Ferienhaus kaufen: Hohe Renditen mit dem Haus am Meer

Auslandsimmobilie Ferienhaus kaufen: Hohe Renditen mit dem Haus am Meer

Peter Rensch
von Peter Rensch
31.01.2019
Auf einen Blick
  • Lage, Auslastung und Ausstattung sind entscheidende Faktoren für eine rentable Ferienhausvermietung.

  • Eigennutzung oder Weitervermietung haben gleichermaßen Vor- und Nachteile, die von der individuellen Kaufmotivation abhängen.

  • Andere Länder, andere Immobiliengesetze: Es lohnt sich, eine genaue Standortanalyse zu betreiben.
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Eigennutzung oder Weitervermietung?

Seit der Finanzkrise gelten Ferienimmobilien als lukrative Einnahmequelle und Kapitalanlage. Geldanlage und Altersvorsorge sind dabei die wichtigsten Motive für den Kauf eines eigenen Urlaubsdomizils. Doch was lohnt sich hier mehr: Eigennutzung oder Weitervermietung?

Eigennutzung bedeutet, Sie bewohnen Ihre Immobilie selbst:

  • Vorteil: Flexible Wohnraumnutzung, auch durch Freunde und Familie. Keine Kosten durch Fremdbuchung, wertbeständige Geldanlage.
  • Nachteil: Keine Mieteinnahmen, um laufende Kosten zu decken oder Kredite zu tilgen, Zahlung einer Zweitwohnungssteuer, keine Steuervorteile.
  • Biallo-Tipp: Erwerben Sie Ihre Immobilie wenn möglich mit Eigenkapital und vermeiden Sie die Finanzierung mit einem Kredit. Einige Banken vergeben in machen Fällen keine Kredite für Ferienhäuser.

Weitervermietung bedeutet, Sie nutzen Ihre Ferienimmobilie als reine Kapitalanlage und Altersvorsorge:

  • Vorteil: Sie profitieren von Steuervorteilen.
  • Nachteil: Einnahmen müssen versteuert werden. Erzielt Ihre Immobilie langfristig keine steuerpflichtigen Gewinne, droht das Finanzamt mit Nachforderungen oder unterstellt Ihnen Steuerhinterziehung. Ein weiterer Nachteil ist der Verwaltungsaufwand.
  • Biallo-Tipp: Das Finanzamt akzeptiert Verluste, wenn Sie nachweisen können, die Immobilie ausdrücklich zur Vermietung zu nutzen. Hier hilft der Nachweis eines Verwaltervertrages.

Hinweis: Nutzen Sie eine Variante aus Eigennutzung plus Vermietung, profitieren Sie von steuerlichen Vorteilen, decken durch Mieteinnahmen Ihre Betriebskosten ab und vermeiden eine Zweitwohnungsteuer.

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Was ist wichtig bei der Standortwahl?

Die beliebtesten Gegenden in Deutschland sind Sylt, der Tegernsee, der Chiemsee, der Bodensee, Norderney und Usedom – gefolgt von der Mecklenburgischen Ostseeküste, der Mecklenburgischen Seenplatte und dem Bayerischen Wald. Im Ausland stehen als beliebteste Länder Spanien, Österreich, Italien, Kroatien, Frankreich, Schweiz, der Niederlande, Portugal und Griechenland ganz oben auf der Kaufliste.

Pluspunkte für den perfekten Standort sind Ruhe, Fernsicht und gefragte Lage, wie Nord- oder Ostsee oder die Alpenregion. Minuspunkte für die Vermietung bringen Skigebiete, da es hier nur begrenzte Saisonzeiten gibt. Das gleiche gilt für die Nord- und Ostseeinseln, die im Winter ein deutlich ruhigeres Touristenleben haben.

Aye Helsig, Vorsitzender des Deutschen Ferienhausverbands e.V., erklärt, dass nur bei einer stabilen Nachfrage seitens der Gäste regelmäßig Einnahmen erzielt werden können. Dabei sollte man auch ausländische Gäste nicht außer Acht lassen: Gerade die Mittelgebirge wie Harz und Sauerland sind beispielsweise bei Gästen aus Skandinavien und Benelux stark nachgefragt.

Mit welchen Immobilienpreisen ist zu rechnen?

Teuerste Lage sind die Nordseeinseln – angeführt von Sylt mit Kaufpreisen von bis zu 10.000 Euro pro Quadratmeter. Immobilien auf Norderney, Juist, Föhr und Rügen liegen ebenfalls in diesem Preissegment. Deutlich günstiger ist es im Ostallgäu: Dort finden Sie Ferienhäuser bereits zu einem Kaufpreis um die 500.000 Euro. Schnäppchen bekommen Sie noch in Mecklenburg-Vorpommern – schon zu Kaufpreisen ab 15.000 Euro.

Wenn Ihnen die Lage egal ist, werden Sie in fast allen Bundesländern fündig und finden dort auch besondere Ferienimmobilien, wie beispielsweise alte Bauernhäuser oder denkmalgeschützte Schulhäuser für etwa 2.300 Euro pro Quadratmeter. Neben dem Kaufpreis sollten Sie hier allerdings immer auch die Renovierungskosten, Instandhaltungskosten sowie Steuern und Abgaben mit einkalkulieren, um zu berechnen, ob sich ein Kauf oder eine Vermietung auch tatsächlich rechnet.

Wie funktioniert die Finanzierung einer Ferienimmobilie?

Bestenfalls steht Ihnen zur Finanzierung Ihres Feriendomizils mindestens 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital zur Verfügung. Zuzüglich der Kaufpreisnebenkosten, wie Grunderwerbssteuer, Makler und Notarkosten. Bei der Finanzierung können Sie auch Zusatzsicherheiten, wie beispielsweise Grundschuldeintragung auf ein anderes Objekt oder Abtretung von Lebens-/Rentenversicherungsguthaben einsetzen.

Bei der Finanzierung im Ausland geht der Weg häufig über eine dort ansässige Bank. Besitzen Sie ein schuldenfreies Eigenheim in Deutschland, gewähren Ihnen auch deutsche Banken das notwendige Darlehen.

Biallo-Tipp: Nutzen Sie unseren Baufinanzierungsvergleich und sichern Sie sich den günstigsten Anbieter.

Welche Versicherungen brauchen Sie?

Mit einer Gebäudeversicherung ist das Haus gegen Feuer, Blitzeinschlag, Sturm oder Hagel abgesichert. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, sollten Sie zusätzlich noch eine Elementarversicherung abschließen zum Schutz bei Hochwasser, Lawinen und Erdbeben. Auch sollte die sogenannte Grundbesitzerhaftpflicht nicht fehlen, die den Ferienhauseigentümer bei Schadensersatzansprüchen Dritter schützt.

Welche Nebenkosten fallen an?

Zu den laufenden Kosten eines Ferienhauses zählen zunächst einmal Wasser, Heizung, Gas und Strom. Dazu kommen die Gebühren für Telefon und Internet. Bei Ferienhäusern als Mietobjekt kommen noch die Kosten für Gartenpflege, Verwaltung und Marketing dazu, die etwa 15 bis 25 Prozent der Bruttomieteinnahmen beträgt.

Welche Steueraspekte sind zu beachten?

Die folgenden Steuervarianten kommen bei der Nutzung von Ferienhäusern in Frage:

  • Eigennutzung: 

    Ohne Einnahmen können keine Kosten bei der Steuererklärung abgesetzt werden. Die Eigennutzung unterliegt nicht der Umsatzsteuer. Allerdings fällt bei dieser Variante in der Regel ein Zweitwohnungssteuer an.

  • Vermietung: 

    Bei der Vermietung gilt die Umsatzsteuerpflicht. Liegt Ihr Jahresumsatz unter 17.500 Euro, greift die Kleinunternehmerregelung und Sie sind von der Umsatzsteuer befreit. Geltend machen können Sie alle objektbezogenen und laufenden Kosten, sowie Versicherungen und Grundsteuer. Ab einem jährlichen Gewinn von 24.500 Euro durch die Vermietung muss, bei Gewinnerzielungsabsicht, ein Gewerbe angemeldet und Gewerbesteuer gezahlt werden. Befindet sich die Immobilie im Ausland, werden die Einkünfte im jeweiligen Land besteuert.

  • Gemischte Belegung: 

    Wird die Immobilie teilweise oder ganz vermietet, können Sie den Gewinn mit den Ausgaben verrechnen. Zu  den Ausgaben zählen beispielsweise Posten wie Schuldzinsen, Abschreibungen auf den Kaufpreis, laufende Kosten und Verwaltungskosten. Verluste bei einer zeitweisen Selbstnutzung werden nur anerkannt, wenn Sie durch eine Prognoserechnung einen geschätzten Jahresgewinn glaubhaft machen können. In dieser Mischform muss die Zweitwohnungsteuer in der Regel nicht in voller Höhe bezahlt werden. Zudem lässt sie sich als Werbungskosten absetzen für die Zeit, in der das Ferienhaus vermietet ist.

Mit welchen Renditen ist zu rechnen?

Für eine Ferienimmobilie liegt die Bruttorendite im Schnitt bei knapp acht Prozent im Jahr. Liegt das Ferienhaus in Deutschland, dann sogar bis zu neun Prozent. Die tatsächliche Rendite hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab:

  • Lage:

    Je besser die Lage, desto höher die Rendite durch optimale Auslastung. Die höchsten Renditen bieten Immobilien in Seeregionen oder an der Küste. Wählen sollte man also immer eine touristische attraktive Region mit guter Infrastruktur. Hierzu zählen auch Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und eine gute Anbindung. 

  • Auslastung:

    Liegt Ihre Immobilie in einer Gegend mit ganzjährig nutzbaren Angeboten, sind die Mieteinnahmen höher und die Erträge besser. Skigebiete dagegen unterliegen Saisonzeiten und somit einer geringeren Auslastung. Damit eine Ferienimmobilie eine angemessene Rendite erwirtschaftet, sollte sie laut dem Deutschen Maklerverband IVD mindestens 17 Wochen im Jahr vermietet sein. Lagen wie die Ostfriesischen Inseln können diesen Wert halten. Auch auf die Ausstattung kommt es an: Ferienimmobilien sollten besser zwei als ein Schlafzimmer besitzen und eine ansprechende Qualität aufweisen. Die Ansprüche der Mieter steigen - neue Bäder, ein wertiger Fußboden oder der kostenlose WLAN-Anschluss sorgen daher für eine höhere Auslastung. 

  • Investitionskosten:

    Je geringer die Investitionskosten, desto höher die Rendite – immer aber unter einer realistischen Analyse der Vermietungschancen. Eine Ferienimmobilie als Investitionsobjekt ist deutlich riskanter als eine reine Wohnimmobilie – nicht zuletzt deswegen locken aber auf diesem Markt auch höhere Renditen.

Welche Länder sind die beliebtesten für den Kauf einer Ferienimmobilie?

Ferienhaus in Deutschland

Beliebteste Lagen

Die beliebtesten Regionen sind Sylt, der Tegernsee, der Chiemsee, der Bodensee, Norderney und Usedom – gefolgt von der Mecklenburgischen Ostseeküste, der Mecklenburgischen Seenplatte, dem Bayerischen Wald und dem Alpenvorland.

Immobilienpreisentwicklung

Der Immobilienmarkt bleibt in Bewegung und noch immer steigen die Preise in vielen Regionen um mehrere Prozent. Für München wird beispielsweise ein Preisanstieg bis 2020 um 28 Prozent erwartet. Die höchsten Preise bieten Bestlagen wie Sylt, wo die Preise pro Quadratmeter bei 10.000 Euro liegen. Gefolgt von Rügen, Föhr oder bekannten Skiorten, wie etwa Garmisch-Partenkirchen. Der deutschlandweite Durchschnittspreis für eine Ferienimmobilie liegt bei 2.300 Euro pro Quadratmeter.

Rechtliche Aspekte

  • Berücksichtigen Sie die Zweitwohnungsteuer.
  • Ein dauerhafter Wohnsitz ist nicht möglich, wenn die Ferienimmobilie in einer Feriensiedlung liegt.
  • Prüfen Sie, ob die Vermietung gewerblich ist.
  • Bei Nutzung einer Ferienimmobilie mit Zusatzleistungen können Sie als Reiseveranstalter in die Haftung genommen werden.

Vorteile

  • Abwechslungsreiche Naturlandschaft (Küste und Berge)
  • Zweitwohnsitzsteuer kann als Werbungskosten abgesetzt werden
  • Signifikant höhere Mieteinnahmen bei erfolgreichem Marketing und guter Auslastung
  • Selbstnutzung

Nachteile

  • Hohe Investitionskosten bei Vermietung von Ferienhäusern, sowie Marketingausgaben und Abnutzung der Einrichtung

Ferienhaus in Dänemark

Beliebteste Lagen

Top-Regionen in Dänemark sind Bornholm, Fünen, Kopenhagen, Nordjütland, Nordseeland, Ostjütland, Südjütland, Südseeland und Inseln, Westjütland und Westseeland. Vor allem das deutsche Grenzgebiet ist bei deutschen Käufern sehr beliebt.

Immobilienpreisentwicklung

Insgesamt angespannte Lage, da viele Einheimische aufgrund des Negativzinses in Immobilien investiert haben. Wobei es in der Gegend um Mitteljütland ausreichende Immobilien zu kaufen gibt – in unterschiedlichen Größen und Preisklassen. Zu den teuersten Regionen zählt Ringkjobing mit 600.000 Euro für eine Immobilie. In Südjütland zahlen Sie für ein sanierungsbedürftiges Landhaus 34.000 Euro. Im letzten Jahr stiegen die Preise um 4,6 Prozent.

Rechtliche Aspekte

  • Ohne festen Wohnsitz in Dänemark können Sie kein Ferienhaus erwerben. Es sei denn, Sie haben zu einem früheren Zeitpunkt mindestens fünf Jahre in diesem Land gelebt. Es gibt aber die Möglichkeit, beim Justizministerium eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen.
  • Zur Kaufabwicklung ist kein Notar oder Rechtsanwalt notwendig. Der Kaufvertrag wird von einem Immobilienmakler abgewickelt, mit einer Anzahlung von in der Regel zehn Prozent.

Vorteile

  • Großartige Küstenregion, lange weite Sandstrände
  • Das Maklerhonorar übernimmt der Verkäufer

Nachteile

  • Sommerhausregelung: Erwerbsgenehmigung durch das Justizministerium
  • Keine Nutzung der Sommerhäuser als Ganzjahreswohnsitz
  • Schlechte Bausubstanz, da Ferienhäuser hier anderen Bauvorschriften als Wohnhäuser unterliegen und teilweise sehr marode gebaut sind

 

Ferienhaus in Österreich

Beliebteste Lagen

Top-Regionen in Österreich sind das Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, die Steiermark, Tirol, Vorarlberg und Wien.

Immobilienpreisentwicklung

Der Immobilienmarkt gilt als stabil, es gibt jedoch regionale Unterschiede: Ferienimmobilien im Westen Österreichs und in den Landeshauptstädten gelten auf Grund der Landflucht als knapp. Aussichtsreicher ist der Osten des Landes mit unterschiedlichen Lagen und Preisklassen. So liegt der Quadratmeterpreis in Vorarlberg, Tirol und Salzburg bei 4.300 Euro pro Quadratmeter, im Osten wie der Südsteiermark, Sankt Veit an der Glan oder Burgenland sind die Preise etwa um die Hälfte günstiger. Für 2019 erwartet Österreich eine leichte Preissteigerung von etwa drei Prozent.

Rechtliche Aspekte

  • Je nach Region Einschränkungen für eine Immobilie als Zweit- oder Freizeitwohnsitz.

Vorteile

  • Landschaftliche Vielfalt, gutes Kulturangebot
  • Sehr gute Infrastruktur
  • Immobilienvielfalt (Bauernhäuser, Hütten, Villen)
  • Obergrenze bei Maklergebühren bis maximal vier Prozent

Nachteile

  • Hohe Preise im WestenKaum Angebote in den Ballungszentren

 

Ferienhaus in der Schweiz

Beliebteste Lagen

Die beliebtesten Regionen in der Schweiz sind Aargau, Basel-Land, Bern, Fribourg, Luzern, St. Gallen, Valais oder Zürich.

Immobilienpreisentwicklung

Immobilien in beliebten Lagen, wie das italienischsprachige Tessin oder die französischsprachige Region um den Genfersee, kosten zwischen 3.000 und 15.500 Franken pro Quadratmeter. Insgesamt steigen die Immobilienpreise moderat, die Nachfrage ist stabil.

Rechtliche Aspekte

  • Ausländer benötigen eine Bewilligung nach Lex Koller (Erwerbsgenehmigung). Ausnahme ist die Nutzung der Immobilie als Hauptwohnung oder der Eintritt eines Erbfalls in auf- oder absteigender gerader Linie.
  • Ein Zweitwohnsitz ist in vielen Kantonen nur möglich, wenn diese als Touristengemeinden definiert sind.
  • Die Beurkundung erfolgt durch einen Notar; oft auch durch einen Gemeindeschreiber, Grundbuchverwalter oder Rechtsanwalt.
  • Vor Beurkundung ist die Beschaffung eines Ausdrucks aus dem Grundstücksregister anzuraten.

Vorteile

  • Abwechslungsreiche Lagen (Berge und Seenlandschaft)
  • Große Immobilienvielfalt (Chalet, Bauernhaus, Villa)

Nachteile

  • Insgesamt hohes Preisniveau für Ferienimmobilien
  • Strenge Auflagen für ausländische Käufer

 

Ferienhaus in Frankreich

Beliebteste Lagen

Top-Regionen in Frankreich sind Bretagne, Burgund, Elsass, Lothringen, Pays de la Loire oder die Provence-Alpes-Côte d'Azur. Sehr exklusive Lagen sind Nizza, Cannes und Saint-Tropez. Teilweise stattliche Preisunterschiede.

Immobilienpreisentwicklung

Der Quadratmeterpreis in Paris liegt bei 9.500 Euro, in der Provence bei 1.450 Euro und im Elsass bei 1.900 Euro. Landesweiter Kaufpreisanstieg.

Rechtliche Aspekte

  • Privatschriftliche Kaufverträge ohne notarielle Beurkundung sind verbindlich.
  • Wichtigste Anlaufstelle sind Makler. Die Maklerprovision liegt zwischen drei und acht Prozent
  • Üblicherweise steht vor dem Immobilienkaufvertrag ein Vorvertrag, der weitgehend bindend ist. Innerhalb von zehn Tagen kann ein Widerspruch geltend gemacht werden.
  • Achten Sie auf ein Hausgutachten des Verkäufers. Dazu gehören die Punkte Parasiten, Asbest und Blei, Elektrizität, Energieausweis, Sickergrube.

Vorteile

  • Vielfältige Naturangebote (Atlantikküste, Mittelmeer, Gebirge)
  • Immobilien verschiedener Stilrichtungen
  • Warmes Klima im Süden
  • Kaufpreise sind verhandelbar

Nachteile

  • Inklusive Steuern, Maklerprovision und Notargebühren müssen Sie mit 20 Prozent Zusatzkosten zum Kaufpreis rechnen
  • Hohe Immobilienpreise im Süden. Immobilien am Mittelmeer, rund um die Côte d'Azur, gehören zu den teuersten Lagen der Welt

 

Ferienhaus in Italien

Beliebteste Lagen

Top-Lagen in Italien sind Rom, Venedig, Florenz, Mailand, Toskana, Umbrien und Ligurien.

Immobilienpreisentwicklung

Seit letztem Jahr hat sich der Abwärtstrend fortgesetzt und die Immobilienwerte in Italien sinken. Preiswerteste Regionen sind Kalabrien, Apulien, Sardinien und Sizilien. Der Durchschnittspreis einer Immobilie beträgt derzeit ca. 2.300 Euro pro Quadratmeter und fällt im Schnitt um 2,5 Prozent. Dagegen werden in Top-Lagen wie Taormina um 7.300 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

Rechtliche Aspekte

  • Privatschriftliche Kaufverträge ohne notarielle Beurkundung sind verbindlich.
  • Prüfen Sie Baugenehmigung, Belastungen mit Hypotheken.
  • Leisten Sie eine niedrige Anzahlung, da keine Absicherung vorhanden ist.
  • Risiko von Schwarzbauten.
  • Informieren Sie sich über Zusatzkosten wie Maklerprovision, Notarkosten, Übersetzungskosten, Mehrwertsteuer, Registrierungssteuer, Grunderwerbssteuer.

Vorteile

  • Große Auswahl an attraktiven Objekten
  • Großes Kulturangebot
  • Reichhaltige Naturlandschaft, erstklassige Küstenlagen
  • Steigende Nachfrage nach Immobilien

Nachteile

  • Zusatzkosten beim Kauf einer Immobilie gehören zu den höchsten in ganz Europa
  • Wertverlust der Immobilie möglich
  • Risiko von Erdbeben

 

Ferienhaus in Spanien

Beliebteste Lagen

Die beliebtesten Regionen in Spanien sind Mallorca, Teneriffa, La Palma, Ibiza, Gran Canaria, Fuerteventura und Andalusien.

Immobilienpreisentwicklung

Der Immobilienmarkt ist der sechstgrößte der Welt und befindet sich wieder im Aufschwung. Jedoch unterscheiden sich die Immobilienpreise stark nach Region und zwischen Stadt und Land. So kostet eine Luxusimmobilie an der Küste in Marbella bis zu 1 Million Euro, in den Dörfern wie Jávea bei Alicante zahlen Sie nur rund 200.000 Euro für ein Haus. Die höchste Preissteigerung verzeichneten die Städte Barcelona und Madrid. Teuerste Ferienstandorte sind die Costa del Sol und die der Costa Brava.

Rechtliche Aspekte

  • Privatschriftliche Kaufverträge ohne notarielle Beurkundung sind verbindlich – in Form eines Reservierungs- oder Optionsvertrages.
  • Prüfen Sie Baugenehmigung, Belastungen mit Hypotheken, Eigentümergemeinschaft.
  • Risiko von Schwarzbauten.
  • Vor dem Kauf müssen Sie eine Steueridentifikationsnummer (NIE-Nummer) beantragen.
  • Eine spanische Kontoverbindung ist notwendig, da der Kaufpreis üblicherweise per Bankscheck entrichtet wird.
  • Ein notarieller Kaufvertrag ist Voraussetzung für die Eintragung ins Grundbuch.

Vorteile

  • Abwechslungsreiche Landschaft (Berge und Meer)
  • Mildes Klima, mediterrane Küstenebenen
  • Weltweit an Platz drei der beliebtesten Urlaubsländer

Nachteile

  • Möglichkeit der Unterverbriefung, um die Grunderwerbsteuer zu sparen. Hierbei handelt es sich aber um Steuerbetrug und dieser ist strafbar.
  • Progressive Grunderwerbssteuer zwischen acht und zehn Prozent. Der Steuersatz steigt abhängig vom Kaufpreis.
  • Unerwartete Kosten wegen mangelnder Rechtssicherheit. Beispielsweise Abriss des Objektes, weil Umbau- oder Anbaumaßnahmen nicht korrekt genehmigt wurden.
  • Nichtlöschung von Hypothekenlasten.

Die wichtigsten Gesichtspunkte zusammengefasst

Ob Sie nun vom eigenen Feriendomizil im Lieblingsurlaubsland träumen, oder die eigene Immobilie im Ausland als gute Wertanlage betrachten: Egal, ob Sie das Ferienhaus selbst nutzen oder vermieten möchten – in jedem Fall sollten Sie beim Immobilienkauf im Ausland einige Gesichtspunkte zu beachten. Die Deutsche Schutzvereinigung Auslandsimmobilien DSA e.V. nennt einige, von denen wir die wichtigsten hier gekürzt wiedergeben:

  • Nehmen Sie sich viel Zeit nehmen und treffen Sie eine bewusste Entscheidung.

  • Stellen Sie die richtigen Fragen.

  • Werden Sie sich über die Kaufmotive klar (Ferien, Ruhestand, Statussymbol oder Rendite).

  • Klären Sie die Nutzungsmöglichkeiten (Eigennutzung, Vermietung, Geldanlage, Finanzierung). "Eine Ferienimmobilie im Ausland ist keine Geldanlage mit herkömmlichen Renditeaussichten. Die Immobilie kostet Geld sowohl beim Kauf als auch während des Besitzes", erklärt Rechtsanwalt Peter Schöllhorn von der DSA eV.

  • Beachten Sie Recht, Praxis und Sprache im jeweiligen Land. Andere Länder – andere Sitten: Die in Deutschland herrschenden Rechtsvorschriften und praktischen Gepflogenheiten können nicht einfach so auf den Immobilienkauf im Ausland übertragen werden. 

  • Beachten Sie Kauf- und Erbwerbsbeschränkungen und die Möglichkeiten einer Niederlassung. Keine Beschränkungen in Spanien, Frankreich und Italien. Beschränkungen dagegen in der Schweiz, Österreich (Umgehungsgeschäfte, Strohmanngeschäfte risikoreich). Eine Niederlassung ist innerhalb der EU unproblematisch, außerhalb der EU beschränkt, beispielsweise in der Schweiz.

  • Vergleichen Sie die Preise am besten vor Ort, nicht nur im Internet oder anhand von Prospekten. Der erstgenannte Preis ist meist nicht der letzte, versuchen Sie zu verhandeln.

  • Beachten Sie die Regelungen zu Vor-, Options- und Kaufverträgen. Der Maklervertrag ist der erste Vertrag: Eine Provision zahlen Sie erst nach Abschluss des Kaufs. In verschiedenen Ländern wie beispielsweise Frankreich, Italien und Spanien sind auch privatschriftliche Kaufverträge ohne notarielle Beurkundung verbindlich. Der Vertrag ist also auch dann gültig, wenn es sich nur um ein normales Blatt Papier handelt.

  • Informieren Sie sich vor dem Kauf ausreichend, holen Sie sich Beratung und lassen Sie sich die nötige Zeit beim Kauf. Auch während des Besitzes der Auslandsimmobilie sollten Sie immer gut informiert und beraten sein.

Fazit

Der Kauf einer eigenen Ferienimmobilie sollte gut überlegt sein. In guten Lagen können Sie mit attraktiven Renditen rechnen, jedoch sind die Anschaffungskosten meist hoch. Informieren Sie sich deshalb gründlich über die Bedingungen und Voraussetzungen in der entsprechenden Region und prüfen Sie, ob die Anschaffung zu Ihrer finanziellen Situation passt.

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Peter Rensch
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Peter Rensch

ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt sieben Jahre Chefredakteur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden. Dort war er verantwortlich für die Print- und Online-Objekte Bankmagazin, Bankfachklasse und SalesBusiness. Seit 2011 ist er freier Journalist und hat sich auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert.

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ist gelernter Bankkaufmann und war zuletzt sieben Jahre Chefredakteur bei Springer Fachmedien in Wiesbaden. Dort war er verantwortlich für die Print- und Online-Objekte Bankmagazin, Bankfachklasse und SalesBusiness. Seit 2011 ist er freier Journalist und hat sich auf Finanz- und Verbraucherthemen spezialisiert.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de