl von ETFs finden sich auch bei DKB und 1822 direkt, wobei die DKB auch bei den Ordergebühren und dem kostenlosen Wertpapierdepot überzeugen kann.

Die besten Broker für Vieltrader:

Wer häufig ordert, für den sind niedrige Transaktionskosten das A und O. Besonders günstig kommen Anleger bei Trade Republik und Smartbroker weg. Der Berliner Smartphone-Broker Trade Republik ermöglicht Aktien, Derivate und ETFs provisionsfrei an der Börse zu handeln. Für die Abwicklung fällt nur eine Fremdkostenpauschale von einem Euro an. Mehr als 1.300 Aktien und ETFs sind dauerhaft kostenfrei besparbar, ebenso über 40.000 Optionsscheine und Zertifikate. Smartbroker überzeugt mit kostenloser Odermöglichkeit für Aktien, Fonds, ETFs und Anleihen bei festgelegten Premiumpartnern. Bei allen weiteren deutschen Börsenplätzen kosten kleine Orders unter 500 Euro nur vier Euro pro Trade. Auch ein günstiger Wertpapierkredit steht zur Verfügung.

Die besten Broker für Kryptowährungen:

Wer Kryptowährungen handeln möchte, der ist beim Online-Broker JustTrade gut aufgehoben. Das Angebot umfasst Aktien, ETFs, ETCs, Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte bei mehreren Handelspartnern und Börsen. Auch fünf beliebte Kryptowährungen stehen zur Auswahl: Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple und Bitcoin Cash. Kunden handeln ohne Orderprovision, ohne Fremdkostenpauschale und zahlen auch keine Depotgebühren. Bei Kryptowährungen beträgt der Minimum-Spread lediglich 0,30 Prozent anteilig für Kauf/Verkauf.

Vorteile und Nachteile von Online-Depots

Online-Depots bieten gegenüber traditionellen Aktiendepots zahlreiche Vorteile: Sie sind unkompliziert zu eröffnen, leicht zu verwalten und bieten eine große Auswahl an Informationen und Funktionen. Online-Depots kosten in der Regel weniger als Filialdepots, zudem entfallen zeitaufwendige Besuche in der Bankfiliale. Das Online-Depot ist 24 Stunden am Tag erreichbar.

Auf der anderen Seite tragen Online-Anleger die alleinige Verantwortung für ihr Depot. Sie erarbeiten ihre Anlagestrategie selbstständig und führen ihre Anlageentscheidungen eigenhändig aus. Der Kauf und Verkauf von Wertpapieren geschieht in Eigeninitiative, Beratungs- und Informationsmöglichkeiten bestehen nur eingeschränkt via Internet. Insoweit genießen Online-Anleger weniger Unterstützung und sind mehr auf sich gestellt als Filial-Anleger.

Vor- und Nachteile von Online-Depots


Vorteile

Nachteile

Schnelle Depoteröffnung via Internet

Software und Depotführung müssen selbst erlernt werden

Viele Wertpapierinformationen, aktuelle Kurse

Anlageentscheidungen liegen in Eigenverantwortung

Große Wertpapierauswahl

Keine direkte persönliche Beratungsmöglichkeit

Günstige Ordergebühren, häufig kostenfreie Wertpapieraktionen

 

Kostenfreie Depotführung möglich

 

Flexibles Handeln auch außerhalb der Banköffnungszeiten

 

Keine Bankbesuche nötig

 

Nutzung auf verschiedenen Endgeräten möglich

 

Wie eröffnet man ein Online-Depot?

Haben Sie sich für ein Wertpapierdepot entschieden, müssen Sie einen Antrag auf Eröffnung eines Depots stellen. Dies geschieht entweder online mittels Video-Identifikation oder klassisch über Papierformulare und Post-Identifikation.

Depoteröffnung mit Post-Ident

Diese Antragsform ist zwar nicht mehr zeitgemäß, aber bei vielen Onlinebrokern noch möglich. Die Antragsformulare finden Sie auf der Webseite des gewünschten Anbieters. Sie können sich die Dokumente entweder selbst ausdrucken oder kostenlos von der Bank zuschicken lassen. Als erstes tragen Sie Ihre persönlichen Daten ein, also Anschrift, Geburtstag, E-Mail-Adresse, Telefonnummer und geben Ihre Bankverbindung an. Befindet sich das Depot bei einer Vollbank, zum Beispiel einer Filial- oder Direktbank, besteht die Möglichkeit eine neue, eigenständige Bankverbindung mit Girokonto etc. zu eröffnen. Reine Onlinebroker wie Onvista, Smartbroker oder Trade Republik, die kein Girokonto anbieten, benötigen für die Geschäftsverbindung eine Bankverbindung zu Ihrer Hausbank.

Darüber hinaus verlangt der Onlinebroker eine schriftliche Selbstauskunft über Ihre Wertpapiererfahrung. Damit möchte er feststellen, ob Sie schon einmal mit Aktien, Fonds oder ETFs gehandelt haben und welche Risiken Sie bei der Geldanlage eingehen wollen. Banken und Onlinebroker sind zu diesen Fragen verpflichtet, weil der Gesetzgeber verhindern will, dass unerfahrene Anleger für sie ungeeignete Finanzprodukte erwerben. Füllen Sie die Selbstauskunft nicht aus, kann der Broker Sie von bestimmten Wertpapiergeschäften ausschließen, insbesondere von hochriskanten Produkten wie Optionsscheinen, Hebelzertifikaten etc.

Sind alle Papiere korrekt ausgefüllt und unterschrieben, erfolgt der Gang zu einer Poststelle. Dies ist notwendig, damit ein autorisierter Postmitarbeiter bestätigen kann, dass die Unterlagen auch tatsächlich von Ihnen stammen. Dazu wirft der Angestellte einen Blick auf Ihren Ausweis und kontrolliert die Identität. Anschließend leitet er Ihren Antrag an den Wertpapierbroker weiter. Nach dem "Post-Ident" dauert es einige Tage, und Sie erhalten – wiederum per Post – die Unterlagen für die Aktivierung Ihres Online-Depots. Die Zugangsdaten kommen aus Sicherheitsgründen in einem separaten Briefumschlag. Mit den Zugangsdaten können Sie Ihr Online-Depot einrichten.

Depoteröffnung via Video-Ident:

Die meisten Internetbanken und Onlinebroker ermöglichen heute das Video-Ident-Verfahren. Voraussetzung für die Durchführung der Online-Identifizierung sind ein Internetanschluss, ein Computer, Tablet oder Smartphone sowie eine Webcam. Als erstes gehen Sie auf die Webseiten des Anbieters und füllen die im Netz bereitgestellten Formulare aus. Der Onlineantrag muss nicht unterschrieben werden. Anschließend senden Sie die digitalen Dokumente an die Bank bzw. den Broker.

Nach dem Absenden starten Sie einen Video-Anruf zum Onlinebroker, ein entsprechender Link steht auf der Anbieterseite bereit. Steht die Verbindung, werden Sie als erstes von dem Mitarbeiter aufgefordert, sich zu identifizieren. Dazu halten Sie die Vorder- und Rückseite Ihres gültigen Personalausweises oder Reisepasses vor die Webcam und bewegen das Dokument hin und her. Durch die Bewegung kann der Mitarbeiter die Sicherheitsmerkmale wie etwa das Hologramm prüfen. Zudem werden Fotos angefertigt und die Ausweisnummer erfasst. Um die Identitätsprüfung abzuschließen, erhält der Antragsteller per E-Mail oder SMS eine TAN zugesendet, die in einem dafür vorgesehenen Formular eingetragen wird – damit ist die Legitimation beendet.

Die Vorteile des Video-Ident-Verfahrens liegen auf der Hand: Die Depoteröffnung dauert nur wenige Minuten und ist auch am Wochenende möglich – bei manchen Banken sogar rund um die Uhr. Der Weg zur Postfiliale ist nicht notwendig.

Wie kauft man Wertpapiere im Depot?

Strategie und Risikoneigung festlegen

Nach der Depoteröffnung stellt sich die Frage: Wie kaufe ich eigentlich eine Aktie oder einen Fonds? Bevor diese Frage beantwortet wird, sollten Sie zunächst klären, welche Strategie, welches Anlageziel Sie verfolgen. Möchten Sie eher kurzfristig anlegen oder langfristig für die Altersvorsorge sparen? Bei kurzfristigen Investments empfehlen sich weniger schwankungsintensive Wertpapiere, denn auf kurze Sicht können Kursverluste oft nur schwer wieder ausgeglichen werden.

Eine zweite Frage ist: Welches Risiko sind Sie bereit einzugehen? Aktien und Aktienfonds besitzen nicht nur hohes Renditepotenzial, auch das Verlustrisiko ist entsprechend groß. Welche Wertpapiere geeignet sind, hängt daher maßgeblich von der eigenen Risikoneigung ab. Sicherheitsorientierte Anleger können eher mit schwankungsarmen Wertpapieren wie Anleihen oder Rentenfonds ruhig schlafen, offensive Anleger mit größerer Risikobereitschaft leben auch mit hohen Kursausschlägen von Aktienfonds und Einzelaktien gut.

Tipp: Risiken lassen sich nicht nur durch die Investition in eine bestimmte Anlageklasse mindern, sondern vor allem durch Diversifikation. Gemeint ist damit die breite Streuung von Aktien und anderen Wertpapieren über verschiedene Branchen, Länder und Regionen hinweg. Besteht Ihr Depot aus vielen Wertpapieren, können Verluste einzelner Titel durch Gewinne anderer Titel ausgeglichen werden.

Wichtig: Setzen Sie niemals alles auf eine Karte – das Risiko ist einfach zu groß. Starten Sie mit überschaubaren Beträgen, damit ein eventueller Verlust nicht so weh tut.

Das richtige Wertpapier finden

Haben Sie sich entschieden, wie Sie Ihr Depot bestücken wollen, geht es an die Suche nach dem passenden Wertpapier. Nach Ansicht von Experten genügen für ein gut diversifiziertes Aktiendepot zehn bis 15 verschiedene Aktien. Ein Fondsdepot kann bereits mit drei bis fünf Fonds gut aufgestellt sein. Vor dem Wertpapierkauf steht die Recherche. Informieren Sie sich über die geschäftlichen Aussichten der gesuchten Aktiengesellschaft bzw. der Branche oder des Fonds.

Wurden ausreichend Gewinne erzielt, wie sind die Chancen in der Zukunft? Verstehe ich das Geschäftsmodell des Unternehmens, wie riskant ist diese Branche? Wie hoch notiert das Papier, ist der Aktien- oder Fondskurs überteuert? Was sagen Analysten, empfehlen sie mehrheitlich das Papier zum Kauf? Jeder Wertpapierbroker stellt auf seinen Seiten ein umfangreiches Informationsangebot bereit.

Tipp: Sind Sie unsicher, welches Aktien- oder Fondsportfolio das Richtige ist, können Sie Ihre Anlagestrategie kostenlos testen. Legen Sie dazu ein Musterdepot mit Ihren Favoriten an und beobachten Sie für einige Zeit die Wertentwicklung der Titel.

Den richtigen Handelsplatz finden

Haben Sie Ihre Anlagestrategie definiert und sich für eine Aktie oder den Kauf eines anderen Wertpapiers entschieden, suchen Sie in der Handelsmaske des Brokers anhand der Wertpapierkennnummer (WKN oder ISIN) den betreffenden Titel. Anschließend geben Sie die Stückzahl ein, also wie viele Papiere Sie kaufen möchten, legen fest, ob Sie mit einem Preislimit oder "bestens" kaufen wollen, und entscheiden sich für einen Handelsplatz.

In Deutschland stehen unterschiedliche Börsen zur Verfügung, etwa Frankfurt, Stuttgart, Hamburg oder München. Möglich sind auch computergesteuerte Handelssysteme wie XETRA oder Gettex. Eine weitere Erwerbsform ist der außerbörsliche Direkthandel, zum Beispiel über Händler wie Lang & Schwarz, Tradegate oder Baader Bank. Hier zahlen Sie weder Börsengebühren noch Maklercourtage, außerdem wird Ihre Order in einem Stück ausgeführt. Anders als beim Börsenhandel, bei dem Teilausführungen möglich sind, zahlen Sie beim Direkthandel also für dieselbe Order nicht mehrfach. Welche Ordervariante unterm Strich die preiswerteste ist, ermitteln Sie, indem Sie mehrere Preisanfragen stellen und dabei die Kosten und Nebenkosten sowie die Kurse verschiedener Händler vergleichen.

Tipp: Möchten Sie einen weniger gefragten Titel kaufen, empfiehlt es sich, auf einen Börsenplatz zu achten, an dem das Papier rege gehandelt wird. Die höhere Nachfrage sichert einen marktgerechten Preis.

Order verfolgen, Wertpapierkauf prüfen

Ob Ihre Order ausgeführt wurde, sehen Sie im sogenannten Orderbuch. Dort sind alle Wertpapiere aufgelistet, die Sie bereits gekauft haben. Verzögert sich die Auftragsausführung, wird Ihre Order als "offen" angezeigt. Ursache hierfür kann zum Beispiel ein zu tief angesetztes Kauflimit sein und der Wertpapierpreis liegt inzwischen über dem Limit, oder weil nicht genügend Papiere zum Erwerb vorhanden sind.

Die Wertpapierabrechnung erhalten Sie in der Regel ein bis zwei Tage nach Orderausführung in Ihrem Online-Posteingang. Sie enthält alle Details zum Kauf oder Verkauf inklusive Kosten. Nach dem Kauf wird die Aktie oder der Fonds in Ihr Wertpapierdepot gebucht. Sie können nun die weitere Wertentwicklung direkt in Ihrem Depot verfolgen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de

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