Auf einen Blick
  • In den vergangenen Jahren haben viele Geldhäuser ihre Kontogebühren erhöht. Es gibt aber bundesweit noch 23 kostenlose Girokonten. Wir stellen die besten Gratis-Konten vor.

  • Wir zeigen Ihnen auch alle kostenlosen Konten, die zusätzlich eine Prämie anbieten.

  • Und wir sagen Ihnen, wie Sie mit wenig Aufwand zu einem Anbieter mit einem kostenlosen Girokonto wechseln können.
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Monat für Monat durchsuchen wir die Preis- und Leistungsverzeichnisse und Webseiten von mehr als 1.200 Banken und Sparkassen, um die Preise für Sie aktuell zu halten. So haben wir auch die ingesamt 23 kostenlosen Girokonten ermittelt, die es derzeit bundesweit noch gibt. Zum Vergleich: Die Stiftung Warentest führte zuletzt nur neun Konten auf, die nichts kosten. Das liegt daran, dass sich die Warentester nur 460 Kontomodelle und deren Preise und Gebühren angesehen haben. Auf biallo.de finden Sie dagegen den bundesweit umfassendsten Vergleich kostenloser Girokonten.

 

Diese Bedingungen muss ein kostenloses Konto erfüllen

Verbraucherschützer nennen vier Bedingungen, die alle erfüllt sein müssen, damit eine Bank mit einem "kostenlosen" Konto werben kann. Diese sind:

  • keine monatliche Grundgebühr
  • kein bestimmter Geldeingang in Euro, damit die monatliche Grundgebühr entfällt
  • keine Kosten für die Girocard (ehemals EC-Karte)
  • keine Kosten für Überweisungen.

Die Bankenwelt hat sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Vor allem Direktbanken wie DKB oder ING bieten gebührenfreie Debit Visa-Cards oder Mastercards an, mit denen man im In- und Ausland zahlen kann und die die Funktionen der Girocard übernehmen. Anders ist das beispielsweise bei der 1822 Direkt, die seit einem Jahr eine jährliche Gebühr für die Sparkassen-Card kassiert. Zudem bietet die zur Frankfurter Sparkasse gehörende Direktbank die "Visa Classic Kreditkarte" nur im ersten Jahr kostenlos an, danach fallen 29,90 Euro pro Jahr für die Kreditkarte an. Deshalb listen wir etwa die 1822direkt unter den fast kostenlosen Girokonten auf.

Solche Konten gibt es noch 32 Mal in Deutschland: Bei ihnen erhebt die Bank keine Monatsgebühr, wenn beispielsweise ein bestimmter Geldeingang regelmäßig kommt. Oder sie stellt die Girocard nur einmal im Jahr in Rechnung. Oder, oder, oder. Die gesamte Übersicht finden Sie in unserem Ratgeber über Girokonten ohne Gebühren.


 

Unsere Girokonten-Empfehlungen 

Bevor wir alle kostenlosen Konten im Einzelnen präsentieren, wollen wir Ihnen drei Konten vorstellen, die die meisten Sympathien bei Biallo & Team haben. Sie sind nicht alle bedingungslos kostenlos, aber viele unsere Mitarbeiter nutzen eines der drei nachfolgenden Konten und haben damit gute Erfahrungen gemacht.

DKB

Das Girokonto der DKB ist bei uns das beliebteste und im Girokonto-Vergleich mit der Topwertung von 4,9 Punkten vertreten. Kostenlos ist das gesamte Banking ab einem monatlichen Geldeingang von 700 Euro. Liegt dieser nicht vor, berechnet die DKB monatlich eine Grundgebühr von 4,50 Euro – wie es Anbieter wie INGConsorsbankNorisbank oder Comdirect bereits seit längerem tun. Bestandskunden sind von dieser Neuregelung nicht betroffen. Daher führen wir die DKB weiterhin bei den kostenlosen Girokonten auf. Auch Kunden bis 28 Jahren wird generell keine Grundgebühr für das Konto berechnet.

Seit November 2021 ist für Neukundinnen und Neukunden der DKB eine Visa-Debitkarte kostenlos dabei, welche die Funktionen von Giro- und Kreditkarte vereint. An Bestandskundinnen und Bestandskunden wurde die neue kostenfreie Visa-Debitkarte im ersten Halbjahr 2022 schrittweise ebenfalls ausgegeben. Diese hatten dann Gelegenheit, sich innerhalb einer zehnwöchigen Frist zu entscheiden, ob sie ihre bisherigen Karten (Giro- und Kreditkarte) zusätzlich weiter nutzen möchten.

Die Visa-Kreditkarte der DKB kann von Neu- und Bestandskunden für 2,49 Euro im Monat zum Girokonto hinzugebucht werden, die ebenfalls optional erhältliche DKB-Girokarte kostet seit 1. Januar 2023 monatlich 0,99 Euro. Die Bargeldversorgung ist weltweit kostenlos über die Debitkarte, wenn monatlich mindestens 700 Euro oder mehr aufs Konto fließen. Google Pay und Apple Pay runden das Angebot ab.

ING

Auch das Girokonto der ING (früher Ing DiBa) ist erst ab einem Geldeingang von 700 Euro kostenlos. Das ist für die meisten Menschen keinProblem, zumal dieses Konto auch als Gemeinschaftskonto geführt werden kann und zwei Personen auf diesen Betrag kommen müssen. Gratis sind das gesamte Banking und eine VISA-Debitcard bei der ING (mit ebenfalls kostenloser Partnerkarte). Auch die Bargeldversorgung ist über die Debitkarte in der gesamten Eurozone kostenlos. Dispo-, Raten- und Autokredit der ING sind vergleichsweise günstig. Das Gleiche gilt für die Baufinanzierung der ING. Wer Geld anlegen will, erhält ein kostenloses Depot und hat viele ETFs sowie einen Robo-Advisor zur Verfügung.

HVB

Das Pluskonto der Hypovereinsbank kann sowohl über die Filiale als auch online geführt werden. Die Hypovereinsbank gibt hier eine Null-Euro-Garantie für zwei Jahre. Der Dispozins ist mit aktuell 3,71 Prozent deutlich niedriger als bei der DKB oder ING. Damit kommt das HVB-Konto in unserem Girokonto-Test auf die höchste Bewertung von 5,0. Kleiner Wermutstropfen für Nutzer eines Android-Smartphones: Bisher bietet die Hypovereinsbank lediglich Apple Pay an.

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Kostenlose Online-Konten im Vergleich

Bei den folgenden kostenlosen Konten handelt es sich um Onlinekonten, die ausschließlich über das Internet geführt werden. Es gibt keine Niederlassungen mit Service vor Ort. Der Kundenkontakt erfolgt ausschließlich über die Webseite, per Mail oder Chat. Die daraus entstehenden niedrigeren Kosten im Vergleich zu Genossenschaftsbanken und Sparkassen  geben die Direktbanken in Form von besonders attraktiven Konditionen an ihre Kunden weiter.

In der nachfolgenden Übersicht finden Sie die besten kostenlosen Onlinekonten. Alle Details zu diesen Konten finden sich in unserem Girokonto-Vergleich.

Bank

Apple Pay oder Google Pay

Dispozins in %

Hypovereinsbank Apple Pay 3,71

DKB¹

Google Pay, Apple Pay

9,90 (für Aktivkunden), 10,50 Standard

Raiffeisenbank im Hochtaunus (Meine Bank) Google Pay, Apple Pay 9,45 (bis 2.000 Euro), 11,05 (ab 2.001 Euro)
C24 Google Pay, Apple Pay 7,49
N26 Google Pay, Apple Pay 8,90
VR Bank Niederbayern-Oberpfalz (Meine Bank) Apple Pay 11,34
Edekabank² Google Pay, Apple Pay
11,84
Openbank

Google Pay, Apple Pay

Kein Dispo

Klarna Google Pay, Apple Pay Kein Dispo
Sparda-Bank Hessen - 13,25
KT Bank³ - Kein Dispo
Monese Google Pay, Apple Pay
Kein Dispo
Western Union Apple Pay Kein Dispo 

¹Seit 1.1.2023 zahlen Neukunden bei einem Geldeingang von weniger als 700 Euro im Monat eine monatl. Grundgebühr von 4,50 Euro. Für Bestandskunden ist das Konto weiterhin kostenlos. ²Nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EDEKA-Gruppe. ³Islamkonformes Girokonto. 

Das könnte Sie auch interessierenÖko- und Ethikbanken – Mit grünem Girokonto Gutes tun

Biallo-Tipp:

Gratiskonto mit weltweiter kostenloser Bargeldversorgung plus 50.000 Euro Genossenschaftsanteile mit 3,5 Prozent Dividende. Dieses bundesweit gültige Angebot gibt es nur von der Raiffeisenbank Hochtaunus. Auch einzeln abschließbar.
 

Kostenlose Girokonten mit Prämien im Vergleich

In der nachfolgenden Übersicht zeigen wir Ihnen die Banken, die einen Wechsel zu ihrem kostenlosen Konto mit einer einmaligen Willkommens-Prämie belohnen, oder die Ihnen als Kontoinhaber eine Prämie geben, wenn Sie das Konto weiterempfehlen.

Da diese Prämie aber nur einmalig gezahlt wird, sollten Sie nur dann zu diesem Girokonto wechseln, wenn Sie von diesem Angebot wirklich überzeugt sind.

Bank Prämie Bedingung
apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank)¹
20, 50 oder 150 € Geldprämie nach vollständigem Produktabschluss
Kunden werben Kunden – bei erfolgreicher Weiterempfehlung
DKB
50 € NFL-Shop Gutschein oder 30 € Geldprämie oder 30 € Amazon.de Gutschein oder 30 €
Kunden werben Kunden – bei erfolgreicher Weiterempfehlung
Sparda-Bank Hessen
1.000 Freudepunkte - Weitere Freudepunkte im Wert von 25 €
Neukundenprämie, die einem Wert von 10 € entspricht und an ausgewählte soziale Projekte in Hessen gespendet wird.
VR Bank Dreieich-Offenbach
Geld- oder Sachprämie, Spenden- oder Hotelgutschein – im Wert von bis zu 100 €
Kunden werben Kunden – bei erfolgreicher Weiterempfehlung
Santander
75 € Willkommensbonus
Für Neukunden bei Eröffnung eines BestGiro Kontos
Monese
10 € Freundschaftswerbung
Kunden werben Kunden – bei erfolgreicher Weiterempfehlung

¹ Konto für akademische Heilberufler

Biallo-Lesetipp:

Die Sparda-Bank Hessen ist das einzige noch verbliebene Geldhaus der Gruppe, welches noch ein Gratiskonto anbietet. Wir haben Markus Müller, den Vorstandesvorsitzenden der Sparda-Bank Hessen im Interview befragt, warum die Genossenschaftsbank am bedingungslos kostenlosen Girokonto festhält und bislang auf Negativzinsen bei Privatkunden verzichtet. Außerdem haben wir das Gratiskonto für Sie genauer unter die Lupe genommen: Lesen Sie unseren  Produkttest zum kostenlosen Girokonto der Sparda-Bank Hessen.
 

Kostenlose Konten überregionaler Filialbanken

Die folgenden überregionalen Banken bieten neben einem kostenlosen Girokonto auch eine Filiale vor Ort in vielen deutschen Städten an. Dies ist besonders bemerkenswert, da ein Filialnetz Kosten verursacht, die über die Produkte erwirtschaftet werden müssen. Immer mehr Banken schließen aktuell Niederlassungen, um die Kosten weiter zu senken. Oder sie wandeln bestehende Filialen in Selbst-Bedienungs-Center um.

Diese Gratis-Konten können Sie in der Filiale und auch online führen. Das heißt: Sie können sich bei speziellen Fragen oder Problemen von den Mitarbeitern in der Filiale helfen lassen, den Kontoauszugsdrucker nutzen oder Überweisungen im SB-Bereich vornehmen.

Bank / Konto

Apple oder
Google Pay

Dispozins in %

Hypovereinsbank  Apple Pay 3,71
Santander  --- 12,55 / 13,55 / 15,80¹
apoBank (Deutsche Apotheker- und Ärztebank)²  Apple Pay --

¹bis 500 € / ab 501 € / ab 1001 €; ² Konto für akademische Heilberufler

 

Kostenlose Konten regionaler Banken

In der nachfolgenden Übersicht sehen Sie Banken mit kostenlosen Konten, die in verschiedenen Regionen Deutschlands zu Hause sind.

Die PSD-Banken sehen sich zwar als Direktbanken, aber mit Beratung vor Ort. Das heißt: Sie haben immer auch die Möglichkeit, Ihre Bankgeschäfte in der Filiale selbst zu erledigen und sich dort helfen zu lassen. 

Die Sparda-Banken decken wie die PSD-Banken immer ein größeres Gebiet ab, während die Volks- und Raiffeisenbanken in der jeweiligen Region mit mehreren Filialen ein relativ dichtes Filialnetz aufweisen.

Bank

Apple oder Google Pay

Dispozins in %

Volksbank BraWo (Braunschweig / Wolfsburg)

Apple Pay

12,92

Volksbank Brandoberndorf

Apple Pay

8,00

VR Bank Dreieich-Offenbach

Apple Pay, Google Pay

9,49

 

Kostenlose Girokonten für Freiberufler und Selbstständige

Einige Banken, aber vor allem Fintechs, werben mit kostenlosen Girokonten um neue Kunden. Bis auf Fyrst, eine Marke der Deutschen Bank, sind alle relativ teuer bei Bargeldein- und -auszahlungen und daher für Geschäfte mit Kassenbetrieb eher ungeeignet.

Bank Kostenlose Buchungsposten Bargeldaus- und -einzahlungen
Finom
50 im Monat, dann 0,20 €
Einzahlungen nicht verfügbar, Auszahlungen (Abhebelimit 10.000 €): 2,00 € mit der Visa Business-Debitkarte
Fyrst
50 im Monat
Bargeldauszahlungen bis 10.000 € mit der Fyrst Card an der Cash Group teilnehmenden Kreditinstituten frei, Einzahlungen bei der Postbank frei
Kontist
unbegrenzt
Bareinzahlungen nicht möglich, Auszahlungen: 2,00 € mit der Visa Business-Debitkarte
N26
unbegrenzt
Einzahlungen: 100 Freiposten, dann 1,50 % Gebühr Auszahlungen: 3 Abhebungen im Monat
SumUp
unbegrenzt
Einzahlungen: k.A. Auszahlungen: 3 Abhebungen im Monat frei, danach 2,00 %

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Diese Banken bieten kein kostenloses Konto mehr an

In den vergangenen Jahren haben etliche Banken ihre Gebühren erhöht. Damit ist auch die Zahl der kostenlosen Girokonten geschrumpft. Im folgenden nennen wir einige Beispiele für Geldinstitute, die kein bedinglos kostenloses Girokonto mehr haben. Sie bieten den Kunden aber immerhin noch fast kostenlose Konten an. Die gesamte Übersicht über diese Girokonten ohne Kontoführungsgebühr finden Sie in einem weiteren Ratgeber.

ING

Die ING hat im Februar 2020 ihre Bedingungen für das Girokonto geändert. Seitdem setzt sie einen monatlichen Geldeingang in Höhe von mindestens 700 Euro voraus. Kommt der nicht, werden 4,90 Euro fällig. Dennoch ist dieses Konto eines der besten in ganz Deutschland und wird von uns mit 4,9 Sternen bewertet. Denn es gibt zwei kostenlose Girocards, zwei kostenlose Visakarten, das gesamte Banking ist gratis genauso wie die Bargeldversorgung in der Eurozone. Apple- und Google-Pay wird angeboten. Und die App ist auch super. 

Warum hat die ING die Bedingungen geändert? 

Bei der ING gab und gibt es eine beträchtliche Anzahl von Leuten, die das gebührenfreie Konto nur wegen der kostenlosen Bargeldversorgung in der Eurozone abgeschlossen haben und das alte Konto bei ihrer Bank oder Sparkasse weiter nutzen. Jede Bargeldabhebung mit der Visakarte kostet die ING knapp zwei Euro, die sie für Ihre Kunden übernimmt. Und da ist es – verständlicherweise – nicht einzusehen, warum sie das für Leute tun soll, die nur das ausnutzen, ohne der Bank Gelegenheit zu geben, mit diesen Kunden Geld zu verdienen.

Commerzbank

Die Commerzbank wirbt nach wie vor mit dem Slogan "Kostenloses Girokonto" auf ihrer Website. Sie ist aber auch so fair, dass sie die Bedingung für die Gebührenfreiheit gleich gut lesbar dazu setzt: Bei einem Mindestgeldeingang von 700 Euro im Monat, sonst 9,90 Euro. Erfüllt man diese Bedingung, kann man sich nicht nur über ein hervorragendes Girokonto freuen, sondern man erhält nach drei Monaten noch eine Eröffnungsprämie von 50 Euro. Da sie im Vergleich zur ING oder DKB jedoch einen höheren Dispozins erhebt und auch die kostenlose Bargeldversorgung etwas schlechter ist, kommt die Commerzbank bei uns nur auf 4,5 von 5,0 Sternen, womit sie aber immer noch zu den Top-Konten zählt. Vor allem auch, weil sie bundesweit mit Filialen vor Ort präsent ist und man sich bei Problemen persönlich helfen lassen kann.

Comdirect

Seit 1. März 2021 verhängte auch die zur Commerzbank zugehörige Comdirect ihrem Girokonto ein Preisschild. Demnach ist das Comdirect-Girokonto nur mit der Erfüllung folgender Bedingungen kostenlos: monatlicher Geldeingang von 700 Euro, drei Zahlungen via Bank-, Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay beziehungsweise mindestens eine Wertpapiertransaktion. Ansonsten fallen Kontoführungsgebühren in Höhe von 4,90 Euro pro Monat an.

Consorsbank

Auch die Consorsbank schaffte ihr bedingungslos kostenloses Girokonto ab. Seit 27. März 2021 fallen für Neukunden nur dann keine Kontoführungsgebühren an, wenn pro Monat 700 Euro Geld auf das Konto eingehen. Anderenfalls werden monatlich vier Euro fällig. 

Sparkassen

Die Sparkassen bieten schon länger kein echtes kostenloses Girokonto nach den strengen Vorgaben der Verbraucherschützer mehr an. Die letzte, die es aufgab, war die Kreissparkasse Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen. Sie gab zum 1. Oktober 2019 nach 70 Jahren ihr Gratiskonto auf und nahm fortan fünf Euro pro Monat für das private Konto. 

Dennoch gibt es einige Sparkassen, bei denen das Onlinekonto so gut wie nichts kostet. So zum Beispiel bei der Kreissparkasse Ludwigsburg: Null Euro Grundgebühr fürs Girokonto, nur zehn Euro jährlich für die Girocard. Die Sparkasse Karlsruhe verlangt gar nichts außer einem Geldeingang von 1.500 Euro im Monat, damit für das Girokonto keine Kontoführungsgebühr anfällt. Sehr gut ist auch das GiroOnline-Konto der Bezirkssparkasse Reichenau, das ebenfalls nichts kostet, solange monatlich regelmäßig 500 Euro eingehen. Wenn nicht, werden 2,50 Euro fällig. Und das ist ja auch nicht die Welt.

Postbank

Auch die Postbank hat ein fast kostenloses Konto. Das Premiumkonto gibt es gratis, also ohne monatliche Grundgebühr, mit gebührenfreier Kreditkarte zum Aussuchen und kostenloser Bargeldversorgung in der gesamten Eurozone. Bedingung: ein monatlicher Geldeingang von 3.000 Euro. Wer die nicht hat, zahlt 10,90 Euro im Monat. 

Targobank

Die Targobank ist auch für Leute mit schmalem Geldbeutel eine Empfehlung. Denn wenn man allein oder mit seinem Partner zusammen einen monatlichen Geldeingang von 600 Euro vorweisen kann, kostet das Konto nichts. Und wenn nicht? Dann sind 3,95 Euro im Monat auch nicht viel Geld. 

Norisbank

Die Norisbank verlangt seit dem 27. Januar 2021 einen monatlichen Mindestgeldeingang von 500 Euro. Diesen allerdings nur von Neukunden. Kommt dieser nicht, werden 3,90 Euro Monatsgebühr fällig – was sich bei den Vorteilen, die das Top-Girokonto der Norisbank ansonsten bietet, auch noch im Rahmen hält.

Tomorrow

Das Hamburger Fintech Tomorrow hat sich zum 1. Oktober 2021 vom kostenlosen Konto verabschiedet. Für Neukunden kostet das bisher gebührenfreie grüne Girokonto seitdem 3,00 Euro im Monat.

3,45 % Zinsen – für Neukunden, 12 Monate lang

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In vier Schritten ein kostenloses Girokonto eröffnen

Viele Kunden scheuen sich, wegen des Girokontos die Bank zu wechseln. Dabei ist der Aufwand dafür mittlerweile nicht mehr allzu groß. Denn die Banken sind seit einigen Jahren verpflichtet, die Kunden beim Kontowechsel zu unterstützen. Nach knapp zwei Wochen muss das Ganze eigentlich erledigt sein. Wenn Sie mit Ihrem Girokonto zu einer anderen Bank umziehen wollen, gehen Sie so vor: 

  • Sie beantragen ein Konto bei der neuen Bank A.
  • Diese hat nun zwei Arbeitstage Zeit, um zum bisherigen Kreditinstitut B Kontakt aufzunehmen.
  • Bank B ist nun in der Pflicht, innerhalb von fünf Geschäftstagen eine Liste mit allen Überweisungen, Daueraufträgen und Lastschriften an Sie und Ihre neue Bank zu senden.
  • Bank A hat ab jetzt fünf Tage Zeit, das Konto einzurichten. Der Kontowechsel sollte nach zwölf Arbeitstagen erledigt sein.

Übrigens: Kosten für den Wechselservice sind nur bei einer vorherigen Vereinbarung zulässig. Leistungen wie die Übermittlung von Daten an das neue Kreditinstitut sollten gratis sein.

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Über den Autor Horst Biallo
Jahrgang 1954, studierte Wirtschaft und absolvierte eine Ausbildung zum Wirtschaftsjournalisten bei der Tageszeitung Die Welt. Später machte er sich selbstständig, schrieb für Wirtschaftswoche, Stern und zahlreiche Tageszeitungen. Er ist Autor mehrerer Fachbücher, u.a. "Die geheimen deutschen Weltmeister" und "Die Doktormacher". Im Jahr 1999 gründete er das Verbraucherportal www.biallo.de, vier Jahre später www.geldsparen.de und 2009 www.biallo.at. Horst Biallo ist verheiratet und hat drei Kinder.
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