Festgeld

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Horst Biallo
Horst Biallo
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Festgeld

Mit unseren Festgeld-News halten wir Sie immer auf dem aktuellen Stand. Egal ob Gesetzes- oder Zinsänderungen, hier erfahren Sie alles was im Moment wichtig ist.

Festgeld

Mit den Festgeld-Ratgebern informieren wir Sie über alle Themen die Rund ums Festgeld wichtig sind. Sie finden dort beispielsweise einen Ratgeber zu den Festgeldzinsen oder wie man ein Festgeldkonto vorzeitig kündigt.

Festgeld - das Wichtigste im Überblick

Wer Wert legt auf einen attraktiven Zinssatz, der über Monate oder Jahre hinweg sicher ist, für den ist eine Festgeldanlage genau das Richtige.

Für wen sinnvoll ?

Festgeld ist für sie die richtige Wahl, wenn

  • Sie auf der Suche nach Angeboten für eine kurz- bis mittelfristigen Geldanlage sind (kürzeste Laufzeit beträgt ein Monat, dann folgen drei, sechs und zwölf Monate)
  • Sie außerdem einen garantierten Zinssatz schätzen
  • keine Kontoführungsgebühr zahlen möchten
  • eine höhere Verzinsung zu besseren Konditionen erwarten als auf einem Sparbuch.

So funktioniert Festgeld

Wer Ersparnisse auf einem Festgeldkonto mehren möchte, steht vor der Frage: Wie lange sich binden? Kurz- oder mittelfristig?

Die Laufzeiten, die Geldhäuser anbieten, reichen von einem Monat bis zu zehn Jahren. Tendenziell gilt: je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Ab Laufzeiten von vier, fünf Jahren – in einigen Fällen auch schon eher – locken Banken jedoch nicht mehr mit noch höheren Zinsen. Anleger, die sich jetzt für mehrere Jahre festlegen, haben das Nachsehen, wenn die Zinsen – wie prophezeit – bald wieder ansteigen. Viele Experten rechnen mit einer Zinswende in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres.

Zu Missverständnissen kommt es immer wieder am Laufzeit-Ende. Die meisten Kreditinstitute lösen Festgeldkonten nicht von selber auf, sondern schreiben eine Kündigung vor. Bleibt diese aus, verlängern sie die Geldanlage automatisch um die bisherige Laufzeit. Den Zins passen sie an die dann aktuellen Gegebenheiten an. Ein vergleichsweise rentables Festgeld kann sich so über Nacht in eine maue Anlage verwandeln. Ärgerlich vor allem, wenn sich der Durchhänger durch "Zinshopping” zu einem anderen Anbietern hätte vermeiden lassen.

Festgeld Vergleich – drei Minuten, die sich lohnen!

Es ist momentan nicht einfach mit einem Festgeld ordentliche Zinsen zu ergattern. Aber: Verschenken müssen Sie auch nichts! Und wenn Sie ein

Festgeld anlegen möchten lohnt sich – wie beim Tagesgeld auch – ein Vergleich. Nutzen Sie den biallo.de Festgeld Vergleich und schauen Sie sich unterschiedliche Banken und Konditionen an. Schon mit ein paar Prozentpunkten mehr bekommen Sie unterm Strich eine bessere Rendite!

Unser Festgeldvergleich bietet Ihnen die relevanten Daten auf einen Blick. Finden Sie:

  • Anbieter, sprich Banken und Sparkassen
  • Zinsertrag: das ist der Ertrag pro Jahr, der sich aus den Guthabenzinsen ergibt
  • Zinssatz: festgeschriebener Zins über die vereinbarte Laufzeit
  • Bewertung des Kontomodells durch unseren Festgeld Test
  • Produktdetails geben Ihnen die wichtigsten Kurzinfos (zum Beispiel über Einlagensicherung)

Darauf müssen Sie achten bei der Wahl des Festgeldkontos

Festgeldzinsen:

Die Zinsen einer Festgeldanlage sind vom ersten bis zum letzten Tag festgeschrieben und garantiert. Meist werden diese zum Ende der Laufzeit zusammen mit dem angelegten Kapital zurück auf das Girokonto überwiesen. Bei mehrjährigen Anlagen kann man sich zwischen unterschiedlichen Angeboten entscheiden. Entweder man lässt sich die Festgeldzinsen jeweils am Jahresende auszahlen. Oder man lässt diese stehen. Dann werden sie mit verzinst, und es entsteht ein Zinseszinseffekt.  

Anlagesumme:

Die kleinste Summe, die man anlegen kann, sind 500 Euro. Manche Banken verlangen jedoch auch deutlich höhere Mindestanlagen über 1.000, 2.500, 5.000 oder sogar 10.000 Euro. Kondition und Laufzeit: Die kürzeste Anlagedauer beim Festgeld beträgt einen Monat. Es folgen drei, sechs und zwölf Monate. Es gibt jedoch auch Anlagen, die deutlich länger laufen, bis zu drei Jahren. Die Laufzeit ist ein entscheidender Faktor für Zinssatz.  

Einlagensicherung:

Die Einlagen der Kunden sind mit mindestens 100.000 Euro pro Person geschützt. Ehepaare können also gefahrlos auch 200.000 Euro pro Bank anlegen. Wie hoch die Einlagensicherung ist, können Sie jeweils in unserem Festgeldvergleich erfahren. Wer deutlich höhere Beträge sicher anlegen will, sollte sein Geld stückeln und auf mehrere Banken verteilen.

Anlagelaufzeit

Kommt die Zinswende nächstes Jahr? Oder dauert es noch länger, bis die Null der Vergangenheit angehört? Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) geht davon aus, dass die Leitzinsen "weit über den Zeithorizont” des Anleihekaufprogramms hinaus auf ihrem aktuellen Niveau verharren. Unklar ist, wann die EZB das Billionenschwere Programm beendet. Dass das noch in diesem Jahr passiert, gilt als wahrscheinlich.

Die EZB hat zumindest das Ende des Milliarden-schweren Anleihekaufs beschlossen. Doch es gibt erhebliche Unwägbarkeiten wie die Entwicklung in Italien. Wer jetzt mit frischem Kapital ein Festgeldkonto eröffnen will, sollte deshalb eher keine Laufzeiten wählen, die deutlich über zwei oder drei Jahre hinausreichen. Dies zumal die Zinsofferten dann nicht wesentlich besser sind.

Vorzeitige Verfügbarkeit

Normalerweise kommt der Anleger während der Laufzeit nicht an sein Geld. Nur in seltenen Fällen machen Banken Ausnahmen. In diesem Fall muss man jedoch auf sämtliche, bereits angesparten Zinsen verzichten.

Eröffnungsprämien

Konto-Eröffnungsprämien wie bei einigen Tagesgeld Angeboten gibt es beim Festgeld nicht.

Diese Vor- und Nachteile bietet Festgeld

Wie eröffne ich ein Festgeldkonto?

Wer ein Festgeldkonto anlegen will, dem stehen verschiedene Wege offen. Nach wie vor nutzen viele Sparer das traditionelle Postident-Verfahren: Der neue Kunde lädt sich erforderlichen Unterlagen von der Website der Bank herunter oder lässt sie sich schicken. Er füllt sie aus schickt sie per Post zurück. Wichtig: Unter den Unterlagen ist ein Postident-Coupon. Der Coupon dient zusammen mit dem Personalausweis oder Reisepass, der in Postfiliale vorgelegt werden muss, der Identifizierung des Antragstellers. Hintergrund ist das Geldwäschegesetz. Danach muss sich jeder, der ein Konto eröffnet, gegenüber der Bank ausweisen.

Schneller funktioniert es mit dem Video-Ident-Verfahren. Dazu benötigt man Computer mit Webcam oder ein Smartphone mit guter Kamera. Zuerst füllt man online die Antragsformulare aus, danach wird man auf eine Interseite eines Dienstleisters der Bank umgeleitet, wo die Identifikation per Video-Chat erfolgt. Man zeigt dem Gesprächspartner die Vorder- und Rückseite des Ausweises. Davon macht er einen Screenshot und speichert ihn zusammen mit Ihrem Portrait.

Achtung: PeP oder Facta?

Die Geldwäschegesetzt bringt es mit sich, dass Banken von Ihnen wissen wollen, ob Sie eine "PeP” sind – eine politisch exponierte Person. Wenn Sie mit Ja antworten, sind Sie in den Augen der Bundesfinanzaufsicht, Bafin, korruptionsgefährdet. Ihr Konto wird dann möglicherweise genauer beäugt. Das ist auch der Fall, wenn Sie die Facta-Frage bejahen. Das Kürzel steht für Foreign Account Tax Compliance Act, ein US-Gesetz gegen Steuerflucht. Deutsche Banken müssen Daten von Kunden, die in USA steuerpflichtig sind, an die Behörden dort übermitteln.

Festgeld und Steuern

Zinsen auf Festgeld sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungssteuer, hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Die Abgeltungssteuer führen die Banken direkt ans Finanzamt ab. Nicht besteuert werden Kapitaleinkünfte bis zu einer Höhe von 801 Euro im Jahr je Sparer. Ein doppelt so hoher "Sparerpauschbetrag” gilt bei der gemeinsamen Veranlagung von Ehepaaren. Voraussetzung ist, dass Anleger der Bank einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen. Der Freistellungsauftrag kann entweder auf der Website der Bank oder per Post angelegt beziehungsweise geändert werden.

Wer verschiedene Sparkonten bei mehreren Banken hat, kann den Freistellungsauftrag aufteilen. Gesamteinkünfte unter 8.472 Euro sind steuerfrei. Liegen die Einkünfte unter dieser Grenze, können Sparer beim Finanzamt eine "Nichtveranlagungsbescheinigung" beantragen und erhalten gezahlte Kapitalertragsteuern zurück.

Vorlagen für das Finanzamt

Nutzen sie den Freistellungsauftrag und die Nichtveranlagungsbescheinigung und sparen sie Geld.

Festgeld oder Sparbrief– das ist hier die Frage

Wir werden von Lesern fast jeden Tag gefragt, was sie mit einer auslaufenden Festgeld-Anlage oder frei werdenden Sparbriefen anfangen sollen. Unsere Antwort lautet fast immer: „Legen Sie zwei oder Monatsgehälter in Tagesgeld an, damit Sie im Falle eine plötzlichen Autoreparatur oder anderer unerwarteter Ereignisse flüssig sind.“ Wer das nicht ist, muss sein Girokonto überziehen und zahlt dafür ein vielfaches an Zinsen als sich zur Zeit mit der besten Geldanlage verdienen lassen.

Das restliche Geld sollten Sie aufteilen. Prüfen SIe dazu die Konditionen von Festgeld und Sparbriefen. Bei beiden Anlageformen ist der Zinssatz über die gesamte Laufzeit garantiert. Und er ist deutlich höher als Sie derzeit mit Tagesgeld verdienen können.

Festgeld gibt es bereits ab einer Laufzeit von einem Monat. Es folgen drei, sechs, neun und zwölf Monate. Mittlerweile bieten einige Banken auch noch andere Angebote - nämlich viel längere Laufzeiten von bis zu drei oder vier Jahren an.

Laufzeiten von einem bis zehn Jahren waren früher einmal reine Domäne von Sparbriefen. Das sind Wertpapiere, die Banken und Sparkassen herausgeben. Sparer müssen am Ende der Laufzeit nicht kündigen, sondern erhalten das Geld plus Zinsen ausgezahlt. Oder die Zinsen fließen einem jährlich zu.

Die häufigsten Fragen zum Festgeld

Ist ein Mindestanlagebetrag oder Höchstanlagebetrag zu beachten?

Die Mindestanlage beträgt 500 Euro, bei einigen Banken auch 1.000 oder 5.000 Euro. Als Höchstbetrag werden oft 100.000 Euro festgelegt.

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Kleinsparer können Steuerabzüge von vornherein vermeiden. Voraussetzung dafür ist, dass Sie der Bank einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen. Sie können den Freistellungsauftrag entweder direkt im Internet-Portal Ihrer Bank oder per Post anlegen beziehungsweise ändern. Das gleiche gilt, ob Sie der Kirche angehören oder nicht. Wenn ja, führt die Bank die Steuer dann direkt ab.

Besitzen Sie verschiedene Sparkonten bei mehreren Banken, können Sie den Freistellungsauftrag aufteilen. Sie können Ihrer Bank über das Internet die Höhe des Freistellungsauftrages mitteilen. Gesamteinkünfte unter 8.472 (2014: 8.354) Euro sind jedoch steuerfrei.

Das heißt: Liegen Ihre Einkünfte unter dieser Grenze, können Sie beim Finanzamt eine "Nichtveranlagungsbescheinigung" beantragen und erhalten gezahlte Kapitalertragsteuern zurück.

Wer darf ein Festgeldkonto eröffnen?

Privatleute ab 18 Jahren können Festgeldkonten eröffnen, aber auch Firmen, gleich ob Einzelfirmen oder juristische Personen wie GmbHs.

Wie funktionierten das Postident-Verfahren und der Video-Ident?

Die Kontoeröffnung im Internet ist - wie beim Girokonto - ganz einfach. Prüfen Sie die Konditionen und Angebote mit unserem Festgeld Vergleich. Sie gelangen über unseren Vergleich zum entsprechenden Anbieter. Auf dessen Internet-Seite füllen Sie die entsprechenden Formulare aus, drucken sie aus und gehen anschließend zur Post, um dort das Post-Identverfahren zu machen. Dabei müssen Sie sich mit ihrem Personalausweis oder Reisepass identifizieren.

Einige wenige Direktbanken wie ING-Diba oder DKB, aber auch Filialbanken wie die Hypovereinsbank bieten neuen Kunden die Identifizierung über ein Smartphone oder Personalcomputer mit Kamera an, das sogenannten Video-Identverfahren. Sie halten Ihren Personalausweis in die Kamera. Davon macht die Bank aufnahmen genauso wie von Ihnen. Das erspart Ihnen den Gang zur Post.

Was passiert mit Festgeld im Todesfall?

Das Festgeldkonto besteht weiter. Der Erbe kann es während der Vertragslaufzeit auf seinen Namen umschreiben oder es unter dem bisherigen Namen weiterlaufen lassen. So oder so, am Ende erhält er die Geldanlage mit Zins und Zinseszins. So können Festgeldkonten in diesem Fall auch vor Vertragsende aufgelöst werden.

Wann Festgeld anlegen?

Wenn Ihr Girokonto dauernd kräftig im Plus ist, verbrennen Sie Geld. Erster Schitt ist immer, ein Tagesgeld-Konto zu eröffnen. Mehr als drei Monatsgehälter sollten nicht auf diesem gebührenfreien Konto, das ein Zinszahlung verspricht, stehen. Und ein Anlagetrag darüber hinaus? Ersparnisse, die Sie einige Monate oder ein paar Jahre nicht benötigen, sind auf einem Festgeldkonto besser aufgehoben als unverzinst auf einem Girokonto.

Auch wenn die Zinsen auf Festgeld nach wie vor nicht verlockend sind – der Inflationsverlust lässt sich einigermaßen ausgleichen. Und auch in der Niedrigzins-Phase kann sich ein Wechsel von dem einen zum anderen Festgeld-Anbieter auszahlen.

Wie kann ich mein Festgeld am Ende der Laufzeit wieder anlegen?

Einige Geldhäuser verlängern das Festgeld sogar von selbst, wenn Sie das Konto nicht kündigen. Versäumen Sie aber nicht vor der Verlängerung zu schauen, ob Ihnen eine andere Bank nicht höhere Zinsen zahlen würde. Am besten Sie kündigen sofort nach Eröffnung zum Laufzeitende per Einschreiben.

Welche Unterlagen sind zur Eröffnung eines Festgeldkontos erforderlich?

Sie müssen sich ausweisen. Dazu müssen Sie Ihren Personalausweis vorlegen oder Ihren Reisepass zusammen mit einer Meldebestätigung. Die Festgeld-Konditionen werden im Kontovertrag mit der Bank festgeschrieben. Von der Bank erhalten Sie auch ein Formular für den Freistellungsauftrag.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de