Tagesgeld

  • Über 150 Anbieter im Vergleich
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  • min. 100.000 € Einlagensicherung
  • Innerhalb von fünf Minuten eröffnet
Horst Biallo
Horst Biallo
Verabschieden Sie sich von Ihrem Sparbuch. Tagesgeld ist die Alternative.
Tagesgeld

Wir halten Sie mit unseren Tagesgeld-News immer auf dem aktuellen Stand. Egal ob wichtige Zins- oder Gesetzesänderungen, hier finden Sie alles, was grade und in letzter Zeit wichtig ist.

Tagesgeld

Mit unseren Tagesgeld-Ratgebern informieren wir Sie über alle wichtigen Themen. In diesen zeigen wir Ihnen beispielsweise, worauf Sie beim vergleichen achten sollten oder welche Neukundenangebote es gibt und wie lange diese gelten.

Tagesgeld: Das Wichtigste im Überblick

Tagesgeld zählt in Deutschland auch im Jahr 2019 zu den beliebtesten Geldanlage-Produkten – diese Leistungen zeichnen ein Tagesgeldkonto aus:

Für wen ist ein Tagesgeldkonto sinnvoll?

Tagesgeld ist für Sie die richtige Wahl, wenn Sie

  • auf der Suche nach einer kurz- bis mittelfristigen Geldanlage sind,

  • jederzeit flexibel an Ihr Geld kommen wollen,

  • keine Kontoführungsgebühr zahlen möchten,

  • eine höhere Verzinsung erwarten als auf einem Sparbuch.

Tagesgeld für Kinder: Eltern bleiben in der Pflicht

Tagesgeld zur Geldanlage ist auch für Kinder und Enkel interessant. Allerdings dürfen Minderjährige eigenständig noch kein Tagesgeld-Konto eröffnen. Stellvertretend ist dies nur den gesetzlichen Vertretern erlaubt, also den Eltern oder dem gesetzlichen Vormund. Bis zur Volljährigkeit des Kindes sind die Vertreter verfügungsberechtigt und können jederzeit Ein- und Auszahlungen auf dem Tagesgeld-Konto vornehmen.

Möchten Großeltern oder Paten ein Tagesgeld-Konto für den Enkel oder das Patenkind eröffnen, etwa um Geld zu schenken, erfordert dies einen Vertrag zugunsten Dritter. Das Tagesgeld wird dann auf den Namen des Begünstigten geführt. Ab Volljährigkeit kann das Kind dann selbstständig Transaktionen auf dem Tagesgeld-Konto vornehmen. Allerdings muss sich der Nachwuchs nachträglich per Post- oder Video-Ident legitimieren.

Darauf sollten Sie bei der Auswahl des Tagesgeldkontos achten

Tagesgeldzinsen

Für viele Anleger ist in erster Linie die Höhe des Zinses ausschlaggebend. Aber: Die Verzinsung bei einem Tagesgeldkonto ist variabel. Sprich: Im Gegensatz zum Festgeld können Tagesgeldzinsen täglich angepasst werden. Zinsgarantien gibt es für Kunden nur, wenn es sich um ein Spezial-Angebot handelt, etwa einem Neukundenangebot.

Bei solchen Aktionen ist der Zinssatz oftmals für einen gewissen Zeitraum festgeschrieben. Die besten Tagesgeldkonten zeichnen sich durch eine stabile Zinsgestaltung aus. Grade deswegen lohnt es sich, immer wieder einen Vergleich unter Anbietern und Angeboten durchzuführen.

Anlagesumme

Die Höhe des anzulegenden Betrages bestimmt auch den Zins – der kann je nach Anlagebetrag differieren. Mittlerweile verlangen nur noch wenige Banken eine Mindestanlagesumme von ihren Kunden. Meist ist der Höchstanlagebetrag 100.000 Euro und mehr sollten Sie pro Konto auch nicht anlegen. Denn hier endet meist der Schutz der Einlagensicherung.

Einlagensicherung

Bei einer Tagesgeld-Anlage müssen Sie sich keine Sorge um Ihr Geld machen – zumindest bis zu einer bestimmten Summe. Denn alle Angebote im Tagesgeld-Vergleich von biallo.de sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis zu einer Summe von 100.000 Euro je Sparer komplett abgesichert. Aber Sie sollten stets bedenken, dass die Einlagensicherung immer nur so sicher ist, wie die Kreditwürdigkeit des Staates, der Sie garantiert.

Eine gemeinsame europäische Lösung gibt es bislang noch nicht. Um Ihnen ein Gefühl für die Qualität der Einlagensicherung des jeweiligen Anbieters zu geben, sehen Sie nicht nur das Herkunftsland des Anbieters, sondern auch das entsprechende Bonitätsrating von Standard & Poor’s.

Biallo-Tipp

Wir sind der Ansicht, dass die Einlagensicherung eines Landes nur als vertrauenswürdig gilt, wenn die renommierte Ratingagentur Standard & Poor’s die Bonität des Staates mit mindestens hoher Sicherheit (AA-) bewertet. Bei Banken aus Staaten mit geringerer Bonität bestehen im Pleitefall zumindest Zweifel, ob Anleger zeitnah entschädigt werden können.

Genauere Informationen zu den einzelnen Ländern und deren Banken finden Sie in unseren Ratgebern:

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung haben viele deutsche Geldhäuser noch eine weitere Absicherung. Rund 170 Geschäftsbanken gehören dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken an. Das bedeutet für Kunden einen Schutz in Millionenhöhe. Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken stützen sich gegenseitig ab, so dass die Einlagen praktisch unbegrenzt abgesichert sind.

Im Falle einer Bankenpleite sehen die Bestimmungen der Europäischen Bankenunion vor, dass Sparern innerhalb von sieben Tagen der Zugriff auf ihre Guthaben ermöglicht werden soll. Diese Regelungen gelten für Tagesgeld genauso wie für Festgeld, Sparbrief oder Guthaben auf dem Girokonto.

Zugangssicherheit

Mittlerweile gibt es viele Sicherheitsmechanismen, um den Kundenzugang zum Tagesgeldkonto zu schützen. Beim Pin-Tan-Verfahren ist der Zugriff auf das Tagesgeldkonto erst nach Eingabe einer Pin möglich. Möchte der Kunde in Anschluss eine oder mehrere Transaktionen tätigen, muss er für jeden Vorgang eine separate Tan eingeben. Pro Tan ist nur eine Transaktion möglich. Dabei gibt es unterschiedliche Tan-Verfahren, wie M-Tan, Chip-Tan, Push-Tan oder Chip-Tan. Bei den meisten Bankhäusern können Kunden zwischen zwei oder drei dieser Verfahren frei wählen.

Neukunden-Offerten

Viele Geldinstitute nutzen Tagesgeldkonten zur Kundengewinnung. Zu diesem Zweck wird der Zinssatz überdurchschnittlich hochgehalten und für eine gewisse Zeit festgeschrieben. Das Ziel: Neue Kunden und damit frisches Kapital zu akquirieren.

Sie können Zinsgarantien bewusst nutzen, indem sie als Tagesgeld-Neukunde "Zins-Hopping" betreiben, also immer wieder ein neues, zinsstarkes Tagesgeldkonto eröffnen. Immerhin profitieren Neukunden oft monatelang von festgeschriebenen Aktionszinsen, während Bestandskunden wegen rückläufiger Zinsen mit sinkenden Erträgen rechnen müssen.

Biallo-Tipp: Sparpläne nutzen

Tagesgeld eignet sich auch, um langfristig zu sparen – nämlich mit einem Sparplan. Vorteil: Bei finanziellen Engpässen können Anleger ihre Raten jederzeit verringern oder aussetzen. Auch das Umschichten in andere Geldanlagen ist für den Kunden jederzeit verlustfrei möglich. Eine nicht unwesentliche Rolle beim Sparen spielt der Zinseszinseffekt. Das Wichtigste zu Tagesgeld-Sparplänen:

Sparrate bestimmen

Sparer können selbst bestimmen, wie viel Geld sie monatlich, viertel- oder halbjährlich von ihrem Girokonto per Dauerauftrag auf das Tagesgeldkonto überweisen wollen. Alternativ kann man den Betrag auch per Lastschrift regelmäßig einziehen lassen.

Sparrate ändern

Die zunächst festgelegte Sparrate ist jederzeit veränderbar. Dabei fallen keine Gebühren an. Anleger brauchen die neue Sparrate nur ein paar Tage vor dem ersten Abbuchungstermin der Bank mitzuteilen beziehungsweise selbst im Online-Banking ändern.

Sparrate aussetzen

Ist das Geld knapp, kann man den Sparplan für eine bestimmte Zeit aussetzen. Durch diese "Auszeit" entstehen keine Nachteile. Vorhandene Guthaben werden immer zu den aktuellen Konditionen verzinst – ein großer Vorteil gegenüber anderen Sparplan-Angeboten, die "Unterbrecher" oft durch Kürzung oder Streichung von Bonus-Zahlungen und Sparprämien bestrafen.

Sparguthaben verfügbar

Sparer können über ihr Guthaben jederzeit frei verfügen. Sie haben die Möglichkeit, von einem Tag auf den anderen den gesamten Sparbetrag plus Zinsen auf das Girokonto überweisen lassen. Es gelten weder Kündigungsfristen, noch fallen Gebühren an.

Tagesgeld-Vergleich: Sichern Sie sich die bestmögliche Rendite

Ein Tagesgeld ist sinnvoll, um sich die nötige Liquidität zu bewahren. Aber: Augen auf bei der Tagesgeldanlage. Ein Vergleich lohnt sich auch in Zeiten von Nierig- und Negativzinsen. Werten Sie unterschiedliche Banken und Konditionen in unserem Tagesgeld-Vergleich für Ihre Zwecke aus. Hier gilt:

Kleinvieh macht auch Mist. Bereits ein vermeintlich geringfügiger höherer Zins kann ein Plus von einigen Euro bedeuten.Unser Tagesgeld-Vergleich bietet Ihnen alle notwendigen Daten für eine informierte Auswahl auf einen Blick:

  • Anbieter, sprich Banken und Sparkassen

  • Zinsertrag – das ist der Ertrag pro Jahr, der sich aus den Guthabenzinsen ergibt

  • Zinssatz – festgeschriebener Zins über die vereinbarte Laufzeit

  • Herkunftsland des jeweiligen Anbieters und die Bonitätsbewertung von Standard Poor's (S&P) - so können Sie sicher sein, dass ihre Tagesgeldanlage auch in einer Krise sicher ist

  • Bewertung des Kontomodells durch unseren Tagesgeld-Test

  • Produktdetails – diese liefern Ihnen die wichtigsten Informationen auf einen Blick (etwa über Einlagensicherung, Mindest- und Höchstanlagesumme etc.)

Produktdetails in unserem Tagesgeld-Vergleich

  • Die Anzahl der Zinstermine pro Jahr – so können Sie schnell herausfinden, ob Sie vom Zinseszins-Effekt profitieren.
  • Sie finden Angaben darüber, wer das Tagesgeldkonto eröffnen darf: nur Privatpersonen oder auch Firmen bzw. Freiberufler.
  • Wir versorgen Sie mit Angaben darüber, ob auch eine telefonische Kontoführung möglich ist.
  • Sie sehen auf einen Blick, ob der Tagesgeldzins für die gesamte Anlage gilt oder ob er ab einem bestimmten Anlagebetrag höher oder niedriger ist.
  • Die Höhe der Einlagensicherung in Euro pro Person.
  • Leserkommentare/Kundenerfahrungen zu dieser Bank oder Sparkasse helfen Ihnen außerdem weiter, sich ein Bild von dem Angebot zu machen
  • Zusätzlich erhalten Sie ein Portrait der Bank, damit Sie wissen, wo Sie Ihr Tagesgeld anlegen

Tagesgeld: Vergleich der besten Tagesgeldkonten

Bei unserer Auswahl (siehe Tabellen unten) berücksichtigen wir nur Banken aus Ländern mit hoher Bonität (mindestens Note "AA-" bei der US-Ratingagentur Standard & Poor’s). Diese Länder halten wir im Hinblick auf die gesetzliche Einlagensicherung für stark genug, um Anleger bei einer möglichen Bankenpleite zeitnah zu entschädigen.

Top-Tagesgeldkonten für Neukunden

AnbieterAktionszins p.a.ZinsgarantieAnlagebetrag für ZinsaktionEinlagensicherung
Advanzia Bank1,00 %drei Monate, danach 0,40 %5.000 -
1.000.000 Euro
100.000 Euro pro Person / LUX
ING1,00 %vier Monate, danach 0,01 %bis 50.000 Euro100.000 Euro pro Person / BRD
Renault Bank Direkt0,70 %drei Monate, danach 0,35 %bis 500.000 Euro100.000 Euro pro Person / FRA

Top-Tagesgeldkonten für Bestandskunden

AnbieterBestandskundenzins p.a.S&P LänderratingZinstermine
Resurs Bank0,50%AAAquartalsweise
Hoist Finance0,50 %AAAquartalsweise
Nordax Bank0,50%AAAquartalsweise

(Stand: 16. September 2019)

  • Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, das sie über uns derzeit keine neuen Kunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent offengelegt.

In welcher Höhe sollte ich Tagesgeld anlegen?

Persönliche Situation

Wie viel Geld auf dem Tagesgeldkonto liegt, hängt davon ab, welchen Zweck das Konto erfüllt.

  • Notgroschen für schlechte Zeiten:

    Grundsätzliche Empfehlung für ein finanzielles Backup ist die Summe des dreifachen Nettogehalts. Um auf die Rücklage zu kommen, hilft die Einrichtung eines Dauerauftrags direkt vom Gehalts- auf das Tagesgeldkonto. Dazu legen Sie je nach Lohn und persönlichen Ausgaben eine Sparrate fest und überweisen am Ersten eines jeden Monats 50 Euro, 100 Euro oder mehr Euro auf das Tagesgeldkonto.

    So spart man konsequent seinen Notgroschen an. Kommen schlechte Zeiten, unvorhersehbare Ausgaben (Autoreparatur, kaputte Waschmaschine, Steuernachzahlung, etc.) gibt es das Polster auf dem Tagesgeldkonto, um die Kosten abzufangen. Bonus: Jeder gesparte Euro wirft Zinsen ab, die auf dem Tagesgeldkonto stehen bleiben und wieder angelegt werden. Dadurch macht sich über Jahre der Zinseszinseffekt bemerkbar.
  • Geld-Parkplatz:

    Wer bereits finanzielle Rücklagen hat, kann das Tagesgeldkonto als Parkplatz für sein Geld nutzen. Gespartes, Erträge aus einem Aktien-, Immobilien- oder Autoverkauf, einer Bonuszahlung des Arbeitgebers oder woher auch immer, gehören nicht auf das Girokonto.

    Und schon gar nicht auf ein Sparbuch! Bis ein Plan da ist, was mit dem Geld geschehen soll, liegt es besser auf dem Tagesgeldkonto. Hier gibt es statt null Prozent immerhin bis zu ein Prozent Zinsen bei den Spitzenreitern in unserem Vergleich.

Einlagensicherung beachten, ansonsten splitten

Wer mehr als 100.000 Euro zu parken hat, muss auf die Einlagensicherungsregel achten: Niemals mehr als 100.000 Euro bei einer Bank anlegen. Denn es ist nicht gesetzlich garantiert, dass Beträge darüber bei einer Bankenpleite entschädigt werden. Wer in der glücklichen Lage ist, mehr als 100.000 Euro frei verfügbares Kapital zu besitzen, eröffnet ein zweites Tagesgeldkonto bei einem anderen Institut.

In vier Schritten das Tagesgeldkonto eröffnen

Biallo-Tipp: Tagesgeld kündigen

Wenn Sie Geld von Ihrem Tagesgeldkonto abziehen möchten, müssen Sie über das Internet oder per Telefon den entsprechenden Betrag zurück auf Ihr Girokonto überweisen. Sie können natürlich auch den gesamten Betrag auf einen Schlag zurückholen. Die Zinsen gibt es von der Bank jedoch erst zum vereinbarten Zeitraum, bei einigen Banken erst am Ende des Jahres. Wollen Sie früher die Zinsen aus Ihrer Geldanlage erhalten, müssen Sie das Tagesgeldkonto am besten per Einschreiben kündigen.

Eine Kündigung empfiehlt sich oft noch aus einem anderen Grund:
Nur wenn Sie durch Kündigung nicht mehr Kunde sind, können Sie später einmal wieder "Neukunde" werden. Ziel: Sie suchen ein gutes Angebot und bekommen einen höheren Neukunden-Zins für das Tagesgeld. Besteht das geleerte Konto einfach fort, gelten Sie weiterhin als Bestandskunde und haben diese Möglichkeit nicht. Eine Vorlage für die Kündigung finden Sie übrigens hier.

Tagesgeld und Steuern

Zinsen, die Banken Ihnen auf Ihre Tagesgeldanlage oder auch fürs Festgeld zahlen, sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Tagesgeldzinsen unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag. Kirchenmitglieder zahlen außerdem Kirchensteuer. Banken führen die Abgeltungsteuer direkt ans Finanzamt ab. Daher wird diese Steuer auch Quellensteuer genannt. Da die Steuer direkt an der Quelle, der zahlenden Bank, abgezapft und an den Fiskus überwiesen wird.

Sparerfreibetrag nutzen

Bis zur Höhe von 801 Euro je Sparer bleiben Zinsen vom Zugriff des Staates verschont. Bei Ehepaaren sind es 1.602 Euro. Möglich macht das der sogenannte Sparerpauschbetrag. Sie können den Freistellungsauftrag entweder direkt auf der Internetseite Ihrer Bank oder per Post anlegen sowie ändern. 

Freistellungsauftrag

Voraussetzung dafür ist, dass Sie der Bank einen Freistellungsauftrag in entsprechender Höhe erteilen. Besitzen Sie Tagesgeldkonten bei mehreren Banken, können Sie den Freistellungsauftrag aufteilen. Sie können Ihrer Bank über das Internet die Höhe des Freistellungsauftrages mitteilen.

Nichtveranlagungsbescheinigung

Gesamteinkünfte von derzeit 9.000 Euro bei Ledigen und 18.000 Euro pro Jahr bei Verheirateten sind steuerfrei. Das heißt: Liegen Ihre Einkünfte unter dieser Grenze, können Sie beim Finanzamt eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung beantragen und erhalten gezahlte Kapitalertragsteuern zurück. Hier erhalten Sie eine Vorlage zur Nichtveranlagebescheinigung für natürliche Personen.

Tagesgeld: Alle Fragen und Antworten

Was ist Tagesgeld?

Tagesgeld ist eine sehr flexible Form der Geldanlage. Ähnlich wie beim Girokonto können Sparer jederzeit Geld einzahlen oder zurückbuchen. Es sind keine bestimmten Sparraten nötig und auch eine Kündigungsfrist für höhere Geldsummen wie beim Sparbuch gibt es nicht. Vorteil im Vergleich zum Girokonto: Sparer erhalten zusätzlich Zinsen. Flexibel bleiben jedoch nicht nur die Kunden: Die Tagesgeld-Anbieter können den Zinssatz jederzeit senken oder anheben. Einige Geldhäuser bieten allerdings Neukundenangebote, bei denen sie einen meist weit überdurchschnittlichen Zinssatz für einige Monate garantieren.

Worauf sollte ich beim Tagesgeld-Vergleich achten?

Tagesgeld ist ein unkompliziertes Produkt. Es gibt nicht unzählige Details, auf die Interessierte achten müssen. Die wichtigsten Punkte sind Zins und Sicherheit. Mit dem Biallo-Tagesgeld-Vergleich finden Sie ganz einfach ein zinsstarkes Angebot. Zudem sehen Sie auf den ersten Blick, welche Einlagensicherung gilt und wie die Ratingagentur Standard and Poor’s die Bonität des jeweils dahinter stehenden Landes einschätzt.

Warum sollte ich ein Tagesgeldkonto nutzen?

Tagesgeld bietet sich für Geldbeträge an, auf die man jederzeit zugreifen möchte. Ein Tagesgeldkonto eignet sich also beispielsweise für den Notgroschen, den jeder zurückgelegt haben sollte, um davon plötzlich fällige Reparaturen oder Zahnarztkosten zu begleichen. Vorteile im Vergleich zum Girokonto: Das Tagesgeldkonto wirft Zinsen ab. Zudem passiert es nicht ganz so schnell, dass Sparer unnötig ihre Rücklagen antasten. Schließlich muss das Ersparte auf dem Tagesgeldkonto zunächst auf das Girokonto überwiesen werden, ehe es ausgegeben werden kann. Ein Notgroschen auf dem Girokonto kann schneller inmitten der allgemeinen monatlichen Ausgaben dahinschmelzen.

Wann bekomme ich beim Tagesgeld die Zinsen?

Je nach Anbieter ist es unterschiedlich, wann er Zinsen auszahlt. Manche Geldhäuser schreiben Zinsen monatlich gut, andere pro Quartal oder pro Jahr. Im Biallo-Tagesgeld-Vergleich erfahren Sie in den Produktdetails, wie die Verzinsung jeweils erfolgt. Häufigere Zinszahlungen sind von Vorteil, da der Zinsertrag schneller wieder mit verzinst wird ("Zinseszins-Effekt").

Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, ist unkompliziert: Sie füllen einfach einen Eröffnungsantrag beim ausgewählten Anbieter aus. Zudem ist eine Identitätsprüfung nötig. Das sieht das Geldwäschegesetz vor. Möglich ist dies bei einigen Anbietern bequem per Webcam mit dem sogenannten Videoident-Verfahren. Oder Sie nutzen das Postident-Verfahren, bei dem ein Postmitarbeiter die Legitimitätsprüfung vornimmt. Danach wird Ihr Tagesgeldkonto eingerichtet.

Wie kündige ich Tagesgeld?

Ein Tagesgeldkonto können Sie jederzeit kündigen. Es reicht jedoch nicht, den kompletten Geldbetrag abzuziehen. Benötigen Sie das Konto dauerhaft nicht mehr, sollten sie offiziell mit einem Kündigungsschreiben kündigen. Vorteil: Sollten Sie nach einigen Jahren wieder ein Tagesgeldkonto beim betreffenden Anbieter haben wollen, kommen Sie oft wieder in den Genuss von attraktiven Neukundenzinsen.

Wie sicher ist Tagesgeld?

Der Tagesgeldzins kann sich zwar jederzeit ändern. Anders als etwa bei Wertpapieranlagen kann das Ersparte jedoch nicht weniger werden. Bei einer unattraktiven Verzinsung können Sparer ihr Geld jederzeit ohne Verluste abziehen. Vor einer Bankenpleite sind die Ersparnisse über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die EU-Richtlinie zur Einlagensicherung sieht vor, dass in der Europäischen Union Einlagen bis zu 100.000 Euro abgesichert sind – pro Anleger und Bank. Dafür müssen die jeweiligen Länder geradestehen. Legt ein deutscher Sparer sein Geld beispielsweise bei einer französischen Bank an, wäre im Falle einer Pleite Frankreich zuständig. Je nach Geldhaus kommen weitere freiwillige Sicherungssysteme hinzu.

Was ist der Zinseszinseffekt beim Tagesgeld?

Zahlt die Bank nur einmal im Jahr die Zinsen aus, bekommen Sie diese zum Jahresende. Fallen die Zinsen jedoch vierteljährlich oder gar monatlich an, werden diese Zinsen im nächsten Quartal oder im nächsten Monat mitverzinst. Es entsteht der sogenannte Zinseszinseffekt.

Werden Kontoführungsgebühren für das Tagesgeld fällig?

Kontoführungsgebühren werden für Tagesgeldkonten nicht erhoben. Konditionen der Bank entnehmen Sie dem Preisaushang. Zinssatz und Anbieter können Sie über unseren Tagesgeld-Vergleich abrufen.

Was bewirkt ein Freistellungsauftrag beim Tagesgeld?

Wer als Lediger nicht mehr als 801 Euro an Zinsen erwartet, gibt seiner Bank einen Freistellungsauftrag über diesen Betrag. Dann verzichtet das Geldhaus auf das automatische Überweisen der Steuern direkt ans Finanzamt (25 Prozent Kapitalertragsteuer und 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag plus eventuell Kirchensteuer). Sie können diesen Freibetrag auch auf mehrere Banken verteilen. Für Ehepaare gilt der doppelte Betrag.

Was ist ein Referenzkonto?

Ohne ein deutsches Girokonto lässt sich kein Tagesgeldkonto eröffnen. Auf dieses Referenzkonto fließt das Ersparte plus Zinsen an den Kunden zurück.

Änderung des Referenzkontos

Wenn Sie Ihr Giro- bzw. Gehaltskonto ändern, soll Ihr Tagesgeld auf das neue Konto fließen. Das Formular zur Änderung dieses Referenzkontos können Sie hier gratis herunterladen.

Was ist das Post-Ident-Verfahren?

Wenn Sie auf der Internetseite einer Bank ein Tagesgeldkonto eröffnen, drucken Sie zum Schluss den gesamten Antrag zweimal aus. Eine Kopie verwahren Sie, mit dem anderen Antrag gehen Sie zur nächsten Post-Filiale und weisen sich mit einem gültigen Lichtbildausweis aus und senden im Anschluss die Unterlagen an die Bank. Nach ein paar Tagen erhalten Sie die Kontounterlagen und das Konto ist eröffnet. Bequemer geht es über das Video-Ident-Verfahren, das einige Banken mittlerweile auch anbieten.

Wie funktioniert das Video-Ident-Verfahren?

Für die Eröffnung eines Tagesgeldkontos oder eines Girokontos bieten manche Geldhäuser an, sich über eine Kamera auszuweisen. Das funktioniert entweder über einen Computer mit Webcam oder per Smartphone bzw. Tablet. Sie halten dabei Ihren Reisepass oder Personalausweis in die Kamera und zeigen sich dem Mitarbeiter. Beides wird dokumentiert. So sparen Sie sich den Weg zur nächsten Post-Filiale.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de