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Auf einen Blick
  • Die Openbank ist eine zur Santander-Gruppe gehörende Onlinebank und bietet auch hierzulande seit 2019 ein kostenloses Girokonto an.

  • Einziger Unterschied zu einem Konto bei einer deutschen Bank: Überweisungen erfolgen über eine spanische IBAN, was aber im täglichen Zahlungsverkehr keine Rolle spielt.

  • Wer sich für das Girokonto der Openbank entscheidet, sollte auch einen Blick auf das Tagesgeld der Spanier werfen.


Fazit: Empfehlenswert für smartphone-affine Verbraucher

 

Bewertung: Openbank

Kontoführung
(60 Prozent)
Höhe Kontoführung
(100%)
5.00
5.00
Online-Überweisung
(10 Prozent)
Kosten Überweisung
(100%)
5.00
5.00
Karten
(10 Prozent)
Kosten Karten
(100%)
5.00
5.00
Dispozinsen
(10 Prozent)
Höhe Dispozins
(100%)
5.00
5.00
Bargeldversorgung
(10 Prozent)
Kostenlose Bargeldversorgung
(100%)
3.00
3.00

Vorteile

  • Kostenlose Kontoführung auch ohne Mindestgeldeingang
  • Gebührenfreie Debitkarte
  • Kostenlose Bargeldversorgung an allen rund 40.000 Automaten der Santander-Gruppe
  • Vollautomatischer Kontowechselservice
  • Moderne Banking-App für Android und iOS mit integriertem Robo-Advisor
  • Sowohl Google- als auch Apple-Pay als Zahlungsfunktion
  • Überdurchschnittlich verzinstes Tagesgeld
  • Optionale Reiseversicherung für die Kreditkarte

Nachteile

  • Kostenlose Bargeldverfügungen sind auf fünf Stück pro Monat sowie auf die Eurozone beschränkt
  • Die Openbank bietet keinen Dispokredit an

Es gibt etliche Girokonten am Markt und jeder Anbieter rühmt sich mit den besten Konditionen. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und scheut sich meistens vor Veränderungen. Doch gerade beim Thema Girokonto können Sie eine Menge Geld sparen und interessante Vorteile genießen, wenn Sie einen Kontowechsel in Erwägung ziehen. 

Um einen besseren Überblick über alle Anbieter zu erhalten, testet die Redaktion von biallo.de täglich die verschiedensten Bankprodukte. Dadurch können wir Ihnen eine ehrliche und transparente Bewertung zu den jeweiligen Angeboten geben. Schauen Sie dazu doch gerne einmal in unserem Girokonto-Vergleich vorbei. In diesem Test haben wir uns das Girokonto der Openbank einmal genauer angesehen.

 

Girokonto der Openbank im Porträt

Auch wenn der Name Openbank hierzulande noch vergleichsweise wenig bekannt ist, blickt die Direktbank immerhin auf eine 25-jährige Geschichte zurück. Im Jahr 1995 veranlasste die spanische Großbank Santander die Gründung der Openbank als telefonische Direktbank. Ein Jahr später folgte der Internetauftritt, wodurch die Openbank zur ersten reinen Onlinebank Spaniens wurde. Seit 2019 bieten die Spanier auch in Deutschland ein Tagesgeld, einen Robo-Advisor sowie ein Girokonto an.

Diese Produkte der Openbank haben wir bereits getestet:

 

Die Kontoeröffnung

Wer das "Open Girokonto" eröffnen möchte, braucht einen gültigen Personalausweis sowie eine Mobilfunknummer. Dabei dient der Ausweis nicht nur der Identitätsprüfung, sondern die Ausweisnummer ist der erste Schritt im Eröffnungsverfahren, gefolgt von Namen, Geburtsdatum sowie der Steueridentifikationsnummer. Am Ende können Neukunden den vierstelligen Code fürs Onlinebanking frei wählen.

Im nächsten Schritt werden Mobilfunknummer und Adresse abgefragt. Es folgen die Daten rund um den Arbeitsplatz und die Nutzung des Openbank Girokontos. Anschließend wählt der Neukunde, welche Farbe die kostenlose Kreditkarte haben und wie der Pin für die Mastercard lauten soll. Ist das erledigt, muss der Verbraucher sich legitimieren und den Vertrag digital unterschreiben.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Internetauftritt der Openbank klar strukturiert und optisch ansprechend gestaltet ist. Verbraucher finden sich schnell zurecht und werden Schritt für Schritt durch den Eröffnungsprozess geleitet. Und wie es sich für eine Internet-Bank gehört, funktioniert das auch reibungslos auf mobilen Endgeräten.

 

Die Kosten

Es gibt keine monatliche Kontoführungsgebühr und das unabhängig davon, ob der Kunde einen monatlichen Geldeingang vorweisen kann. Das Girokonto der Openbank ist also eines der wenigen komplett kostenlosen Girokonten.

 

Kontoführung

Die meisten gängigen Bankdienstleistungen – wie etwa das Einrichten eines Dauerauftrages, Lastschriftrückgabe sowie das Onlinebanking – sind gebührenfrei. Eine Besonderheit ist, dass das Girokonto mit einer spanischen IBAN geführt wird. Was allerdings keinerlei Auswirkungen hat, da der Zahlungsverkehr innerhalb der Europäischen Union einheitlich geregelt ist.

 

Karten

Zum Girokonto gibt es eine kostenfreie Mastercard (Debitkarte). Mit dieser Karte lässt sich weltweit bargeldlos bezahlen. Aber: Wer außerhalb der Eurozone auf Shopping-Tour geht, muss 1,5 Prozent Auslandseinsatzentgelt berappen. Das Besondere an der Kreditkarte ist die sogenannte "travel benefits"-Funktion, die 7,99 Euro im Monat kostet. Dabei handelt es sich um ein Reiseversicherungspaket. Inkludiert sind eine Reisekranken- sowie eine fürs Ausland gültige Haftpflichtversicherung. Zudem lässt sich die Karte sowohl für Google- als auch Apple Pay nutzen.

 

Bargeldversorgung

Mit der Mastercard können Kunden bis zu fünfmal kostenlos pro Monat in der Eurozone an allen Geldautomaten Bargeld ziehen. Wer mehr Cash braucht, muss eventuell die Gebühren des jeweiligen Automatenbetreibers bezahlen. An allen rund 40.000 Automaten der Santander-Gruppe sind Bargeldverfügungen weltweit unbegrenzt kostenlos. Bargeldeinzahlungen in einer Santander-Filiale sind aktuell noch nicht möglich.

 

Banking-App

Die App bietet alle Funktionen, die der Kunde für den täglichen Zahlungsverkehr braucht. Verbraucher können mit der Banking-App in allen Geschäften kontaktlos bezahlen, sie können ihre Karte für bestimmte Länder sperren sowie Höchstgrenzen für die Bargeldverfügung an den Geldautomaten festsetzen. Zudem haben Kunden die Möglichkeit, direkt über die Openbank-App in den Robo-Advisor der Spanier mit diversen Anlagestrategien zu investieren.

 

Extras

Als Geldanlage offeriert die Openbank nicht nur einen Robo-Advisor. So bieten die Spanier aktuell ein Tagesgeld mit einer Verzinsung von 0,25 Prozent pro Jahr an. Voraussetzung dafür ist das Openbank-Girokonto. Zum Vergleich: Aktuell liegen die durchschnittlichen Tagesgeldzinsen laut Biallo-Index bei gerade einmal 0,07 Prozent pro Jahr.

  • Wichtig: Beim Openbank-Tagesgeld greift die gesetzliche spanische Einlagensicherung. Dadurch sind Guthaben in Höhe von 100.000 Euro garantiert. Die Ratingagentur Standard & Poor's bewertet die Finanzstabilität Spaniens, die maßgeblich für die Qualität des Sicherungssystems ist, mit der Note "A" bewertet und stabilem Ausblick. Damit gilt die Anlage als sicher, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse die Gesamtwirtschaft beeinträchtigen.
 

Fazit: Empfehlenswert für Smartphone-affine Verbraucher

Die Openbank bietet ein kostenloses Girokonto, das vor allem aufgrund seiner fairen Kostenstruktur überzeugt. Das Konto ist komplett kostenlos und durch das übersichtliche und sichere Onlinebanking, sowie der Banking-App bleiben Sie überall flexibel und haben volle Kontrolle über Ihre Einlagen. Punktabzug gibt es für die gedeckelten Abhebungen sowie für den nicht vorhandenen Dispokredit.

Kontakt:

Telefon: +49 (0) 69 945 189 718 (Montag bis Sonntag 8-22 Uhr)
E-Mail: [email protected]

Anschrift:

Open Bank, S.A.
Paseo de la Castellana 24
28046 - Madrid 
Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.
  Kevin Schwarzinger
  David Kotzmann
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