Auf einen Blick
  • Bei Auslandsüberweisungen ist entscheidend, wohin der Geldtransfer geht. Die einfachste und kostengünstigste Variante ist die Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums.

  • Außerhalb des SEPA-Raumes kann es teuer werden: Geldhäuser verlangen teilweise hohe Gebühren für Auslandsüberweisungen außerhalb der Eurozone.

  • Neben Banken wickeln auch spezialisierte Finanzdienstleister Auslandszahlungen ab. Bei höheren Überweisungsbeträgen sind Meldepflichten zu beachten.

  • Den kompletten Ratgeber gibt es auch als PDF-Download.
Weltweite Geldtransfers: Bei Auslandsüberweisungen sind die Kosten sehr unterschiedlich. Wie kommt mehr von Ihrem Geld im Ausland an?
usacheva ekaterina / shutterstock.com

Zu Weihnachten dem Neffen in den USA einen Geldbetrag überweisen oder regelmäßig die Familie in Ghana unterstützen – die Kosten für Auslandsüberweisungen sind sehr unterschiedlich. Was am Ende ankommt, ist oft viel weniger als losgeschickt wurde. Manchmal kann es sich bei Geldtransfers ins Ausland lohnen, auf Spezialanbieter anstatt auf die Hausbank zu setzen.

Wie kann man Geld ins Ausland überweisen?

Wenn Sie von Deutschland aus innerhalb Europas Geld zu Freunden, Verwandten oder Bekannten senden wollen, ist das ganz einfach. Zumindest dann, wenn das Land zum SEPA-Raum, gehört. „SEPA“ steht für „Single Euro Payment Area“, also europäischer Zahlungsraum. Das sind diese 36 Staaten:

Quelle: Screenshot Comdirect, www.comdirect.de
(Seit 1. März 2019 dazugekommen: Andorra und Vatikanstadt)

Überweisung innerhalb des SEPA-Raums

Gehen Sie einfach ins Online-Banking Ihrer Bank, klicken auf das Zielland und die Währung, meist Euro, geben den Betrag ein und schicken die Überweisung ab. Für Banküberweisungen in Euro innerhalb der SEPA-Länder fallen in der Regel keine anderen Gebühren an als für innerdeutsche Überweisungen.

Überweisung in Länder außerhalb des SEPA-Raums

Ganz anders ist dies, wenn Sie außerhalb des Euro-Raums Geld versenden wollen. Dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie machen das ganz bequem über Ihre eigene Bank. Das kann jedoch – je nach Bank oder Sparkasse  – teuer werden. Oder Sie nutzen einen Spezialanbieter. Der muss aber nicht unbedingt günstiger sein als Ihre Bank oder Sparkasse. Wir haben dies für 20 verschiedene Länder für Sie untersucht: In unserem kostenlosen PDF-Download dieses Ratgebers finden Sie die Ergebnisse unserer Recherche in übersichtlicher Tabellenform.

Welche Kosten fallen bei einer Auslandsüberweisung an?

Wenn Sie nur ab und zu Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums vornehmen wollen, machen Sie das am besten über Ihre Bank oder Sparkasse, nicht über einen speziellen Dienstleister. Dafür wäre der Aufwand wahrscheinlich zu groß. Zumal es auch – je nach Land – nicht sichergestellt ist, dass ein Spezialanbieter wirklich der günstigste ist.

Dabei fallen meist ganz verschiedene Gebühren an, die Ihnen aber beim Überweisungsvorgang nicht angezeigt werden. Die Kosten finden Sie ganz oder zumindest teilweise im Preisleistungsverzeichnis Ihrer Bank oder Sparkasse. Ganz unten auf der Website auf „Preise & Hinweise“ klicken und anschließend das Preisleistungsverzeichnis öffnen. In den Pflichtinformationen und den dazu gehörenden Entgeltverzeichnissen für Girokonten steht dazu meistens nichts.

Dazu liest man bei der Stadtsparkasse München:

Quelle: Screenshot Preisleistungsverzeichnis Stadtsparkasse München, Stand: Dezember 2020.

Aufteilung der Gebühren bei Auslansüberweisungen

Wenn Sie dann ins Internet-Banking gehen, wird Ihnen von einigen Geldhäusern die Entscheidung abverlangt, wer die Kosten der Überweisung tragen soll. Dabei können Sie die Überweisungsbebühren auf drei unterschiedliche Arten aufteilen:

  • OUR: Sie tragen die Kosten allein
  • SHARE: Sie teilen sie mit dem Geldempfänger
  • BEN: Der Geldempfänger trägt die Ausgaben allein.

Das ist aber nicht bei jeder Bank oder Sparkasse so. Wird nicht nachgefragt, teilen die Banken die Kosten zwischen beiden Parteien auf. Nehmen wir einmal an, Sie sind Kunde einer Bank und wollen einem Freund 1.000,00 Euro nach Kroatien schicken. Kroatien gehört zwar zum SEPA-Raum, Landeswährung ist jedoch nicht der Euro sondern Kroatische Kuna. Für eine solche Überweisung verlangt die Bank 15,00 Euro Gebühren. Sie zieht von Ihrem Konto 1.007,50 Euro ab. Ihr Freund erhält knapp 7.500 Kuna. Die anderen 7,50 Euro an Gebühren hat die Bank bei Ihrem Freund kassiert, indem er weniger von der Landeswährung auf sein Konto erhält, als es gewesen wäre, hätten Sie alle Gebühren bezahlt.

Übrigens: Wollten Sie jeden Monat das Geld überweisen, sollten Sie einen günstigen Spezialanbieter nutzen. Denn dann bekäme Ihr Freund 7.829,16 Kuna.

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Wie lange dauert eine Auslandsüberweisung?

Im Jahr 2012 traten gesetzliche Ausführungsfristen für SEPA-Überweisungen und Geldtransfers im Europäischen Wirtschaftsraum in Kraft. Banken müssen somit im Sinne ihrer Kunden garantieren, dass die Transaktion innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens auf dem Zahlungskonto des Empfängers verbucht wird.

Problematisch ist für Verbraucher jedoch, dass die entsprechenden Fristen nicht für Überweisungen außerhalb des EWR gelten. Wer also häufiger Transaktionen in Drittländer ausführt, sollte sich neben dem Preis auch beim gewählten Anbieter erkundigen, in welcher Zeit die Transaktion ausgeführt wird.

Art der Auslandsüberweisung

Dauer

Überweisungen in Euro ohne Beleg

1 Geschäftstag

Überweisungen in Euro mit Beleg

2 Geschäftstage

Überweisungen in andere EWR-Währung

4 Geschäftstage

Überweisungen außerhalb des EWR

unbeschränkt

Quelle: Biallo.de; nach eigener Recherche; Stand: Dezember 2020.

Wann ist eine Auslansüberweisung meldepflichtig?

In Deutschland bestehen gesetzliche Meldepflichten im Außenwirtschaftsverkehr. Sie dienen vorrangig einer Erhebung der Zahlungsbilanz und Außenhandelsstatistik. Die Meldeschwelle liegt aktuell bei 12.500 Euro beziehungsweise dem identischen Betrag in entsprechender Fremdwährung. Ausgehende oder eingehende Auslandszahlungen in zuvor genannter Höhe sind mit dem Vordruck "Zahlungsauftrag im Außenwirtschaftsverkehr" an die Bundesbank zu melden. Sollte eine entsprechende Transaktion durch den Bankkunden ausgeführt werden, weist das kontoführende Institut auf die Mitteilungspflicht hin.


Gebühren vergleichen: Wo sind Auslandsüberweisungen am günstigsten?

Sie überweisen Geldbeträge nicht nur einmal im Jahr – beispielsweise zu Weihnachten – in ein Land, das nicht zum SEPA-Raum zählt? Weil Sie Freunde oder Verwandte in der Türkei, in Ungarn oder Indien regelmäßig unterstützen? Dann müssen Sie genau hinschauen, bei welcher Bank oder bei welchem Spezialanbieter der Höchstbetrag in türkischer Lira, Forint oder Rupie bei Ihren Bekannten ankommt.

Diese Punkte sollten Sie dabei beachten:

  • Es ist nicht zwingend so, dass ein bestimmter Zahlungsdienstleister für jedes Land der günstigste ist. PayPal ist das jedoch in vielen Ländern, während Western Union oft der teuerste ist.

  • Wollen Sie in eines der von uns untersuchten 20 Länder regelmäßig Überweisungen vornehmen, entscheiden Sie sich für den Spezialanbieter oder die Bank, wenn durch diesen Anbieter am meisten in Fremdwährung im Zielland ankommt. Wie das für jeden geht, haben wir extra beschrieben.

  • Ist der günstigste Anbieter eine Bank und Sie haben dort kein Konto, hören Sie sich doch im Freundes- und Bekanntenkreis um, wer dort Kunde ist. Anschließend überweisen Sie dieser Person den Betrag und die Gebühren. Und diese Person nimmt für Sie dann kostensparend regelmäßig die Überweisungen vor. Eventuell einen Dauerauftrag einrichten.

  • Lassen Sie sich nicht von niedrigen Gebühren allein täuschen. Es kommt immer darauf an, welcher Betrag in ausländischer Währung ankommt. Es kommt bei Dienstleistern nicht selten vor, dass die ausgewiesenen Gebühren niedrig sind, aber dafür mit dem Umrechnungskurs zu Ihren Ungunsten getrickst wird.

  • Lassen Sie sich nicht von Währungsrechnern im Internet täuschen. Die sind eher ein Lockvogel und sagen nicht, was hinterher wirklich rauskommt.

  • Lassen Sie sich die Höhe des Betrages zum Vergleich nennen, der auf dem ausländischen Konto tatsächlich ankommt.

  • Wenn das Land, in das Sie regelmäßig Geld überweisen wollen, nicht in unserer Übersicht enthalten ist, müssen Sie selbst den günstigsten Anbieter recherchieren. Konzentrieren Sie sich dabei auf die zwei oder drei Anbieter, die in den 20 Ländern am häufigsten als günstige auftauchen.

Anbieter im Vergleich: Kosten und Anmeldung bei PayPal & Co.

Wie viel oder wenig Geld von einem Überweisungsbetrag von 1.000 Euro im Zielland in der landeseigenen Währung ankommt, haben wir für Sie für 20 Länder recherchiert. Bei den untersuchten Banken und Sparkassen wurden dem Empfänger sämtliche Gebühren belastet. Bei anderen Dienstleistern wie Online-Anbietern oder Geldtransferdiensten können Gebühren für den Überweisenden hinzukommen. Wie viel bei einer Auslandsüberweisung in die Türkei dann tatsächlich – je nach Anbieter – in Türkischer Lira beim Empfänger ankommt, zeigt Ihnen die folgende Tabelle:

Beispiel: Auslandsüberweisung in die Türkei

Anbieter

Erhaltener Betrag in Türkischer Lira

PayPal

10.146,59

Xendpay

9.718,16

Western Union

9.619,53

Sparda München

9.608,51

Azimo

9.606,46

Transferwise

9.603,87

Hypovereinsbank

9.589,14

Berliner Sparkasse

9.589,14

Deutsche Bank

9.574,13

Santander

9.569,77

DKB

9.564,93

Targobank

9.564,93

Transfergo

9.561,60

Commerzbank

9.540,71

Comdirect

9.532,96

MoneyGram

8.934,67

Quelle: Anbieter; biallo.de; Stand: November 2020; nicht alle Dienstleister bieten Überweisungen in alle Länder an.

Im kostenlosen PDF-Download unseres Ratgebers finden sie eine Übersicht unserer Ergebnisse für weitere 19 Länder.


So melden Sie sich bei Online-Anbietern und Geldtransferdiensten an

Azimo

Azimo ist ein Online-Überweisungsdienst mit Hauptsitz in Amsterdam, Niederlande. Zwar gibt es einen Online-Rechner, der anzeigt, wie viel Geld in fremder Währung im Ausland ankommt, doch das muss nicht stimmen.

Um zu erfahren, wie viel Geld tatsächlich bei einer Überweisung im Zielland ankommt, muss man sich im Internet registrieren mit: Name, Vorname, Geburtsdatum, E-Mail, Adresse. Danach wird einem gezeigt, wie Auslandsüberweisungen gemacht werden können. Banküberweisungen sollen innerhalb von 24 Stunden erfolgen, Geldabholungen innerhalb einer Stunde. Man gibt die Daten der ausländischen Bank ein und bestimmt dann den Weg der Überweisung. Soll das Geld vom eigenen Konto oder eine Kreditkarte übertragen werden? Und erst im allerletzten Schritt erfährt man dann, was herauskommt.

Urteil: Die wichtigste Information, nämlich wie viel Geld am Ende beim Empfänger im Ausland ankommt, wird wohl bewusst sehr spät angezeigt. Das hat scheinbar Methode. Häufig kommt über diesen Anbieter eben relativ wenig beim Empfänger an.

Currencyfair

Currencyfair ist ein Online-Marktplatz für Geldwechsel mit Hauptsitz in Irland. Zwar gibt es auch hier direkt auf der Startseite einen Online-Rechner, der anzeigt, wie viel Geld in fremder Währung im Ausland ankommt, doch das muss nicht stimmen.

So behauptet man, dass eine Überweisung von 10.000 Euro nach Großbritannien 9.037,50 Pfund entspricht und man 263,68 Pfund „gegenüber einer traditionellen Bank“ spart. Unser Test zeigte jedoch, dass eine Überweisung von Deutscher Bank oder Santander Bank deutlich mehr Pfund brachte als die von Currencyfair. Es gibt auch einen Gebührenvergleich auf der Seite. Doch der ist vom 14. Oktober 2019.

Auch hier muss man sich zunächst online registrieren. Anschließend überweist man auf deren Konto und überweist es dann von dort weiter ins Ausland. Oder man lässt es stehen und wartet einen besseren Kurs ab.

Moneygram

Moneygram ist der zweitgrößte Anbieter von Auslandsüberweisungen weltweit und kommt aus Dallas in den USA. Überweisungen geschehen entweder über den Computer oder eine App. Diese soll schon mehr als zwei Millionen mal heruntergeladen worden sein und sei die einfachste Methode, Geld zu transferieren.

Nach der Registrierung, übrigens mit Hochladen des Personalausweises, wählt man den Empfänger aus und die Zahlungsmethode: Man kann mit seiner Kreditkarte oder durch Banküberweisung zahlen.

PayPal

PayPal ist ein an der amerikanischen Börse notiertes Unternehmen, mit dem man im Internet, aber auch im Handel bezahlen kann, aber eben auch Geld in fast alle Länder der Erde günstig überweisen kann. Dazu muss man sich bei PayPal anmelden und eine Bankverbindung hinterlegen. Dieses Konto muss noch freigeschaltet werden. Auf dem Kontoauszug erscheint nach ein paar Tagen ein Cent mit einem Zahlencode. Den geben Sie bei PayPal ein und Ihr Konto ist bestätigt. Von diesem Konto werden künftig Beträge, die Sie mit PayPal bezahlen, abgebucht. Das gleiche gilt für Überweisungen.

Transferwise

Transferwise wurde 2011 in London gegründet. Auch hier muss man sich zunächst anmelden und dann einloggen. Das geht über den PC oder die kostenlose App. Danach kann man bestimmen, wie viel Geld man überweisen will und wohin es gehen soll. Meist werden drei verschiedene Arten angeboten:

  • Low cost transfer – günstigste Überweisung durch Banküberweisung

  • Fast transfer – schnellste und teuerste Überweisung mit Debit- oder Kreditkarte

  • Easy transfer – etwas teurer als Online-Überweisung.

Transfergo

Transfergo hat seinen Sitz in London. Man meldet sich mit seiner Handynummer an. Danach werden einem je nach Land bis zu drei unterschiedlich rasche Überweisungsmöglichkeiten zu verschiedenen Preisen angeboten. Eine Überweisung von 100 Euro in die Türkei innerhalb der nächsten 30 Minuten sollte 2,99 Euro kosten. Bis 18.30 Uhr sollten es 1,99 Euro an Gebühren sein. Und wenn das Geld am nächsten Werktag auf dem türkischen Konto ist, fällt angeblich gar keine Gebühr an. In diesem Fall fließen 917,87 Türkische Lira auf das Konto. Zum Vergleich: Beim Anbieter Transferwise wären es jedoch 920,85 Türkische Lira einschließlich der Gebühren.

Western Union

Western Union ist ein großer amerikanischer Anbieter von Auslandsüberweisungen. Auch hier muss man sich zunächst registrieren. Angeboten werden drei Möglichkeiten:

  • Geld auf fremde Konten überweisen für 0,90 Euro Transfergebühr

  • Geld überweisen an seinen Western Union Standort und dort bar abholen lassen gegen eine Gebühr ab 1,90 Euro

  • Beträge in bestimmte Länder auf eine mobile Geldbörse versenden, gegen eine Gebühr von 1,90 Euro.

Diese niedrigen Gebühren sind aber nur ein Teil dessen, was Western Union einem abnimmt, wie unser Test oben zeigt. Es sind noch versteckte Gebühren oder unvorteilhafte Kurse zu vermuten.

World Remit

World Remit hat seinen Hauptsitz in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Es wirbt unter anderem damit, dass die ersten drei Überweisungen gebührenfrei sind. Geld wird in über 160 Länder überwiesen. Leider sind die Erklärungen „Wie es funktioniert“ alle auf Englisch geschrieben, so dass die Leute, die das nicht lesen können, damit kaum klar kommen.

Xendpay

Xendpay kommt aus Großbritannien und behauptet genauso wie die anderen, für Auslandsüberweisungen die geringsten oder sogar gar keine Gebühren zu nehmen. Laut eigenen Angaben räumt das Unternehmen jedem Privatkunden bis zu 2.000 Euro ein, die man von den verlangten Gebühren in einem Jahr abziehen kann – bis die 2.000 Euro verbraucht sind. Wir konnten und wollten nicht überprüfen, ob das stimmt.

Xoom

Xoom ist ein PayPal-Dienst, mit dem man Geld auf ein in- oder ausländisches Bankkonto überweisen kann. Oder Bargeld zur Abholung oder Zustellung nach Hause senden kann. Man kann sich direkt registrieren oder über PayPal anmelden. Im Voraus wird einem die Gebühr und der Betrag angezeigt, der beim Empfänger ankommt. Überweisungen kann man entweder am Bildschirm vornehmen oder über die App.

Wie mache ich eine falsche Auslandsüberweisung rückgängig?

Sofern eine Auslandsüberweisung an eine falsche Kontonummer gesendet wurde, sollte der Absender auf jeden Fall zügig reagieren und sein Kreditinstitut umgehend über die Falschüberweisung informieren. Prinzipiell ist ein Überweisungsrückruf nämlich nur möglich, so lange die Transaktion noch nicht auf dem Konto des Empfängers verbucht wurde.

Die eigene Bank kann mit dem Versuch beauftragt werden, das Geld vom Empfänger zurückzuholen. Allerdings fallen hierfür ebenfalls von Bank zu Bank unterschiedliche Gebühren an, die bei kleineren Transaktionen womöglich sogar höher als der Überweisungsbetrag selbst sind. Hier ist also genau zu überlegen, ob sich ein Rückruf überhaupt lohnt.

Auch wenn es auf den ersten Blick lästig und zeitaufwändig erscheint, sollte jede Transaktion genau auf Zahlendreher in der IBAN überprüft werden. Besonders bei hohen Geldtransfers sollte man genau aufpassen denn der Kunde hat kein grundsätzliches Recht auf Rückerstattung fehlerhafter Überweisungen. Weigert sich der Empfänger zur Rückzahlung, bleibt somit nur der Gang zum Rechtsanwalt.




  Horst Biallo

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