Auf einen Blick
  • Ein eigenes Schülerkonto oder Jugendkonto sind der beste Start ins Finanzleben.

  • Biallo-Praktikantin Josephine hat bereits ein Schülerkonto bei ihrer Sparkasse vor Ort. Dennoch stellt sie sich die Frage, ob dieses Konto wirklich zu ihr passt.

  • Ihre Girokonten-Recherche zeigt die Unterschiede der Banken, die ein Konto für junge Leute anbieten. Im Fazit: drei Top-Schülerkonten im Check.
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Josephine Weber (15 Jahre jung) hat während ihres Schülerpraktikums eine Woche bei biallo.de in die Welt der Girokonten geschnuppert und dabei unserer Redaktion über die Schulter geschaut. In kürzester Zeit arbeitete sie sich in ein eigenes Projekt zum Thema Schülerkonten ein.

Dabei nahm sie 14 Jugendkonten von Sparkassen, VR-Banken, DKB, Ruuky und Co. genauer unter die Lupe und checkte diese auf ihre persönlichen Bedürfnisse ab. Die besten Schülerkonten hat sie mit ihren Vorteilen und Nachteilen zusammengefasst. Hier lest Ihr, welche wertvollen Tipps Josephine geben kann, wenn auch Ihr mit Euren Eltern auf der Suche nach einem neuen Schülerkonto seid, dass zu Euch passt.

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Schülerkonten von Sparkasse, Volksbank, Postbank und Co. checken und vergleichen

Zuerst bekam unsere Schülerpraktikantin den Auftrag, ihr eigenes sogenanntes Jugendkonto der Sparkasse ihres Heimatortes zu checken. Das hieß, Preis- und Leistungsverzeichnis sowie Entgeltinformation durchlesen und Kosten zu Leistungen wie beispielsweise die Kontoführung, Girokarte oder das Geldabheben notieren.

Dabei fiel auf, dass das Sparkassenkonto für Jugendliche ab elf Jahren eine kostenfreie Kontoführung für Schüler und Azubis bis zum 25. Lebensjahr bietet. Jedoch danach, aufgrund der Weiterführung in ein anderes Kontomodell, Gebühren ab 2,25 Euro monatlich anfallen können. Für die Girokarte zahlt Josephine keine Gebühren und das Konto kann in ihrem Alter nur auf Guthabenbasis genutzt werden. Denn Jugendliche unter 18 Jahren dürfen generell keine Schulden machen beziehungsweise ihr Konto überziehen.

„Jetzt weiß ich, wie wichtig der Blick ins Kleingedruckte eines Bankkontos ist. Auch, dass ein Girokonto erst dann wirklich kostenlos ist, wenn keine Kontoführungsgebühren anfallen und auch die wichtigsten Merkmale des Girokontos nichts kosten“, sagt Josephine. Und ebenso wichtig: „Jeder sollte früh genug daran denken, dass irgendwann nach Schule, Ausbildung und ab einem bestimmten Alter, wenn der Schülerstatus entfällt, das kostenlose Konto auch mal teuer werden kann.“

 

Kostenlose Girokonten für Schüler 2022 – im Überblick

Nach Josephines erstem Arbeitsauftrag wusste sie, dass ihr jetziges Girokonto ohne Kontoführungsgebühren einiges zu bietet hat – wie die Sparkassen-App für das Onlinebanking, eine Bankkarte und die kostenlose Bargeldeinzahlung am Geldautomaten der Sparkassen in ihrer Region, wenn die Scheine und Münzen von Großeltern, Tanten und Onkels auf dem Konto geparkt werden müssen.

Doch Josephine wollte es genau wissen und machte sich auf die Suche, welche Kontomodelle speziell für Schüler und Azubis andere Banken bereithalten. Weitere 13 dieser Konten konnte sie ausfindig machen. Darunter eine Konto-App, die eine Monatsgebühr verlangt, bei allen anderen Angeboten ist die Kontoführung gebührenfrei. Doch aufgepasst: Der Blick in die Preislisten zeigt, dass beispielsweise ab einer bestimmten Anzahl von Transaktionen wie Geldabhebungen pro Monat jede weitere kostenpflichtig werden kann. „Würde meine Praktikumszeit länger dauern, wäre meine Schülerkontenliste länger”, stellt Josephine fest. „Es fällt auf, dass nicht nur bekannte Banken, sondern mehr und mehr auch sogenannte Fintechs neue Angebote haben. Vor allem ihre neuartigen Apps sind auf uns computeraffine Kids zugeschnitten.“

Die 14 ausgesuchten Schülerkonten sind

  • Josephines Lesetipp: Wusstest Du, dass biallo.de monatlich die Preis- und Leistungsverzeichnisse und Webseiten von knapp 1.300 Banken und Sparkassen untersucht, um seinen Girokonto-Vergleich auf dem aktuellsten Stand zu halten? Mit Deiner Eingabe „Studenten/Schülerkonto“, der PLZ Deines Wohnorts und weiteren Filteroptionen kannst Du Dir einen Überblick verschaffen.
 

Drei Top-Girokonten für Schüler 2022 im Check

Mit dieser neuen Auswahl von Schülerkonten wollte Josephine die beste Alternative zum Sparkassen Jugendkonto finden. Doch was sollte dieses neue Konto können und eventuell sogar mehr bieten als ihr aktuelles? Dafür legte sie sich auf folgende Kriterien fest:

  • kostenlose Kontoführung (idealerweise auch mit 18+)
  • kostenlose Girocard, Debitkarte (noch besser: plus Prepaid-Kreditkarte)
  • kostenlose Bargeldversorgung europaweit (noch besser: weltweit)
  • Extras: Cashback, Gutschein-Aktion beziehungsweise Startguthaben
  • Webauftritt muss für Schüler verständlich und informativ sein

Im Ergebnis erfüllten drei Konten diese Anforderungen am besten. Im Folgenden erfahrt Ihr von unserer angehenden Schülerkonten-Expertin selbst, welche das sind.

Mein Favorit: das kostenlose Girokonto u18 der DKB

DKB steht für die Abkürzung Deutsche Kreditbank. Was mir sofort an dieser Bank gefiel: Sie hat das Ziel, #geldverbesserer zu sein und unterstützt zum Beispiel mit ihren Finanzkonzepten den Bau von Kitas, Schulen, Krankenhäusern, erneuerbare Energien, etc. Nachhaltigkeit ist für meine Generation und mich unverzichtbar und das Schülerkonto u18 macht somit junge Leute zu „Geldverbesserern“. Dafür erhält dieses Konto von mir einen Extra-Pluspunkt.

Generell kostet Dich dieses Girokonto bis zum 18. Lebensjahr null Euro. Eine Visa-Debitkarte ist inklusive, mit der Du in Deutschland, im Euroraum und mit sogenanntem Aktivstatus weltweit fast überall kostenlos Geld am Automaten abheben kannst. Den Aktivstatus erhält man übrigens als Schüler automatisch und genießt damit besondere Leistungen – beispielsweise das Notfallpaket, wenn Du Deine Karte im Ausland verlieren solltest. Und wenn Du volljährig wirst, dann wandelt sich Dein Konto automatisch in ein erwachsenes Girokonto um, mit welchem Du den Aktivstatus noch einmal drei Jahre umsonst genießt.

Vor- und Nachteile des Girokontos u18 der DKB:

  • kostenfreie Visa-Debitkarte (Dein Konto wird sofort belastet)
  • kostenlose Bargeldversorgung weltweit
  • Aktivstatus bis zum 21. Lebensjahr
  • Apple Pay und Google Pay werden unterstützt
  • 30 Euro Rabatt auf einen Jochen Schweizer Wertgutschein
  • informativer und verständlicher Webauftritt
  • Für die Eröffnung muss mindestens ein Elternteil über ein DKB-Girokonto verfügen.

Bis zum Alter von 24 Jahren: Ruuky Jugendkonto

Das Ruuky Jugendkonto kennst Du vielleicht mit altem Namen. Bis vor kurzem hieß dieses Teenager-Konto nämlich Pockid. Ruuky ist ein rein digitales Bankkonto für Schüler, Azubis und Studenten zwischen sieben und bis zu 24 Jahren. Zum Konto erhältst Du eine Banking-App und eine virtuelle sowie physische Debit-Mastercard.

Für Kontonutzerinnen und -nutzer unter 18 Jahren erhalten die Eltern einen extra Webzugang. Über dieses Elternportal können sie notfalls auf Dein Konto zugreifen und die Beträge überprüfen, die Du erhältst oder ausgibst. Keine Sorge! Sie können damit nicht sehen, was Du zum Beispiel gekauft hast. Gut gefällt mir, dass mit der Eröffnung eines neuen Ruuky Jugendkontos Dein Taschengeld mit zehn Euro Cashback einmalig aufgemöbelt wird.

Vor- und Nachteile des Ruuky Jugendkontos:

  • kostenlose virtuelle Debit-Mastercard (Dein Konto wird sofort belastet)
  • kostenlose Bargeldversorgung weltweit
  • eigene Banking-App und WebPortal für Deine Eltern
  • Geld anfragen und senden zwischen Ruuky-Kontoinhaber in Echtzeit
  • Aktion: Zehn Euro Cashback für Neukunden
  • Pro Bargeldabhebung fallen 2,50 Euro an.
  • Physische Debit-Mastercard kostet einmalig zehn Euro.

Ideal für Einsteiger: Das JuniorGiro der Comdirect

Bei der Comdirect habe ich das JuniorGiro gefunden. Dieses Konto präsentiert sich über eine rundum informative Webseite. Es ist kostenlos und wird auf Guthabenbasis geführt. Zudem erhält man eine Visa-Debitkarte, womit das Geldabheben an allen Geldautomaten mit Visa-Zeichen weltweit kostenlos möglich wird. Übrigens auch am Automaten um die Ecke. Denn mit der optionalen Girocard können in Deutschland rund 9.000 Geldautomaten der Commerzbank, Deutschen Bank, HypoVereinsbank und Postbank kostenlos genutzt werden. Jedoch fällt ab der vierten Abhebung im Monat eine Gebühr von 4,90 Euro pro Transaktion an.

Für mich als Sparerin interessant: Comdirect bietet die Möglichkeit zur Eröffnung eines JuniorDepots. Das ist ein sogenannter Fondssparplan. Ideal, wenn man regelmäßig kleinere Beträge sparen möchte – beispielsweise für den Führerschein, Studium etc. Bis zum 18. Lebensjahr erhalten Deine Eltern beziehungsweise gesetzlichen Vertreter Zugang zum Depot. Aber das Beste: Das JuniorDepot kannst Du mit einem Zuschuss von 50 Euro starten.

Vor- und Nachteile des JuniorGiros der Comdirect:

  • kostenfreie Visa-Debitkarte
  • kostenlose Bargeldversorgung weltweit
  • Girocard auf Wunsch inklusive
  • Apple Pay und Google Pay werden unterstützt
  • verständlicher und informativer Webauftritt
  • Nach dem dritten Geldabheben mit der Visa-Debitkarte fallen Gebühren in Höhe von 4,90 Euro an.
  • Überweisungen per Telefon oder Post kosten ebenso je 4,90 Euro.
 

Schülerkonto wechseln? Mit Eltern und den richtigen Papieren!

„Spätestens wenn Du 14 Jahre bist, solltest Du über ein eigenes Konto verfügen. Denn sobald Du ein Schülerpraktikum absolvierst, wirst Du ein Girokonto brauchen, wenn Du Gehalt für Deine Arbeit erhältst“, weiß Josephine heute. Was aber, wenn Du schon ein Schülerkonto hast und Du gern zu einer anderen Bank wechseln möchtest?

Praktikantin Josephine hat sich dazu schlau gemacht. Wenn Du zwischen sieben und 17 Jahren alt bist, bist Du beschränkt geschäftsfähig und kannst Dich sogar vertraglich binden. Aber nur, wenn Deine Eltern in diesen Vertrag einwilligen oder dieser unter den "Taschengeldparagrafen" fällt – siehe Paragraf 110 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Anders ist das übrigens bei echten Kreditkarten, die eine Überziehung des eigenen Guthabens ermöglichen. Diese werden frühestens an volljährige Schülerinnen oder Schüler herausgegeben.

Das heißt, wenn Du wie Josephine zu einem neuen Konto wechseln möchtest, solltest Du Dir vorab die Zustimmung Deiner Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten einholen. Viele Banken und Sparkassen ermöglichen einen Kontowechsel mit wenigen Klicks und VideoIdent-Verfahren online. Das bedeutet, dass die Identifizierung von Dir und Deinen Eltern ohne einen Besuch in einer Bankfiliale über Video mit Deinem Computer, Tablet oder Smartphone funktioniert.

Biallo-Tipp:

Für einen Kontowechsel und die Eröffnung eines neuen Schülerkontos sollten Deine Eltern und Du den Personalausweis oder Reisepass bereithalten. Wenn Du noch keinen Ausweis oder Pass hast, dann brauchst Du Deine Geburtsurkunde als Nachweis zur Legitimation. Außerdem wird auch Deine Steuer-Identifikationsnummer benötigt. Hilfreich ist in jedem Fall, wenn Du Dich vorab bei Deiner neuen Bank oder Sparkasse informierst, welche Papiere für eine Kontoeröffnung ausreichen.

Nicht nur Schülerinnen und Schülern bieten Banken und Sparkassen kostenlose Kontomodelle. Auch für Studenten und Auszubildende werden leistungsstarke Girokonten angeboten: Die besten Girokonten für Studenten und Azubis.

Nachfolgend stellen wir Ihnen noch zwei interessante Ratgeber zum Thema aus unserer Bibliothek vor:

Neobanken locken mit Gratiskonten – aber nicht nur: Wer Onlinebanking nutzt und sich über die Preise seiner Bank oder Sparkasse ärgert, dem bieten sich immer neue Neobanken an, also Direktbanken ohne Filialen. Das Banking läuft immer über eine App, manchmal auch über eine Website. Sie bieten ihre Dienstleistung entweder kostenlos oder zu sehr geringen Gebühren an. Was ist von ihnen zu halten?
Girokonten: Preise steigen weiter – Alternativen gibt

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Über die Autorin Kerstin Weinzierl

"Back-to-the-Roots", dieses Motto war ausschlaggebend, dass Kerstin Weinzierl sich 2018 bei biallo.de bewarb. Zuviel "IT-Gedöns" prägten ihre berufliche Vorgeschichte. Dabei vermisste sie die Kreativität, das Schreiben und die journalistische Arbeit. Die Themen von biallo.de sind schlichtweg spannend und dieser Meinung ist sie heute noch. Guter Content ist für Kerstin nicht nur trendig, sondern auch immer vorausschauend. Daher fühlt sie sich in den Themenwelten der Digitalisierung und Nachhaltigkeit besonders wohl. Somit weckten auch die Robo-Advisor und Fintechs sofort ihr Interesse und in diesen Bereichen konnte sie schnell ihre Expertise ausbauen. Privat verbiegt sich Kerstin beim Yoga oder ist mit ihrer Familie gerne auf dem heimischen Ammersee mit dem SUP Board.

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