Festgeld

  • Fast 100 Angebote im Vergleich
  • Bis aktuell 2% Zinsen
  • Mind. 100.000 € Einlagensicherung + Bonitätsbewertung durch Standard & Poor's
Horst Biallo
Horst Biallo
Sichern Sie sich Zinsen über mehrere Monate und bleiben Sie dabei flexibel
Festgeld

Mit unseren Festgeld-News halten wir Sie immer auf dem aktuellen Stand. Egal ob Gesetzes- oder Zinsänderungen, hier erfahren Sie alles was im Moment wichtig ist.

Festgeld

Mit den Festgeld-Ratgebern informieren wir Sie über alle Themen die Rund ums Festgeld wichtig sind. Sie finden dort beispielsweise einen Ratgeber zu den Festgeldzinsen oder wie man ein Festgeldkonto vorzeitig kündigt.

Festgeld - das Wichtigste im Überblick

Wer Wert auf einen attraktiven Zinssatz legt, der über Monate oder Jahre hinweg sicher ist, für den ist eine Festgeldanlage genau das Richtige.

Für wen lohnt sich ein Festgeldkonto?

Festgeld ist für Sie die richtige Wahl, wenn

  • Sie auf der Suche nach Angeboten für eine kurz- bis mittelfristige Geldanlage sind (kürzeste Laufzeit beträgt einen Monat, dann folgen drei, sechs und zwölf Monate),

  • Sie außerdem einen garantierten Zinssatz bevorzugen,

  • keine Kontoführungsgebühr bezahlen möchten,

  • eine höhere Verzinsung erwarten als auf einem Sparbuch.

So funktioniert Festgeld

Wer Ersparnisse auf einem Festgeldkonto mehren möchte, steht vor der Frage: Welche Laufzeit soll ich wählen? Kurz- mittel oder langfristig? 

Die Laufzeiten, die Geldhäuser anbieten, reichen von einem Monat bis zu zehn Jahren. Tendenziell gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz. Aber Vorsicht: Anleger, die sich jetzt für mehrere Jahre festlegen, haben das Nachsehen, wenn die Zinsen wieder steigen. Viele Experten rechnen mit einer Zinswende in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres.

Zu Missverständnissen kommt es immer wieder am Laufzeitende. Die meisten Kreditinstitute lösen das Konto nicht automatisch auf, sondern Sparer müssen selbst aktiv ihr Festgeldkonto kündigen. Bleibt diese Kündigung aus, verlängert sich die Festgeldanlage oftmals automatisch um die bisherige Laufzeit – zu dem dann aktuellen Zinssatz. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn sich der Minizins durch das sogenannte Zinshopping zu einem anderen Anbieter hätte vermeiden lassen.

Tages-, Festgeld und Sparbrief im direkten Vergleich

TagesgeldFestgeldSparbrief
Möglicher Zinsvon 0 bis zu 2 %Von 0,001 bis 1,80 %0,1 bis 1,95 %
Anlagesumme1 bis unbegrenzt1 bis unbegrenzt1.000 Euro bis unbegrenzt
Anlagelaufzeitunbegrenzt1 bis 120 Monate12 bis 120 Monate
Sicherheitmind. 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung (S&P Länderrating beachten).mind. 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung (S&P Länderrating beachten).mind. 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung (S&P Länderrating beachten).

Festgeld oder Sparbrief - Wo liegt der Unterschied?

Auf den ersten Blick ist Festgeld und Sparbrief identisch. Beide Anlageformen zählen zu den festverzinsten Geldanlagen, besitzen einen unveränderlichen Zins und eine fixe Laufzeit. Erst bei genauerer Betrachtung werden die Unterschiede deutlich.

Unterschied Laufzeit

Bei Festgeld, auch Termingeld genannt, kann die Laufzeit individuell vereinbart werden. Üblich sind standardisierte Laufzeiten von einem Monat bis maximal zehn Jahren. Sparbriefe dagegen besitzen in der Regel jährliche Laufzeiten zwischen einem und zehn Jahren.

Unterschied Zinsgutschrift

Bei Festgeld erfolgt die Zinszahlung entweder monatlich, quartalsweise, jährlich oder am Laufzeitende. Sparbriefe dagegen bieten ein drittes Auszahlungsmodell. Neben der jährlichen Verzinsung gibt es den sogenannten aufgezinsten oder abgezinsten Sparbrief. Aufgezinste Sparbriefe sammeln die Zinsen bis zum Fälligkeitsdatum an und schütten das angelegte Kapital plus Zinsen aus.

Genau umgekehrt funktioniert der abgezinste Sparbrief. Der zu erwartende Zins und Zinseszins wird von vornherein vom Kaufpreis abgezogen, so dass der Erwerbspreis deutlich unter dem Nennwert liegt. Am Fälligkeitstag erhält man dann den vollen Nennwert (inklusive Zinsen) zurückgezahlt.

Unterschied Inhaberverhältnisse

Bei Festgeld handelt es sich um eine klassische Bankeinlage. Ein Sparbrief ist eine sogenannte Namensschuldverschreibung, sprich eine Forderung an die Bank. Damit ähnelt der Sparbrief einer Anleihe. Sowohl Sparbrief als auch Festgeld sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

Doch nicht jeder Sparbrief ist automatisch eine Namensschuldverschreibung. Einige Banken, vor allem von Sparkassen und Genossenschaftsbanken, geben Sparbriefe als sogenannte Inhaberschuldverschreibungen heraus. Diese Sparbriefe sind nicht über die gesetzliche Einlagensicherung abgedeckt. Die Kapitalgarantie erfolgt in diesem Fall über die Einlagensicherungsfonds der Sparkassen beziehungsweise der Volks- und Raiffeisenbanken. Allerdings besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Entschädigung.

  • Biallo-Tipp: Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich nicht um eine Inhaberschuldverschreibung mit einer sogenannten Nachrangabrede handelt. Sollte der Anbieter, bei dem Sie den Sparbrief erworben haben, in Schieflage geraten, werden erst alle anderen Gläubiger entschädigt, bevor Sie als Sparbriefbesitzer Ihr Geld bekommen.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl im Festgeldvergleich achten

Festgeldzinsen

Die Festgeldzinsen sind vom ersten bis zum letzten Tag garantiert. Meist werden diese zum Laufzeitende zusammen mit dem angelegten Kapital zurück auf das Referenzkonto überwiesen. Bei mehrjährigen Anlagen können sich Sparer in der Regel zwischen einer jährlichen Verzinsung oder einer Zinszahlung zum Laufzeitende entscheiden. Ersteres sorgt für einen Zinseszinseffekt.

Anlagesumme

Während einige Banken ihre Zinsen bereits ab dem ersten Euro gutschreiben, gibt es auch Geldhäuser, die eine Mindestanlagesumme verlangen. Diese beträgt bei den meisten Anbietern zwischen 500 und 10.000 Euro.

Einlagensicherung

Kundeneinlagen sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis mindestens 100.000 Euro pro Person geschützt. Dieser Schutz gilt in der gesamten Europäischen Union, also auch bei Banken aus Kroatien, Rumänien oder Bulgarien. Allerdings müssen Anleger bedenken, dass die jeweilige Einlagensicherung nur so sicher ist, wie der Staat, der sie garantiert. Ob Staaten wie Rumänien oder Bulgarien in der Lage sind, bei einer Bankenpleite finanziell einzuspringen, ist zu bezweifeln.

Lesen Sie dazu auch: Festgeld im Ausland anlegen

Deshalb tauchen in der Voreinstellung in unseren Vergleichen nur Anbieter aus zahlungskräftigen Staaten auf (mindestens hohe Bonität bzw. Rating "AA-"). Dabei orientieren wir uns an der Bonitäts-Bewertung der renommierten Ratingagentur Standard & Poor's. Wie hoch die Einlagensicherung ist und von welchem Staat sie garantiert wird, sehen Sie in unserem Festgeld-Vergleich.

  • Biallo-Tipp: Wer Beträge von mehr als 100.000 Euro sicher anlegen, sollte sein Geld stückeln und auf mehrere Banken verteilen.

Außerdem haben wir uns die Länder und Banken, in welchen Sie Tages- und Festgeld anlegen können, genauer angesehen:

Anlagelaufzeit

Wer in Festgeld investiert, muss sich festlegen: Soll das Ersparte sechs Monate, zwei Jahre oder gar zehn Jahre auf dem Konto verbleiben? Vorab an sein Geld zu kommen, ist in der Regel nicht möglich beziehungsweise es fallen hierfür Kosten an. Im Gegenzug erhalten Sparer feste Zinsen. Vom ersten bis zum letzten Tag der Laufzeit kann der Zinssatz nicht sinken – allerdings auch nicht steigen.

Was spricht für lange Festgeld-Laufzeiten?

Je länger die Laufzeit des Festgeldes ist, desto höher fällt meist der Zins aus. In der aktuellen Niedrigzinsphase freuen sich Sparer meist schon, wenn sie mehr als ein Prozent Zinsen einstreichen können. Mit langen Laufzeiten lassen sich fast zwei Prozent Zinsen erzielen. Diese hat der Sparer sicher.

Die Bank darf den Zinssatz nicht verringern – selbst wenn das allgemeine Zinsniveau, was kaum noch vorstellbar ist, noch weiter sinken sollte. Der Sparer braucht sich während der Laufzeit um nichts kümmern, sein Geld arbeitet für ihn.

Was spricht für kurze Festgeld-Laufzeiten?

Nachteil langer Laufzeiten ist jedoch, dass Sparer nicht von einem allgemeinen Anstieg des Zinsniveaus profitieren können. Auch wenn die Europäische Zentralbank die Zinswende weiter nach hinten verschiebt, ist doch anzunehmen, dass sie irgendwann kommen wird und das Zinsniveau wieder steigt.

Hier punkten kurze Laufzeiten. Sparer kommen schneller wieder an ihr Geld und können in besser verzinste Anlagen investieren. Die Verzinsung fällt bei kurzen Laufzeiten hingegen zumeist niedriger aus.

Die passende Laufzeit finden

Manchmal ergibt sich die passende Laufzeit von selbst. Wer beispielsweise seine gerade ausgezahlte Leistungsprämie nutzen möchte, um im kommenden Jahr eine Fernreise zu unternehmen, wird eine einjährige Laufzeit wählen. Doch nicht immer ergibt sich die Laufzeit aus den Umständen. In anderen Lebensbereichen ist oft der Mittelweg der beste. Das gilt beim Festgeld nur bedingt. Denn selbst eine mittlere Laufzeit von vier bis fünf Jahren, kann eine lange Zeit sein, wenn im kommenden Jahr tatsächlich ein allgemeiner Zinsanstieg kommen sollte.

Biallo.de empfiehlt aktuell Festgeld-Laufzeiten von maximal zwei Jahren. Ein Kompromiss kann sein, verschiedene Laufzeiten zu kombinieren. Wer den Anlagebetrag beispielsweise drittelt und auf ein, zwei und drei Jahre aufteilt, hat von allem ein Bisschen: Flexibilität und etwas höhere Zinsen.

Um die individuell passende Festgeld-Laufzeit zu finden, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Brauche ich mein Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt?
  • Wie schätze ich die Entwicklung des Zinsniveaus ein?
  • Bin ich bereit, mehr Zeit in meine Geldanlage zu investieren, um meinen Anlagebetrag zu splitten und regelmäßig freiwerdende Beträge in neue zinsstarke Angebote zu investieren?

Welche Laufzeiten gibt es?

Der Biallo-Festgeld-Vergleich hilft Ihnen dabei, attraktive Festgeld-Angebote zu finden. Er weist Laufzeiten von einem Monat bis zu zehn Jahren aus.In den folgenden Ratgebern erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Laufzeiten, die durchschnittliche Verzinsung und aktuelle Top Angebote:

Vorzeitige Verfügbarkeit

Normalerweise können Anleger die Festgeldanlage nicht vorzeitig kündigen. Der Gesetzgeber hat jedoch ein Schlupfloch gelassen, falls Anleger in eine Notlage geraten und dringend auf das Festgeld-Kapital zugreifen müssen. Nach Paragraph 314 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) besteht das Recht, "aus wichtigem Grund ohne Einhaltung von Kündigungsfrist" das Geld zurückzufordern. Wichtige Gründe können etwa der Tod des Kontoinhabers, Arbeitslosigkeit oder eine drohende Insolvenz der Bank sein.

  • Wichtig: Die vorzeitige Kontoauflösung hat ihren Preis. Häufig streichen Geldhäuser den Guthabenzins komplett. Je nach Bank drohen Storno-, Verwaltungs- oder Bearbeitungsgebühren. Anleger sollten sich bereits im Vorfeld mit den Kündigungsmodalitäten der Bank befassen.

Eröffnungsprämien

Eröffnungsprämien, etwa wie bei Tagesgeld-Angeboten für Neukunden, gibt es beim Festgeld nicht.

Festgeldvergleich – drei Minuten, die sich lohnen

Im aktuellen Zinsumfeld ist es nicht einfach, eine überdurchschnittliche Rendite zu erwirtschaften. Nur wer in Zeiten von Niedrig- und Strafzinsen gründlich vergleicht, kann auch jetzt einen vergleichsweisen attraktiven Zins erhalten. Nutzen Sie den Festgeldvergleich von biallo.de und sehen Sie sich die Konditionen der unterschiedlichen Anbieter genauer an.

Unser Festgeldvergleich bietet Ihnen alle relevanten Daten auf einen Blick. Finden Sie:

  • Anbieter, sprich Banken und Sparkassen aber auch Versicherungen

  • Zinsertrag – das ist der Ertrag pro Jahr, der sich aus dem Guthabenzins ergibt

  • Zinssatz – der festgeschriebene Zins über die vereinbarte Laufzeit

  • Herkunftsland des jeweiligen Anbieters und die Bonitätsbewertung von Standard Poor's (S&P) - so können Sie sicher sein, dass ihre Festgeldanlage auch in einer Krise sicher ist

  • Bewertung des Kontomodells durch unseren Festgeld-Test

  • Produktdetails – diese liefern Ihnen die wichtigsten Informationen auf einen Blick (etwa über Einlagensicherung, Mindestanlage etc.)

Produktdetails in unserem Festgeld-Vergleich

  • Die Höhe der Einlagensicherung in Euro pro Person
  • Die Bewertung der jeweiligen Einlagensicherung durch die Ratingagentur S&P
  • Die Anzahl der Zinstermine pro Jahr – so erfahren Sie schnell, ob Sie vom Zinseszins-Effekt profitieren.
  • Sie finden Angaben darüber, wer das Festgeldkonto eröffnen darf: nur Privatpersonen oder auch Firmen bzw. Freiberufler.
  • Wir versorgen Sie mit Angaben darüber, ob auch eine telefonische Kontoführung möglich ist.
  • In den Produktdetails finden Sie auch die Kontaktdaten der Bank
  • Zusätzlich erhalten Sie ein Portrait der Bank, damit Sie wissen, wo Sie Ihr Geld anlegen
  • Leserkommentare/Kundenerfahrungen helfen Ihnen außerdem weiter, sich ein Bild von dem Angebot zu machen

Festgeld: Vergleich der besten Festgeldkonten

Wie empfehlenswert eine Festgeldanlage ist, hängt nicht allein von der Zinshöhe ab. Wichtig ist auch die Einlagensicherung des jeweiligen Landes, denn sie muss im Falle einer Bankenkrise einspringen.

Da momentan die Zinswende für Ende 2019 erwartet wird, empfehlen wir keine Anlagelaufzeiten von über zwei Jahren.

Unsere Empfehlungen sind daher ein Mix aus attraktivem Zinssatz, hoher Sicherheit und vernünftiger Laufzeit sowie einem Anlagebetrag von zum Beispiel 10.000 Euro:

Top-Anbieter bei einjähriger Anlagedauer (Länder mit hoher Bonität)

BankZins p.a.EinlagensicherungAnlagebetragZinszahlungS&P-Rating
Klarna Bank1,02%950.000 SEK pro Person / Schweden10.000 - 500.000 €jährlichAAA
Crédit Agricole1,01%100.000 € pro Person / Frankreich5.000 - 500.000 €jährlichAA
Ziraat Bank0,75%100.000 € pro Person / Deutschland2.500 - 250.000 €jährlich oder am LaufzeitendeAAA

Top-Anbieter bei zweijähriger Anlagedauer (Länder mit hoher Bonität)

BankZins p.a.EinlagensicherungAnlagebetragZinszahlungS&P-Rating
Crédit Agricole1,21%100.000 € pro Person / Frankreich5.000 - 500.000 €jährlichAA
Klarna Bank 0,95%950.000 SEK pro Person (ca. 88.200 Euro) / Schweden10.000 - 500.000 €jährlichAAA
Ziraat Bank
0,85%100.000 € pro Person / Deutschland2.500 - 250.000 €jährlichAAA

(Stand: 6. Juli 2019)

Diese Vor- und Nachteile bietet Festgeld

Wie eröffne ich ein Festgeldkonto?

Wer Geld auf einem Festgeldkonto anlegen möchte, dem stehen verschiedene Wege offen. Nach wie vor nutzen viele Sparer das herkömmliche Post-Ident-Verfahren: Der Neukunde lädt sich die erforderlichen Unterlagen von der Internetseite der Bank herunter oder lässt sie sich zuschicken. Er füllt sie aus und schickt sie per Post zurück. Wichtig: Unter den Unterlagen ist ein sogenannter Post-Ident-Coupon. Der Coupon dient zusammen mit dem Personalausweis oder Reisepass, der in der Postfiliale vorgelegt werden muss, der Identifizierung des Antragstellers. 

Schneller funktioniert es mit dem Video-Ident-Verfahren. Dazu benötigt man einen Computer mit Webcam oder ein Smartphone beziehungsweise Tablet mit guter Kamera. Zuerst füllt der Anleger online die Antragsformulare aus, danach wird er auf eine Internetseite eines Dienstleisters der Bank umgeleitet, wo die Identifikation per Video-Chat erfolgt. Abschließend zeigt er dem Gesprächspartner die Vorder- und Rückseite des Ausweises. 

Achtung: PeP oder FATCA?

Das Geldwäschegesetzt bringt es mit sich, dass Banken von Ihnen wissen wollen, ob Sie eine politisch exponierte Person (PeP) sind. Wenn Sie mit Ja antworten, sind Sie in den Augen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) korruptionsgefährdet. Ihr Konto wird dann möglicherweise genauer beäugt. Das ist auch der Fall, wenn Sie die FATCA-Frage bejahen. Das Kürzel steht für "Foreign Account Tax Compliance Act", ein US-Gesetz gegen Steuerflucht. Deutsche Banken müssen Daten von Kunden, die in USA steuerpflichtig sind, an die dortigen Behörden übermitteln.

Festgeld und Steuern

Zinsen auf Festgeld sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungsteuer, hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Die Abgeltungsteuer führen deutsche Banken direkt ans Finanzamt ab. Nicht besteuert werden Kapitaleinkünfte bis zu einer Höhe von 801 Euro im Jahr je Sparer. Ein doppelt so hoher "Sparerpauschbetrag” gilt bei der gemeinsamen Veranlagung von Ehepaaren. Voraussetzung ist, dass Anleger der Bank einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen. Der Freistellungsauftrag kann entweder auf der Internetseite der Bank oder per Post angelegt beziehungsweise geändert werden.

Wer verschiedene Sparkonten bei mehreren Banken hat, kann den Freistellungsauftrag aufteilen. Gesamteinkünfte unter 8.472 Euro sind steuerfrei. Liegen die Einkünfte unter dieser Grenze, können Sparer beim Finanzamt eine "Nichtveranlagungsbescheinigung" beantragen und erhalten gezahlte Kapitalertragsteuern zurück.

Festgeld-Service: Wichtige Dokumente kostenlos für Sie

Der Biallo-Festgeld-Vergleich zeigt Ihnen die beste Bank mit dem höchsten Festgeldzinsen. Als geübter Internet-Nutzer können Sie fast alle Dinge rund um das Festgeld auf der Internetseite der Bank erledigen. Manchmal ist es jedoch erforderlich, bestimmte Formulare am eigenen Computer auszufüllen, auszudrucken und an die Bank zu senden. Die zwei wichtigsten Formulare stellen wir Ihnen hier kostenlos zur Verfügung.

Wenn Sie über unseren Girokonten-Vergleich ein attraktiveres Gehaltskonto gefunden haben, soll Ihr Festgeld auf das neue Konto fließen. Das Formular zur Änderung dieses Referenzkontos können Sie hier kostenlos downloaden.

Festgeld-ABC: Die wichtigsten Begriffe rund ums Festgeld

Abgeltungssteuer:

Festgeld-Zinsen werden mit 25 Prozent Abgeltungssteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag vom Finanzamt veranlagt. Unterm Strich zahlen Sie also 26,375 Prozent Abgeltungssteuer. Kirchenmitglieder zahlen zusätzlich Kirchensteuer. Dank Sparerpauschbetrag bleiben bis zu 801 Euro pro Sparer an Zinsen steuerfrei.

Gesetzliche Einlagensicherung:

Der Staat garantiert Festgeld-Anlagen bis zu 100.000 Euro je Sparer und Bank, falls das Geldhaus in Konkurs geht. Die Einlagensicherung übernimmt das Sicherungssystem des jeweiligen Landes innerhalb der Eurozone, in dem die Bank ihren Sitz hat.

Freistellungsauftrag:

Mit Hilfe eines Freistellungsauftrags können Sie Zinserträge bis zur Höhe von 801 Euro von der Abgeltungssteuer befreien. Ehepaare genießen den doppelten Freibetrag. Der Gesamtbetrag lässt sich auf mehrere Freistellungsaufträge bei verschiedenen Banken verteilen. Dadurch bleiben Zins- und Dividendeneinkünfte bei unterschiedlichen Geldhäusern vom Zugriff des Fiskus verschont.

Kontoführungsgebühr:

Für Festgeld fallen keinerlei Gebühren an.

Laufzeit:

Jedes Festgeld hat eine bestimmte Laufzeit. Sie reicht von wenigen Monaten bis zu mehreren Jahren. Anschließend wird das Kapital wieder frei und Sie können es neu anlegen oder für andere Dinge verwenden.

Online-Banking:

Besitzen Sie einen Online-Banking-Account, können Sie das Festgeld-Konto über das Internet führen. Selbst die Kontoeröffnung geht häufig schon ausschließlich online, zum Beispiel mit Video-Ident.

Postident-Verfahren:

Mit diesem Verfahren legitimieren Sie sich gegenüber der Bank. Drucken Sie dazu das Antragsformular, das der Online-Kontoeröffnung dient, nach dem Ausfüllen zweimal aus. Eine Kopie behalten Sie. Mit der anderen gehen Sie zur nächsten Postfiliale, weisen sich dort aus. Der Postmitarbeiter bestätigt Ihre Identität und sendet die Unterlagen zur Bank. Nach ein paar Tagen erhalten Sie die Kontounterlagen und das Tagesgeldkonto ist eröffnet.

Video-Identifikation:

Hierbei erfolgt Ihre Legitimation gegenüber der Bank während der Kontoeröffnung mittels Smartphone oder Tablet. Fotografieren Sie dazu Ihren Pass oder Personalausweis mittels Kamera und positionieren zugleich Ihr Gesicht vor der Webcam. Der Bankmitarbeiter vergleicht beides, checkt Ihre Identität und dokumentiert den Vorgang. Das Post-Identverfahren wird dadurch obsolet.

Referenzkonto:

Um Festgeld zu eröffnen, benötigen Sie ein Referenzkonto. Auf dieses überweist die Bank die Zinsen bzw. am Laufzeitende Ihr Anlagekapital zurück. Ein Formblatt zum Ändern des Referenzkontos finden Sie hier.

Sparerpauschbetrag:

Damit nicht alle Zinserträge der Abgeltungssteuer unterliegen, dürfen private Geldanleger einen Teil der vereinnahmten Erträge abzugsfrei für sich behalten. Möglich macht dies der sogenannte Sparerpauschbetrag. Er gilt für alle Arten von Kapitalerträgen bis zur Höhe von 801 Euro je Person und Jahr. Ehepaare genießen die doppelte Freigrenze von 1.602 Euro. Um den Sparerpauschbetrag bereits im jeweils laufenden Kalenderjahr zu nutzen, müssen Sie Ihrer Bank einen Freistellungsauftrag erteilen.

Telefonbanking:

Einige Banken ermöglichen das Festgeld per Telefonbanking zu führen. In diesem Fall sprechen Sie entweder mit einem Mitarbeiter der Bank am Telefon oder Sie geben die entsprechenden Kontodaten per Telefontastatur ein.

Zinseszinseffekt:

Diesen erreichen Sie, wenn Sie die ausgezahlten Zinsen wieder anlegen und verzinsen lassen. Der Zinseszinseffekt ist umso größer, je höher der Anlagebetrag ist und je öfter das Festgeld-Konto Zinsen zahlt.

Die häufigsten Fragen zum Festgeld

Ist ein Mindestanlagebetrag oder Höchstanlagebetrag zu beachten?

Die Mindestanlage ist von Bank zu Bank unterschiedlich. Während einige Geldhäuser Festgeldkonten bereits ab einem Euro Mindestanlage anbieten, fordern andere Institute 500 Euro, 1.000 oder gar 5.000 Euro. Bei der Höchstanlagesumme gibt es oftmals keine Begrenzung nach oben. Bei Banken im EU-Ausland ist der mögliche Anlagebetrag meist auf 100.000 Euro gedeckelt.

Was ist ein Freistellungsauftrag?

Kleinsparer können Steuerabzüge von vornherein vermeiden. Voraussetzung dafür ist, dass Sie der Bank einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen. Sie können den Freistellungsauftrag entweder direkt im Internet-Portal Ihrer Bank oder per Post anlegen beziehungsweise ändern. Das Geiche gilt, bei der Kirchensteuer. Wenn Sie Kirchenmitglied sind, führt die Bank die Steuer direkt ab.

Besitzen Sie verschiedene Sparkonten bei mehreren Banken, können Sie den Freistellungsauftrag aufteilen. Sie können Ihrer Bank über das Internet die Höhe des Freistellungsauftrages mitteilen. Gesamteinkünfte unter 8.472 (2014: 8.354) Euro sind jedoch steuerfrei.

Das heißt: Liegen Ihre Einkünfte unter dieser Grenze, können Sie beim Finanzamt eine "Nichtveranlagungsbescheinigung" beantragen und erhalten gezahlte Kapitalertragsteuern zurück.

Wer darf ein Festgeldkonto eröffnen?

Privatleute ab 18 Jahren können Festgeldkonten eröffnen, aber auch Unternehmen, gleich ob Einzelfirmen oder juristische Personen wie GmbHs.

Wie funktioniert das Post-Ident- bzw. Video-Ident-Verfahren?

Die Kontoeröffnung im Internet ist – wie beim Girokonto – ganz einfach. Prüfen Sie die Konditionen und Angebote mit unserem Festgeld-Vergleich. Sie gelangen über unseren Vergleich zum entsprechenden Anbieter. Auf dessen Internet-Seite füllen Sie die Formulare aus und gehen anschließend mit dem ausgedruckten Formular zur nächsten Post-Filiale, um dort das Post-Ident-Verfahren durchführen zu lassen. Dabei müssen Sie sich gegenüber eines Postmitarbeiters per Personalausweis oder Reisepass identifizieren.

Einige Direktbanken wie ING-Diba oder DKB, aber auch Filialbanken wie die Hypovereinsbank bieten eine Identifizierung über einen Video-Chat an, das sogenannte Video-Ident-Verfahren. Vorteil: Sie sparen sich den Weg zur Post-Filiale.

Was passiert mit Festgeld im Todesfall?

Das Festgeld-Konto besteht auch nach dem Tod des Kontoinhabers weiter. Der Erbe hat die Möglichkeit, das bestehende Konto während der Vertragslaufzeit auf seinen Namen umschreiben oder auflösen zu lassen. 

Wann Festgeld anlegen?

Grundsätzlich gilt: Das ersparte dauerhaft auf dem Girokonto zu belassen, ist keine gute Option. Nagt doch die Inflation unermüdlich am angesparten Kapital. Um dieser schleichenden Geldentwertung entgegenzuwirken, ist der erste Schritt, ein Tagesgeld-Konto zu eröffnen. Mehr als drei Monatsgehälter sollten allerdings nicht auf dem Tagegeld-Konto geparkt werden. Und ein Anlagebetrag darüber hinaus? Ersparnisse, die Sie einige Monate oder ein paar Jahre nicht benötigen, sind auf einem Festgeldkonto besser aufgehoben als unverzinst auf einem Girokonto.

Auch wenn die Zinsen auf Festgeld derzeit auf einem niedrigen Niveau verharren – der Inflationsverlust lässt sich einigermaßen ausgleichen. Und auch in der Niedrigzins-Phase kann sich ein Wechsel von dem einen zum anderen Festgeld-Anbieter auszahlen.

Wie kann ich mein Festgeld am Ende der Laufzeit wieder anlegen?

Einige Geldhäuser verlängern die Festgeldanlage automatisch, wenn Sie das Konto nicht fristgerecht kündigen. Doch bevor Sie sich für eine Verlängerung Ihrer Festgeldanlage entscheiden, sollten Sie sich in jedem Fall die Konditionen anderer Banken genauer ansehen und gegebenenfalls das Institut wechseln. Wer bei der Kündigung auf Nummer sicher gehen will, sollte direkt nach der Kontoeröffnung die Bank über den Kündigungswunsch zum Laufzeitende informieren – am besten per Einschreiben.

Welche Unterlagen sind zur Eröffnung eines Festgeldkontos erforderlich?

Um sich gegenüber der Bank zu identifizieren, müssen Sie Ihren Personalausweis beziehungsweise Ihren Reisepass inklusive Meldebestätigung vorlegen. Die Festgeld-Konditionen werden im Kontovertrag mit der Bank festgeschrieben. Von der Bank erhalten Sie auch ein Formular für den Freistellungsauftrag.

Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de