Nebenkosten nicht vergessen

Baufinanzierung richtig planen Nebenkosten nicht vergessen

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
25.04.2017
Auf einen Blick
  • Rechnet man die Kosten für Notar und Grundbucheintrag dazu, sind Nebenkosten von etwa 15 Prozent möglich.
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Viele potentielle Häuslebauer und Käufer legen das Hauptaugenmerk auf den Zins ihrer Baufinanzierung. Doch das ist nur eine Seite der Finanzierungsmedaille. "Günstige Bauzinsen allein reichen nicht aus, um die Baufinanzierung auf ein solides Fundament zu stellen – wichtig sind auch eine realistische Kostenplanung und Vermeidung unnötiger Posten", sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender von Interhyp.

Auf Baunebenkosten achten

Oftmals werden lediglich die Material- und Arbeitskosten beim Hausbau in die Finanzierung einkalkuliert. Doch damit allein ist es beim Erwerb einer Immobilie noch nicht getan. Nebenkosten, wie beispielsweise die Erschließung eines Grundstückes oder das Engagement eines Architekten, können sich rasant zu einer beträchtlichen Summe auftürmen.

Die ersten Baunebenkosten fallen bereits beim Kauf eines Grundstückes an. Denn wenn Sie einen Makler beauftragen kostet das eine Provision, sofern es zum Abschluss kommt. Diese beträgt in der Regel gut drei Prozent des Kaufpreises - plus Mehrwertsteuer, kann jedoch je nach Region sogar sieben Prozent betragen.

Als nächstes steht der Gang zum Notar auf dem Plan, denn erst wenn der Kaufvertrag notariell beglaubigt ist, wird er rechtskräftig. Die Notarkosten sind in einer Gebührenverordnung festgelegt und betragen im Durchschnitt ein bis zwei Prozent vom Kaufpreis.

Auch für die Grundbucheintragung wird eine Gebühr fällig, die je nach Region unterschiedlich ausfällt. Diese können Immobilienkäufer vorab beim Grundbuchamt erfragen. Und zu guter Letzt: Die Grunderwerbssteuer: Sie wird mit dem Erwerb des Grundstückes fällig und beträgt - je nach Bundesland - zwischen 3,5 und 6,5 Prozent.

Um bei dieser Fülle an Nebenkosten nicht den Überblick zu verlieren, lohnt es sich, frühzeitig in eine effektive Kostenplanung zu investieren. Hilfreich ist es, den Rat eines Baufinanzierungs-Experten in Anspruch zu nehmen.

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Die Faustregel lautet: 15 Prozent der Bausumme sollten Sie für die Baunebenkosten berücksichtigen und weitere fünf Prozent für die Außenanlagen. Das bedeutet: Bei einem Kaufpreis von etwa 300.000 Euro entstehen zusätzliche Kosten von 45.000 Euro. Um einer etwaigen teuren Nachfinanzierung aus dem Weg zu gehen, sollten Sie bei der Kreditsumme stets ein Reservepolster für die Baunebenkosten einplanen. 

Vermeiden Sie Zinszuschläge

Bei einer Bestandsimmobilie zahlen Eigentümer den Gesamtpreis unmittelbar nach Abschluss des notariellen Kaufvertrages. Beim Neubau wird stückweise nach Baufortschritt ausgezahlt. Für diesen Fall hält das Kreditinstitut das Baudarlehen auf Abruf bereit. Ab einem vereinbarten Zeitpunkt werden dann auf den noch nicht abgerufenen Teil des Darlehens die sogenannten Bereitstellungszinsen fällig.

Da es immer wieder beim Hausbau zu Verzögerungen kommen kann, sollten Verbraucher darauf achten, dass ihnen die Bank eine ausreichend lange Frist für Bereitstellungszinen einräumt.

Biallo-Tipp

Wer sich den Traum vom Wohneigentum erfüllen möchte, der profitiert von den historisch niedrigen Zinsen. Baukredite mit zehnjähriger Zinsbindung und einer Darlehenssumme von 200.000 Euro gibt es bereits unter zwei Prozent effektiv im Jahr. Unter anderem bei Hypovereinsbank, Degussa Bank, Allianz und 1822 Direkt.

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de