Robo Advisor

  • Gebühren- und Performance-Vergleich
  • Produktdetails zu den einzelnen Anbietern
  • Bis zu 23 Anlagestrategien
Sebastian Schick
Sebastian Schick
Die meisten Robo-Advisor bieten auch Sparpläne. Somit können Anleger bereits mit geringen monatlichen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen.

In Deutschland herrscht Anlagenotstand. Mario Draghi sei Dank. Der Chef der Europäischen Zentralbank macht derzeit keinerlei Anstalten, seine Nullzinspolitik zu beenden. Zu groß wäre die Gefahr, dass die Euro-Peripheriestaaten aufgrund ihrer hohen Schuldenlast kollabieren. Die Folgen für Sparer sind gravierend: Wer sein Vermögen klassisch in Tagesgeld, Festgeld oder Sparbriefen anlegt, kann die Inflation nur noch zum Teil ausgleichen. Unter dem Strich machen Anleger Verluste.

"80 Prozent der Deutschen legen ihre Altersvorsorge in Zinspapieren an", sagt Robert Halver, Leiter der Kapitalmarktanalyse bei der Baader Bank. "Doch Zinsen wie früher werden wir nie mehr sehen." Der Experte fordert Sparer zum Umdenken auf: Es sei mittlerweile obligatorisch, einen Teil seines Vermögens in Aktienfonds oder ETFs zu stecken. Aber wie sollen sich Anleger dem Thema annähern, wenn sie keine Zeit oder keine Ahnung davon haben? Genau hier kommen die sogenannten Robo-Advisor ins Spiel.

Was genau ist ein Robo-Advisor?

Ein Robo-Advisor (dt.: Roboter-Berater) ist - vereinfacht gesagt - ein Computerprogramm, das nach einem bestimmten Algorithmus Anlageentscheidungen trifft beziehungsweise vorschlägt. Das Prozedere folgt einem einfachen und standardisiertem Muster. Der Kunde legt zunächst einen Anlagebetrag fest. Dann füllt er auf der Online-Plattform einen Fragebogen aus. Dabei wird der Anleger unter anderem nach seiner Risikoneigung, seinem Alter, seinen Zielrenditen und finanziellen Verhältnissen gefragt. Aus den Daten ermittelt der Computer dann nach einem bestimmten Algorithmus das Anlageprofil und schlägt die Investmentprodukte vor. Neben Aktien werden auch andere Assetklassen wie Anleihen und zum Teil Rohstoffe oder Immobilien berücksichtigt.

Nach der Depoteröffnung bei der angeschlossenen Partnerbank kann der Anleger das vorgeschlagene Portfolio dann kaufen - je nach Risikoneigung mit unterschiedlichen Anlagestrategien. Der Anbieter Growney etwa stellt fünf Strategien zur Verfügung. Bei der defensivsten Variante besteht das Portfolio zu 80 Prozent aus Anleihen und zu 20 Prozent aus Aktien. Das risikoreichste Portfolio investiert zu 100 Prozent in Aktien. Je höher das Risiko, desto höher ist natürlich die Renditechance.

Gemäß der Wertentwicklung muss die ursprüngliche Zielallokation mit der Zeit wiederhergestellt werden. Mit dem sogenannten Rebalancing wird das Portfolio auf die Anfangsgewichtung zurückgesetzt - in der Regel quartalsweise oder einmal im Jahr. Einige Anbieter wie Whitebox oder Scalable verfolgen eine aktive Strategie. Dabei lässt ein ausgeklügelter Algorithmus auch die jeweilige Marktsituation in die Berechnung mit einfließen und passt die Portfolios flexibel an.

Generell lassen sich die Robo-Advisor in zwei Typklassen aufteilen:

1. Finanzportfolio-Verwalter

Zu den Finanzportfolio-Verwaltern zählen alle Robos, die dem Kunden eine Komplettlösung für die Geldanlage liefern. Der Kunde muss sich nach der Ermittlung des Anlageprofils und der Anlagestrategie um nichts mehr kümmern. Der Robo-Advisor überwacht das Portfolio fortlaufend und darf eigenständig Änderungen und Umschichtungen vornehmen - gemäß den Parametern, die Kunde und Verwalter vorher vereinbart haben.

Dafür brauchen die Anbieter allerdings eine Bafin-Lizenz als Finanzportfolio-Verwalter nach Paragraf 32 des Kreditwesengesetzes (KWG). Die meisten Robo-Advisor in Deutschland besitzen mittlerweile eine Erlaubnis als Finanzportfolio-Verwalter. Investify hat als Äquivalent eine Lizenz der luxemburgischen Finanzaufsicht CSSF.

2. Anlagenvermittler

Im Gegensatz zu Finanzportfolio-Verwaltern müssen reine Anlagenvermittler vor jeder Änderung oder Umschichtung des Anlageportfolios die Zustimmung des Kunden einholen. Der Vermittler darf das Depot nicht verwalten. Seit 1. Januar 2013 benötigen Finanzanlagenvermittler eine gewerberechtliche Erlaubnis für die Beratung zu beziehungsweise die Vermittlung von Finanzanlagen nach Paragraf 34f der Gewerbeordnung.

Nach einem webbasiertem Fragenkatalog erhält der Anleger zwar ebenfalls eine Anlageempfehlung oder ein Musterportfolio als Vorschlag. Der Kunde entscheidet aber selbst, ob, wann und wie er sein Portfolio anpasst. Diese Form der Geldanlage eignet sich nicht für Einsteiger, sondern für Leute, die schon Erfahrungen im Handel mit Aktienfonds und ETFs haben. Zu den Finanzanlagenvermittlern zählen zum Beispiel die Robo-Advisor Easyfolio und Growney. Daneben gibt es noch etliche kostenlose Self-Service-Anbieter wie JustETF, Moneyfilter oder Diversifikator, auf die hier nicht näher eingegangen wird.

Biallo-Tipp

Wer seine Geldanlage nicht vollkommen selbst gestalten will oder kann, für den sind die Robo-Advisor eine geeignete Alternative. Am kostengünstigsten ist es allerdings, wenn Sie sich selbst einen ausgewogenen Mix zusammenstellen – zum Beispiel aus sicheren Tagesgeld- und Festgeld-Anlagen und einem ETF, der einen breit gestreuten Index wie den MSCI World abbildet. Der Weltaktienindex MSCI World spiegelt die Entwicklung von 1.600 Aktien aus 23 Industrienationen wider. Eine gute Auswahl von Indexfonds finden Sie in unserem ETF-Vergleich.

Allerdings sollten Sie dabei berücksichtigen, dass ein Investment in ETFs immer mit einem Risiko verbunden ist. Zudem befinden sich die internationalen Aktienmärkte derzeit in einer heißen Phase. Größere Rücksetzer sind kurz- bis mittelfristig nicht ausgeschlossen, was dann aber exzellente Einstiegschancen bedeuten würde.

Der Markt für Robo-Advice wächst rasant

Der Trend der digitalisierten Vermögensverwaltung kommt aus den USA. Dort starteten die Robos ihren Siegeszug im Jahr 2010. Die Anbieter der ersten Stunde – Betterment und Wealthfront – verwalten mittlerweile zwölf beziehungsweise zehn Milliarden US-Dollar. Die im Jahr 2015 gelaunchten Robo-Advisor der traditionsreichen US-Finanzdienstleister Vanguard und Schwab haben die Start-ups längst überholt und kommen auf 101 respektive 27 Milliarden US-Dollar verwaltetes Kundenvermögen (Stand Januar 2018). Im Vergleich dazu hinkt die Entwicklung in Deutschland noch hinterher.

Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Oliver Wyman gibt es derzeit gut 30 aktive Player auf dem deutschen Markt. Der größte Anbieter - das Münchner Start-up Scalable Capital - verwaltet eigenen Angaben zufolge mehr als 600 Millionen Euro. Die seit September 2017 laufende Kooperation mit der ING-Diba hat Scalable zu einem Wachstumsschub verholfen.

Oliver Wyman zufolge wird das gesamte verwaltete Kundenvermögen der Robo-Advisor in Deutschland von derzeit gut einer Milliarde Euro auf bis zu 34 Milliarden Euro im Jahr 2021 wachsen. "Wir rechnen hier mit zusätzlichem Schwung, weil sich große Banken, Asset-Manager und auch Versicherer intensiv mit diesem Thema beschäftigen und - wenn nicht bereits geschehen - in der nächsten Zeit eigene Angebote auf den Markt bringen werden", sagt Matthias Hübner, Partner bei Oliver Wyman. "Es wird also kaum einen nennenswerten Spieler geben, der dieses Thema komplett blank liegen lässt." Der Experte geht auch davon aus, dass ein Großteil der Assets, die in den nächsten Jahren dazukommen, vor allem von den großen Spielern vereinnahmt wird und die Start-up-Firmen dann nur noch einen kleinen Anteil ausmachen.

Vor- und Nachteile der automatisierten Vermögensverwaltung

Üblicherweise verfolgen die Roboter-Berater einen passiven Investmentansatz. Sie setzen auf börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds). Ein ETF bildet den zugrunde liegenden Index eins zu eins ab – zum Beispiel den Deutschen Aktienindex Dax. Mit einem Indexfonds können Anleger somit ihr Risiko breiter streuen als mit der Einzelanlage in Aktien. Zudem müssen nicht alle Aktien einzeln gekauft werden, um an der Entwicklung des Index optimal zu partizipieren.

Robos investieren in ETFs

Außerdem sind ETFs günstiger als aktiv gemanagte Fonds, da die Ausgabeaufschläge von bis zu fünf Prozent entfallen. Die Verwaltungskosten von ETFs liegen meist nur zwischen 0,1 bis 0,5 Prozent im Jahr, während aktiv gemanagte Fonds im Schnitt 1,5 bis 2,0 Prozent des Fondsvermögens verlangen. Bei einem Anlagevolumen von 10.000 Euro macht der Unterschied immerhin bis zu 150 Euro jährlich aus, die über die Performance erst wieder reingeholt werden müssen.

Doch nicht nur die Produkte selbst sind günstig, auch der Dienst der Robos ist unschlagbar billig. Viele Anbieter überzeugen durch eine transparente und günstige Kostenstruktur. Es gibt keine versteckten Gebühren oder sonstige Provisionen. "In Zeiten von niedrigen Zinsen und fallenden Renten wird der Vermögensaufbau für klassische Privatanleger immer wichtiger, aber auch immer komplexer", sagt Erik Podzuweit, Mitgründer und Geschäftsführer von Scalable Capital. "Dabei sind die Kosten ein enorm wichtiger Aspekt. Selbst minimale Kostenunterschiede entscheiden maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg eines langfristigen Vermögensaufbaus."

Auch für Matthias Hübner vom Beratungsunternehmen Oliver Wyman sind die Vorteile der Robos hinsichtlich der Gebühren und Kostenstruktur nicht von der Hand zu weisen. "Unsere Untersuchung zeigt aber auch, dass die Robo-Advice-Angebote in Deutschland etwa im Vergleich zu den USA noch relativ teuer sind. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der deutsche Markt noch nicht so weit entwickelt ist", erklärt Hübner. "Auf Dauer werden sich die heutigen Gebühren-Levels bei den Robo-Advisor wohl nicht verteidigen lassen."

Verwaltungsgebühren von unter einem Prozent

Die meisten Robos in Deutschland bieten ihren Beratungsservice bereits für eine Jahresgebühr von weniger als einem Prozent des Anlagevolumens an. Vermögensverwaltung, Konto- und Depotführung inklusive. Einzige Ausnahme: Easyfolio. Wer den Anbieter von ETF-Dachfonds nutzen will, braucht entweder einen eigenen Broker oder zahlt bei der Partnerbank Ebase eine Depotführungsgebühr von zwölf bis 36 Euro im Jahr – je nach Position. Bei allen Robos schlagen zusätzlich noch Fondskosten mit durchschnittlich 0,3 Prozent zu Buche. Eventuell anfallende Transaktionskosten werden extra ausgewiesen.

Die Anbieter Robin, Fintego, Growney und Whitebox staffeln ihre Servicegebühren nach Anlagesumme. Je höher der Anlagebetrag, desto geringer die Kosten. Bei Cominvest, Easyfolio, Ginmon, Investify, Quirion, Scalable, Sutor Bank, Vaamo und Visualvest gibt es eine All-in-Gebühr. Die Spanne reicht von 0,48 Prozent (Ginmon) bis 1,0 Prozent (Investify). Allerdings erhebt Ginmon noch eine Erfolgsbeteiligung von 10 Prozent. In schwachen Marktphasen macht sich das nicht bemerkbar, bei einer starken Performance kann das aber schnell teuer werden.

Beim Robo-Advisor Liqid richtet sich die Gebühr nach dem Beratungsmodell beziehungsweise dem Anlagestil. Bei der passiven Variante "Liqid Global" kommen ausschließlich ETFs zum Einsatz. Das Portfolio wird bei Marktschwankungen automatisch angepasst. Der Service kostet 0,5 Prozent im Jahr. Die aktive Variante "Liqid Select" setzt neben ETFs auch auf ausgewählte aktive Fonds und Termingeschäfte als Absicherung. Hier steuert ein Investment-Team im Hintergrund das Portfolio und passt es taktisch an, um Schwankungen zu reduzieren. Die Verwaltungspauschale beträgt hierfür 0,9 Prozent im Jahr. Die Gebühren bei beiden Modellen sind gestaffelt und sinken bei höheren Anlagesummen auf bis zu 0,25 beziehungsweise 0,60 Prozent pro Jahr.

Hinter beiden Modellen von Liqid steckt HQ Trust, die Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt – einer der reichsten Familien Deutschlands.

Auch für Kleinsparer geeignet

Den Luxus-Robo der Quandts können Anleger erst ab einer Mindestanlage von 100.000 Euro nutzen, einen Sparplan gibt es nicht. Damit bilden die Berliner aber die Ausnahme. Denn was ganz klar für die Robo-Advisor spricht: Dass Privatanleger bereits mit geringen Anlagevolumina einsteigen können. Während klassische Vermögensverwalter und Honorarberater einem oft erst ab sechsstelligen Beträgen die Türe öffnen, bieten viele digitale Vermögensverwalter ihre Dienste schon für 10.000 Euro und weniger an. Growney und Vaamo verlangen gar keine Mindestanlage, Easyfolio setzt lediglich 100 Euro voraus. Quirion und Scalable fordern jeweils 10.000 Euro. Bei den restlichen Anbietern reicht die Spanne von 500 bis 5.000 Euro.

Auch in Sachen Sparplan können die Robos glänzen. Growney verlangt keine Mindestrate, Whitebox nur fünf Euro. Easyfolio und Vaamo bieten Sparpläne schon ab jeweils zehn Euro an, Investify ab 25 Euro. Bei Easyfolio, Fintego, Ginmon, Scalable und Visualvest liegt die Mindestrate bei 50 Euro. Cominvest, Quirion und Sutor Bank setzen je 100 Euro voraus.

Robos versprechen attraktive Performance

Das Renditeversprechen der Roboter-Berater bewegt sich zwischen drei und acht Prozent im Jahr - je nach Risikobereitschaft. Zwar sind Prognosen kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allerdings liefert die Realität genügend Beispiele, dass passive Indexfonds - in welche die Robos hauptsächlich investieren - oft besser abschneiden als aktiv gemanagte Fonds.

Eine Auswertung des US-Indexanbieters S&P Dow Jones Indizes zeigt: Über die vergangenen 15 Jahre hinweg haben mehr als 90 Prozent aller aktiv gemanagten Aktienfonds, die in große US-Unternehmen investieren, ihren entsprechenden Vergleichsindex - den S&P 500 - nicht schlagen können. Im vergangenen Jahr lag die Fehlerquote immerhin nur bei 66 Prozent.

Ginmon-Gründer & CEO Lars Reiner gibt außerdem zu bedenken, dass private Investoren meist deutlich gegenüber dem Markt verlieren. So habe der durchschnittliche Anleger in den vergangenen 20 Jahren rund 2,5 Prozent Rendite jährlich erzielt. Ein global gestreutes Aktienportfolio schaffte im gleichen Zeitraum 6,8 Prozent.

"Der Unterschied von etwa vier Prozentpunkten pro Jahr ist bedeutsam, denn man darf die Zinseszinseffekte nicht außer Acht lassen", erklärt Reiner. Der Hauptgrund für das schlechtere Abschneiden des Menschen sei, dass dieser seine Emotionen nicht vollständig ausblenden könne. Hier hätten die Roboter-Berater den entscheidenden Vorteil, so der Ginmon-Chef. Denn die Maschinen treffen ihre Investmententscheidung völlig emotionslos.

Risiken und Nebenwirkungen

Viele Unternehmen sind noch sehr jung am Markt und können keine Belege für einen sogenannten Track-Record liefern - also eine erfolgreiche Performance über Jahre hinweg. Der eigentliche "Stresstest" steht für die Robo-Advisor noch aus. Nämlich dann, wenn die weltweiten Aktienmärkte auf Tauchstation gehen. Die entscheidende, noch ungeklärte Frage: Können Maschinen wirklich bessere Anlageergebnisse liefern als der Mensch?

"Ich will da jetzt gar nicht spekulieren, wer beim nächsten Abschwung an den Märkten oder im schlimmsten Fall sogar beim nächsten Crash das Vermögen der Anleger besser erhält - ob das den menschlichen Portfoliomanagern gelingt oder den Robos", meint Matthias Hübner. "Aber das wird dann schon noch mal ein wichtiger Testlauf werden, ob die Robo-Advisor ihr Wertversprechen einhalten und auch in fallenden Märkten liefern können."

Das Fehlen einer individuellen persönlichen Beratung birgt ebenfalls Risiken. "Bei Angeboten, die es Anlegern ermöglichen, angeblich besonders erfolgreiche Tradingstrategien zu kopieren, sollten Interessierte vorsichtig sein", warnt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Was passiert, wenn der Robo pleitegeht?

Dass ein Robo-Advisor nicht vor einer Insolvenz geschützt ist, zeigt das Beispiel Cashboard. Das ehemalige Vorzeige-Startup musste im Mai 2017 Insolvenz anmelden. Ein Schock für die Kunden. Doch die Berliner beruhigten ihre Kunden in einer E-Mail: "Kontoguthaben und Anlagen sind von der Geschäftsaufgabe nicht betroffen." Denn die Konten und Depots werden bei Ebase getrennt vom Cashboard-Vermögen geführt und unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung. Zudem gelten Fonds und ETFs als Sondervermögen und zählen nicht zur Insolvenzmasse.

Der von Cashboard versprochene Kapitalschutz und die Zinsgarantie von zwei Prozent galten mit der Insolvenz allerdings nicht mehr. Heißt, wer mit seinem Portfolio unter der Mindestrendite lag, hatte Pech gehabt.

Auch ein ETF selbst kann pleitegehen, oder besser gesagt der Fondsanbieter. Doch auch hier sind Anleger durch das Sondervermögen geschützt. Vorsicht gilt bei sogenannten synthetisch replizierenden ETFs. Diese bilden den jeweiligen Index nicht nur mit Aktien nach, sondern zum Teil auch mit Tauschgeschäften, sogenannten Swaps. Hier besteht das Risiko, dass der Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. In diesem Fall drohen hohe Kursverluste.

Biallo-Lesetipp

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de