Altersgerecht Umbauen: Mit staatlicher Hilfe rechtzeitig vorsorgen

Barrierefreiheit Altersgerecht Umbauen: Mit staatlicher Hilfe rechtzeitig vorsorgen

Update: 03.04.2019
Helga Riedel
von Helga Riedel
Update: 03.04.2019
Auf einen Blick
  • Für einen barrierefreien Alltag im Alter sollten Sie rechtzeitig vorsorgen.

  • Es gibt zahlreiche Fördermittel in den verschiedenen Bundesländern für den altersgerechten Umbau von Haus und Wohnung.

  • Vor einem Umbau sollten Sie sich Beratung einholen und in Ruhe planen.

  • Über die KfW fördert der Staat die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum.
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Bei den anhaltenden Diskussionen zum Thema "Pflegenotstand" mag manchmal der Eindruck entstehen, alte Menschen würden massenweise in Alters- und Pflegeheimen landen. Das ist glücklicherweise nicht der Fall: 93 Prozent aller über 65-Jährigen leben in Deutschland in ihren oft seit Jahrzehnten bewohnten Häusern und Wohnungen.

Altersgerecht sind diese allerdings in den seltensten Fällen. Gerade einmal 570.000 von Senioren bewohnte Immobilien gelten als "barrierefrei", so das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung. Zum Vergleich: Im Jahr 2030 werden die Eigentümer oder Hauptmieter von sieben Millionen Haushalten über 75 Jahre alt sein.

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Damit sie auch dann noch ein Leben ohne gravierende Einschränkungen im Alltag führen können, empfiehlt es sich, rechtzeitig vorzusorgen – zumal viele der geförderten Maßnahmen einen Komfortgewinn in jedem Alter mit sich bringen.

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Beispiel Badezimmer: Die Kinder sind erwachsen, eigentlich badet nun niemand mehr und an den Fliesen aus den 80ern hat man sich auch satt gesehen. Ein modernes Bad in Naturtönen mit einer großzügigen ebenerdigen Dusche mit Massagedüsen, einer gemauerten Bank und Klarglaswänden – das wäre ein Traum. Ein Traum, der sich mithilfe staatlicher Förderung verwirklichen ließe.

Ob Fernbedienung fürs Garagentor, Überdachung des Hauseingangs, Anbau eines Balkons oder Smart Home Systeme – unter dem Begriff "altersgerecht" verstecken sich viele, jedem willkommene Annehmlichkeiten.

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Beratung einholen und in Ruhe planen

Manchmal sind es kleine Dinge, die das Leben enorm erleichtern können, wie beispielsweise ein abgesenkter Arbeitsplatz zum Sitzen in der Küche, automatische Rollläden oder Lampen mit Bewegungsmeldern. Bei anderen Maßnahmen stehen die Kosten möglicherweise in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Deshalb sollte man sich zunächst von kompetenten Fachleuten beraten lassen. Sie können beurteilen, welche Veränderungen im Wohnumfeld sinnvoll sind, damit man auch im Alter bequem und sicher zuhause leben kann. In der Regel kennen sie auch mit der Materie vertraute Hersteller und Handwerker.

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Die Wohnberatung ist allerdings zwischen Kiel und Konstanz höchst unterschiedlich organisiert. Träger können staatlichen Stellen, karitative Organisationen, Vereine oder auch ehrenamtlich tätige Privatpersonen sein. Wer vor Ort zuständig ist, erfährt man auf der Internetseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung: Wird man dort in dem nach Bundesländern sortierten Verzeichnis nicht fündig, kann man sich an die Gemeinde, die Kranken-/Pflegekasse oder die Träger von Altenheimen, Pflegediensten oder Senioren-Angeboten wenden.

In Sachen Einbruchschutz berät die Polizei zum einen sehr umfangreich im Internet, zum anderen in den flächendeckend vorhandenen Beratungsstellen und auch kostenlos vor Ort. Entsprechende Angebote gibt es auf den Seiten k-einbruch.de und polizei-dein-partner.de.

Sollen größere Bauvorhaben – zum Beispiel ein Neubau, die Komplett-Sanierung eines Altbaus oder aufwendigere Umbauten nach den Kriterien für ein altersgerechtes Zuhause – durchgeführt werden, braucht man Architekten, Ingenieure und Handwerker, die sich mit der Materie auskennen. Dies ist besonders wichtig, wenn man eine Förderung der KfW anstrebt, denn sie setzt bestimmte technische Standards und DIN-Normen voraus. Bei der Suche nach entsprechenden Fachleuten helfen

  • Bundesarchitektenkammer
  • Bundesingenieurkammer
  • Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima
  • Barrierefrei.de

Da man bei jedem Bauvorhaben auch die Energieeffizienz im Blick haben sollte, empfiehlt es sich, auch dafür einen Fachmann hinzuziehen. Adressen von Energieberatern findet man unter anderem auf den Internetseiten von Die bundesweite Interessenvertretung für Energieberater GIH oder co2online.de.

Ist die Planung für das altersgerechte Bauvorhaben abgeschlossen, heißt es, Kostenvoranschläge von Handwerksbetrieben und Fachfirmen einzuholen.

Wichtig: Nur, wenn aus den Angeboten klar hervorgeht, dass es sich um Maßnahmen im Sinne des Kriterienkatalogs der KfW handelt und das Investitionsvolumen feststeht, können entsprechende Fördermittel als Kredit oder Zuschuss beantragt werden.

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Für diese Maßnahmen gibt es Fördermittel

Altersgerechter Umbau

Fördermittel gibt es für eine Vielzahl von Maßnahmen, die das Zuhause altersgerecht machen:

  • Barrierefreie Wege rund ums Haus – etwa zu Garage, Mülltonnen und Sitzplätzen
  • Neuanlage oder Umbau von Stellplätzen für Auto, Fahrrad, Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator und deren Überdachung
  • Abbau von Barrieren an Haus- und Wohnungstür, Überwindung von Treppen durch Rampen, Aufzüge oder Treppenlifte und Überdachung des Eingangsbereichs
  • Anpassung von Wohnung oder Haus durch Schwellenabbau, Verbreiterung der Türen oder neue Raumaufteilung durch Versetzen von Wänden
  • Erschließung oder Schaffung von Balkonen, Terrassen oder Loggien
  • Modernisierung von Bädern und Toiletten mit ebenerdigen Duschen, neuen Sanitärobjekten wie Badewannen, Waschbecken, Bidet, Toilette, Anbringung von Haltegriffen
  • Schaffung von barrierearmen Gemeinschaftsräumen durch Um- oder Anbau zum Beispiel in Mehrgenerationenhäusern
  • Unter dem Begriff "Ambient Assisted Living" (AAL) zusammengefasste Smart Home Systeme für automatisch oder per Fernbedienung steuerbare Rollläden, Fenster, Türen, Lampen, Heizungs- und Klimatechnik, Gegensprechanlage und Videoüberwachung des Haus-/Wohnungseingangs (nicht gefördert werden Endgeräte wie Smartphones, Tablets oder Computer)

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Das "zweite Zuhause" am Urlaubsort kann man dagegen nicht mit staatlicher Hilfe altersgerecht auf Vordermann bringen – genauso wenig wie den Laden oder die Büroräume, auch wenn sie im eigenen Haus oder einem Nebengebäude angesiedelt sind. Ferienimmobilien, Gewerbeflächen, Alters- und Pflegeheime sind von der Förderung ausgeschlossen. Hat man bereits ein Darlehen für Renovierungen aufgenommen, lassen sich Umschuldung oder Nachfinanzierung nicht über das Förderprogramm regeln – auch, wenn es sich um Maßnahmen des altersgerechten Umbaus handelt.

Wichtig: Egal ob Kredit oder Zuschuss – der Antrag auf Förderung muss immer vor Auftragserteilung, dem Beginn von Umbauarbeiten und auch vor dem Kauf der dafür notwendigen Materialien erfolgen.

Einbruchschutz

Im Bereich Einbruchschutz stehen für diese Maßnahmen Fördermittel zur Verfügung:

  • Einbau von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungstüren sowie Kelleraußentüren mindestens gemäß DIN EN 1627
  • Einbau einbruchhemmender Garagentore und -türen, wenn ein direkter Zugang ins Haus besteht
  • Einbau von Nachrüstsystemen für Haus-/Wohnungstür, Fenster, Balkon- und Terrassentüren wie Spion, Zusatzschlösser, abschließbare Griffe und Ähnliches. Der Einbau von neuen einbruchhemmenden Fenstern, Balkon- und Terrassentüren wird hingegen ausschließlich über das Produkt "Energieeffizient Sanieren" gefördert
  • Installation einbruchhemmender Gitter an Fenstern und Kellerschächten sowie von Fenster- oder Rollläden
  • Einbau oder Verbesserung einer umfänglichen Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern
  • Installation von Alarm- und Notrufsystemen

"Standard Altersgerechtes Haus"

Darüber hinaus fördert die KfW im Produkt "Altersgerecht Umbauen"

  • das Gesamtpaket von Umbaumaßnahmen zum "Standard Altersgerechtes Haus"
  • die Umwandlung nicht zum Wohnen genutzter, beheizter Flächen wie beispielsweise ehemalige Läden, Gewerbe, Handwerk in barrierearmen Wohnraum
  • den Ersterwerb von barrierearm modernisiertem Wohnraum, sofern die Kosten dafür separat im Kaufvertrag ausgewiesen sind.

Wer kann die Fördermittel beantragen?

Kredit und Zuschuss der KfW können Privatpersonen beantragen, die Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhauses sind, eine frisch altersgerecht sanierte Immobilie erwerben wollen, eine Eigentumswohnung in einer privaten Eigentümergemeinschaft besitzen und auch Mieter. Das Alter spielt dabei keine Rolle. Man kann auch kurz vor der Pensionierung stehen oder bereits im Ruhestand sein. Die Gewährung der Förderung ist unabhängig von der Höhe des Einkommens oder der Größe der betreffenden Immobilie.

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Mieter sollten Folgendes beachten: Bauliche Veränderungen, der Austausch von Sanitärobjekten oder auch die Sicherheits-Aufrüstung an Türen und Fenstern müssen sie selbstverständlich mit dem Vermieter absprechen. Einen rechtlichen Anspruch auf einen altersgerechten Umbau hat man als Mieter nicht, es sei denn es liegt ein berechtigtes Interesse vor. Das wäre dann der Fall, wenn ohne Veränderungen in der Wohnung die Bewältigung des Alltags nicht mehr möglich ist.

Doch auch dann kann sich der Vermieter quer stellen, etwa mit dem Hinweis auf eine untragbare Beeinträchtigung der anderen Mieter im Haus. Willigt der Vermieter in die Umbaumaßnahmen ein, kann er eine Kaution für den Rückbau beim Auszug verlangen. Ein kluger Eigentümer wird allerdings sinnvollen Veränderungen zustimmen und sich eventuell auch an den Kosten beteiligen, erhöht eine altersgerechte Ausstattung doch letztendlich den Wert seiner Immobilie. In jedem Fall sollte das Procedere schriftlich in einem von beiden Parteien unterschriebenen Vertrag festgehalten werden.

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So fördert die KfW den altersgerechten Umbau

Der Staat fördert die Schaffung von altersgerechtem Wohnraum bei Neu- und Umbau sowie den Ersterwerb barrierearmer Immobilien mit Krediten und Zuschüssen. Die Förderprogramme laufen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW-Bank).

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Das KfW-Bankdarlehen für den Einbau eines Aufzugs zu verwenden und für die neue einbruchhemmende Haustür einen Zuschuss zu beantragen – das geht allerdings leider nicht. Da sowohl die Reduzierung von Barrieren als auch der Einbruchschutz zum Förderbereich "Altersgerecht Umbauen" gehören, muss man sich zwischen Kredit und Zuschuss entscheiden.

Kredit

Bei größeren Investitionen ist sicher der Kredit die bessere Wahl: Pro Objekt gewährt die KfW ein Darlehen von bis zu 50.000 Euro, das Interessierte über Banken, Sparkassen oder Versicherungen beantragen und abrufen können. Der derzeitige Effektivzins pro Jahr liegt – je nach Laufzeit, Zinsbindung und tilgungsfreier Anlaufzeit – zwischen 0,75 und 0,85 Prozent und damit deutlich unter den üblichen Zinsen für Baukredite.

Dabei gilt es abzuwägen: Eine längere Zinsbindung ist zwar etwas teurer, bewahrt einen aber vor eventuell ansteigenden Zinsen und gibt Planungssicherheit. Auf der anderen Seite ist es bei diesem Kredit nicht möglich, Sondertilgungen zu vereinbaren. Das bedeutet: Während der Zinsbindung sind Teilrückzahlungen komplett ausgeschlossen, und wer den gesamten Kredit vorzeitig ablösen möchte, muss eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Läuft dagegen der Kredit über zehn Jahre, die Zinsbindung aber nur über fünf, kann man an deren Ende ohne zusätzliche Kosten Sonderzahlungen leisten oder den Kredit ganz ablösen. Wer in absehbarer Zeit mit größeren Geldbeträgen beispielsweise aus Versicherungen, Abfindungen oder Erbschaften rechnet, sollte dies also in die Kalkulation mit einbeziehen.

Zuschüsse

Plant man, solche Gelder oder Erspartes direkt in die altersgerechte Verbesserung des Wohnumfelds zu investieren, kann man das Budget mit dem staatlichen Zuschuss ein wenig aufbessern. Zehn Prozent der Kosten schießt der Staat dazu, maximal jedoch 5.000 Euro. Um sie zu erhalten, müsste man also 50.000 Euro aus eigenen Mitteln finanzieren. Erreichen die Maßnahmen den Standard "Altersgerechtes Haus" sind 12,5 Prozent beziehungsweise 6.250 Euro drin. Um überhaupt in den Genuss eines Zuschusses zu kommen, muss man in beiden Fällen mindestens 2000 Euro für entsprechende Umbauten aufbringen.

Nimmt man Geld in die Hand, um den Schutz vor Einbrüchen zu erhöhen, reichen dagegen 500 Euro. Für den ersten Tausender für Zusatzschlösser, Videoüberwachung oder Alarmanlage gibt der Staat 20 Prozent dazu, darüber hinaus bis maximal 15.000 Euro Kosten zehn Prozent. Bei einer Investition von 5.000 Euro würde der Zuschuss dementsprechend 600 Euro betragen.

In der Regel ist es nicht nur aus Gründen der Kosten, sondern auch der Beeinträchtigungen sinnvoll, notwendige Renovierungen zu bündeln und ältere Häuser und Wohnungen, sowohl in Sachen Barrierereduzierung als auch Einbruchschutz, auf Vordermann zu bringen. Beantragt man für beide Maßnahmen Zuschüsse, lassen diese sich jedoch nicht akkumulieren. Die maximal förderfähigen Kosten steigen also nicht auf 65.000 Euro, sondern bleiben bei mindestens 2.000 und maximal 50.000 Euro.

Antrag: Beantragen kann man den Zuschuss direkt im Online-Portal der KfW, mit detaillierten Angaben über die geplanten Maßnahmen und deren voraussichtliche Kosten laut Angeboten. Auf keinen Fall darf zu diesem Zeitpunkt bereits mit Umbauarbeiten begonnen oder ein Handwerksbetrieb beauftragt worden sein. Erhält man eine Zusage für die finanzielle Unterstützung, kann es dann aber damit losgehen. Die KfW zahlt den Zuschuss aus, nachdem man die entsprechenden Rechnungen eingereicht hat.

  • Biallo-Tipp: Der Kredit oder Zuschuss aus dem Bereich "Altersgerecht Umbauen" darf mit Fördermitteln aus anderen Programmen, beispielsweise "Energieeffizient Sanieren", kombiniert werden. Einbruchhemmende neue Fenster sind sogar nur darüber förderbar. Auch hier gibt es entweder einen Kredit oder Zuschuss. Darüber hinaus lassen sich weitere Fördertöpfe anzapfen und miteinander kombinieren, denn nicht nur die Bundesregierung sondern auch die Länderregierungen haben Programme für den altersgerechten Umbau aufgelegt.

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Fördermittel der Bundesländer

Hier ein Überblick über Ansprechpartner und Art der Programme in den 16 Bundesländern:

Baden-Württemberg: Im Rahmen des "Förderprogramms Wohnungsbau BW 2018/19" können Familien, die den Kauf einer gebrauchten Immobilie mit einem Z15-Darlehen der Staatsbank für Baden-Württemberg finanzieren, die "Zusatzfinanzierung – Barrierefreiheit" beantragen. Es handelt sich dabei um das KfW-Darlehen bis maximal 50.000 Euro mit einer Zinsverbilligung aus Landesmitteln. Den Antrag kann man auf der Internetseite der L-Bank stellen.

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Bayern: Mit dem "Bayerisches Modernisierungsprogramm" (BayModR) fördert die Bayerische Landesbodenkreditanstalt den altersgerechten Umbau von Mietwohnungen mit einer Verbilligung des KfW-Kredits um 1,25 Prozent im Jahr. Darüber hinaus fördert das Land Mieter und Eigentümer bei der behindertengerechten Anpassung von bestehendem Wohnraum mit einem leistungsfreien Baudarlehen von 10.000 Euro. Dabei gelten jedoch bestimmte Einkommensgrenzen. Beantragen kann man die Leistungen bei den Landratsämtern und kreisfreien Städten; Mieter wenden sich an die Regierungen beziehungsweise an die Städte München, Augsburg und Nürnberg.

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Berlin: Die Investitionsbank Berlin fördert den altersgerechten Umbau mit einer Verbilligung des KfW-Kredits um bis zu 0,6 Prozent pro Jahr.

Brandenburg: Die Investitionsbank des Landes Brandenburg gewährt zum KfW-Darlehen einen Tilgungszuschuss von fünf Prozent.

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Bremen: Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven gibt im Rahmen des Programms "Rund ums Haus" zinsgünstige Kredite von bis zu 20.000 Euro aus.

Hamburg: Die Hamburgische Investitions- und Förderbank beteiligt sich – bestimmte Einkommensgrenzen vorausgesetzt – mit bis zu 15.000 Euro Zuschuss am Umbau selbstgenutzten Eigentums.

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Hessen: In Zusammenarbeit mit der WIBank fördert das Land den behindertengerechten Umbau von selbstgenutztem Eigentum mit bis zu 12.500 Euro. Für vorsorgliche Baumaßnahmen für die Zukunft im Alter gibt es kein spezielles Programm.

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Mecklenburg-Vorpommern: Im Programm "Modernisierung und Instandsetzung von selbstgenutztem Wohneigentum" fördert das Land Umbauten mit einem zinsgünstigen Kredit von 20.000 Euro und einem weiteren Zusatzkredit von bis zu 15.000 Euro beziehungsweise maximal 250 Euro pro Quadratmeter für barrierefreies Wohnen. Zuständig ist das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern.

Niedersachsen: Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen fördert Eigentümer, die selbstgenutzten Wohnraum altersgerecht sanieren – bestimmte Einkommensgrenzen vorausgesetzt – mit zinsgünstigen Krediten. Ansprechpartner sind die Wohnraumförderungsstellen, die bei der Kommune oder dem Landkreis angesiedelt sind.

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Nordrhein-Westfalen: Die NRW.BANK fördert im Programm "Gebäudesanierung" den altersgerechten Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 75.000 Euro. Den Antrag dafür stellt man bei der Hausbank.

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Rheinland Pfalz: Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz unterstützt in den Programmen Neubau und Modernisierung von Mietwohnungen die altersgerechte Ausstattung mit zinsgünstigen Darlehen. Den Antrag stellt man bei der ISB.

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Saarland: Für altersgerechte Umbauten können Senioren ab 60 Jahren sowie Menschen mit Gehbehinderung oder Pflegegrad unter bestimmten Einkommensgrenzen Zuschüsse von bis zu 11.250 Euro erhalten. Für die Anträge zuständig ist das Sozialministerium.

Sachsen: Der Freistaat fördert die Schaffung eines altersgerechten Mindeststandards von Mietwohnungen mit maximal 10.000 Euro je Wohnung. Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische Aufbaubank – Förderbank.

Sachsen-Anhalt: Das Land gewährt im Rahmen des Programms "Sachsen-Anhalt MODERN" zinsverbilligte Darlehen von bis zu 50.000 Euro. Zuständig für Antrag und Bewilligung ist die Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

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Schleswig-Holstein: Wer in bestimmten festgelegten Wohnlagen lebt, erhält Zuschüsse von maximal 2.000 Euro für die Barrierereduzierung und 1.500 Euro für Einbruchschutz. Erste Anlaufstelle sind die Haus & Grund Ortsvereine und der Verband Wohneigentum Siedlerbund Schleswig-Holstein e.V.

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Thüringen: Für die Modernisierung von Mietwohnungen gewährt das Land zinslose Darlehen von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten und einen Zuschuss von zehn Prozent für die barrierefreie Ausstattung. Die Modernisierung von selbst genutztem Eigentum kann mit einem Darlehen von maximal 68.000 Euro und 0,5 Prozent Zinsen gefördert werden. Weitere Informationen und Antragsformulare gibt es online bei der Thüringer Aufbaubank.

Weitere Fördertöpfe finden

Fördermittel für die altersgerechte Anpassung des Wohnumfelds und den Einbruchschutz gibt es auch hier:

  • Landkreise und Kommunen: Heidelberg fördert beispielsweise den Einbruchschutz mit einem Zuschuss von bis zu 2.500 Euro und den barrierereduzierenden Umbau mit einem Zuschuss von bis zu 25.000 Euro: Ansprechpartner in den Gemeinden sind die Landratsämter, Wohnberatungsstellen, Sozialreferate oder Seniorenbeiräte.

  • Kranken- und Pflegekassen: Sie fördern Umbau-Maßnahmen mit bis zu 4.000 Euro, wenn eine Beeinträchtigung und/oder Einstufung eines Pflegegrads bereits erfolgt ist.

  • Berufsgenossenschaften, Unfallkassen: Sie übernehmen die Kosten für notwendige Umbauten nach Arbeits- und Wegeunfällen oder beruflich bedingten Krankheiten.

  • Sozialkassen, Versorgungsämter, Wohlfahrtsverbände: Sie handhaben die Förderung unterschiedlich, nachfragen kann sich lohnen.

  • Stiftungen und Vereine im Bereich Senioren- und Behindertenarbeit

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    nach dem Studium der deutschen, italienischen und vergleichenden Literaturwissenschaft begann sie 1985 mit ihrer journalistischen Tätigkeit für verschiedene Magazine und Tageszeitungen mit den Schwerpunkten Kulturgeschichte, Soziales und Umweltthemen. Bei Biallo.de schreibt sie seit der Gründung 2001 über Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie und Umweltschutz.

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    nach dem Studium der deutschen, italienischen und vergleichenden Literaturwissenschaft begann sie 1985 mit ihrer journalistischen Tätigkeit für verschiedene Magazine und Tageszeitungen mit den Schwerpunkten Kulturgeschichte, Soziales und Umweltthemen. Bei Biallo.de schreibt sie seit der Gründung 2001 über Themen aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Energie und Umweltschutz.

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