Festgeld

  • Fast 100 Angebote im Vergleich
  • Bis aktuell 2% Zinsen
  • Min. 100.000 € Einlagensicherung + Bonitätsbewertung durch Standard & Poor's
Horst Biallo
Horst Biallo
Sichern Sie sich Zinsen über mehrere Monate und bleiben Sie dabei flexibel

Rund sechs Billionen Euro haben Sparer auf der hohen Kante. Ein Großteil davon liegt auf Festgeldkonten. Kein Wunder, denn Festgeld, auch Termingeld genannt, zählt zu den sichersten Anlageformen überhaupt und damit zu den beliebtesten Formen der Geldanlage in Deutschland.

Was ist Festgeld eigentlich?

Festgeld ist ein Geldanlage-Produkt, bei dem der Anleger sein Geld über einen vereinbarten Zeitraum bei der Bank deponiert. Diese verzinst die Einlage auf dem Konto zu dem vorher vereinbarten Zinssatz. Und dies ganz egal, wie groß die Marktschwankungen an der Zinsfront zwischenzeitlich ausfallen.

Während der Vertragslaufzeit kommt der Anleger an sein Geld üblicherweise nicht heran. Eine vorzeitige Rückzahlung sieht die Mehrzahl der Banken nicht vor. Allein für Härtefälle gibt es eine allgemeine Ausnahmeregelung. Nicht auf dem Konto landen sollten daher Ersparnisse, auf die man kurzfristig angewiesen sein könnte. Was Festgeld attraktiv macht: Die im Vergleich zum Tagesgeld geringere Flexibilität versüßen Geldhäuser mit höheren Festgeldzinsen.

Diese Vor- und Nachteile bietet Festgeld

Tagesgeld oder Festgeld: Die richtige Wahl

Das Kapital ist sicher, Zinsen sind garantiert - das gilt für Festgeld wie für Tagesgeld. In erster Linie zu klären bei der Wahl der Anlageform ist: Wie schnell muss das Guthaben unter Umständen verfügbar sein? Das sind die wichtigsten Anlagemerkmale:

Tagesgeld

Festgeld

Anleger können das Geld von einen auf den anderen Tag ganz oder teilweise abrufen

Anleger können während der Vertragslaufzeit nicht über das Geld verfügen

Zinssatz kann variieren

Zinssatz ist festgeschrieben

Niedrigerer Zinssatz

Höherer Zinssatz (bei Laufzeiten ab einem Jahr)

Kapitalschutz des Anlagebetrags durch Einlagensicherung

Kapitalschutz des Anlagebetrags durch Einlagensicherung

So sicher ist Festgeld

Bis dato gibt es in Europa keinen gemeinsamen Finanztopf, aus dem Sparer ihr Geld zurückerhalten, wenn eine Bank pleitegeht. Die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Einlagensicherung ist den Mitgliedstaaten überlassen. Nicht alle sind mit ihrem gesetzlichen Einlagensicherungssystem gleich weit.

Das bedeutet: Sollte in einem Nachzügler-Land Geldhäuser kollabieren, könnte einige Zeit verstreichen, bis Kunden entschädigt sind. Je geringer die Kreditwürdigkeit eines Landes, umso eher klemmt womöglich das Einlagensicherungssystem. Grundsätzlich sind Guthaben bis 100.000 Euro pro Person auf Fest-, Tagesgeld- und Girokonten EU-weit abgesichert. Bei Gemeinschafskonten steigt die Summe auf 200.000 Euro. Das sollten Sie beachten, bevor Sie irgendwo ein Konto eröffnen.

In Deutschland haben Privatbanken, Genossenschaftsinstitute, Sparkassen und öffentliche Banken jeweils eigene Systeme zur Absicherung der Kundengelder aufgebaut. Private Kreditinstitute können sich auf die "Entschädigungseinrichtung deutscher Banken” (EdB) stützen. Zusätzlich zu dieser gesetzlichen Einlagensicherung gibt es den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken, in viele der Geldhäuser einzahlen. Öffentliche Banken wie die Investitionsbanken haben eine Absicherung über die Entschädigungseinrichtung ihres Bundesverbandes ab (EdÖ). Als zweites Polster neben der gesetzlichen Absicherung haben auch sie einen freiwilligen Einlagensicherungsfonds. Sparkassen stützen sich gegenseitig im Haftungsverbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Ähnlich halten es die genossenschaftlichen Institute auf der Basis einer Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken.

So sicher ist ein Festgeldkonto im EU-Ausland

Besser verzinst als in Deutschland wird Festgeld und andere Formen der Geldanlage häufig von Banken im EU-Ausland. Dort gelten auch andere Regeln in der Absicherung. Der neue Festgeld-Vergleich von biallo.de bildet in Zusammenarbeit mit den Zinsportalen Savedo und Weltsparen die Konditionen einer Reihe solcher ausländischer Anbieter ab. Reicht im Krisenfall das nationale Sicherungssystem von Banken nicht aus, bleibt als letzte Stütze der Staat. Doch wie steht es um dessen Finanzkraft? Hat das Einfluss auf die Absicherung?

Ein Anhaltspunkt dafür liefern große Ratingagenturen wie Standard and Poor’s, Fitch und Moody‘s. Biallo.de zieht für den Festgeld-Vergleich die Länder-Rating's von Standard und Poor’s heran. Die höchste Bonitätsstufe "AAA” haben Länder wie Länder wie Deutschland, Luxemburg, Schweden und die Niederlande. Zum Vergleich: Kroatien, Portugal, Bulgarien und Zypern sind mit einem Länder-Rating von "BB” beziehungswiese "BB+” bewertet, die Sicherheit von Geldanlagen dort gilt als riskant. Wollen Sie dort ein Konto eröffnen, sollten Sie nur einen kleinen Teil seiner Geldanlage dort investieren. Sie sollten sich nicht vom tollsten Zins-Angebot blenden lassen.

Wechselkurse bei Fremdwährungen

Neun EU-Staaten gehören nicht der Euro-Zone an. Festgeldkonten sind in der jeweiligen Landeswährung zu eröffnen. Das heißt, Sparer aus Deutschland gehen ein Wechselkurs-Risiko ein. Verliert etwa der bulgarischen Lew, polnische Zloty oder das britische Pfund während des Anlagezeitraums an Wert, mindert das die Rendite. Mögliche Fremdwährungseffekte gilt es, auch im Hinblick auf die EU-weite gesetzliche Einlagensicherung zu bedenken.

So klappt die Kontoeröffnung

Wer ein Festgeldkonto anlegen will, dem stehen verschiedene Wege offen. Nach wie vor nutzen viele Sparer das traditionelle Postident-Verfahren: Der neue Kunde lädt sich erforderlichen Unterlagen von der Website der Bank herunter oder lässt sie sich schicken. Er füllt sie aus schickt sie per Post zurück. Wichtig: Unter den Unterlagen ist ein Postident-Coupon. Der Coupon dient zusammen mit dem Personalausweis oder Reisepass, der in Postfiliale vorgelegt werden muss, der Identifizierung des Antragstellers. Hintergrund ist das Geldwäschegesetz. Danach muss sich jeder, der ein Konto eröffnet, gegenüber der Bank ausweisen.

Schneller funktioniert es mit dem Video-Ident-Verfahren. Dazu benötigt man Computer mit Webcam oder ein Smartphone mit guter Kamera. Zuerst füllt man online die Antragsformulare aus, danach wird man auf eine Interseite eines Dienstleisters der Bank umgeleitet, wo die Identifikation per Video-Chat erfolgt. Man zeigt dem Gesprächspartner die Vorder- und Rückseite des Ausweises. Davon macht er einen Screenshot und speichert ihn zusammen mit Ihrem Portrait.

Achtung: PeP oder Facta?

Die Geldwäschegesetzt bringt es mit sich, dass Banken von Ihnen wissen wollen, ob Sie eine "PeP” sind – eine politisch exponierte Person. Wenn Sie mit Ja antworten, sind Sie in den Augen der Bundesfinanzaufsicht, Bafin, korruptionsgefährdet. Ihr Konto wird dann möglicherweise genauer beäugt. Das ist auch der Fall, wenn Sie die Facta-Frage bejahen. Das Kürzel steht für Foreign Account Tax Compliance Act, ein US-Gesetz gegen Steuerflucht. Deutsche Banken müssen Daten von Kunden, die in USA steuerpflichtig sind, an die Behörden dort übermitteln.

Laufzeit und Anlagebetrag: Das empfiehlt Biallo

Kommt die Zinswende nächstes Jahr? Oder dauert es noch länger, bis die Null der Vergangenheit angehört? Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) geht davon aus, dass die Leitzinsen "weit über den Zeithorizont” des Anleihekaufprogramms hinaus auf ihrem aktuellen Niveau verharren. Unklar ist, wann die EZB das Billionenschwere Programm beendet. Dass das noch in diesem Jahr passiert, gilt als wahrscheinlich. Die EZB hat zumindest das Ende des Milliarden-schweren Anleihekaufs beschlossen. Doch es gibt erhebliche Unwägbarkeiten wie die Entwicklung in Italien.

Wer jetzt mit frischem Kapital ein Festgeldkonto eröffnen will, sollte deshalb eher keine Laufzeiten wählen, die deutlich über zwei oder drei Jahre hinausreichen. Dies zumal die Zinsofferten dann nicht wesentlich besser sind. Einen hohen Anlagebetrag könnten Sie auch auf mehrere Laufzeiten aufteilen. Suchen Sie sich zur Not von mehreren Banken das beste Angebot. Der Anlagebetrag sollte die gesetzliche Einlagensicherung niemals überschreiten. Höhere Guthaben als 100.000 Euro sollten Sie aufstückeln und auf mehrere Konten verteilen. Und achten Sie darauf, ob die Zinsen auch verzinst werden, so dass Sie einen Zinseszinseffekt haben. Das sind die Banken, die bei mehreren Jahren der Geldanlage am Ende eines jeden Jahres Zinsen zahlen und nicht nur einmal am ganz Ende der Laufzeit. Und geben Sie sich nur mit einem Top-Festgeldkonto aus unserem Vergleich zufrieden.

Achtung beim Laufzeit-Ende

Die meisten Kreditinstitute lösen das Festgeldkonto nicht von selber auf, sondern schreiben eine Kündigung vor. Nur so kommt man an seine Geldanlage und Zinszahlung. Erfolgt die Kündigung nicht, verlängern sie die Geldanlage automatisch um die bisherige Laufzeit. Den Zins passen sie an die dann aktuellen Gegebenheiten an. Ein vergleichsweise rentables Festgeld kann sich so über Nacht in eine maue Anlage verwandeln, sollte der Zins gefallen sein. Ärgerlich vor allem, wenn sich der Durchhänger durch "Zinshopping” zu einem anderen Anbietern hätte vermeiden lassen.

Tipp

Manche Banken ermöglichen, bereits bei der Kontoeröffnung die automatische Laufzeit-Verlängerung auszuschließen. Und das unabhängig vom Anlagebetrag auf dem Konto. Oft ist eine Kündigung einfach per Online-Banking möglich. Um keine Frist zu versäumen, sollten Sie stets bei Einschreiben gleich nach Eröffnung des Kontos wieder zum Laufzeitende kündigen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Diese Anbieter empfiehlt Biallo

Anlegern, die großen Wert auf die Sicherheit des Anlagebetrags legen, rät Biallo, ein Festgeld-Konto einer Bank aus einem Land mit "AAA”-Rating, das beste Länder-rating, wie beispielsweise Deutschland und Luxemburg zu eröffnen. Die Mehrheit der Geldhäuser, die überdurchschnittliche Zinsen auf dem Konto bieten, hat ein deutlich niedrigeres Rating, nicht wenige aber schneiden passabel ab. Wir finden, dass es bei der Geldanlage ein guter Mix aus Sicherheit und Top-Zinsen sein sollte.

Das spielt sich auch in unserer Bewertung, sprich in unserem Festgeld Test, wieder. Alle unsere Empfehlungen müssen daher mindestens ein Standard & Poor's Länderrating von AA- haben. Dies bedeutet, dass die Angebote eine hohe Sicherheit bieten im Falle einer Bankenpleite. Hier entsprechend unsere Empfehlungen:

Bei einer Laufzeit von 6 Monaten

  • Zins: 0,55%

  • S&P Länderrating: AA+ (hohe Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 1.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 0,61%

  • S&P Länderrating: AA (hohe Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 5.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 0,95%

  • S&P Länderrating: A- (gute Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 1,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen

Bei einer Laufzeit von 12 Monaten

  • Zins: 0,75%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 1.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 0,75%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 5.000,00€ 
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 1,20%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 10.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen

Bei einer Laufzeit von 24 Monaten

  • Zins: 1,35%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 10.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 0,85%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 1.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 1,10%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 2.500,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen

Für besonders sicherheitsorientierte Anleger

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Zins: 1,20%

  • Mindestanlagebetrag: 10.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Zins: 0,75%

  • Mindestanlagebetrag: 5.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Zins: 0,75%

  • Mindestanlagebetrag: 1.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen

Für Anleger denen nur der Zins wichtig ist

  • Zins: 1,20%

  • S&P Länderrating: AAA (höchste Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 10.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 1,16%

  • S&P Länderrating: BBB- (gute Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 1,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen
  • Zins: 1,05%

  • S&P Länderrating: A- (gute Sicherheit)

  • Mindestanlagebetrag: 2.000,00€
  • Direktabschluss möglich
  • Abschluss über Zinspilot
  • Abschluss über Weltsparen

Festgeldkonto und Steuern

Zinsen und Zinseszins auf Festgeld sind wie die meisten Geldanlagen Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungssteuer. Hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Abgeltungssteuer auf die Geldanlage führen die Banken direkt ans Finanzamt ab.

Nicht besteuert werden Kapitaleinkünfte bis zu einer Höhe von 801 Euro im Jahr je Sparer. Ein doppelt so hoher "Sparerpauschbetrag” gilt bei der gemeinsamen Veranlagung von Ehepaaren. Voraussetzung ist, dass Anleger der Bank einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen. Den Freistellungsauftrag kann man entweder auf der Website der Bank oder per Post angelegt beziehungsweise ändern.

Wer verschiedene Sparkonten bei mehreren Banken eröffnnen will,, kann den Freistellungsauftrag aufteilen. Gesamteinkünfte unter 8.472 Euro sind steuerfrei. Liegen die Einkünfte unter dieser Grenze, können Sparer beim Finanzamt eine "Nichtveranlagungsbescheinigung" beantragen und erhalten gezahlte Kapitalertragsteuern zurück.

Vorlagen für das Finanzamt

Nutzen sie den Freistellungsauftrag und die Nichtveranlagungsbescheinigung und sparen sie Geld.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Festgeld

Was passiert mit Festgeld im Todesfall?

Das Festgeldkonto besteht weiter. Der Erbe kann es während der Vertragslaufzeit auf seinen Namen umschreiben oder es unter dem bisherigen Namen weiterlaufen lassen. So oder so, am Ende erhält er die Geldanlage mit Zins und Zinseszins. So können Festgeldkonten in diesem Fall auch vor Vertragsende aufgelöst werden.

Wann Festgeld anlegen?

Wenn Ihr Girokonto dauernd kräftig im Plus ist, verbrennen Sie Geld. Erster Schitt ist immer, ein Tagesgeld-Konto zu eröffnen. Mehr als drei Monatsgehälter sollten nicht auf diesem gebührenfreien Konto, das ein Zinszahlung verspricht, stehen. Und ein Anlagetrag darüber hinaus? Ersparnisse, die Sie einige Monate oder ein paar Jahre nicht benötigen, sind auf einem Festgeldkonto besser aufgehoben als unverzinst auf einem Girokonto. Auch wenn die Zinsen auf Festgeld nach wie vor nicht verlockend sind – der Inflationsverlust lässt sich einigermaßen ausgleichen. Und auch in der Niedrigzins-Phase kann sich ein Wechsel von dem einen zum anderen Festgeld-Anbieter auszahlen.

Muss ich meine Bank wechseln, um ein Festgeldkonto bei einer Direktbank zu eröffnen?

Nein. Um ein Festgeldkonto zu eröffnen, benötigen Sie ein Referenzkonto. Und das kann Ihr bisheriges Girokonto sein.

Kann ich vor dem Ende der Laufzeit Geld vom Konto abheben?

In der Regel nicht. Eine Ausnahme bildet flexibles Festgeld -– das ist eine Kombination aus Tages- und Festgeld. Beim Die Mehrzahl der Banken räumt auch keine vorzeitige Kündigung des Festgeldkontos ein. Anleger kommen dann allein in Notfällen an das Geld heran. In welchen Fällen dies möglich ist, ist in Paragraf 14 des Bürgerlichen Gesetzbuches geregelt. Für die vorzeitige Auflösung des Kontos verlangen Banken Gebühren und berechnen Zinsabschläge.

Wie kann ich mein Festgeld am Ende der Laufzeit wieder anlegen?

Ja. Einige Geldhäuser verlängern das Festgeld sogar von selbst, wenn Sie das Konto nicht kündigen. Versäumen Sie aber nicht vor der Verlängerung zu schauen, ob Ihnen eine andere Bank nicht höhere Zinsen zahlen würde. Am besten Sie kündigen sofort nach Eröffnung zum Laufzeitende per Einschreiben.

Kann ich den Anlagebetrag während der Laufzeit aufstocken?

Nein. Aber Sie können beliebig viele weitere Festgeldkonten eröffnen. Kontoeröffnung und - führung sind gebührenfrei.

Welche Unterlagen sind zur Eröffnung eines Festgeldkontos erforderlich?

Sie müssen sich ausweisen. Dazu müssen Sie Ihren Personalausweis vorlegen oder Ihren Reisepass zusammen mit einer Meldebestätigung. Die Festgeld-Konditionen werden im Kontovertrag mit der Bank festgeschrieben. Von der Bank erhalten Sie auch ein Formular für den Freistellungsauftrag.

Muss ein Festgeldkonto gekündigt werden?

Das hängt von der Bank ab und ist unterschiedlich geregelt. Einige überweisen den Anlagebetrag plus Zinsen ganz automatisch zurück auf das Gehaltskonto des Kunden. Bei der Mehrheit jedoch muss der Kunde sein Festgeld kündigen. Wird die Kündigungsfrist versäumt, legt die Bank das Geld plus Zinsen automatisch wieder an und zwar wieder zum gleich langen Zeitraum.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de