Saskia Weck
 

 
Auf einen Blick
  • Kaum eine andere Geldanlage bietet langfristig so gute Renditen wie Aktien. Die Wertpapiere bergen aber auch Risiken. Denn Aktienkurse können stark schwanken.  

  • Anfänger, die zum ersten Mal Aktien kaufen möchten, sollten sich klar machen, wie viel Risiko Sie tragen können.

  • Wer Geld in Aktien anlegen will, benötigt ein Depot zur Aufbewahrung seiner Wertpapiere und mehrere Jahre Zeit, um etwaige Kursschwankungen auszusitzen.
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Sie möchten langfristig Vermögen aufbauen und suchen nach einem Produkt, das gute Renditechancen und ein vertretbares Risiko bietet? Dann könnten Aktien interessant für Sie sein. Mit einem solchen Wertpapier erwerben Sie einen kleinen Anteil an einem Unternehmen. Sie profitieren von steigenden Gewinnen und haben oft sogar Mitspracherecht auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft (AG) Ihrer Wahl.

Der Weg zur ersten eigenen Aktie mag Ihnen zu Beginn vielleicht steinig vorkommen. Doch mit unserem 5-Schritte-Plan haben Sie einen Wegweiser an der Hand, der Tipps für den Kauf Ihres ersten Wertpapieres bereithält. 

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Wie kann ich in Aktien investieren?

Aktien kann jeder kaufen. Entweder online in Eigen-Regie oder mit Hilfe einer Finanzberaterin oder eines Finanzberaters. Der folgende 5-Schritte-Plan richtet sich an alle, die die Do-It-Yourself-Variante bevorzugen. So gehen Sie vor, wenn Sie zum ersten Mal Aktien kaufen möchten:

  1. Depot eröffnen
  2. eigene Risikobereitschaft ermitteln
  3. über das Unternehmen informieren und wichtige Kennzahlen vergleichen
  4. Aktie kaufen 
  5. Portfolio regelmäßig überprüfen

Im folgenden Abschnitt erläutern wir Ihnen diese Schritte ausführlicher.

 

Aktien kaufen für Einsteiger: Der 5-Schritte-Plan

Der Kauf der ersten Aktie erfordert ein wenig Vorbereitung, doch mit dem folgenden Leitfaden landet schon bald das erste Wertpapier in Ihrem Depot.

Schritt 1: Depot eröffnen

Wer Aktien kaufen möchte, braucht zunächst ein Wertpapierdepot. Dieses können Sie ganz einfach selbst eröffnen, in der Regel online von zu Hause aus. Wählen Sie dazu einfach eine Filialbank, eine Direktbank oder einen Neobroker aus. Filialbanken bieten den Vorteil, dass Sie direkt vor Ort Unterstützung von den Bank-Mitarbeitenden bekommen. Dafür ist die Depotführung bei Filialbanken in der Regel mit höheren Kosten verbunden als bei Direktbanken oder Neobrokern. Hilfe bei der Wahl des für Sie geeigneten Brokers erhalten Sie bei unserem großen Biallo Depot-Vergleich.

Schritt 2: Risikobereitschaft ermitteln

Es gibt unterschiedliche Arten von Aktien. Manche versprechen hohe Wachstumschancen, sind aber gleichzeitig auch mit einem erhöhten Risiko verbunden. Andere werden von etablierten Unternehmen ausgegeben. Die Kurse solcher Aktiengesellschaften (AG) steigen in der Regel langsamer, dafür aber kontinuierlich.  

Im ersten Fall spricht man von Growth Aktien (growth = wachsen). Dabei handelt es sich um Wertpapiere von zumeist jungen Unternehmen mit einem hohen Investitionsbedarf, zum Beispiel Tesla. Gehen die Pläne des Unternehmens auf, winken großartige Renditen. Werden die hoch gesteckten Geschäftsziele nicht erreicht oder floppt das Konzept, müssen Sie im Extremfall mit einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals rechnen.

Value Aktien (value = Substanz) hingegen werden von alteingesessenen Unternehmen ausgegeben, die sich bereits am (Aktien-)Markt etabliert haben. Deren Geschäftsmodelle haben sich bereits als erfolgreich erwiesen. Dazu zählen zum Beispiel Banken, Versicherungsunternehmen oder Marken, die jeder kennt, etwa Coca-Cola oder Kraft Heinz.

Je nach Risikobereitschaft wählt man Aktien der Growth oder Value Kategorie. Growth, wenn man risikofreudig ist, Value für ein ruhigeres Depot. Natürlich können Sie auch Werte aus beiden Bereichen miteinander kombinieren. Diesen Ansatz nennt man „Blend“-Strategie.

Schritt 3: Über die Unternehmen informieren

Beschäftigen Sie sich mit einem Unternehmen, bevor Sie sich finanziell an ihm beteiligen. Studieren Sie hierfür regelmäßig die Wirtschaftsnachrichten seriöser Zeitungen oder Magazine und lesen Sie die Geschäftsberichte der Aktiengesellschaft. Beeinflussen politische Entscheidungen die Strategie des Unternehmens? Holt die Konkurrenz allmählich auf oder überholt die AG Ihrer Wahl durch Innovationen gar? Hält das Management selbst Aktien des Unternehmens? Der letztgenannte Punkt wäre ein positives Zeichen an die Investorinnen und Investoren.

Schauen Sie auch auf Kennzahlen wie zum Beispiel das Kurs-Gewinn-Verhältnis je Aktie, kurz: KGV. Um das KGV zu ermitteln, wird der Kurs der Aktie durch den Gewinn je Aktie dividiert. Je niedriger das KGV, desto besser, denn desto schneller rentiert sich Ihr Investment.  

Und wie hoch ist das perfekte KGV? Auf diese Frage existiert leider keine gemeingültige Antwort, denn das eine, perfekte KGV gibt es nicht. Da es sich bei Aktien jedoch um langfristige Vermögensanlagen handelt, wäre ein KGV von unter 20, besser unter 15, wünschenswert. Denn das würde bedeuten, dass das Unternehmen maximal 15 beziehungsweise 20 Jahre braucht, bis es den Wert seiner Aktie als Gewinn erwirtschaftet hat.  

Das KGV allein genügt jedoch nicht, um sich für den Kauf oder Verkauf einer Aktie zu entscheiden. Wichtig ist ebenso, dass das Unternehmen ihrer Wahl langfristig gesund wirtschaftet und dass es sich auf dem Markt etablieren kann. Und natürlich freuen sich die meisten Aktionärinnen und Aktionäre, wenn die AG ihrer Wahl regelmäßig steigende Dividenden auszahlt.

Schritt 4: Aktie kaufen

Sie haben sich für ein Unternehmen entschieden? Dann brauchen Sie nun dessen Wertpapierkennnummer, kurz WKN, falls es sich um ein deutsches Unternehmen handelt. Oder die Internationale Wertpapierkennnummer, kurz ISIN, wenn das Aktienunternehmen seinen Sitz im Ausland hat. Beide Nummern finden Sie etwa auf den Webseiten deutscher Börsen wie der Börse Frankfurt oder auf der Homepage und in der App Ihrer Bank beziehungsweise Ihres Neobrokers.

Geben Sie dann die WKN oder ISIN in das Suchfeld Ihres Brokers ein. Nun können Sie die Aktie Ihrer Wahl kaufen oder einen Aktiensparplan anlegen. Falls Ihr Broker Sie fragt, welchen Handelsplatz Sie wählen möchten - zur Auswahl stehen zumeist Tradegate, Xetra sowie nationale und internationale Börsen - entscheiden Sie sich einfach für das günstigste Angebot. Handeln Sie nur zu den Öffnungszeiten Ihrer präferierten Börse. Geben Sie nun an, wie viele Aktien Sie kaufen möchten. Alternativ können Sie auch den Betrag wählen, für den gekauft werden soll.

Dazu noch ein Tipp: Dadurch, dass Sie bei den meisten Brokern ein Orderentgelt für den Aktienkauf zahlen müssen, sollte die Order mindestens 500 Euro, besser 1.000 Euro betragen. Kleinteiligere Käufe verursachen einfach zu hohe Kosten. Das gilt allerdings nicht, wenn Sie keine Ordergebühren zahlen müssen, zum Beispiel weil ihr Neobroker keine Tradinggebühren erhebt.

Schritt 5: Portfolio regelmäßig überprüfen

Aktien sind eine langfristige Vermögensanlage. Deshalb ist es unnötig, täglich das eigene Depot zu checken. Vermeiden Sie ständige Käufe und Verkäufe. Denn eine Börsenweisheit lautet: „Hin und her macht Taschen leer.“ Sowohl der Kauf als auch der Verkauf von Wertpapieren verursacht häufig Kosten. Lassen Sie deshalb Titel, an die Sie glauben, möglichst längerfristig in Ihrem Depot liegen.

Nichtsdestotrotz sollten Sie das Unternehmen Ihrer Wahl als Aktionärin oder Aktionär immer im Blick behalten und regelmäßig die (Wirtschafts-)Nachrichten lesen und auch einmal einen Blick in die Geschäftsberichte werfen. So können Sie im Bedarfsfall handeln und Flops rechtzeitig aussortieren.

Welche Aktien sollte ich jetzt kaufen?

Sehen Sie sich um. Wer stellt die Kleidung, Schuhe, Lebensmittel, Kosmetik und Haushaltsprodukte her, die Sie seit Jahren nachkaufen? Wer die Technik, die Sie nutzen? Welche Automarke fahren Sie aus Überzeugung? Mit welcher Handtasche oder Armbanduhr liebäugeln Sie seit vielen Jahren? Statt nur die Waren solcher Firmen zu konsumieren, könnten Sie darüber nachdenken, sich in Form eines Teilhaberpapiers, also einer Aktie, ein Stück vom Gewinn der Firma zu sichern.

Einen Fehler sollten Sie auf jeden Fall vermeiden: Kaufen Sie Aktien nicht nur, weil sie gerade „in“ sind. Wenn es gerade einen Run auf eine bestimmte Unternehmensaktie gibt, dann ist diese wahrscheinlich vor allem eines: überbewertet. Erinnern Sie sich noch an den Hype um Cannabis-Aktien? So vielversprechend die Unternehmen bei ihrem Börsengang auch waren, so sehr floppten einige von ihnen nur wenig später. Das eingesetzte Kapital der Anlegerinnen und Anleger war innerhalb kürzester Zeit weg.  

Was können Sie aus Geschichten wie diesen lernen?  

Natürlich können Sie mit etwas Übung den richtigen Riecher für profitable Unternehmen entwickeln. Als Anfängerin oder Anfänger halten Sie sich aber vielleicht zuallererst einmal an Unternehmen mit soliden Konzepten, auf die auch im Falle einer Wirtschaftskrise Verlass ist. Dazu zählen in der Regel Energieversorger, Nahrungsmittelproduzenten, Medizintechnik und Pharmazie. Die Nachfrage nach solchen Gütern ist losgelöst von konjunkturellen Schwankungen. Damit stellen die Big Player aus diesen Branchen ein gutes Basisinvestment dar. Wer dann noch etwas „Spielgeld“ übrig hat, kann zusätzlich immer noch in junge, hippe Firmen investieren und darauf hoffen, so schnell Geld zu „verdienen“.

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Geld in Aktien anlegen: Chancen und Risiken

Kaum ein Investment bietet so hohe Renditechancen wie Aktien. Dennoch ist bei der Aktienanlage Vorsicht geboten, denn wo hohe Renditen winken, sind auch die erhöhten Risiken nicht weit. Im Folgenden erfahren Einsteiger, welche Chancen und Gefahren mit Aktieninvestments verbunden sind.

Chancen

Aktien erfreuen sich nicht grundlos wachsender Beliebtheit. Als Aktionärin oder Aktionär profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Ertragschancen

Motive für den Erwerb von Teilhaberpapieren gibt es viele. Das wohl häufigste ist die Möglichkeit, durch den Besitz von Aktien das eigene Vermögen zu vermehren, denn mit Aktien lässt sich passiv Geld „verdienen“. Nicht nur können Aktionärinnen und Aktionäre beim Verkauf ihrer Wertpapiere von Kurssteigerungen profitieren, sie erhalten im Laufe des Jahres häufig auch eine Dividende.

Inflationsschutz

Bei Aktien handelt es sich um Sachwerte. Sachwerte – dazu zählen neben Aktien zum Beispiel Immobilien – schützen eher vor Inflation als Geldwerte wie Anleihen oder Spareinlagen auf dem Bankkonto. Eine „Sache“ behält eher ihren Wert – immerhin steht sie im Falle der Aktien für eine Unternehmensbeteiligung. Herrscht Inflation, können Unternehmen ihre Preise erhöhen und so die Teuerung ausgleichen. Und falls alle Stricke reißen, haben die zum Unternehmen gehörenden Grundstücke, Gebäude, Maschinen und Fahrzeuge ebenfalls noch einen Wert.

Mitspracherecht

Wer Aktien besitzt, hat oft ein Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung der Aktiengesellschaft. Aktionärinnen und Aktionäre können das Unternehmen also zu einem gewissen (zugegebenermaßen kleinen) Teil mitlenken.  

Risiken

Kein Erfolg ohne Risiko. Im folgenden Abschnitt lernen Sie die wichtigsten Risiken von Aktieninvestments kennen.  

Kursänderungsrisiko

Es gibt keine Garantie dafür, dass der Kurs einer Aktie so bleibt, wie er ist, oder in Zukunft sogar steigen wird. Ebenso gut kann es sein, dass der Kurs im Laufe der Jahre stark schwankt, Sie also eine hohe Volatilität in Kauf nehmen müssen, oder dass er sinkt.

Risiken der Gesamtwirtschaft

Aktiengesellschaften profitieren von einer florierenden Wirtschaft. Denn dann steigen in der Regel die Gewinne der Unternehmen und damit auch die Aktienkurse. Gerät der Aufschwung jedoch ins Stocken, hat das ebenfalls Folgen für die Unternehmen. Gehen ihre Gewinne zurück, schlägt sich das in sinkenden Kursen nieder.

Unternehmerisches Risiko

Verliert das Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht den Anschluss oder wird es schlecht gemanagt, droht das Insolvenzrisiko. Die Aktien werden dann unter Umständen wertlos.

Dividendenrisiko

Verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens, bleiben unter Umständen die Dividendenzahlungen an die Aktionärinnen oder Aktionäre aus.

Psychologie der Marktteilnehmer

An der Börse werden immer auch Erwartungen, Hoffnungen, Meinungen und Ängste der Anlegerinnen und Anleger gehandelt. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Aktienkurse auch von der Psychologie der Anlegerinnen und Anleger abhängen.  

Auch Sie selbst könnten Gefahr laufen, irrationale Entscheidungen zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapieres zu treffen. Zum Beispiel weil sie auf die düsteren Prophezeiungen von Bekannten oder selbsternannten Börsen-Profis auf Social Media hören.

Risiko der Kursprognose

Profis versuchen anhand von Kennzahlen aus der Vergangenheit eine Prognose für die Zukunft eines Unternehmens zu erstellen. Doch auch Expertinnen und Experten verfügen nicht über hellseherische Fähigkeiten. Die Zukunft birgt Unbekannte. Dazu zählt auch der künftige Kurs einer Aktie.

Risiko des Downlistings

Sinkt der Börsenwert einer Aktiengesellschaft, besteht die Gefahr, dass das Unternehmen heruntergestuft wird, beispielsweise vom Leitindex DAX in den Mittelwerte-Index MDAX. Ein solches Downlisting birgt ein gewisses Kursrisiko, da kleinere Aktiengesellschaften bei den Investorinnen und Investoren nicht so beliebt sind wie große.

Zinswende: Hier gibt es jetzt noch attraktive Zinsen

Die EZB hat Fakten geschaffen und die Leitzinsen gesenkt. Das klassische Zinssparen wird dadurch wieder unattraktiver. Biallo.de hat mit Sebastian Hasenack, dem Leiter der Online-Vermögensverwaltung Solidvest, darüber gesprochen, wie man angesichts sinkender Zinsen eine Zins-Anlage noch sinnvoll gestalten kann. Jetzt mehr erfahren!

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Tipps für die Geldanlage in Aktien

Mit dem Aktienkauf allein ist es noch nicht getan. Sie werden sich im Laufe eines Börsencrashs vielleicht fragen, ob Sie Ihre Wertpapiere wieder verkaufen sollten. Oder Sie können sich zu Beginn nicht so recht entscheiden, wie viel Geld Sie investieren sollen. Hier kommen die wichtigsten Tipps für Aktionärinnen und Aktionäre.

Entspannt bleiben und den Zinseszinseffekt für sich nutzen

Wenn Sie einen Teil Ihres Vermögens in Aktien anlegen möchten, müssen Sie viel Zeit mitbringen. Mindestens 15 Jahre sollten Sie auf das Geld verzichten können, um etwaige Kursschwankungen aussitzen zu können.  

Mit einem langen Anlagehorizont profitieren Sie unter anderem vom „achten Weltwunder“: So hat Albert Einstein einmal den Zinseszinseffekt genannt. Dazu ein Beispiel. Sie haben Ende 2008 Aktien von Coca Cola im Wert von 10.000 Euro gekauft. Ende 2023 verkauften Sie Ihre Anteile wieder. Im Schnitt haben Sie eine jährliche Kursrendite von 8,3 Prozent erzielt. In den vergangenen 15 Jahren bekamen Sie also Zinsen und Zinseszinsen in Höhe von gut 23.070 Euro gezahlt. (Obwohl man bei Aktienprodukten streng genommen nicht von Zinsen und Zinseszinsen, sondern von Rendite spricht. Die Gesamtrendite einer Aktienanlage ergibt sich aus der Summe der Kursgewinne und Dividendenrenditen.) Aus Ihren 10.000 Euro sind somit rund 33.070 Euro geworden. Sie möchten das selbst durchrechnen? Hier finden Sie unseren Zinseszinsrechner.

Das Beispiel zeigt, wie gewinnträchtig Aktieninvestments sein können - wenn Sie genug Zeit haben, um Ihre Anteilsscheine nicht während wirtschaftlich schwachen Phasen verkaufen zu müssen. Wenn Sie dann auch noch ein gutes Gespür haben und auf Unternehmen wie Apple setzen, sind weitaus höhere Renditen drin. Wer die Apple-Aktie Ende 2003 kaufte und Ende 2004 wieder verkaufte, nahm einen Gewinn von rund 179 Prozent mit. In einem Jahr wären aus 10.000 Euro also 27.900 Euro geworden. Ein seltener Glücksfall – zugegeben.  

Erfolgsversprechender als häufiges Traden, das Warten auf den richtigen Zeitpunkt zum Kauf oder Verkauf oder die Hoffnung auf das schnelle Geld ist es in der Regel, eine Aktie zu kaufen und dann regelmäßig zu checken, ob das Unternehmen noch gesund wirtschaftet. Ständige Trades werden mit diesem besonnenen Vorgehen überflüssig.  

Aktien-Portfolio diversifizieren

Wer nur ein paar wenige Unternehmen im eigenen Depot hat, ist nicht breit aufgestellt und läuft dadurch Gefahr, sein Vermögen zu riskieren. Legen Sie daher nicht alle Eier in einen Korb! Wenn Sie mit Hilfe von Aktien ein Vermögen aufbauen wollen, sollten Sie im Laufe der Zeit Wertpapiere von mindestens 15, 20 oder gar 30 Unternehmen im Depot haben und dieses regelmäßig pflegen.  

Je mehr Unternehmen Sie im Portfolio haben, desto weniger spüren Sie Kursschwankungen. Schwächelt einer Ihrer Lieblinge, federn all jene Unternehmen, die sich gut entwickeln, diesen Kursrutsch in Ihrem Depot ab. Jedoch haben nur wenige Investorinnen und Investoren genügend Geld, um Aktien von 20 oder mehr Unternehmen gleichzeitig zu kaufen. Sie könnten stattdessen Aktiensparpläne abschließen.

Wem das zu aufwendig ist, der kauft einfach einen ganzen Korb voller Aktien. Das ist günstig und unkompliziert mit ETFs möglich. Auch aktiv gemanagte Aktienfonds können in Frage kommen.

Trennen Sie sich von Leichen im Keller!

„Totgesagte leben länger“? Nicht unbedingt. Auch wenn Sie ein Unternehmen liebt gewonnen haben: Dümpeln dessen Aktien seit Jahren in den roten Zahlen und gibt es kein erfolgsversprechendes Geschäftsmodell, sollten Sie darüber nachdenken, diese Wertpapiere wieder loszuwerden. Im Zweifelsfall auch mit Verlust. In einem weiteren Artikel auf biallo.de erklären wir Ihnen, welche zehn Anlagefehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Wie viel Geld sollten Einsteiger in Aktien investieren?

Aktien sind eine gute Investmentgrundanlage für Menschen, die das Risiko nicht scheuen. Doch vor allem Börsenneulinge sollten sich dieser Investmentform peu à peu nähern. Um sich mit dem Aktienmarkt vertraut zu machen, sollten Sie sich genau überlegen, wie viel Geld sie im Falle eines Investmentflops entbehren könnten. Um sich mit der für Sie neuen Materie vertraut zu machen, tut es zunächst einmal der Kauf von Aktien nur eines Unternehmens. Später können Sie immer noch in weitere Aktiengesellschaften investieren.  

Wer gebührenfrei traden kann, zum Beispiel, weil er sein Depot bei Trade Republic eröffnet hat, kann erst einmal 100 Euro in eine Aktie investieren und eine gewisse Zeit lang beobachten, wie sich das Investment entwickelt. Halten Sie Kursschwankungen gut aus? Prima! Dann kaufen Sie ruhig nach. Sie stellen nach ein paar Wochen fest, dass Aktien nichts für Sie sind? Dann gibt es genügend Alternativen, zum Beispiel Anleihen oder Festgeld.

Sie zahlen bei jedem Kauf Ordergebühren? Dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie investieren zu Beginn ebenfalls zunächst einen kleinen Betrag und akzeptieren, dass Sie prozentual zum Anlagebetrag gesehen hohe Gebühren hinnehmen müssen, oder Sie kaufen direkt für 500 oder 1.000 Euro ein, damit die Gebühren nicht so schwer ins Gewicht fallen.

So oder so sollten Sie sich eines merken: Investieren Sie nur Geld, das Sie nicht zum Leben brauchen und auf das sie auch eine Weile verzichten können. Ein ausreichend gefüllter Notgroschen ist Pflicht, bevor Sie investieren.

Biallo Festgeld-Empfehlungen

Die nachfolgenden Anbieter wurden von Biallo als Empfehlung aus unserem Vergleich ausgewählt. Anlagebetrag: 5.000,00€, Anlagedauer: 12 Monate, Bonitätsbewertung: mind. hohe Sicherheit, Staat: alle Länder. Die Sortierung erfolgt nach dem Zinssatz. Die angezeigten Anbieter stellen keinen vollständigen Marktüberblick dar. Weitere Details zu Rankingfaktoren.
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175,00

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Sämtliche Angaben ohne Gewähr. Datenstand: 24.07.2024

Aktien niemals kreditfinanziert kaufen

Kommen Sie bitte nicht auf die Idee, sich bei Freunden, Familie oder gar einer Bank Geld zu leihen, weil Sie in ein vielversprechendes Unternehmen investieren möchten. Stellen Sie sich vor, Ihr Vorhaben, dieses Geld innerhalb kürzester Zeit zu verdrei- oder vierfachen, scheitert. Die geliehene Summe wäre dann weg. Den Kredit müssen Sie trotzdem tilgen – inklusive Zinsen.

Biallo-Tipp

Sie sehen schon: Beim Aktienkauf handelt es sich nicht um Hexenwerk. Jedoch sollten Sie die Aktiengesellschaften Ihrer Wahl im Auge behalten, um gegebenenfalls schnell auf negative Veränderungen reagieren zu können. Das bedeutet: Mit dem Kauf Ihrer ersten Aktie legen Sie sich zugleich auch ein neues Hobby zu.  

Wem das alles zu anstrengend ist, dem empfehlen wir, sich einmal mit aktiv gemanagten Aktienfonds oder den passiven und günstigen ETFs zu beschäftigen. Mit diesen Finanzprodukten kaufen Sie Pakete, die gleich mehrere Dutzende bis tausend Aktienunternehmen enthalten. All jene, die nicht gut performen, werden automatisch aussortiert, während Sie sich mit spaßigeren Angelegenheiten beschäftigen können.


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Saskia Weck

Saskia Weck ist Finanzredakteurin und Finanzanlagenfachfrau. Sie schreibt über die Themen ETFs, Fonds, Aktien, Anleihen, Rente, Altersvorsorge, Karriere sowie Geld und Familie. Sie kommt aus der Female Finance Branche und hat es sich zum Ziel gesetzt, dass sich jede:r unkompliziert Wissen über das Thema Finanzen aneignen kann.

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