Das Girokonto der Openbank im Test

Produkttest Das Girokonto der Openbank im Test

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
30.07.2020
Auf einen Blick
  • Die Openbank ist eine zur Santander-Gruppe gehörende Onlinebank und bietet auch hierzulande seit 2019 ein kostenloses Girokonto an.

  • Einziger Unterschied zu einem Konto bei einer deutschen Bank: Überweisungen erfolgen über eine spanische IBAN, was aber im täglichen Zahlungsverkehr keine Rolle spielt.

  • Wer sich für das Girokonto der Openbank entscheidet, sollte auch einen Blick auf das Tagesgeld der Spanier werfen. 
Artikelbewertung
Teilen
Schrift

Das Girokonto der Openbank im Test

Auch wenn der Name Openbank hierzulande noch vergleichsweise wenig bekannt ist, blickt die Direktbank immerhin auf eine 25-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1995 veranlasste die spanische Großbank Santander die Gründung der Openbank als telefonische Direktbank.

Ein Jahr später folgte der Internetauftritt, wodurch die Openbank zur ersten reinen Onlinebank Spaniens wurde. Seit 2019 bieten die Spanier auch in Deutschland ein Tagesgeld, einen Robo-Advisor sowie ein Girokonto an.

Die Kontoeröffnung

Wer das "Open Girokonto" eröffnen möchte, braucht einen gültigen Personalausweis sowie eine Mobilfunknummer. Dabei dient der Ausweis nicht nur der Identitätsprüfung, sondern die Ausweisnummer ist der erste Schritt im Eröffnungsverfahren, gefolgt von Namen, Geburtsdatum sowie der Steueridentifikationsnummer. Am Ende können Neukunden den vierstelligen Code fürs Onlinebanking frei wählen.

Im nächsten Schritt werden Mobilfunknummer und Adresse abgefragt. Es folgen die Daten rund um den Arbeitsplatz und die Nutzung des Openbank Girokontos. Anschließend wählt der Neukunde, welche Farbe die kostenlose Kreditkarte haben und wie der Pin für die Mastercard lauten soll. Ist das erledigt, muss der Verbraucher sich legitimieren und den Vertrag digital unterschreiben.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Internetauftritt der Openbank klar strukturiert und optisch ansprechend gestaltet ist. Verbraucher finden sich schnell zurecht und werden Schritt für Schritt durch den Eröffnungsprozess geleitet. Und wie es sich für eine Internet-Bank gehört, funktioniert das auch reibungslos auf mobilen Endgeräten.

Die Kosten

Es gibt keine monatliche Kontoführungsgebühr und das unabhängig davon, ob der Kunde einen monatlichen Geldeingang vorweisen kann.

Kontoführung

Die meisten gängigen Bankdienstleistungen – wie etwa das Einrichten eines Dauerauftrages, Lastschriftrückgabe sowie das Onlinebanking – sind gebührenfrei. Eine Besonderheit ist, dass das Girokonto mit einer spanischen IBAN geführt wird. Was allerdings keinerlei Auswirkungen hat, da der Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union einheitlich geregelt ist.

Karten

Zum Girokonto gibt es eine kostenfreie Mastercard (Debitkarte). Mit dieser Karte lässt sich weltweit bargeldlos bezahlen. Aber: Wer außerhalb der Eurozone auf Shopping-Tour geht, muss 1,5 Prozent Auslandseinsatzentgelt berappen. Das Besondere an der Kreditkarte ist die sogenannte "travel benefits"-Funktion, die 7,99 Euro im Monat kostet. Dabei handelt es sich um ein Reiseversicherungspaket. Inkludiert sind eine Reisekranken- sowie eine fürs Ausland gültige Haftpflichtversicherung. Zudem lässt sich die Karte sowohl für Google- als auch Apple Pay nutzen.

Bargeldversorgung

Mit der Mastercard können Kunden bis zu fünfmal kostenlos pro Monat in der Eurozone an allen Geldautomaten Bargeld ziehen. Wer mehr Cash braucht, muss eventuell die Gebühren des jeweiligen Automatenbetreibers bezahlen. An allen rund 40.000 Automaten der Santander-Gruppe sind Bargeldverfügungen weltweit unbegrenzt kostenlos. Bargeldeinzahlungen in einer Santander-Filiale sind aktuell noch nicht möglich.

Banking-App

Die App bietet alle Funktionen, die der Kunde für den täglichen Zahlungsverkehr braucht. Verbraucher können mit der Banking-App in allen Geschäften kontaktlos bezahlen, sie können ihre Karte für bestimmte Länder sperren sowie Höchstgrenzen für die Bargeldverfügung an den Geldautomaten festsetzen. Zudem haben Kunden die Möglichkeit, direkt über die Openbank-App in den Robo-Advisor der Spanier mit diversen Anlagestrategien zu investieren.

Extras

Als Geldanlage offeriert die Openbank nicht nur einen Robo-Advisor. So bieten die Spanier aktuell ein Tagesgeld mit einer Verzinsung von 0,50 Prozent pro Jahr an. Voraussetzung dafür ist das Openbank-Girokonto. Zum Vergleich: Aktuell liegen die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen laut Biallo-Index bei gerade einmal 0,11 Prozent pro Jahr.

  • Wichtig: Beim Openbank-Tagesgeld greift die gesetzliche spanische Einlagensicherung. Dadurch sind Guthaben in Höhe von 100.000 Euro garantiert. Die Ratingagentur Standard & Poor's bewertet die Finanzstabilität Spaniens, die maßgeblich für die Qualität des Sicherungssystems ist, mit der Note "A" bewertet und stabilem Ausblick. Damit gilt die Anlage als sicher, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse die Gesamtwirtschaft beeinträchtigen.

Fazit: Empfehlenswert für Smartphone-affine Verbraucher

Die Openbank bietet ein kostenloses Girokonto, das vor allem aufgrund seiner fairen Kostenstruktur überzeugt. Punktabzug gibt es für die gedeckelten Abhebungen sowie für den nicht vorhandenen Dispokredit.

Bewertung
Girokonto Openbank
Kontoführung Gebühr + Bank-/Goldkarte 5.0 5.0
Kreditkarte Goldkarte 5.0 5.0
Zinsen Dispozinsen 5.0 5.0
Bargeldversorgung Bargeld kostenlos 2.0 2.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.7

Kontakt und Service

Internet: www.openbank.de
Telefon: +49 (0) 69 945 189 718 (Montag bis Sonntag 8-22 Uhr)
E-Mail: hilfe@openbank.com

Adresse:
Open Bank, S.A.
Paseo de la Castellana 24
28046 - Madrid 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Artikel kommentieren
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

E-Mail an den Autor

Regeln für das Schreiben von Kommentaren:

  1. Kommentieren Sie sachlich und ohne persönliche Angriffe.
  2. Verfassen Sie keine Beiträge mit strafbarem, diskriminierendem, rassistischem, anstößigem, beleidigendem oder kommerziellem Inhalt und verweisen Sie nicht auf Seiten mit solchem Inhalt.
  3. Stellen Sie weder zu lange Texte noch Bilder ein, außer, wenn es unbedingt nötig ist.
  4. Veröffentlichen Sie keine personenbezogenen Daten Dritter, wie Namen, Adressen, Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.
  5. Wenn Sie persönliche Mitteilungen oder Texte anderer Verfasser einstellen oder Kommentare anderweitig veröffentlichen möchten, beachten Sie die Rechte Dritter. Bei einer Verletzung dieser Rechte (z.B. Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht, Datenschutz) haften Sie.
  6. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Benutzernamen frei zu wählen. Sie sollten aber im eigenen Interesse markenrechtlich geschützte Namen vermeiden.

Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de

Powered by Telsso Clouds