Die besten Geschäftskonten für Jungunternehmer

Ratgeber der Woche Die besten Geschäftskonten für Jungunternehmer

Tim Stockschläger
von Tim Stockschläger
23.09.2019
Auf einen Blick
  • Der Markt für innovative Banking-Lösungen für Gründer und Selbstständige wächst. Die Banken werben um Kunden und bieten Dienstleistungen speziell für Jungunternehmer und Freiberufler an.

  • Neue Banken mischen den Wettbewerb um die Geschäftskunden auf. Aktuell bieten sieben Banken ein kostenloses Girokonto für Gründer und Selbstständige.

  • Mit dem neuen Geschäftskonto-Vergleich von biallo.de können Selbstständige und Freiberufler schnell und bequem das passende Kontomodell finden.
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Die Anzahl innovativer Start-ups weltweit boomt. Und damit boomt auch der Markt für innovative Banking-Lösungen für Unternehmen. Entrepreneure kennen N26 und Revolut bereits aus ihrem Privatleben.

Sie suchen den gleichen zukunftsweisenden Standard und die gewohnte Einfachheit für ihre geschäftliche Bankverbindung. Das haben einige Banken gemerkt und reagieren darauf. Das Angebot wächst stark. Der Startschuss für den Wettstreit um die Gründer und Jungunternehmer ist gefallen. Wir haben untersucht, wo Gründer, Selbstständige und Kleinunternehmer das beste Geschäftskonto bekommen und was sie dabei beachten müssen.

In Deutschland ist gerade Fyrst als jüngste Banking-Lösung aus dem Hause der Postbank und der Deutschen Bank gestartet. Deren Experten kümmern sich seit einigen Wochen intensiv als neue digitale Bank um Unternehmer und Freiberufler. Der Wettbewerb um die einst von Banken eher links liegen gelassenen Freiberufler und Gründer nimmt zu. Wir stellen innovative Banken und ihre Geschäftskonten vor und helfen bei der Entscheidung, welches Konto das Beste ist.

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Werben um die Kundschaft

Neben den traditionellen Bankhäusern und Sparkassen werben Direktbanken und Fintechs um Gründer und Selbstständige. In der neuen "schönen Welt" des Banking hat sich vieles geändert. Die Gründer und Vorstände der neuen Banken sind keine unbekannten Personen mehr, die ein weltumspannendes Geldhaus leiten, sondern geben sich greifbar und persönlich. Das Berliner Fintech-Unternehmen Kontist redet beispielsweise nur von "Chris", wenn es um ihren CEO – Chief Executive Officer – geht. Das wirkt persönlicher und näher. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter ist deutlich geringer als bei den etablierten Banken und Sparkassen. Das Marketing ist viel frischer. Genau mit dieser Einstellung wollen die jungen Finanzinstitute punkten und neue Kunden überzeugen.

Es geht den neuen Banken natürlich nicht nur um Gründer, die zum ersten Mal ein Geschäftskonto brauchen. Und nicht nur um Hightech-Schmieden. Angesprochen ist zum Beispiel die junge Frau, die eine Boutique eröffnet. Und der seit einigen Jahren tätige Freiberufler, der sein Konto immer noch bei der  Sparkasse oder Volks- und Raiffeisenbank hat.

Überzeugungsarbeit ist notwendig, denn für fast alle Bankkunden, ob privat oder geschäftlich, gilt: Sie wechseln nicht gerne ihre Bank. Denn eine neue Bank heißt, Software umzustellen, neue Bankverbindungen auf Rechnungen drucken zu lassen und bestehende Kunden über die Umstellung zu informieren. Viele Unternehmer scheuen diesen Schritt. Banken, die junge Unternehmen und Gründer gewinnen wollen, müssen sich daher doppelt anstrengen, um neue Kunden zu gewinnen. Die Umstellung sollte nicht nur Arbeit machen, sondern  sich finanziell für die Geschäftsleute lohnen.

Neue Art der Kommunikation

Das finnische Start-up Holvi hat seine Aktivitäten nach Deutschland ausgeweitet und unser Land zu einem der wichtigen Kernmärkte erklärt. Weitere Anbieter sind Penta und Kontist. Bislang ignorierten die Banken die Gruppe der Selbstständigen und Gründer eher. Gerade Gründer waren für Banken in den ersten Jahren oft keine profitablen Kunden, dafür aber erheblich anspruchsvoller als Privatkunden. Das gilt sowohl für die eigentliche Pflege der Kundenverbindung als für die Eröffnung eines Kontos für juristische Personen.

"Wir glauben, dass gerade diese Zielgruppe hochinteressant und wichtig ist, aber in der Vergangenheit oft vernachlässigt wurde. Wir haben daher unsere Hausaufgaben gemacht und orientieren uns konsequent am Kundenbedarf und Kundennutzen", erklärt Jens Wohlfahrt, Projektleiter von Fyrst.

Was all diese jungen Banken gemeinsam haben, ist ein lockerer Auftritt nach außen und eine neue Art der Kommunikation. Bislang setzen noch immer viele Geschäftskunden bei traditionellen Banken auf die Kommunikationswege per Telefon, E-Mail oder am liebsten persönlich. Fintechs wie N26, Fidor, Holvi und Fyrst gehen grundsätzlich neue Wege und bieten eine "mobile-first"-Lösung an. Die Kommunikation erfolgt damit hauptsächlich über das Internet beziehungsweise die eigene App.

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Die Bank Fyrst (das Angebot der DB Privat- und Firmenkundenbank) hat die Fokussierung auf Freiberufler, Gründer und Unternehmer im Titel ihrer Homepage stehen. Wie sehr die Marke am Markt angenommen wird und wie die Konkurrenz zu bereits länger etablierten Banken gelingt, werden die nächsten Monate zeigen. Das erste Feedback fällt gut aus: "Unsere ersten Kunden, die wir regelmäßig befragen, haben uns ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt", sagt Wohlfahrt. Schon der Start des Unternehmens war alles andere als üblich für eine Geschäftsbank mit großen Ambitionen. Schlicht und leise, ohne große Ankündigung und PR-Wirbel, ging Fyrst vor wenigen Wochen an den Start.

Modernes Banking

Die Kommunikation über das Internet und die Automatisierung ermöglichen eine ganz andere Geschwindigkeit, als Unternehmer dies von anderen Banken gewöhnt sind. Das deutsche Start-up N26 verspricht vollmundig "Hol‘ dir jetzt dein kostenloses Geschäftskonto. In nur 8 Minuten." Zuvor mussten Gründer oft den Weg in die Filiale antreten und ihr Geschäftsmodell vorstellen. Danach entscheidet die Bank, ob die Kontoverbindung überhaupt gewünscht ist.

Die Geschwindigkeit ist ein klares Merkmal der Innovationskraft der Finanz-Start-Ups. Prozesse werden automatisiert und die notwendige Kommunikation reduziert, sodass beispielsweise Kontoeröffnungen automatisch erfolgen können. Direkt aus dem Büro, ohne Umweg in eine Filiale. Ein Manager einer großen deutschen Bank sagte kürzlich: "Die schaffen die Kontoeröffnung in wenigen Minuten und zwei Tage später ist die Karte in der Post. Das müssen wir auch hinbekommen, wenn wir da mithalten wollen."

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Neues im Gebührendschungel

Viele der jungen Banken, aber auch einige etablierte, verzichten beispielsweise auf die klassischen Gebühren pro Buchungsposten, ein Relikt der deutschen Geschäftskonten-Bankenlandschaft. N26 berechnet auch bei den Business Konten für Selbstständige und Freelancer keine eigenen Buchungskosten mehr.

Und noch etwas zeichnet Fintechs aus: Fast alle bieten ein "no-frills"-Kontomodell ohne monatliche Fixkosten an. Das ist gerade bei Gründern beliebt, die eine Idee ausprobieren wollen und gerne am Konto sparen. Natürlich hofft die Branche, möglichst viele Unternehmer in zahlende Kunden zu überführen. Zumal diese Banken oft noch weitere Kontomodelle mit mehr Service-Leistungen anbieten, die dann natürlich auch Geld kosten. Diese Banken bieten ein Konto ohne monatliche Grundgebühr an:

  • Grenke Bank (Business Konto)
  • Kontist (Kontist Free)
  • Penta (Basic Konto)
  • Fyrst (Base Konto)
  • Revolut (Free Konto)
  • N26 (Business Konto)
  • Fidor Bank (Business Konto)
  • Holvi (Builder)

Für wen eignet sich ein Geschäftskonto?

Die untersuchten Geschäftsbanken konzentrieren sich oft auf kleinere Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern. Viele dieser Firmen benötigen nur Standard-Bankdienstleistungen, die über die App und ein Internetportal leicht automatisiert werden können. Größere Unternehmen fordern von Banken nach wie vor spezielle Dienstleistungen, die Geldhäuser mit Fokus auf Gründer und Selbstständige oftmals (noch) nicht bieten.

Bargeldversorgung bei Geschäftskonten

Ein wichtiger Unterschied: Viele der Fintechs wie Revolut und N26 haben keine Filiale, sind also reine Internet-Banken. Das erklärt einen Großteil der Kosteneinsparung, die deren Kunden über niedrige Kosten zu Gute kommen.

Diese Banken bieten daher auch eine sogenannte "no-frills"-Lösung an. Also ein einfaches Geschäftskonto, das nur die Basics bietet, dafür allerdings kostenlos ist. Ein Filialnetz haben diese Start-ups nicht. Kunden von Revolut können zwar weltweit mit der Kreditkarte Bargeld beziehen, Einzahlungen sind aber nicht möglich. Stationärer Handel hat hier also nichts verloren.

Die Bargeldversorgung stellt demzufolge einen entscheidenden Unterschied zwischen den Fintechs und traditionellen Banken dar. Hier gelingt Fyrst ein Brückenschlag, indem die Bank auf das Filialnetz und die Automaten der Muttergesellschaften, also Postbank und Deutsche Bank und der Cashgroup (Commerzbank, Hypovereinsbank und so weiter) zurückgreifen kann.

Beispielrechnung ohne Bargeld:

Das sind die drei günstigsten Banken, wenn Kunden vollständig auf Bargeld verzichten können, jeweils mit dem günstigsten Kontomodell:

  • N26 (0,00 Euro, N26 Business)
  • Kontist (0,00 Euro, Kontist Free)
  • Fyrst (29 Euro, Fyrst Base)

Annahme für die Beispielrechnung pro Monat: 30 beleglose Posten pro Monat, also 360 Buchungsposten im Jahr.

Einzahlung und Bezug von Bargeld

Neben dem Bezug von Bargeld ist einigen Unternehmen (gerade im Handel) die Einzahlung von Bargeld wichtig. Banken ohne viele Filialen oder Bankautomaten müssen hier neue Wege suchen.

  • Kunden der Grenke Bank können daher Bargeld bis zu einer Höhe von 999,99 Euro pro Tag an der Kasse von Partnerfirmen im Einzelhandel einzahlen. Das geht beispielsweise bei DM, Penny oder Rewe. Insgesamt setzt die Grenke Bank so auf bundesweit über 13.000 Partner. Abheben können Kunden dieser Bank bis zu 300 Euro pro Tag bei den Handelsunternehmen.
  • Fyrst-Kunden können die Geldautomaten der Postbank mit Einzahlfunktion und alle Postbank-Filialen nutzen.
  • Reine Online-Banken wie Revolut oder das britische Unternehmen Monese bieten noch keine Optionen für Einzahlungen.

Unternehmer, die auf Bargeld setzen, wenn auch nur selten, sollten dies vor einer Kontoeröffnung berücksichtigen. Achtung: Während der Bargeldbezug oft sogar kostenlos ist, sind Einzahlungen meistens mit Gebühren verbunden.

Beispiel:
Angenommen: 100 beleglose Posten pro Monat, zwei Einzahlungen à 1.000 Euro und zwei Auszahlungen zu 1.000 Euro pro Monat. Hier sind die vier günstigsten Banken:

  • Fyrst (Base 240 Euro im Jahr)
  • Targo Bank (Business Konto 258 Euro im Jahr)
  • Merkur Bank Classic (300 Euro im Jahr)
  • Commerzbank (Premium 335 Euro im Jahr)

Kreditvergabe

Viele der jungen Banken bieten lediglich eine Lösung für den Zahlungsverkehr, also das tägliche Geschäft. Eine traditionelle Bankdienstleistung, neben dem Girokonto, ist die Kreditvergabe.

Doch die Bereitstellung einer bestimmten Kreditlinie ist für Banken oft mit hohem (personellen) Aufwand verbunden. Denn irgendwer muss die Kreditwürdigkeit des Unternehmens oder Freiberuflers ja überprüfen. Das müssen gut ausgebildete Fachleute sein, die es eher bei den etablierten Banken und Sparkassen als bei den jungen Bank-Unternehmen gibt.

Diese Fachleute müssen einen Kreditantrag überprüfen und bewerten. Solch ein vielstufiger Prozess passt nicht so wirklich zu dem schlanken und automatisierten Abläufen von Fintechs.

Für Geschäftskunden gibt es selten einheitliche Zinssätze, sondern diese werden immer individuell (auf Basis eines Ratings) angeboten. Diese Bewertung erfolgt in der Praxis oft noch manuell von Mitarbeitern der Bank und kann im Einzelfall daher relativ viel Zeit in Anspruch nehmen. Daher bieten Revolut und Holvi auch gar keine Kreditlinie an. Penta hingegen arbeitet an der Einführung einer Kreditlinie und will diese demnächst den Kunden anbieten.

Wenn Unternehmer also in den nächsten Jahren auf eine Wachstumsfinanzierung setzen oder eine umfassende Kreditlinie in Anspruch nehmen wollen, sollten sie dies bereits heute bei der Auswahl eines Geschäftskontos berücksichtigen.

Welche Zusatzleistungen bieten Banken für Gründer und Selbstständige?

Viele Banken bieten innovative Dienstleistungen für Gründer an. Kontist etwa offeriert seinen Kunden einen Steuerrechner für Selbstständige. Insgesamt steht auch der "Community Gedanke" bei vielen der jungen Banken im Vordergrund. Das finnische Start-up Holvi bietet eine für eine Bank eine ganz besondere Dienstleistung: Die Finnen wollen mit dem estnischen E-Residency-Programm kooperieren und Kunden die digitale Staatsbürgerschaft einrichten. Das Ziel: Eine virtuelle Staatsbürgerschaft für Gründer, die besonders viel durch die Welt reisen. Diese Dienstleistungen fristen, im Vergleich zu etwa einem Steuerrechner für Selbstständige, sicherlich noch ein Nischendasein, stoßen aber auf immer mehr Interesse bei jungen Entrepreneurs.

Gerade für Gründer und Selbstständige ist die Buchhaltung und das Rechnungswesen oft lästig und Berater kosten Gebühren, die viele Gründer lieber sparen würden und in das Produkt investieren. Der Fokus der Banken auf diese Dienstleistungen ergänzt das Girokonto mit dem Zahlungsverkehr also sehr passend.

Das Ziel von Holvi oder Kontist ist, die Verwaltung der Buchhaltung so einfach zu machen, dass sie von der App aus flexibel und einfach bedient werden kann. Prozesse sollen automatisiert werden und digitale Assistenten vereinfachen die Dateneingabe.

Immer beliebter ist auch die Anbindung von Drittanbietern an das Konto. Kontist bietet beispielsweise bereits eine Anbindung zu Lexoffice, Debitoor und Fast Bill. Wer sich für das Premium Konto von Kontist für neun Euro im Monat entscheidet, bekommt zum Beispiel ein Jahr Lexoffice kostenfrei dazu.

Wie wichtig eine solche Anbindung ist, unterstreicht auch Jens Wohlfahrt von Fyrst: "Gerade für Geschäftskunden wird Banking allein in Zukunft nicht ausreichen. Nutzenstiftende sogenannte Near- oder Beyond-Banking-Lösungen wie Buchhaltungssoftware, Steuersoftware et cetera gewinnen an Bedeutung und müssen das Angebotsspektrum der eigentlichen Banking-Lösungen erweitern und ergänzen.”

Eine gute Ergänzung für Unternehmer ist die "Real-Time Steuerschätzung" von Kontist. Gerade Freiberufler und Gründer, die aus einem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit wechseln, fühlen sich von der Steuerthematik schnell überfordert.

Als Angestellter werden die Steuern automatisch ans Finanzamt abgeführt. Unternehmer müssen die Steuerschuld – zumindest im ersten Jahr – während der zwölf Monate eigenständig sparen und am Ende des Jahres begleichen. Das hat den einen oder anderen Gründer schon in die Schulden geführt. Ab dem zweiten Jahr zahlt man dann regelmäßig Steuer-Vorauszahlungen.

Das ist auch die Idee, durch die Kontist entstanden ist: "Für Selbstständige in Deutschland gibt es bisher keine speziell auf sie zugeschnittenen Banking-Angebote." "Ich habe in meiner Zeit als Selbstständiger oft mit Banken kämpfen müssen, weil ich nicht als Angestellter gearbeitet habe", erklärt Kontist-Gründer Christopher Plantener. Das wollten die Berliner ändern.

Service und Erreichbarkeit

Die Business Kontomodelle dieser Banken richten sich an Freelancer, Gründer und kleine Unternehmen. Die meisten Kunden sind juristische Personen (zum Beispiel eine UG oder eine GmbH). Aber: Nicht alle untersuchten Banken unterstützen die Kontoeröffnung von juristischen Personen. Das Fintech N26, ermöglicht etwa Business-Konten bislang nur für Selbstständige, die im eigenen Namen auftreten. Ein Konto für GmbH oder UG ist aktuell nicht möglich. Bei anderen Geldhäusern ist es kein Problem.

In Einzelfällen nehmen die Banken weitere Einschränkungen vor: "Als Nachhaltigkeitsbank arbeiten wir zum Beispiel nur mit bestimmten Branchen und Unternehmen zusammen," erklärt Florian Koss, Leiter Kommunikation und Marketing bei der Triodos Bank Deutschland. "Manche Branchen, wie zum Beispiel fossile Energien, Kernkraft, Rüstung, Glücksspiel schließen wir komplett aus. Dieses Versprechen belegen wir dadurch, dass wir alle vergebenen Kredite online veröffentlichen und unsere Kunden sehr transparent sehen, wo ihr Geld wirkt." Die Unternehmensform kann die Bankenwahl beeinflussen. Es gibt eine Reihe von juristischen Personen, die für die Eröffnung eines Business Kontos in Frage kommen, wie etwa:

  • UG
  • GmbH
  • AG
  • GbR
  • OHG
  • PartG
  • KG

Einschränkungen: Hohe Flexibilität und schnelle Umsetzung haben ihren Preis. So bieten viele junge Banken nur begrenzte klassische Bankdienstleistungen an und ein eng definiertes und schlankes Produktangebot. Fintechs sind letztendlich keine klassische Vollbank. Als Gründer sollten Sie sich konkret fragen: Passt diese Bank zu meinen Anforderungen? Was planen Sie mit dem Unternehmen in der Zukunft? Passt die Bank in fünf Jahren noch zu mir? Ein Kontenwechsel ist, wie erwähnt, für Unternehmen mit viel Verwaltungsaufwand verbunden. Überlegen Sie sich, welche Anforderungen Sie heute und künftig an eine Bank haben.

Erreichbarkeit: Innovatives Fintech hin oder her. In den letzten Monaten ist deutlich geworden, dass Kunden in erster Linie Wert auf Sicherheit und Kundenservice legen. Revolut und N26 sind in die Kritik geraten, da sie in kritischen Situationen für einige Kunden tagelang nicht erreichbar oder die Services mangelhaft waren. Solche Probleme schrecken einen Unternehmenskunden mehr ab als einen Privatkunden. Dabei geht es weniger um technische Probleme – auch Deutsche Bank und Commerzbank waren in letzter Zeit häufiger von IT-Pannen betroffen. Aber Kunden benötigen in kritischen Fällen einen Ansprechpartner und keinen umständlichen Support. Hier scheinen traditionelle Banken eingespielter zu agieren. Fintechs sollten diese Probleme dringend in den Griff bekommen. Thema ist nämlich auch Image und Servicequalität der Bank.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de