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Auf einen Blick
  • Die KfW bietet zahlreiche Förderprogramme für Selbstnutzer und Vermieter.

  • Um eine Förderung zu erhalten, muss der Eigentümer bestimmte Standards bei der Energieeinsparung oder beim altersgerechten Umbau oder Einbruchschutz einhalten. Ausnahme: Wohneigentumsprogramm.

  • Förderwillige können die Darlehen über die Hausbank oder eine Versicherung bentragen. Ausnahme: Zuschüsse. Diese werden über das Zuschussportal der KfW direkt abgerufen.

  • Seit 1. Juli gelten neue Förderprogramme im Bereich energieeffizient Bauen bzw. Sanieren - mit teils deutlich höheren Fördersummen.

  • Zudem hat die KfW ihre Zinssätze gesenkt. Förderkredite für energieeffizientes Bauen oder Sanieren gibt es bereits ab 0,57 Prozent effektiver Jahreszins.

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Wichtige Änderungen 2021 bei Programmbereichen Eneregieeffizient Bauen und Energieeffizient Sanieren

Im Rahmen des Klimaschutzprogrammes 2030 entwickelte die Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude weiter. Sie möchte für Bauherren und Immobilieneigentümer den Anreiz erhöhen, in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren. Dazu strukturierte sie die bisherigen Förderungen der KfW Förderbank und des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung erneuerbarer Wärme neu. Die Förderungen sind nun teils deutlich attraktiver, die Programme übersichtlicher und die Antragstellung wurde vereinfacht.

Bisher vier Programme – darunter das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (umgesetzt als Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren) und das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP) – mit zehn Teilprogrammen sind seit dem 01.01.2021 nun in den drei Programmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) zusammengefasst.

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Seit dem 1. Juli 2021 gelten diese neuen KfW-Programme.

  • BEG Wohngebäude Kredit (und Tilgungszuschuss) – energieeffizient bauen oder sanieren: Programm 261 ersetzt die bisherigen KfW Programm 151 und KfW Program 153
  • BEG Wohngebäude Kredit (und Tilgungszuschuss) Einzelmaßnahmen – energieeffizient sanieren: Programm 262 ersetzt das bisherige 152

  • BEG Wohngebäude Investitionszuschuss – energieeffizient bauen oder sanieren:

  • Programm 461 ersetzt das bisherige 430, anders als zuvor gibt es einen solchen Zuschuss nun auch beim energieeffizienten Bauen bzw. Kaufen

  • BEG Wohngebäude Einzelmaßnahmen Investitionszuschuss – energieeffizient sanieren: Diese Förderung ersetzt bereits seit 1. Januar 2021 das bisherige KfW-Programm, vergeben wird es nun über das BAFA, hier muss auch der Antrag gestellt werden

Weitere Änderungen stehen zum 1. Januar 2023 an: Dann werden die Investitionszuschüsse für energieeffizientes Sanieren und Bauen (Effizienzhaus und Einzelmaßnahmen) grundsätzlich vom BAFA vergeben. Wer ein Darlehen plus Tilgungszuschuss für sein Vorhaben aufnehmen möchte, wendet sich weiterhin an die KfW.

Im Großen und Ganzen bleiben die Grundstrukturen der bisherigen KfW-Programme erhalten: Sowohl der Neubau eines Effizienzhauses als auch die Sanierung eines bestehenden Hauses zu einem Effizienzhaus wird gefördert – die Förderhöhe hängt jeweils von der erreichten Effizienzhausklasse des Gebäudes ab.

Eine größere Änderung: Statt eines Förderkredits mit einem Tilgungszuschuss gibt es seit dem 1. Juli 2021 auch beim Bau oder Kauf eines Effizienzhauses jeweils eine Kredit- und eine Investitionszuschuss-Variante. Wer kein Darlehen von der KfW benötigt, kann also auch lediglich den Zuschuss beantragen, der direkt an den Bauherren oder Eigentümer ausgezahlt wird.

Außerdem werden die Förderungen zum Teil deutlich attraktiver. Dies vor allem, wenn die Effizienzhausklasse in Kombination mit dem neuen EE-Paket und NH-Paket erreicht wird. Erfolgen beim Neubau mindestens 55 Prozent der Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien (EE-Paket) oder wird für das Haus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt (NH-Paket), steigen für die Wohneinheit die maximale Darlehenssumme bzw. die Förderkosten und der darauf bezogene Tilgungs- beziehungsweise Auszahlungszuschuss erhöht sich um jeweils fünf Prozent. Bei der Sanierung gibt es ebenfalls einen zusätzlichen EE-Standard in den jeweiligen Effizienzhaus-Klassen mit höheren Förderungen. Außerdem wird auch der Effizienzhaus-40-Standard eingeführt.

 Weitere Änderungen

  • beim Programmteil Sanierung entfällt der Effizienzhaus-115-Standard
  • beim Effizienzhaus Denkmal entfällt die Anforderung von baulichem Wärmeschutz
  • Smart-Home-Systeme, die die Energieeffizienz steigern, werden gefördert
  • Statt maximal 4.000 gibt es nun bis zu 5.000 Euro für die energetische Baubegleitung bei Wohngebäuden; diese ist nun abhängig von der Anzahl der Wohneinheiten
  • Angaben zu Energie- und CO2-Einsparungen sind nun für die Evaluation der Förderung erforderlich.
  • Die Antragstellung muss nun nicht mehr vor Baubeginn erfolgen, sondern vor dem Tag der Auftragserteilung, also um einiges früher.
 

KfW – die Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW – ist die Förderbank der Bundesrepublik Deutschland. Neben staatlicher Wirtschaftsförderung ist die Baufinanzierung und Finanzierung von energetischer Sanierungen, energetischem Bauen sowie altersgerechtem Umbau von Wohnungen ein wichtiger Schwerpunkt der Tätigkeit. Dafür hat die KfW unterschiedliche Programme aufgelegt.

Zum einen stehen Mittel für Privatleute für den Erwerb oder den Bau von Wohneigentum zur Verfügung, zum anderen werden Energiespar- oder Energieerzeugungsmaßnahmen unterstützt. Aber meistens reichen die zur Verfügung gestellten Mittel nicht, sodass diese durch Darlehen von Banken oder Versicherungen aufgestockt werden müssen.

    Welche Programme bietet die KfW für Häuslebauer und Immobilieneigentümer?

    Vorhaben

    Programm

    Förderhöhen

    Immobilie bauen oder kaufen

    Wohneigentumsprogramm (124):

    Für selbst genutzte Eigentumswohnungen oder Eigenheime wird ein günstiger Kredit bis 100.000 Euro gewährt. Die Kreditlaufzeit kann bis zu 25 Jahre betragen.

    Neues Effizienzhaus bauen/kaufen

    BEG Wohngebäude Kredit 261

     

     

    oder

    BEG Wohngebäude Zuschuss 461

    Kredit bis zu 150.000 Euro und Tilgungszuschuss bis zu 37.500 Euro. Der Kredit muss durch den Tilgungszuschuss also nicht komplett zurückgezahlt werden.

     

    Investitionszuschuss bis 37.500 Euro für den Bau oder Kauf eines KfW-Effizienzhauses

     

    Komplettsanierung zum Effizienzhaus

    BEG Wohngebäude Kredit 261

     

     

    oder

    BEG Wohngebäude Zuschuss 461

     

    Kredit bis zu 150.000 Euro und Tilgungszuschuss bis zu 82.500 Euro, je nach Erreichen des KfW-Effizienzniveaus. Der Kredit muss durch den Tilgungszuschuss also nicht komplett zurückgezahlt werden.

    Investitionszuschuss bis zu 82.500 Euro für die Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus oder den Kauf einer sanierten Immobilie

    Einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Immobilien

    BEG Wohngebäude Kredit 262

    Kredit bis zu 60.000 Euro und Tilgungszuschuss zwischen 12.000 und 33.000 Euro für Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpakete. Der Kredit muss durch den Tilgungszuschuss also nicht komplett zurückgezahlt werden.

    Altersgerecht umbauen

     

    Altersgerecht umbauen Kredit 159

    Kredit bis zu 50.000 Euro für barrierereduzierende Maßnahmen

     

    Barrierereduzierung Zuschuss 455-B

    Für einzelne Maßnahmen Zuschuss bis zu 5.000 Euro, für Standard altersgerechtes Haus bis zu 6.250 Euro

     

    Einbruchschutz Zuschuss 455-E

    Zuschuss bis 1.600 Euro

    Quelle: KfW, Stand: Juli 2021 

    Hinweis: Die Programme unterliegen auch immer gewissen Änderungen, wann und wie dies geschieht, bestimmt die KfW. Die aktuellen Zinssätze erfahren Sie auf der Internetseite der KfW.

    Biallo-Tipp

    Da es sich bei den Krediten des KfW-Wohneigentumsprogramms immer um nachrangige Kredite handelt, eignen sich diese dazu, die Finanzierungslücke, die sich zwischen den Gesamtkosten und dem Eigenkapital sowie dem erstrangigen Darlehen ergibt, zu schließen, zumal für den nachrangigen KfW-Kredit kein Zinszuschlag berechnet wird. Eine Eintragung ins   Grundbuch ist erforderlich.
     

    Eine eigene Immobilie bauen oder kaufen: Das Wohneigentumsprogramm

    Privatpersonen, die eine selbst genutzte Immobilie erwerben oder bauen möchten, werden von der KfW mit einem zinsgünstigen Darlehen aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm unterstützt, dies gilt darüber hinaus inzwischen auch für Wohneigentümergemeinschaften (WEG) und Baugemeinschaften in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Als Selbstnutzung gilt auch das unentgeltliche Überlassen der Immobilie für nahe Angehörige.

    Die KfW finanziert bis zu 100 Prozent der Gesamtkosten, jedoch nur bis zu einer Obergrenze von 100.000 Euro pro Wohneinheit. Gefördert wird auch der Erwerb von Genossenschaftsanteilen im Programmteil 2 mit bis zu 50.000 Euro.

    Förderung Gebrauchtimmobilie im Einzelnen

    • Kaufpreis der Immobilie
    • Kosten für Instandsetzung,
    • Umbau und Modernisierung
    • Gebühren für Notar oder Makler wie auch die Grunderwerbsteuer

    Förderung Neubau im Einzelnen

    • Kosten für das Baugrundstück
    • Bau- und Arbeitskosten für das Gebäude
    • Erstellung der Außenanlage
    • Baunebenkosten für Architekten, Energie- und Bauberatung
    • Weitere Nebenkosten wie für Notar, Makler oder die Grunderwerbsteuer

    Die Laufzeit des KfW-Kredits aus dem KfW-Wohneigentumsprogramm beträgt maximal 25 Jahre, wovon höchstens die ersten drei Jahre tilgungsfrei sind.  Der Darlehensnehmer kann eine Zinsbindungsfrist von fünf bis zehn Jahren vereinbaren. Beim Erwerb von Genossenschaftsanteilen beträgt die maximale Laufzeit 20 Jahre. Förderwillige können auch ein endfälliges Darlehen mit einer Laufzeit bis zehn Jahren vereinbaren. Die Tilgung erfolgt dann auf einen Schlag zum Ende der Laufzeit. 

     

    Ein neues energieeffizientes Gebäude bauen oder kaufen: BEG Wohngebäude Kredit (261) oder Investitionszuschuss (461)

    Beim energieeffizienten Bauen gibt es zwei Varianten der Förderung. Interessierte können wählen, ob sie ein zinsgünstiges Darlehen in Verbindung mit einem Tilgungszuschuss aufnehmen möchten (261 - BEG Wohngebäude Kredit) oder sich einen Investitionszuschuss auszahlen lassen (461 – BEG Wohngebäude Investitionszuschuss). Es gibt die Mittel für die Errichtung, Herstellung oder den Ersterwerb von KfW-Effizienzhäusern. Die Förderung können Bauherren oder Erwerber von neuen Immobilien zur Selbstnutzung oder Vermietung erhalten. Die Förderhöchstgrenze beträgt 150.000 Euro pro Wohneinheit – bei einem Haus mit einer Einliegerwohnung also bis zu 300.000 Euro. Wer die Kreditvariante wählt, kann also ein günstiges Darlehen der KfW bis maximal 150.000 Euro pro Wohneinheit erhalten und zusätzlich einen Tilgungszuschuss von bis zu 37.500 Euro. Letzteren rechnet die KfW dem Darlehenskonto an, sodass sich die Rückzahlungssumme entsprechend verringert. Möchten Bauherren oder Immobilienerwerber die Zuschuss-Variante nutzen, bekommen sie einen – auf die Bau- oder Erwerbskosten von maximal 150.000 Euro anrechenbaren – Investitionszuschuss ausgezahlt. Dieser beträgt ebenso maximal 37.500 Euro.

    Gefördert werden auch Neubauwohnungen, die Erweiterung bestehender Gebäude (beispielsweise ein Anbau) oder der Ausbau von vormals nicht beheizter Fläche, etwa im Dachgeschoss. Voraussetzung ist, dass dabei eine neue Wohneinheit entsteht. Die Förderung unterstützt Investoren ebenso bei der Umwidmung unbeheizter Nicht-Wohngebäude, wie zum Beispiel Scheunen, zu einem Wohnhaus.

    Was die KfW bei im Einzelnen fördert:

    • Ersterwerb oder Bau eines Effizienzhauses der Kategorien 55, 40, 40 plus sowie  40, auch in den Varianten Erneuerbare-Energien (EE) oder Nachhaltigkeit (NH)
    • Förderfähig sind die gebäudebezogenen Investitionskosten sowie die Kosten der mitgeförderten Umfeldmaßnahmen
    • Nicht förderfähig sind Grundstücks- und Grundstücksnebenkosten sowie  durch den Erwerb verursachte Nebenkosten.

    Kreditvariante (261)

    Je nach Kreditlaufzeit gewährt die KfW bis zu fünf tilgungsfreie Jahre, die maximale Laufzeit beträgt 30 Jahre. Es gilt eine Zinsfestschreibung für zehn Jahre. Die Kreditsumme beträgt maximal 150.000 Euro.  Alternativ dazu können Förderwillige auch ein vier- bis zehnjähriges endfälliges Darlehen abschließen.

    Zusätzlich zum Darlehen kann der Antragsteller, wenn das Haus einem bestimmten Energiestandard entspricht, einen Tilgungszuschuss – zwischen 15 und 25 Prozent der Fördersumme (maximal 37.500 Euro) – erhalten, den er nicht zurückzahlen muss. Wie hoch der Zuschuss für ein Vorhaben genau ausfällt, hängt von der Energieeffizienz des Gebäudes ab. Maßgebend ist das sogenannte "KfW-Effizienzhaus" und ob ein solches mit dem zusätzlichen Standard Erneuerbare Energien (EE) oder nachhaltiges Bauen (NH) errichtet wird.

    Investitionszuschuss-Variante (461)

    Eine Alternative zum Darlehen mit Tilgungszuschuss ist der reine Investitionszuschuss. Dieser wird über das Programm 461 gefördert. Es handelt sich dabei um einen nichtrückzahlbaren Zuschuss der KfW an die bauende oder kaufende Person. Er wird als Prozentsatz auf die förderfähigen Kosten (max. 150.000 Euro) gewährt. Die Fördersätze in Abhängigkeit zum Effizienzstandard sind dieselben wie beim Tilgungszuschuss. 

    Biallo-Tipp

    In unseren separaten Ratgebern informieren wir Sie ausführlich rund um  Fördermittel für energieeffizientes Bauen und Ökobilanz, Kosten sowie wichtige Punkte beim  nachhaltigen Bauen
     

    Eine vorhandene Immobilie komplett zum Effizienzhaus sanieren: BEG Wohngebäude Kredit (261) oder Investitionszuschuss (461)

    Die Programme zum energieeffizienten Sanieren sind die gleichen wie beim Bau oder Kauf einer energieeffizienten Immobilie, es gelten jedoch speziell auf das Vorhaben Sanierung ausgerichteten Bedingungen und Förderhöhen.

    Eigentümer, die ihre Immobilie energieeffizient sanieren lassen, unterstützt die KfW, wenn das geförderte Objekt mindestens ein Niveau der KfW-Standards 100 erreicht. Antragsteller können ebenso wie beim energieeffizienten Bauen entweder ein Darlehen plus Tilgungszuschuss (261) oder einen reinen Investitionszuschuss (461) bekommen.

    Es gibt zwei wesentliche Förderbedingungen:

    Für das Gebäude muss der Bauantrag beziehungsweise die Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegen. Außerdem muss in das Sanierungsvorhaben – von der Planung bis zur abschließenden Bestätigung des Effizienzniveaus – ein Energieexperte einbezogen werden.

    Was gefördert wird

    • Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 100, 85, 70, 55, 40 sowie jeweils als EE-Variante, wenn nach der Sanierung mindestens 55 Prozent des Wärme- und Kälteenergiebedarfs Ihres Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt (Erneuerbare-Energien-Klasse – EE).
    • Energetische Sanierung eines Hauses unter Denkmalschutz, ebenfalls auch als EE-Variante
    • Der Umbau von Nichtwohngebäuden zu Wohngebäuden
    • Kauf einer sanierten Wohnung oder eines sanierten Hauses

     

    Kreditvariante (261)

    Der Hauseigentümer kann einen günstigen KfW-Kredit von bis zu 150.000 Euro pro Wohneinheit und zusätzlich einen Tilgungszuschuss in Höhe von bis zu 82.500 Euro pro Wohnung je nach Energiestandard (KfW-Effizienzhaus 100 bis KfW-Effizienzhaus 40 EE) bekommen. Den höchsten Tilgungszuschuss zum Kredit erhält man für ein Effizienzhaus 40 EE, die niedrigsten mit immerhin 30.000 Euro für ein Effizienzhaus Denkmal bzw. 33.000 Euro für ein Effizienzhaus 100. 

    Der Darlehensbedingungen entsprechen denen der Förderdarlehen für den Bau oder Kauf energieeffizienter Immobilien.

    Feste Voraussetzung für die Vergabe ist die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten oder einer Energieeffizienz-Expertin im Rahmen der Planung, Antragstellung und Begleitung des Vorhabens. Für die Leistung dieser Person stellt die KfW noch zusätzlich ein Darlehen (je nach Objekt bis zu 4.000 oder 10.000 Euro) mit Tilgungszuschuss (50 Prozent des Darlehens) zur Verfügung.

    Investitionszuschuss-Variante (461)

    Möchten Hauseigentümer kein Darlehen für die Sanierung ihrer Immobilie aufnehmen, können Sie auch einen Investitionszuschuss in Anspruch nehmen. Die KfW zahlt auf bis zu 150.000 Euro der förderfähigen Investitionskosten pro Wohneinheit einen nichtrückzahlbaren Zuschuss. Die Höhe des Zuschusses hängt wie bei der Kreditvariante vom erreichten Effizienzstandard ab. Und ebenso entspricht auch die Höhe des als Zuschuss möglichen Prozentsatzes den Vorgaben für die Tilgungszuschüsse bei der Kreditförderung. Die geringste Förderung gibt es entsprechend für ein Effizienzhaus Denkmal (30.000 Euro), die höchste für ein Effizienzhaus 40 EE (82.500 Euro.) Auch die Zuschüsse für die das Vorhaben begleitende sachverständige Person entsprechen denen der Tilgungszuschüsse der Kreditvariante. 


     

    Einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden Immobilien: BEG Wohngebäude Kredit Einzelmaßnahmen (262)

    Die KfW fördert nicht nur Komplettsanierungen, sondern auch Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpakete. Da die energetische Sanierung hohe Kosten verursacht, ermöglicht es die KfW, Sanierungsmaßnahmen zu splitten und trotzdem eine Förderung für den Teil zu bekommen, der umgehend durchgeführt wird. Entschließt sich der Eigentümer zu einem späteren Zeitpunkt für weitere Maßnahmen an seiner Immobilie, so sind dann auch diese förderfähig.

    Was fördert die KfW?

    Gefördert werden zahlreiche Vorhaben – von der Dämmung der Gebäudehülle sowie neue Fenster über Sonnenschutzeinrichtungen und smarte Haustechnologie bis zur Erneuerung oder Optimierung des Heizungssystems.

    Kredit plus Tilgungszuschuss

    Bei Einzelmaßnahmen oder Maßnahmenpaketen vergibt die KfW Darlehenssummen von maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit. Der Tilgungszuschuss beträgt, je nach Vorhaben, zwischen 20 und 55 Prozent.

    Die Kreditkonditionen stimmen mit denen des Programms 261 überein: So hat das Darlehen maximal eine Laufzeit von 30 Jahren. Die ersten zehn Jahre gilt ein vergünstigter Zinssatz, danach ein auf dem Marktniveau basierender Zinssatz, ein bis fünf tilgungsfreie Jahre sind möglich.

    Folgende Tilgungszuschüsse zum Darlehen gibt es:

    • Für die Dämmung der Gebäudehülle, neue Fenster sowie Türen, sommerlichen Wärmeschutz, Lüftungsanlagen, die Optimierung der Heizungsanlage sowie digitale Systeme zur Steuerung des Energieverbrauchts und technischer Anlagen jeweils 20 Prozent.
    • Für neue Heizungssysteme zwischen 20 und 50 Prozent. Die genaue Höhe hängt von der Art des neuen Systems (Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen mit erneuerbaren Energien, Solarthermieanlagen, Anschluss an Gebäudenetz oder Fernwärmenetz usw.) ab und ob die Anlage eine bisher genutzte Ölheizung ersetzt.
    • Fünf Prozent gibt für jede Maßnahme obendrauf, wenn der Hauseigentümer diese im Rahmen eines Sanierungsfahrplan (iSFP) durchführt.

    Zusätzlich können Eigentümer noch einen weiteren kleinen Darlehensbetrag plus Tilgungszuschuss für die Fachplanung, die Baubegleitung und abschließende Bestätigung der Maßnahmen durch einen Energieeffizienz-Experten oder eine -Expertin bekommen. Für Maßnahmen an beispielsweise Ein- und Zweifamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäusern gibt es bis zu 5.000 Euro und die Hälfte davon als Zuschuss. 

    Achtung: Seit 01.01.2021 fördert die KfW einzelne energetische Sanierungsmaßnahmen nicht mehr mit einem Investitionszuschuss. Den Zuschuss können Eigentümer jetzt beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Dabei ist die Höhe der förderfähigen Kosten sogar von maximal 50.000 auf bis zu 60.000 Euro gestiegen, sodass der Zuschuss bis zu 12.000 Euro statt bis zu 10.000 Euro betragen kann. 

     

     Altersgerecht umbauen Kredit (159)

    Die Fördermittel für den altersgerechten Umbau haben das Ziel, Menschen unabhängig von Alter und jeglicher Einschränkung bei Maßnahmen zu unterstützen, mit denen sich Barrieren im Wohnungsbestand reduzieren sowie der Wohnkomfort und die Sicherheit erhöhen lassen. Zusätzlich werden über das Programm Maßnahmen zum Einbruchschutz der Immobilie finanziert. Das Ziel ist eine verbesserte Wohnqualität zu schaffen, von der alle Altersgruppen profitieren.

    Die Maßnahmen im Einzelnen:

    • Wege zu Gebäuden und im Wohnumfeld
    • Eingangsbereich und Wohnungszugang
    • Überwindung von Treppen und Stufen
    • Anpassung der Raumaufteilung und Schwellenabbau
    • Maßnahmen an Sanitärräumen
    • Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag
    • Schaffung von Gemeinschaftsräumen, Mehrgenerationenwohnen
    • Einbruchschutz des Hauses und seiner Zugänge

    Mit dem Geld können Immobilien barrierefrei oder barrierereduziert gestaltet oder mit intelligenter Haustechnik ausgestattet werden. Zusätzlich werden auch Maßnahmen zum Wohnungseinbruchsschutz gefördert. Es gibt Mittel für Einzelmaßnahmen in festgelegten Förderbereichen (zum Beispiel Wege zu Gebäuden und Wohnumfeldmaßnahmen, Anpassung der Raumgeometrie, Maßnahmen an Sanitärräumen) für die Herstellung von Barrierefreiheit gemäß der DIN 18040-2 oder wenn das Objekt durch die Maßnahmen den KfW-Standard "Altersgerechtes Haus" erreicht. Außerdem wird in diesem Zusammenhang die Fachberatung und Planung finanziell begünstigt. Die KfW unterstützt auch den Ersterwerb von Wohnungen, die den Kriterien des Programms entsprechen, sofern der Kauf innerhalb von zwölf Monaten nach Bauabnahme erfolgt und die Kosten der barrierereduzierenden Umbaumaßnahmen im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen sind.

    So hoch fällt die Förderung aus

    Die Darlehensnehmer können pro Wohneinheit einen Kredit von maximal 50.000 Euro erhalten. Je nach Laufzeit des Kredits können bis zu fünf tilgungsfreie Jahre vereinbart werden, die maximale Laufzeit des Kredits beträgt 30 Jahre. Die beiden ersten Jahre sind in jedem Fall tilgungsfrei. Die Zinsbindung beträgt fünf oder zehn Jahre. Auch ein zehnjähriges endfälliges Darlehen ist statt eines Annuitätendarlehens möglich. 

    Der Kredit wird über die Hausbank abgewickelt. Nutzen können das Darlehen sowohl Selbstnutzer als auch Vermieter, aber auch Wohneigentümergemeinschaften und Mieter selbst, falls der Vermieter sich hierfür nicht entscheidet. 

     

    Investitionszuschuss Barrierereduzierung und Einbruchschutz (455B/455E)

    Wer in seinem bestehenden Eigenheim oder der gemieteten Immobilie Barrieren abbaut, kann von der KfW Investitionszuschüsse erhalten. Das Programm dazu heißt Investitionszuschuss Barrierereduzierung (455-B).

    • Für einzelne Umbau-Maßnahmen gibt es einen Zuschuss von 10 Prozent der förderfähigen Kosten von bis zu 50.000 Euro, also maximal 5.000 Euro. Gefördert wird eine Vielzahl von Maßnahmen: vom barrierefreien Bad bis hin zum Aufzug.
    • Wer sein Haus komplett umbaut und den Standard "Altersgerechtes Haus" erreicht, erhält sogar 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten (maximal 6.250 Euro).

     Bei Maßnahmen zum Einbruchschutz (455-E) vergibt die KfW einen Zuschuss für förderfähige Investitionskosten von mindestens 500 Euro pro Antrag bis maximal 15.000 Euro pro Wohnung. Zu Maßnahmen, die zwischen 500 und 1.000 Euro kosten, schießt die KfW 20 Prozent zu, fallen Kosten ab 1.000 bis 15.000 Euro an, gibt es 10 Prozent.

    Hinweis: Die Zuschüsse vergibt die KfW nur als Alternative zur Kreditförderung, zusätzlich gibt es sie nicht. Und: Für das Jahr 2021 werden keine Anträge für das Programm 455-B mehr angenommen, da die Mittel bereits aufgebraucht sind. Sieht der Bundeshaushalt 2022 wieder Zuschüsse für barrierereduzierende Maßnahmen vor, sind Anträge im kommenden Jahr wieder möglich.  

    Einbindung von KfW-Darlehen in die Baufinanzierung

    Die KfW besitzt kein eigenes Filialnetz. Der richtige Ablauf ist daher: Es muss zunächst ein Finanzierungspartner gesucht werden. Sowohl Banken als auch viele Versicherungen bieten die Einbindung von KfW-Darlehen in die Baufinanzierung mit an. 

    Biallo-Tipp: Günstige Konditionen sichern

    Unser  Baufinanzierung Vergleich hilft Ihnen dabei, Konditionen zu vergleichen und ein günstiges Angebot zu finden. Mit unserem  Baufinanzierungsrechner können Sie ermitteln, wie sich einzelne Stellschrauben auf Ihre Baufinanzierung auswirken - etwa eine veränderte Anfangstilgung, eine höhere oder niedrigere Monatsrate oder auch die Einbindung von KfW-Mitteln.

    Wichtig ist die Art der Immobilie und die Nutzung (Eigennutzung, Vermietung) und welche Förderung gewünscht wird. Dann erläutert der Baufinanzierungspartner zunächst anhand der Merkblätter der KfW die Förderbedingungen und unterstützt bei Zustimmung des Darlehensnehmers auch dabei, die Förderung zu beantragen. Ist die Beantragung erfolgreich, wird das KfW-Darlehen Bestandteil der Baufinanzierung. Der weitere Ablauf ist dann, dass der Finanzierungspartner die KfW-Mittel direkt an den Antragsteller weiterleitet und gleichzeitig auch für das KfW-Darlehen bei sich ein Konto einrichtet, auf das das Darlehen zurückgeführt wird.

    Bei Zuschüssen gilt ein anderes Verfahren. Diese werden direkt bei der KfW beantragt. Dazu ist eine Registrierung im Zuschussportal der KfW nötig.

    Wichtig: Beim Bau/Kauf eines Effizienzhauses oder der Sanierung einer bestehenden Immobilie zu einem solchen ist es Pflicht, einen Erergieeffizienz-Experten oder eine -expertin einzubinden. Folgendermaßen läuft die Beantragung der Förderkredite ab:

    1. Die bauende oder sanierende Person wendet sich an einen Energieeffizienz-Experten. Dieser leistet Beratung, begleitet das Vorhaben und erbringt für die Förderung erforderliche Nachweise.

    2. Der Antragsteller sucht seinen Finanzierungspartner auf und beantragt mit diesem das Darlehen. Wichtig: Die „Bestätigung zum Antrag“ vom Experten für Energieeffizienz vorlegen. Eventuell weiteres KfW-Darlehen, beispielsweise aus Wohneigentumsprogramm, beantragen.

    3. Beim Neubau kann der Bauherr nach dem dokumentierten Beratungsgespräch durch den Finanzierungspartner die Liefer- und Leistungsaufträge vergeben. Beim Erwerb darf der Kaufvertrag erst nach Beantragung des KfW-Darlehens abgeschlossen werden.

    4. Nach Umsetzung des Vorhabens bestätigt der Effizienzexperte beziehungsweise beim Kauf der Bauträger die Durchführung der Energieeffizienzmaßnahmen. Diese Bestätigung beim Finanzierungspartner einreichen, welcher dann dem Darlehenskonto den Tilgungszuschuss gutschreibt.

    Wird ein Investitionszuschuss beantragt, entfällt der Gang zum Finanzierungspartner und die bauende oder kaufende Person stellt den Antrag direkt beim Zuschussportal der KfW.

     

    Was ist beim Abschluss eines KfW-Darlehens zu beachten?

    Die Frage, ob sich ein KfW-Darlehen lohnt, ist nicht immer eindeutig mit "ja" zu beantworten. Im Prinzip schon, aber es kommt auf den Einzelfall an und auch darauf, was insgesamt finanziert werden soll.

    Die durchleitende Bank übernimmt das Haftungsrisiko für den Förderkredit. Sie überprüft immer die Bonität das Darlehensnehmers und kann die Beantragung auch ablehnen. Die allgemeinen Vermögensverhältnisse des Kreditnehmers sind also entscheidend. Es ist eben nicht so, dass die KfW etwas fördert, was aufgrund der finanziellen Situation eigentlich nicht förderbar ist. Wer aber sowohl über die finanziellen Voraussetzungen wie auch die Voraussetzung beim Kauf oder Bau einer Immobilie verfügt, sollte sich auch mit den KfW-Darlehen beschäftigen. Allerdings: Vor allem wenn kein weiteres Darlehen von der Bank benötigt wird, zeigen manche Kreditinstitute grundsätzlich kein Interesse daran, ein KfW-Darlehen durchzuleiten. Das ist zum Beispiel bei eher niedrigen Darlehenssummen für Energiesparmaßnahmen der Fall. Dann ist die Beantragung eines Investitionszuschusses bei der KfW oder dem BAFA die Alternative. Auch vergeben manche Landesbanken Förderkredite für Sanierungsvorhaben.

    Besonders interessant für Darlehensnehmer ist das Wohneigentumsprogramm, da hier die Förderstandards auch gut erreichbar sind. Allgemein werten Banken eine KfW-Beteiligung eher positiv (dies gilt auch für Mittel der Landesförderbanken).

    Für viele mit der wichtigste Punkt ist der Darlehenszinssatz. KfW-Kredite sind im Vergleich zu vielen privatwirtschaftlichen Krediten günstig. Allerdings gehen die Darlehen vor allem beim energieeffizienten Bauen oder Kaufen auch mit entsprechenden energetischen Auflagen einher – und Effizienzhäuser einer bestimmten Güte verteuern das Vorhaben. Höhere energetische Standards bedeuten zudem auch einen höheren Instandhaltungsaufwand, um dieses Niveau über einen möglichst langen Zeitraum zu erhalten. Durch die – zum ersten Juli 2021 auch noch einmal erhöhten – Tilgungszuschüsse erhalten Kreditnehmer jedoch wiederum auch einen recht umfangreichen Ausgleich für die höheren Kosten.

    Ohne ein weiteres Darlehen geht es meist nicht

    Wichtig zu wissen: Die KfW-Darlehen können in der Regel nur einen Teil der Baufinanzierung decken. Ein weiteres Darlehen wird nötig, denn zum einen Treiben die Anforderungen durch die KfW die Baupreise nach oben, zum anderen reicht ein KfW-Darlehen kaum, um schon die herkömmlichen Baukosten zu decken, selbst wenn das zusätzliche Wohneigentumsförderungsprogramm noch mit den anderen KfW-Förderprogrammen kombiniert wird. Erfahrungsgemäß erhalten auch Darlehensnehmer häufig nicht den Höchstbetrag durch die KfW.

    Biallo-Tipp: Weitere Fördertöpfe nutzen


    Über die Autorin Anette Stein

    hat Germanistik und Politik in Hannover studiert und einen betriebswirtschaftlichen Abschluss. Als selbstständige Journalistin und Lektorin arbeitet sie seit rund 20 Jahren für verschiedene Wirtschaftsmedien sowie Verlage. Spezialisiert hat sich Anette auf Verbraucherthemen rund um Finanzen und Versicherungen. Für biallo.de schreibt sie in den Bereichen Baufinanzierungen und Immobilien. Als Co-Autorin hat sie zahlreiche Fachratgeber in diesen Themengebieten veröffentlicht, unter anderem: 

    • Immobilien als Geldanlage, erschienen 2020 im Haufe Verlag, 
    • Immobilienverkauf: Erfolgreich - gewinnbringend - rechtssicher, erschienen 2019 im Haufe Verlag.

      Anette Stein
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