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Auf einen Blick
  • Beim „Willkommens-Flexgeld“ der Openbank bekommen Neukunden 4,10 Prozent Zinsen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

  • Das Besondere: Sie können das Flexgeldkonto jederzeit vorzeitig kündigen – ohne dass dafür Gebühren anfallen.

  • Ihr Erspartes ist über die gesetzliche Einlagensicherung Spaniens bis zu einer Summe von 100.000 Euro abgesichert.
Fazit: Hohe Festzinsen für Neukunden

 

Bewertung Flexgeld Openbank

Zinsen
(60 Prozent)
Im Vergleich zum Biallo-Index
(100%)
3.00
3.00
Sicherheit
(35 Prozent)
S&P Rating
(100%)
3.00
3.00
Anlagehöhe
(5 Prozent)
Mindestanlagesumme
(100%)
5.00
5.00

Vorteile

  • sehr hohe Zinsen für die ersten zwölf Monate
  • Mindestanlagebetrag nur einen Euro
  • kein Höchstanlagebetrag
  • vorzeitige Kündigungsmöglichkeit
  • "Open Girokonto“ als Voraussetzung (kostenlos)

Nachteile

  • spanische Einlagensicherung
  • keine automatische Abfuhr der Abgeltungssteuer
  • kein Freistellungsauftrag möglich
  • kein Zinseszinseffekt
  • Aktionszins nur für Neukunden

Die durchschnittlichen Zinsen für einjähriges Festgeld notieren derzeit bei 2,58 Prozent pro Jahr – und damit so hoch wie seit gut 14 Jahren nicht mehr (Stand 24. Oktober 2023). Aber ein Blick in den Festgeld-Vergleich von biallo.de zeigt: Wer gründlich vergleicht, kann deutlich höhere Zinsen abstauben. Wie zum Beispiel bei der spanischen Openbank.

 

Openbank im Porträt

Gegründet wurde die Openbank im Jahre 1995 auf Veranlassung der spanischen Universalbank Banco Santander S.A. Seither gehört die Openbank zu der börsennotierten Santander-Gruppe, zu der in Deutschland auch die Santander Consumer Bank zählt. Den Geschäftsbetrieb als Onlinebank nahm die Openbank im Jahre 1996 auf und ging damit als erste spanische Direktbank in die Geschichte ein. Wie bei Direktbanken üblich können Sie Ihre Bankgeschäfte ausschließlich per Internetbanking oder über das Telefon wahrnehmen. Die Zentrale der Openbank befindet sich in Madrid. Seit 2019 bietet das Geldhaus auch deutschen Sparerinnen und Sparern ein Tagesgeld, Flexgeld, Girokonto sowie einen Robo-Advisor an.

Diese Produkte der Openbank haben wir bereits getestet

 

Zinsen

Die Openbank bietet zwei unterschiedliche Festgeld-Varianten an. Einmal das „Open Flexgeld Neueinlagen“. Hier winken unter anderem bei einem Jahr Laufzeit 4,00 Prozent und für zwei Jahre 3,80 Prozent Festzinsen pro Jahr.

Flexgeld-Zinsen der Openbank im Überblick

Laufzeit  Zinsen p.a.
3 Monate 3,50 %
6 Monate 3,80 %
12 Monate 4,00 %
2 Jahre 3,80 %
3 Jahre 3,30 %
5 Jahre 3,00 %

Quelle: Angaben des Anbieters / Stand 24.10.2023

Doch deutlich attraktiver ist die zweite Variante – das „Willkommens-Flexgeld“. Neukunden bekommen hier einen etwas höhren Zinssatz bei einem Jahr Laufzeit. Der Festzins beträgt in diesem Fall 4,10 Prozent.

Zur Einordnung: Laut Biallo-Index liegen die durchschnittlichen Zinsen, die auf einjährige Festgeldanlagen gezahlt werden, aktuell bei 2,58 Prozent. Damit bietet die Openbank mehr als 150 Basispunkte mehr als der Marktdurchschnitt. Wenn Sie beispielsweise 25.000 Euro mit einem garantierten Zinssatz von 4,10 Prozent zwölf Monate anlegen, erhalten Sie am Laufzeitende eine Verzinsung von 1.025 Euro brutto.

 

Kündigung

Das Besondere beim Flexgeld der Openbank: Sie können Ihre Anlage jederzeit vorzeitig kündigen. In diesem Fall beträgt die Verzinsung 1,50 Prozent für die Vertragslaufzeit.

Beispiel Willkommens-Flexgeld: Wenn Sie Ihr Flexgeldkonto nach sechs Monaten vorzeitig auflösen, würden Sie bei einem Anlagebetrag von 25.000 Euro immerhin 187,50 Euro an Zinsen bekommen.

 

Laufzeit

Beim Willkommens-Flexgeld gibt es nur eine zwölfmonatige Laufzeit. Wer als Bestandskunde eine Festanlage bei der Openbank abschließt, dem stehen Zinsbindungen von drei, sechs, zwölf, 18 und 24 Monaten zur Verfügung.

 

Anlagebetrag

Als Mindestanlage fordert die Openbank einen Euro, eine Obergrenze gibt es nicht. Das gilt für beide Flexgeld-Varianten. Viele Wettbewerber deckeln den Anlagebetrag auf 100.000, 250.000 oder 500.000 Euro.

 

Zinsgutschrift

Egal ob Neu- oder Bestandskunden-Flexgeld: Die Zinsen werden zum Laufzeitende dem „Open Girokonto“ gutgeschrieben. Ein Zinseszinseffekt findet nicht statt.

 

Sicherheit

Die Openbank ist dem spanischen Einlagensicherungsfonds (Fondo de Garantía de Depósitos de Entidades de Crédito) angeschlossen. Dadurch ist Ihr Geld bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Sparer abgesichert. Doch um eine Einschätzung zu erhalten, wie sicher die spanische Einlagensicherung ist, lohnt sich ein Blick auf das entsprechende Bonitätsrating. Die renommierte Agentur S&P (Standard & Poor’s) bewertet die Kreditwürdigkeit Spaniens mit „A“, also „upper medium grade“. Eine sichere Anlage, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse die Gesamtwirtschaft beeinträchtigen.

 

Steuern

Um die Versteuerung Ihrer Zinsanträge müssen Sie sich selbst kümmern – mittels der Anlage KAP. Denn als spanisches Geldhaus führt die Openbank die Abgeltungssteuer sowie den Solidaritätszuschlag (plus gegebenenfalls Kirchensteuer) nicht automatisch an das zuständige Finanzamt ab. Ein Freistellungsauftrag lässt sich daher bei der Openbank auch nicht einrichten.

 

Kontoeröffnung

Wer ein Tages- oder Flexgeldkonto bei der Openbank abschließt, bekommt automatisch das kostenlose „Open Girokonto“ inklusive Debitkarte „Я42“ dazu. Dieses Girokonto dient als Referenzkonto. Im ersten Schritt geben Sie Ihre persönlichen Daten ein. Abgefragt werden Ausweisnummer, Name, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse sowie den steuerlichen Wohnsitz und Ihre Steueridentifikationsnummer. Die Daten sind schnell eingegeben. Zum Abschluss bestätigen Sie Ihre Identität mit dem Videoident-Verfahren.

 

Fazit: Hohe Festzinsen für Neukunden

Wer ein Flexgeld bei der Openbank eröffnet, bekommt überdurchschnittliche Festzinsen bei voller Flexibilität. Sollten Sie einmal doch auf Ihr Geld zugreifen müssen, können Sie die Anlage einfach und unbürokratisch kündigen. Besonders das "Willkommens-Flexgeld" für Neukunden mit 4,10 Prozent für ein Jahr ist einen Blick wert. Auch das kostenlose Girokonto, das als Referenzkonto dient, ist ein Pluspunkt. Denn mittlerweile gibt es nur noch wenige Banken, die so ein bedingungsloses Gratiskonto anbieten. Allerdings sollten Sie bei der Maximalanlage aufpassen, denn nur die ersten 100.000 Euro sind auch über die spanische Einlagensicherung geschützt.

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Über den Autor Kevin Schwarzinger
Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit 2016 ist er Mitglied der Redaktion und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.