Tagesgeld-Neukunden: Wo sich Zins-Hopping noch lohnt

Geldanlage Tagesgeld-Neukunden: Wo sich Zins-Hopping noch lohnt

Update: 08.01.2020
Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger Stefanie Engelmann
Update: 08.01.2020
Auf einen Blick
  • Trotz Niedrigzinsniveau profitieren Neukunden noch bei einigen Banken von Zinsaufschlägen aufs Tagesgeld. 

Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Auch zu Jahresbeginn ist für Sparzinsen ist nach wie vor keine Trendwende in Sicht und Zinssenkungen trüben weiterhin die Laune der Anleger. Einige Banken zahlen überhaupt keine Zinsen mehr fürs Tagesgeld oder verlangen sogar Negativzinsen.

So sind auch Extrazinsen für Tagesgeld-Neukunden zwar mittlerweile rar gesät, doch vereinzelt kann man mit Neukundenangeboten nach wie vor seinen Schnitt machen. So etwa bei der französischen Autobank Renault Bank Direkt, die aktuell 0,45 Prozent für drei Monate bietet. Alle Angebote im Überblick:

Tagesgeldzinsen für Neukunden im Januar

AnbieterAktionszins p.a.ZinsgarantieAnlagebetrag für ZinsaktionEinlagensicherungS&P-Rating
Renault Bank Direkt0,45 %drei Monate, danach 0,25 %bis 500.000 Euro100.000 Euro pro Person / FRAAA
Südtiroler Sparkasse0,40 %drei Monate, danach 0,35 %keine Beschränkung100.000 Euro pro Person / ITABBB
ING0,25 %vier Monate, danach 0,01%bis 50.000 Euro100.000 Euro pro Person / BRDAAA
Barclays*0,25 %zwölf Monatebis 100.000 Euro100.000 Euro pro Person / IRLA+

* immer 0,25 % über EZB-Leitzins. Stand 8. Januar 2020.

Renault Bank Direkt: Der Neukunden-Aktionszins in Höhe von 0,45 Prozent pro Jahr ist für drei Monate festgeschrieben und gilt für Anlagen bis 500.000 Euro. Für Beträge darüber erhalten Neukunden bei dem französischen Geldhaus 0,15 Prozent. Ab dem vierten Monat werden Anlagen bis 500.000 Euro mit dem variablen Zinssatz von aktuell 0,25 Prozent verzinst, Einlagen darüber mit 0,15 Prozent.

Südtiroler Sparkasse: Tagesgeld-Neukunden erhalten 0,40 Prozent für drei Monate garantiert – danach gilt der variable Standardzins von 0,35 Prozent pro Jahr. Die überdurchschnittliche Verzinsung geht hier allerdings zu Lasten der Sicherheit: Zwar sind innerhalb der Europäischen Union Spargelder bis zu einer Höhe von 100.000 Euro je Anleger abgesichert, allerdings ist nicht jedes Sicherungssystem auf dem gleichen Niveau, denn der jeweilige Staat ist der Garant für die Einlagensicherung. So bewertet die renommierte Ratingagentur Standard & Poor's die Finanzstabilität Italiens mit BBB, also durchschnittlich.

ING: Deutschlands größte Direktbank bietet Neukunden einen Bonuszins von 0,25 Prozent pro Jahr für Anlagen bis 50.000 Euro. Die Zinsgarantie beträgt vier Monate.Danach gilt nur noch der variable Bestandskunden-Zins in Höhe von 0,01 Prozent. Als Neukunde gilt, wer in den vergangenen zwölf Monaten kein Tagesgeldkonto bei der ING geführt hat.

Barclays: Hier liegen Tagesgeld-Sparer immer konstant 0,25 Prozentpunkte über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB-Leitzins derzeit bei 0,00 Prozent). Aktuell bekommt man für sein Tagesgeld als Neukunde daher 0,25 Prozent, für zwölf Monate garantiert. Keine Mindestanlagesumme. Anlagen ab 100.000 Euro werden mit 0,05 Prozent verzinst.

  • Hinweis: Manche Anbieter sind nicht verlinkt, da sie über uns derzeit keine neuen Kunden akquirieren wollen. Wie wir uns finanzieren, haben wir in der Rubrik "Über uns" transparent offengelegt.

Mit Zinshopping einen Schnitt machen

Wer als Tagesgeld-Anleger die besten Konditionen herausholen möchte, sollte immer auf Neukundenaktionen schauen. Bei einem Wechsel von Anbieter zu Anbieter kann man mit dem sogenannten "Zins-Hopping" als Neukunde von einem Zinsaufschlag profitieren. Nach den jüngsten Zinssenkungen sind allerdings die Banken, welche noch überdurchschnittliche Neukundenangebote anbieten, rar gesät.

Achten Sie auf die Einlagensicherung

Bei unseren Empfehlungen berücksichtigen wir nur Anbieter aus Ländern mit hoher Bonität (mindestens AA-). Diese Länder halten wir im Hinblick auf die Einlagensicherung für stabil genug, um Anleger im Falle einer Bankenpleite zeitnah zu entschädigen. Wenn Sie noch höhere Zinsen ergattern wollen, müssen Sie auch ein höheres Risiko eingehen. Alle Anbieter auf einen Blick erhalten Sie in unserem Vergleich.

  • Biallo-Tipp: Wenn Sie wissen, dass Sie auf einen gewissen Geldbetrag ein oder zwei Jahre verzichten können, sollten Sie auf Festgeld setzen. Hier gibt es höhere Zinsen bei ebenfalls sehr geringem Risiko.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Teilen
Drucken
Zur Startseite
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein:
Unsere Datenschutzerklärung finden Sie hier.

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de