Bonität verbessern: Die wichtigsten Maßnahmen
Die Bonität wird regelmäßig neu bewertet und kann sich durch Ihr Verhalten verändern. Sie verändert sich je nach finanzieller Situation und Zahlungsverhalten. Es gibt durchaus Stellschrauben, mit denen Sie Ihre Bonität verbessern können.
Fehlerhafte Daten korrigieren
Enthält Ihre Selbstauskunft falsche oder nicht mehr aktuelle Daten, können und sollten Sie diese zeitnah korrigieren lassen. Falsche Datensätze könnten bezahlte Forderungen sein oder getilgte Kredite, die nicht gelöscht wurden. Solche Daten verschlechtern den sogenannten Score-Wert und somit die Bonität. Fehlerhafte Daten und die Aufforderung zur Korrektur sollte die Auskunftei am besten schriftlich erhalten. Gibt es Unstimmigkeiten oder weigert sich die Auskunftei, einen Datensatz zu löschen, hat der Verbraucher die Möglichkeit, die Ombudsfrau der Schufa einzuschalten.
Rechnungen pünktlich bezahlen
Ganz weit oben auf der Liste "So verbessere ich meine Bonität" steht die eigene Zahlungsmoral. Mahnungen, Inkasso und Vermögensauskunft (früher eidesstattliche Versicherung) verschlechtern die Bonität extrem und schaden dem Ruf. Um erst gar nicht in Kalamitäten zu kommen, sollte sich jeder angewöhnen, Rechnungen gleich oder zumindest im angegebenen Zahlungszeitraum zu begleichen. Ganz nebenbei: Oft kann ein Kunde bei fristgerechter Zahlung den Rechnungsbetrag mit einem sogenannten Skonto schmälern. Eine Mahngebühr dagegen macht den Endbetrag nur noch teurer. Wer aber nur versehentlich einmal eine Rechnung ein paar Tage zu spät begleicht, muss keinen negativen Schufa-Eintrag fürchten. Verspätete Zahlungen können gemeldet werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind (§ 31 BDSG).
Kredite sinnvoll nutzen
Wer Schulden hat, sollte diese zuverlässig tilgen. Wer schuldenfrei ist oder nur geringe Kreditverpflichtungen, erhält leichter einen Kredit und gute Konditionen. Außerdem ist es für Verbraucher sowieso nicht ratsam, zu viele Schulden aufzutürmen. Die Gefahr ist groß, den Überblick zu verlieren. Und irgendwann schnappt die Schuldenfalle zu.
Aber: Ein ordnungsgemäß bedienter Kredit verbessert die Bonität. Denn er zeigt, dass Sie zuverlässig zahlen. So kann Ihre Bonität sogar besser ausfallen, als wenn Sie keinen Kredit aufgenommen hätten.
Zu viele Kredite vermeiden
Die Null-Prozent-Finanzierung beim Elektromarkt oder der Kleinkredit beim Möbelhaus: Es ist einfach, einen kleinen Konsumkredit aufzunehmen und abzustottern. Aber: Die Aufnahme vieler kleiner Ratenkredite wirkt sich negativ auf den Kredit-Score aus. Besser ist es, einen größeren Kredit aufzunehmen, mit dem mehrere Anschaffungen finanziert werden können. Und natürlich sollte die die Finanzierungssumme zum Einkommen passen, so dass die Schulden problemlos zurückgezahlt werden können.
Wichtig: Möchten Sie einen Kredit abschließen, lohnt es sich, die Konditionen verschiedener Anbieter zu vergleichen. Aber aufgepasst: Achten Sie darauf, dass Sie nicht zahlreiche konkrete Kreditanfragen stellen. Dies wirkt sich negativ aus. Reine Konditionenanfragen wirken sich nicht auf das Scoring aus. Mit dem Ratenkredit-Vergleich von biallo.de können Sie ganz einfach Konditionen vergleichen.
Konten und Kreditkarten optimieren
Ein Portemonnaie voll mit Kreditkarten ist für viele der Inbegriff von Wohlstand. Anders sehen das die Auskunfteien. Sie bewerten das Besitzen vieler Konten und Kreditkarten als negativ. Geschäftspartner stellen sich womöglich die Frage: "Will er die alle überziehen? Kann er sich das auf Dauer leisten? Behält er den Überblick?" Besser ist es, wenig benutzte Kreditkarten zu kündigen und Konten auf ein Minimum zu beschränken.
Hinweis: Hier geht es um Zahlungskonten, die auch mal im Minus sein können. Depots, Festgeld- und Tagesgeldkonten haben keinerlei negative Auswirkung.