Mobile- und Multi-Banking: Die besten Apps im Überblick

Bankgeschäfte per Smartphone Mobile- und Multi-Banking: Die besten Apps im Überblick

Caroline Benzel
von Caroline Benzel Björn König
13.12.2018
Auf einen Blick
  • Immer mehr Banking-Apps erscheinen am Markt. Grund ist das gestiegene Kundenbedürfnis nach mobilen Anwendungen.

  • Neben den etablierten Geldhäusern bieten zunehmend auch Fintech-Unternehmen innovative Lösungen fürs Mobile-Banking.

  • Verbraucher sollten die Sicherheitslücken bei Banking-Apps und Mobile-Konten beachten und sich gegen einen möglichen Hacker-Angriff entsprechend schützen.
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Während einige Bankkunden immer noch auf Papierüberweisungen setzen, sind vor allem junge Bankkunden schon zwei Schritte weiter. Sie nutzen nicht mehr ihren Computer zum Online-Banking, sondern ihr Smartphone zum Mobile-Banking. Natürlich lassen sich alle üblichen Online-Banking-Anwendungen von einem Computer, einem Tablet oder einem Smartphone aus starten. Dafür müssen die Nutzer einfach den auf dem jeweiligen Gerät installierten Internet-Browser nutzen.

Zusätzlich haben viele Banken aber eigene Smartphone-Apps gestartet, über die ihre Kunden Bankgeschäfte abwickeln können. Das ist wesentlich sicherer, als über einen Web-Browser Online-Banking zu nutzen.

Einige Banken haben in Reaktion auf das Banking-Start-up N26 sogar reine Mobile-Konten ins Leben gerufen. Solche Konten werden nur über eine App verwaltet.

Biallo-Tipp

Mobile-Banking ist sehr praktisch, birgt aber auch Angriffspunkte für einen möglichen Missbrauch. Bankkunden, die auf diesem Weg ihre Bankgeschäfte erledigen, sollten sich mit mobilen Sicherheitsvorkehrungen deshalb sehr gut auskennen.

Multi-Banking-Apps: Mehrere Konten in einer App

Bankkunden, die schon jahrelang Online-Banking nutzen und versiert im Umgang mit dem Smartphone sind, dürften mit Banking-Apps keine Schwierigkeiten haben. Welche Form der Kontoverwaltung am geeignetsten ist, hängt sicherlich von den Ansprüchen und Voraussetzungen des Einzelnen ab. Wer bereits ein oder mehrere Konten hat, könnte sich für eine übergreifende Banking-App – eine sogenannte Multi-Banking-App – entscheiden, die es erlaubt, die Konten verschiedener Banken zu verwalten. Andererseits muss auch nicht jeder Bankkunde täglich den Stand des Girokontos oder des Aktiendepots überprüfen.

Wer damit zufrieden ist, einmal pro Woche einen Kontoauszug am Automaten abzuholen, braucht nicht zwingend eine Banking-App. Wer dagegen viel unterwegs ist, empfindet es vielleicht als Entlastung, Bankgeschäfte auch im Zug, im Restaurant oder nachts im Hotel erledigen zu können.

Achtung: Vor der Installation einer Banking-App, sollten Sie sich die Bewertungen anderer Nutzer gut durchlesen und einen Blick auf die Datenschutzbedingungen und Sicherheitsstandards des jeweiligen Anbieters werfen. Neue Apps ohne Bewertung sollten Sie lieber nicht installieren.

Etablierte Banken mit eigenen Banking-Apps

Ob Ihre Bank eine eigene Banking-App anbietet, erfahren Sie in der Filiale, über die Kunden-Hotline, auf der Website Ihrer Bank oder einfach durch eine Suche in Ihrem App-Store. Für Kunden, die bereits ein Konto haben, ist eine Banking-App eine zusätzliche Möglichkeit, den Überblick über die privaten Finanzen zu behalten.

Natürlich können Sie einfach über den Internet-Browser Ihres Smartphones aufs Online-Banking zugreifen. Die Apps sind aber in der Regel komfortabler und sicherer als der Zugang per Browser, da sie meist zusätzliche Sicherheitsstufen wie zum Beispiel einen Fingerabdruck-Scan (Touch ID) einbauen. Grundsätzlich sind Apps für Eindringlinge schwerer zu knacken als ein Internet-Browser, so dass das Banking per App sicherer ist, als das Banking am Computer.

Biallo-Tipp: Bevor Sie sich für die Installation einer Banking-App entscheiden, lohnt es sich, aktuelle Testberichte zu lesen. Publikationen wie Stiftung Warentest, Chip und Computerbild nehmen immer wieder Banking-Apps und Online-Banking-Anwendungen unter die Lupe. Dabei bewerten sie unter anderem die Bedienbarkeit, Datenschutz und Sicherheits-Features.

Lesen sie auch: Deutschlands größter Girokonto-Test

Deutsche Bank

Video der Deutsche Bank-App

Bei einem Test der Zeitschrift Chip im September 2017 landete die Banking-App der Deutschen Bank – Deutsche Bank Mobile – auf dem ersten Platz.

Besonders gut fanden die Tester, dass die Deutsche Bank Zahlsysteme wie Paypal, Giropay und Paydirekt in die App integriert hat. Zudem erlaubt die App das Ausführen von Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträgen und bietet Statistikfunktionen, biometrisch gesicherten Zugang und Fotoüberweisungen.

Mit der Multi-Banking-Funktion können Kunden der Deutschen Bank alle Ihre Konten, Karten, Kredite und Depots in Echtzeit auf einen Blick sehen – egal von welcher Bank.

Commerzbank

Video der Commerzbank-App

Die Banking-App der Commerzbank bietet ebenfalls eine Multi-Banking-Funktion. Insgesamt lassen sich über die App bis zu fünf registrierte Konten verwalten. Auf Wunsch können Kunden einen Konto-Alarm einrichten, der bei Kontobewegungen ab 50 Euro ausgelöst wird.

Per E-Mail oder Whatsapp können Verbraucher direkt aus der Finanzübersicht Geld von Bekannten einfordern, wenn diese vergessen haben, den Anteil am Restaurant-Essen oder der gemeinsam gebuchten Ferienwohnung zu bezahlen.

Sparkasse

Video der Sparkassen-App

Auch die Sparkassen bieten eine Multi-Banking-App an. Mit der S-App können beliebig viele Konten oder Depots hinzugefügt werden. Die Nutzung der Multibanking-Funktion ermöglicht Sparkassen-Kunden auch den Vermögensaufbau, indem der Sparkassenberater mit Zustimmung des Kunden den Finanzstatus einsehen kann und Anlagestrategien vorschlägt.

Das Besondere: Neben den üblichen Banking-Funktionen, können Sparkassen-Kunden Geld an andere Handy-Besitzer schicken. Mit der Funktion Kwitt brauchen Kunden für eine Überweisung nur die Handy-Nummer des Geldempfängers. Ist derjenige noch nicht bei Kwitt registriert, wird er auf eine Seite geleitet, auf der er seine IBAN eingeben muss. Im Anschluss wird das Geld direkt überwiesen.

ING

ING-Diba wird zu ING

Die ING entwickelt ihre App "Banking to go" stetig weiter. Mit der Multi-Banking-Funktion können beliebig viele Konten von Fremdbanken hinzugefügt werden, die HBCI/FinTS unterstützen. Praktisch ist die Fotoüberweisung, mit der ING-Kunden Rechnungen abfotografieren und Überweisungen ausführen können, ohne die IBAN einzutippen. Auch die lästige TAN-Eingabe entfällt: Die Freigabe erfolgt per mobilePIN oder Fingerabdruck (nur für iOS-Geräte). Mit der wahlweisen Funktion für Push-Benachrichtigungen werden ING-Kunden über Ein- und Ausgänge in Echtzeit benachrichtigt.

In Zukunft soll die App noch intelligenter werden: An weiteren innovativen Funktionen wird bereits gearbeitet. So sollen ING-Kunden mit der App bald auch Wertpapiere kaufen und verkaufen können.

DKB

Video der DKB

Auch die Banking-App der DKB bietet allerhand nützliche Funktionen. So lässt sich der aktuelle Kontostand des Girokontos, der Kreditkarte und des Depots abrufen. Überweisungen lassen sich unter anderem per Foto-Überweisung durchführen. Die Rechnung wird abfotografiert und die Daten automatisch in die App übertragen.

Auch gut: Per App lässt sich ein Barcode für Cash im Shop erstellen. Damit können Kunden in Geschäften zwischen 50 bis 300 Euro abheben.

Der Vorteil: So können Verbraucher Geld abheben, selbst wenn sie ihr Portemonnaie vergessen haben. An der Kasse wird einfach der Code vom Smartphone abgescannt und das Geld ausgezahlt. Cash im Shop funktioniert bundesweit in 6.000 Geschäften, darunter in den Filialen von Real, Penny, Rewe, den Shops von Mobilcom-Debitel, den Drogeriemärkten von Budni und den Shops von Ludwig, Eckert, ON!Express, Adam’s und Barbarino.  

Volks und Raiffeisenbanken

Video der Volks und Raiffeisenbanken

Auch die Volks- und Raiffeisenbanken bieten eine Banking-App mit umfassenden Services. So können Kunden ihren Kontostand abfragen, Überweisungen tätigen, Rechnungen fürs einfache Bezahlen einscannen und Geld per Smartphone mittels der Funktion "Kwitt" verschicken. Und Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken können auch ihre Konten bei Fremdbanken in derselben App verwalten.

PSD Banken

Video der PSD Bankengruppe

Sehr komfortabel ist auch die App der PSD Bankengruppen, von denen die meisten außerdem ein kostenloses Girokonto anbieten. Die PSD-App ist multibankenfähig, das heißt: Es lassen sich auch die Kontostände andere Banken sehen oder Überweisungen von allen Konten tätigen.  

Sparda Banken

Die drei Sparda-Apps

Die Sparda-Banken bieten drei Apps an. Mit einer kann man nur den Kontostand erfragen, aber auch Konten weiterer Banken hinzufügen. Die Sparda-App erlaubt Fotoüberweisungen, die über die Sparda-Secure-App freigegeben werden.

Hypovereinsbank

Die "HVB Moblie Banking App"

Filialfinder, Kontostand, Kreditkärtenumsätze und viele weitere nützliche Services können Kunden der Hypovereinsbank mit der App "HVB Mobile Banking App" nutzen. Die App für Smartphones mit Android- oder iOS-Betriebssystem bietet alle wichtigen Funktionen, um rund um die Uhr über seinen Finanzstatus informiert zu bleiben. Voraussetzung für die Nutzung der App ist ein HVB Girokonto (Basiskonto Aktiv kostet 2,90 Euro im Monat und als Plus-Version inklusive Girocard 7,90 Euro) und die Aktivierung des Online Direct-Bankings.

Für iPhone- wie auch Android-Nutzer ist die Anmeldung bequem und sicher per Fingerabdruck (Touch ID) möglich. Hilfreich ist auch der integrierte "Rechnungsscanner", mit dem alle relevanten Überweisungsdaten per Foto von Rechnungen, Überweisungen und QR-Codes komplett übernommen werden.

Fintechs und Banken mit Mobile-Konten

Neben den bankenunabhängigen Apps und den bankeigenen Anwendungen gibt es tatsächlich Girokonten, die nur per Smartphone und Tablet zu verwalten sind. Teils handelt es sich dabei um Kontoangebote sogenannter Fintech-Startups, also junger Unternehmen aus dem Bereich der Finanz-Technologie.

N26

Video von N26

N26 ist der Star in der deutschen Fintech-Szene. Das Unternehmen wurde 2013 gegründet und hat jetzt bereits mehr als eine Million Kunden. Dabei war das Konzept von N26 völlig neu. Ein Konto, das ausschließlich mobil verwaltet wird. Inzwischen ist die Bank, die ihren Sitz in Berlin hat, europaweit und auch in den USA aktiv.

N26 bietet ein Gratis-Konto und zwei bezahlte Konten "N26 Black" und "N26 Metal" an. Ersteres kostet 9,90 Euro im Monat und enthält diverse Versicherungsleistungen, darunter Versicherungsschutz für Reisen ins Ausland und für qualifizierte Einkäufe sowie eine Diebstahlversicherung fürs Smartphone. Eine EC-Karte und eine Mastercard gibt es in beiden Kontomodellen. Der Dispozins liegt bei teuren 8,90 Prozent.

Neben den Transaktionen, die N26-Kunden per Online-Banking oder App durchführen können, bietet N26 auch die Option, alle Versicherungsverträge zentral über die App zu steuern. Zusätzlich bietet N26 inzwischen auch Ratenkredite an. Der Antrag erfolgt dabei ebenfalls komplett digital. Neben einer Schufa-Abfrage wertet N26 das Girokonto des Kredit-Interessenten aus, um eine Kreditentscheidung zu fällen. N26-Kontoinhaber können ebenfalls per Nachricht oder E-Mail Geld verschicken.

Nachteil bei N26: Es sind nur fünf Abhebungen am Geldautomaten pro Monat gratis möglich. Jede weitere Abhebung kostet zwei Euro. Dafür können Kunden aber per App in bundesweit 7.000 Supermärkten Geld abheben und Geld einzahlen.

Ebenfalls interessant: Es ist über die App auch möglich, Aktien zu kaufen und Geld auf Festgeldkonten zu bunkern. Im Bereich Festgeld arbeitet N26 mit Weltsparen zusammen, das europaweit Festgeldanlagen anbietet.

O2 Banking

Video von O2 Banking

Ebenfalls interessant ist das kostenlose Girokonto von O2 Banking. O2 funktioniert nach Angaben von O2 ohne Schufa-Prüfung. Zum Bezahlen und Geldabheben bekommen Kunden eine Mastercard. Geldabheben ist nur dreimal pro Monat gratis möglich, danach kostet jede Abhebung 2,99 Euro.

Wird das Geld knapp, können Kunden einen sogenannten Geldnotruf starten. Der kostet sechs Euro. Dafür bekommen Kunden dann 100 Euro ausbezahlt – ohne Schufaprüfung. Durch die Gebühr von sechs Euro entspricht das einem Zinssatz von unglaublichen 72 Prozent im Jahr. Ein gutes Geschäft für O2, ein schlechtes Geschäft für den klammen Kunden. Auch das O2-Konto lässt sich bequem per App steuern, Geld per Nachricht oder Mail versenden.

Eine Besonderheit: Kunden, die mit der Mastercard bezahlen, können sich extra Surfvolumen verdienen.

Tipp: Das Konto könnte für O2-Kunden interessant sein, die nicht regelmäßig Geld abheben wollen und einfach nur ein Zweitkonto brauchen.

Comdirect

Viel getan hat sich beim Thema Mobile Banking auch für Kunden der Commerzbank-Tochter Comdirect. Neben einem neuen Design mit verbesserter Nutzerführung haben die Quickborner ihrer Banking-App diverse neue Funktionen spendiert. So zum Beispiel die Chat-Überweisung, mit der es laut Comdirect möglich sein soll, SEPA-Überweisungen so schnell wie Textnachrichten zu versenden. Dies geschieht wie bei vielen neuen Payment-Apps einfach über die Auswahl des Namens in der Kontaktliste.

Außerdem unterstützt das Institut nun den Google Assistant bzw. Smartspeaker Google Home. Kunden nutzen den Sprachassistenten und führen die Transaktion im Anschluss aus Sicherheitsgründen in der App aus. Besonders praktisch: Überweisungen bis zu 30,00 Euro sind sogar ohne TAN-Freigabe möglich. Legitimieren können sich Kunden bei größeren Beträgen zudem per Fingerabdruck, sofern das jeweilige Smartphone mit einem entsprechenden Sensor ausgestattet ist. Comdirect entwickelt die Banking-App anhand von Kundenwünschen laufend weiter, somit sind auch in naher Zukunft neue Funktionen im Smartphone-Banking zu erwarten.

Revolut

Video von Revolut

Das Konto und die App von Revolut richten sich an Kunden, die international leben und häufig Geld ins Ausland überweisen. Dabei verzichtet der Anbieter auf Aufschläge bei Wechselkurse. Die Konten werden gleichzeitig in Euro und Englischem Pfund geführt. Bei Überweisungen in Fremdwährungen sollen die Wechselkurse den Interbanken-Kursen entsprechen, zusätzliche Gebühren fallen nicht an.

Technisch funktioniert das so: Die Kunden führen in der App ein Konto in ihrer bevorzugten Währung und übertragen bei Bedarf Geld auf ein Unterkonto in einer anderen Währung. Von dort aus können sie dann kostenlos Geld auf ein Konto derselben Währung überweisen.

Gegründet wurde das britische Fintech 2015 von zwei ehemaligen Bankern. Revolut bietet ein Gratis-Konto mit kostenlosen Überweisungen in 25 Länder an. Allerdings können nur bis zu 200 Euro im Monat gebührenfrei mit der Revolut-Mastercard abgehoben werden. Kunden, die sich für das Premium-Konto entscheiden, bezahlen 7,99 Pfund im Monat und können dann bis zu 400 Euro gratis abheben. Hinzu kommt eine Auslandsreisekrankenversicherung sowie ein 24-Stunden-Service. Sobald der monatliche Maximalbetrag abgehoben ist, fallen pro Abhebung zwei Prozent des Abhebebetrags an Gebühren an.

Tipp: Revolut könnte sich als Zweitkonto für alle lohnen, die viel ins Ausland überweisen. Allerdings ist ein Großteil der Informationen bei Revolut auf Englisch. Ohne gute Englisch-Kenntnisse sollten Sie deshalb besser kein Revolut-Konto eröffnen.

Bankomo

Video von Bankomo

Bankomo ist ein Service der Reisebank und richtet sich speziell an Menschen, die sich erst seit Kurzem oder nur vorübergehend in Deutschland aufhalten. Das Smartphone-Konto kostet 4,90 Euro im Monat. Im Preis enthalten ist eine Prepaid-Mastercard mit der an den Automaten der Reisebank kostenlos Geld abgehoben werden kann. Die App erlaubt das Abrufen des Kontostandes und das Durchführen von Überweisungen. Auch der schnelle Geld-Versand von Handy zu Handy ist möglich, wenn der Empfänger ebenfalls Bankomo-Kunde ist.

Tipp: Für 4,90 Euro im Monat bietet Bankomo wenig Leistung. N26 und Revolut haben dagegen auch ein Gratis-Konto im Angebot.

Yomo

Yomo ist die Reaktion der Sparkassen auf Anbieter wie N26 und Revolut. Yomo ist ein mobiles Gratis-Konto, das bei der örtlichen Sparkasse geführt wird.

Der Vorteil: Mit der im Konto enthaltenen Girocard können Yomo-Kunden an Automaten der Sparkassen gratis Geld abheben.

Der Nachteil des Regional-Prinzips: Je nach Sparkasse können für Konten-Services unterschiedliche Kosten anfallen.

Das Yomo-Konto wird über die App verwaltet und erlaubt das Abrufen des Kontostandes und Überweisungen. Weitere Features sollen anhand des Nutzer-Bedarfs entwickelt werden.

Da Yomo noch in den Startlöchern steckt, gibt es derzeit noch kein Produktvideo.

1822 Mobile

Video von 1822 Mobile

Interessanter als Yomo scheint 1822 Mobile zu sein, das zur 1822 Direkt gehört. Hier bekommen Kunden zu ihrem Gratis-Konto eine Girocard und eine Visa-Karte hinzu. Mit der Girokarte können Kunden an den Sparkassen gratis Geld abheben, mit der Visa-Karte an Geldautomaten weltweit.

Die App erlaubt das Abrufen des Konto-Standes, das Durchführen von Überweisungen und das Anfordern von ausgelegtem Geld über Cashlink. Um Geld zurückzahlen zu können, bekommen Freunde einen Link zugeschickt, über den sie eine Lastschrift auslösen können.

Praktisch: Die App erlaubt auch die Einbindung von Fremdkonten.

Yunar

Der Newcomer unter den FinTechs ist die digitale Geldbörse Yunar als Teil des neuen Geschäftsbereichs "Digital Ventures" im Privat- und Firmenkundengeschäft der Deutschen Bank. Seit November 2018 ist das Produkt als Basisversion gestartet, weshalb noch nicht alle Funktionen verfügbar sind. Mit weiteren Bank- und Nichtbank-Dienstleistungen soll Yunar künftig schrittweise zur virtuellen Geldbörse ("Mobile Wallet") in der Tasche seiner Kunden werden. Zunächst können die Nutzer der Yunar-App auf dem Smartphone ihre Kundenkarten verwalten. Die App erlaubt für bis zu 200 in Deutschland verbreitete Bonusprogramme Punkte zu sammeln, darunter Payback, DeutschlandCard, BahnBonus, Miles & More, Ikea, Douglas und Karstadt. Die eigentlichen Plastikkarten brauchen die User dann nicht mehr.

Die Basisversion wird im Betrieb mit den Erfahrungen der Nutzer ständig weiterentwickelt werden. Im ersten Quartal 2019 wird die App im iOS App und Google Play Store dann für alle verfügbar sein.

MoneYou

Die niederländische Großbank ABN AMRO hat mit Moneyou Go ebenfalls eine vielseitige Banking-App gestartet. Mit zwei Features sticht die Smartphone-Bank ganz besonders aus der Masse hervor. Zunächst erhalten Nutzer eine Verzinsung analog zum Moneyou-Tagesgeldkonto mit quartalsweiser Zinsgutschrift. Somit ist es möglich, Sparguthaben auf dem Girokonto zu belassen und trotzdem vergleichsweise attraktive Habenzinsen zu erhalten.

Das zweite interessante Feature ist die Möglichkeit, im Konto spezielle virtuelle Spardosen, so genannte "Wallets", für verschiedene Zwecke anzulegen. Darüber hinaus ist die Kontoführung inklusive einer Debit-Mastercard mit Kontaktlosfunktion kostenlos. Wie bei anderen FinTechs erfolgt die Kontoeröffnung und Legitimation bequem per Smartphone und Video-Ident.

Vimpay

Vimpay ist ein Mobile-Payment-Dienst auf Mastercard-Basis. Das mobile "Girokonto Standard" ist kostenlos und das "Girokonto Premium" für 4,99 Euro im Monat zu haben. Beide Konten haben eine Prepaid-Mastercard und werden auch zusammen mit dem bald in Deutschland startenden Apple Pay funktionieren.

Hinter dem Unternehmen stehen laut Vimpay Kreativköpfe, Java-Junkies, Werbegenies und viele individuelle Persönlichkeiten. Im Klartext: Petafuel und Paycenter aus Bayern bilden gemeinsam das Vimpay-Team. Petafuel ist Spezialist für IT-Dienstleistungen und Businesslösungen im Finanzsektor und führt als Mastercard-Prozessor eigenständig die Autorisierungen aller Zahlungen für Vimpay durch. Das E-Geld-Institut Paycenter hingegen kümmert sich um den reibungslosen Ablauf des Zahlungsverkehrs und übernimmt die Kontenverwaltung und die Buchungsprozesse für Vimpay.

Monese

In Deutschland noch recht unbekannt ist die britische Banking-App "Monese". Unter dem Motto "Banking ohne Grenzen" haben die Briten ein internationales und vor allem kostenloses Smartphone-Konto mit europäischer IBAN im Angebot, welches sich vor allem an Expats beziehungsweise Weltenbummler richtet. Darüber hinaus kann über die App ein zusätzliches Konto in britischer Fremdwährung eröffnet werden.

Besonders interessant ist dies möglicherweise auch für Kunden mit schlechterer Bonität, denn bei der Eröffnung wird keine Schufa-Anfrage eingeholt. Optional ist darüber hinaus eine kontaktlose Debit-Mastercard, welche zum Ausgabepreis von 4,95 Euro bestellt und in der App verwaltet werden kann. Barabhebungen vom Monese-Konto sind an allen Automaten für 1,00 Euro möglich und damit vergleichsweise günstig. Nicht ganz so günstig ist die Premium-Variante des Monese-Kontos für 14,95 Euro. Dafür gibt es dann in der App zum Beispiel die Möglichkeit, unbegrenzt kostenlos Währungen umzutauschen und ebenso kostenfrei Bargeld abzuheben. Monese steht sowohl für Apple als auch Android-Nutzer in den jeweiligen App Stores zur Verfügung.

Sicherheit beim Mobile-Banking

Kunden, die sich fürs Mobile-Banking entscheiden, sollten sich darüber im Klaren sein, dass es keine absolute Sicherheit geben kann. Zwar hat es bislang in Deutschland keinen großangelegten Angriff auf Banking-Apps gegeben, das heißt aber nicht, dass die Anwendungen hundertprozentig sicher sind.

Die Universität Erlangen hat im November 2017 Sicherheitslücken in insgesamt 31 Banking-Apps öffentlich gemacht. Die Sicherheitslecks betrafen Apps der Commerzbank, der Stadtsparkassen, von Comdirect und der Fidor-Bank. Ein Angriff war möglich, wenn die Kunden Banking-App und Tan-App auf demselben Gerät installiert hatten. In dem Fall konnten die Forscher die App nicht nur unerlaubt nutzen, sondern auch kopieren und TANs an andere Geräte verschicken.

Somit wäre es theoretisch möglich gewesen, die gehackten Konten leerzuräumen. Bankkunden sollten sich also gut überlegen, welche Apps sie wirklich auf ihrem Smartphone installieren wollen. Möglicherweise ist es sicherer, die Banking-App auf einem Tablet zu installieren und eine etwaige TAN-App auf dem Smartphone.

3
 
Anbieter
Monatspreis
Dispozinsen
Jahrespreis
Girocard
 
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7,43%
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Software aktualisieren

Grundsätzlich sollten Smartphone-Nutzer darauf achten, Updates des Betriebssystems und der diversen Apps möglichst umgehend durchzuführen. Manchmal geht es bei den Aktualisierungen nur um eine Verbesserung der Anwendungen – oft sind Aktualisierungen aber sicherheitsrelevant.

Und je mehr sensible Daten auf Smartphones gespeichert sind, umso interessanter werden die Geräte auch für Diebe und Hacker. Aktualisieren Sie nach Möglichkeit also alle Anwendungen regelmäßig, insbesondere natürlich Finanz-Apps und Anwendungen, bei denen Kontoinformationen hinterlegt sind. Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Virensoftware auf dem Smartphone zu installieren. Davon ausgenommen sind iPhones, da Apple sich selbst um den Virenschutz kümmert.

Sicher vor praktisch

Smartphones enthalten normalerweise sehr viel Persönliches. Neben Fotos sind auf den kleinen Minicomputern meist private Nachrichten, der Browser-Verlauf und auch die E-Mail-Konten gespeichert. Wer Wert auf seine Privatsphäre legt, sollte deshalb unbedingt einen Sperrbildschirm verwenden, und überall Passwörter und PINS vorschalten, wo es möglich ist. Das Speichern von Passwörtern ist zwar praktisch, kann aber gefährlich sein, sobald sich jemand Zugang zum Gerät verschafft.

Wenn sich das Smartphone auch per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck entsperren lässt, sollten Sie diese Funktion nutzen. Das gilt auch fürs Online-Banking. Je sicherer, umso besser, selbst wenn die Bequemlichkeit darunter leidet.

Mobile Zahlsysteme statt Banking-App

Wer nicht gleich seine ganzen Finanzen per Smartphone verwalten möchte, kann stattdessen auch erst einmal Smartphone-Bezahlsysteme ausprobieren. Paypal und das von diversen deutschen Banken getragene Paydirekt gibt es auch als App. So lässt sich das Bezahlen und Überweisen per Smartphone ganz gut einüben.

Es gibt auch verschiedene Bezahlsysteme, die es erlauben, Handys zum Bezahlen an der Kasse zu verwenden. Das funktioniert per NFC (Near Field Communication). Zahlreiche Dienste tummeln sich bereits auf dem Markt und Banken, Fintechs, Google sowie Apple buhlen um die Gunst der User. Auch diverse Einzelhändler haben zudem Apps mit Bezahlfunktion im Programm.

Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeber: Mobiles Bezahlen per NFC

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Biallo-Spezialistin rund um das Thema Mobilfunk. LTE, NFC, UMTS - sie weiß, was diese Abkürzungen bedeuten und wann sie für unsere Leser wichtig sind. Nach ihrem Studium der Publizistik hat sie sich auf Verbraucherthemen spezialisiert. Caroline Benzel arbeitet für Print- und Online-Medien sowie fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de