Sparbrief Vergleich

  • Fester Zinssatz
  • Ein bis acht Jahre Laufzeit
  • 100.000 Euro Einlagensicherung
  • Gebührenfrei
Horst Biallo
Auch längere Laufzeiten bieten attraktive Renditen.
Sparbrief

Der Sparbrief ist eine verzinste Geldanlage für den mittleren Sparhorizont. Lesen Sie Neues zum Thema Sparbrief auf unserer News Seite.

Sparbrief

Welche Kündigungsfristen gibt es? Ist die Abgeltungssteuer relevant? Wie lange kann ich diese Anlage besparen? Wissenswertes rund um das Thema Sparbrief entnehmen Sie in unserem Ratgeber.

Was ist ein Sparbrief?

Der von vielen Banken und Sparkassen ausgegebene Sparbrief ist eine verzinste Geldanlage für den mittleren Sparhorizont. Dabei legen Sparer Kapital für einen bestimmten Zeitraum fest an und erhalten dafür einen garantierten Festzins. Sparbriefe zeichnen sich durch Kapitalsicherheit, Renditegarantie und Gebührenfreiheit aus. Dank festgeschriebener Zinsen über die jeweilige Laufzeit ist das Sparergebnis im Voraus kalkulierbar. Wertverluste oder Minuswachstum, wie sie bei börsennotierten Wertpapieren möglich sind, sind ausgeschlossen.

Sparbrief-Vergleich bringt höheren Zins

Jeder Sparbrief garantiert eine bestimmte Verzinsung. Die Höhe der Zinsen ist von der Laufzeit des Sparbriefs abhängig.

Als Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit desto höher die Zinsen. Allerdings ist dies nicht immer der Fall. Erwartet der Markt in naher Zukunft ein Absinken des allgemeinen Zinsniveaus, kann es passieren, dass langlaufende Sparbriefe einen geringeren Zinssatz aufweisen als kurzlaufende. Die für den jeweiligen Sparbrief festgesetzte Verzinsung ist über die gesamte Spardauer gleich hoch und kann nicht von der Bank oder Sparkasse verändert werden. Neben der Laufzeit beeinflusst das allgemeine Zinsniveau und in manchen Fällen auch der Anlagebetrag die Höhe der Sparbrief-Zinsen.

Sparbrief-Zinszahlung

Die Zinszahlung bei Sparbriefen kann unterschiedlich erfolgen. Die Regel ist jährliche Zinszahlung jeweils zum Jahresende; in Ausnahmefällen findet sich auch die monatliche Zinszahlung.
Eine Sonderform ist der aufgezinste Sparbrief: Bei dieser Variante verbleiben die Zinsen bei der Bank und sammeln sich bis zum Ende der Laufzeit an. Am Ende der Sparzeit werden die Zinsen plus das angelegte Kapital auf einen Schlag zurückgezahlt. Vorteil: Sparer profitieren vom Zinseszinseffekt. Nachteil: Es droht Abgeltungssteuer, da bei Zinsansammlung der Sparerpauschbetrag schnell überschritten ist.
Das Gegenstück dazu ist der abgezinste Sparbrief. Hier legt der Sparer im Voraus fest, welchen Betrag er am Ende der Laufzeit erreicht haben möchte. Die Bank rechnet von diesem Betrag die über die Laufzeit anfallenden Zinsen ab. Den Restbetrag muss der Sparer bei der Bank anlegen. Beispiel: gewünschter Auszahlbetrag 20.000 Euro, Spardauer 10 Jahre, Zinssatz 3,9 Prozent. In diesem Fall müsste der Anleger 13.641 an die Bank überweisen.

Vorteil:

Sparer können mit einem geringeren Kapitalaufwand zum Sparziel kommen als mit einem klassischen Sparbrief.

Nachteil:

Die Papiere arbeiten mit Zinsansammlung – es droht Abgeltungssteuer.

Sparbrief: Anlage ab einem bis zu zehn Jahren Dauer

Jeder Sparbrief hat eine bestimmte Laufzeit. Üblich sind Anlagezeiträume im Zwölfmonatsrhythmus, das heißt Sparer können ihr Geld zum Beispiel für 12, 24 oder 36 Monate anlegen. In der Regel bieten Banken Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren an, manche Banken offerieren Sparbriefe mit bis zu zehn Jahren Laufzeit.

Vorsicht: Eine besonders lange Sparbrief-Laufzeit lohnt sich nur in Hochzinsphasen, wenn sich Sparer überdurchschnittliche Zinsen für einen langen Zeitraum sichern können.

Sparbrief-Flexibilität

Um flexibel zu bleiben, können Sparer ihren Anlagebetrag splitten und auf Sparbriefe mit unterschiedlicher Laufzeit verteilen. So wird zu verschiedenen Zeitpunkten Kapital frei, das man etwa bei gestiegenem Zinsniveau in besser verzinste Sparbriefe umschichten oder in andere Finanzprodukte anlegen kann.

Sparbrief: Viele Banken verlangen eine Mindestanlage

Ein Sparbrief dient der einmaligen Geldanlage. Damit ein relevanter Ertrag erzielt wird, schreiben Banken und Sparkassen einen bestimmten Mindestanlagebetrag vor. Üblich sind Mindestanlagesummen von 2.500 Euro. Einige Banken offerieren Sparbriefe bereits ab 500 oder 1.000 Euro. In seltenen Fällen werden bis zu 5.000 Euro Mindesteinlage gefordert.

Sparbrief-Kontoführung

Die Geldanlage mittels Sparbrief erfordert kein Spar- oder Girokonto bei der jeweiligen Bank. Auch Kontoführungsgebühren oder Abschlusskosten entstehen nicht. Entweder der Anleger überweist das Anlagekapital selbst oder er erteilt der Bank einen Abbuchungsauftrag. Am Ende der Sparbrief-Laufzeit fließt das Kapital auf das angegebene Referenzkonto des Sparers zurück.

Sparbrief: Eine Kündigung ist nicht vorgesehen

Der Sparbrief ist von Kündigung ausgeschlossen. Anleger müssen sich daher genau überlegen, welche Laufzeit sie für ihren Sparbrief wählen. Einige wenige Banken bieten die Option, im Falle eines unvorhersehbaren Ereignisses, das Geld vor dem regulären Laufzeitende freizugeben. Allerdings ist dies zumeist mit Zinsverlusten verbunden.

Sparbrief-Einlagensicherung

Sparbriefe unterliegen höchster Einlagensicherung. In Deutschland existiert ein zweistufiges Sicherheitssystem, das im Pleitefall einer Bank zum Einsatz kommt: Innerhalb der EU sind Bankeinlagen – also auch Sparbriefe – bis zur Höhe von 100.000 Euro zu 100 Prozent gesetzlich garantiert. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung greifen erweiterte Sicherheitssysteme von Banken und Sparkassen.

Das umfangreichste ist der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Er sichert Kapitaleinlagen in mehrstelliger Millionenhöhe pro Sparer ab. Das Gleiche gilt für die Einlagensicherung bei Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken.

Sparbrief und Abgeltungssteuer

Sparbriefe unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dadurch können bis zu 28 Prozent des Zinsertrags verloren gehen. Banken führen die Abgeltungsteuer direkt ans Finanzamt ab. Bevor es jedoch soweit ist, greift der Sparerpauschbetrag von 801 Euro je Sparer. Erteilen Anleger ihrer Bank einen Freistellungsauftrag bis zu voller Höhe des Sparerpauschbetrags, bleiben Zinseinkünfte entsprechend bis zu 801 Euro abzugsfrei, bei Ehepaaren das Doppelte.

Sparbrief und Festgeld unterscheiden sich

Auf den ersten Blick sind sich Sparbrief und Festgeld durchaus ähnlich: Zinssatz und Laufzeit liegen fest, Gebühren fallen keine an und das Kapital ist unkündbar. Im Detail zeigen sich zwischen den beiden festverzinslichen Geldanlageformen jedoch Unterschiede:

Laufzeiten beim Sparbrief

Die Laufzeit beim Festgeld ist nicht in Stein gemeißelt. Als Anleger können Sie neben den standardisierten Laufzeiten von drei, sechs und neun Monaten oder jährlichen Zeitintervallen auch individuelle Termine mit ihrer Bank vereinbaren. Deswegen heißt Festgeld auch Termingeld. Sparbriefe besitzen in der Regel jährliche Laufzeiten bis zu zehn Jahren.

Verzinsung beim Sparbrief

Bei Festgeld erhalten Sie entweder jährlich Zinsen oder die Bank schüttet sie am Laufzeitende gesammelt aus. Die österreichische Autobank und die Deniz Bank sammeln beispielsweise die Zinsen bis zum Laufzeitende an, Grenke Bank und VTB Direktbank zahlen sie hingegen jährlich aus. Beim Sparbrief können Sie zusätzlich ein drittes Zinsmodell nutzen: den abgezinsten Sparbrief.

Hierbei wird der zu erwartende Zinsgewinn von vornherein vom Kaufpreis abgezogen, so dass der Erwerbspreis deutlich unter dem Nennwert liegt. Am Fälligkeitstag erhalten Sie dann den vollen Nennwert (inklusive Zinsen) zurückgezahlt. Flexible Zinszahlungen bietet zum Beispiel die ABC Bank an, die entweder vierteljährlich , jährlich oder am Laufzeitende den Ertragbei Ihrem Sparbrief ausschüttet.

Inhaberverhältnisse

Bei Festgeld handelt es sich um eine klassische Bankeinlage. Ein Sparbrief ist hingegen eine Namensschuldverschreibung, also eine Forderung an die Bank. Positiv: Beide Formen sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. BeimSparbrief von Sparkassen und Genossenschaftsbanken sollten Sie allerdings aufpassen, denn diese emittieren in der Regel keine Namensschuldverschreibungen, sondern Inhaberschuldverschreibungen.

Diese Sparbriefe sind nicht Gegenstand der gesetzlichen Einlagensicherung. Die Kapitalgarantie erfolgt durch die Einlagensicherungsfonds der Sparkassen bzw. VR-Banken. Kritisch sind Papiere mit sogenannter "Nachrangabrede". Bei einer Bankpleite werden in diesem Fall erst alle anderen Gläubiger bedient, bevor der Sparbriefbesitzer entschädigt wird.

Kündigungsmodalitäten beim Sparbrief

Festgeld müssen Sie vor dem Laufzeitende kündigen, ansonsten wird das Kapital zu den dann gültigen Konditionen automatisch erneut angelegt. Sparbriefe laufen hingegen ohne Wiederanlage von selbst aus.

Tipp: Legen Sie bei Festgeld von Anfang an fest, was mit dem Geld am Ablaufende geschehen soll

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de