ETF Fonds
Max Geißler
ETF Fonds
Max Geißler
Mit einem ETF investieren Sie kostengünstig und ausgewogen in einen ganzen Markt.

ETF – Exchange Tradet Funds

Flott, flexibel, transparent

Kostengünstig mit Aktien sparen? Mit einem ETF ist das kein Problem. Die börsengehandelten Indexfonds sind ideal für Einsteiger und Fortgeschrittene. Anleger können sich schon mit kleinen Beträgen an Top-Aktien beteiligen ohne dafür hohe Gebühren in Kauf nehmen zu müssen. Viele Banken ermöglichen Sparpläne zum Nulltarif.    

Was ist ein ETF?

Exchange Tradet Funds (ETFs) sind passiv gemanagte Investmentfonds, die an der Börse gehandelt werden. Ihr Ziel ist es, einen festgelegten Aktienindex, etwa den Dax oder den US-amerikanischen Dow Jones, so exakt wie möglich nachzubilden, damit der Fonds die gleiche Wertentwicklung wie der Index erzielt. Da die Zusammensetzung des ETF durch den Referenzindex vorgegeben ist, benötigt man keinen Fondsmanager, der den Fonds überwacht. Diese Arbeit übernehmen Computer, man spricht deshalb von passiv gemanagten Fonds.

Die Wertentwicklung von ETFs ist leicht nachvollziehbar, weil sie stets einem Index oder einem speziellen Wertpapierkorb folgt. Neben Aktienindizes können dies Rohstoff-, Immobilien- oder Rentenindizes sein. Mit ETFs lassen sich komplette Märkte einfach und ohne Zeitverzögerung handeln ähnlich einer Aktie. ETFs besitzen in der Regel keine Laufzeitbegrenzung. Aktuelle Kurse sorgen für stete Handelbarkeit an der Börse.

Vorteile von ETFs

  • Gebremstes Risiko: Im Gegensatz zum Kauf einzelner Aktien oder Anleihen verteilt sich das Risiko bei einem ETF auf viele verschiedene Wertpapiere. Verluste eines Papiers können durch Gewinne anderer Papiere ausgeglichen werden.
  • Substanzhaltige Wertpapiere: Mit einem ETF investiert man in einen ganzen Markt. Der Vorteil dabei ist, dass die darin enthaltenen Wertpapiere Bestandteil eines anerkannten Index sind. Das sichert dem Anleger ein Investment in werthaltige Aktien oder Anleihen. Windige Eintagsfliegen fallen durchs Raster.
  • Signifikante Kostenvorteile: Für Privatanleger ist es finanziell unattraktiv 40 oder 60 Einzelwerte im Depot zu führen, wie es für ETFs üblich ist. Computergesteuerte ETFs können Einzelaktien viel preiswerter verwahren und managen.
  • Hohe Flexibilität: Für ETF-Anteile bestehen keine Kündigungsfristen. Sie können börsentäglich ge- und verkauft werden.
  • Gute Renditechancen: Ein ETF läuft nie schlechter als der zugrundeliegende Markt. Das sich ein Fonds als echter Verlustbringer entpuppt, ist daher eher unwahrscheinlich.
  • Deutliche Zeitersparnis: Das Investment in einen ganzen Markt ist bequem, die Zusammensetzung des ETF leicht nachvollziehbar und die Wertentwicklung transparent.
  • Kein Ausfallrisiko: ETF werden als Sondervermögen geführt, im Konkursfall des Anbieters bleibt das Vermögen für Anleger reserviert.

Wie unterscheiden sich ETF?

Adäquat zu klassischen Aktienfonds oder Rentenfonds investieren ETF in Regionen, Branchen oder bestimmte Themen. So setzen die Indexfonds beispielsweise auf nationale Märkte, auf regionale oder auf internationale Märkte. Möglich sind aber auch Investments in Branchenindizes, sektorale Indizes oder laufzeitabhängige Indizes, etwa mit Renten-ETF. Zudem gibt es themenbezogene Indexfonds, etwa Dividenden-ETF oder auf Wachstumsaktien spezialisierte ETF (Growth-Fonds). Auch finden Anleger Dach-ETF, also Indexfonds, die Anteile von anderen ETF kaufen.

Was kostet ein ETF?

Ein wichtiges Argument für die Geldanlage in ETF sind vergleichsweise geringe Kosten und Gebühren. Passives Nachbilden eines Index mittels einer Software kostet Fondsgesellschaften wesentlich weniger als aktives Fondsmanagement, bei dem Fondsmanager ständig Aktien beobachten, bewerten und austauschen müssen. Die jährlichen Verwaltungsgebühren betragen je nach abgebildetem Index nur 0,1 bis 0,8 Prozent. Klassische Aktienfonds sind mit ein bis zwei Prozent Managementgebühren deutlich teurer.

Die ETF-Kaufkosten setzen sich zusammen aus der Orderprovision der Bank, der Courtage für den Börsenanbieter sowie dem Spread, also der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Der Spread ist mit 0,1 bis 0,3 Prozent sehr kostengünstig, bei exotischen Indizes kann er bis auf 0,5 Prozent steigen. Zum Vergleich: Klassische Aktienfonds kosten bis zu sechs Prozent Ausgabeaufschlag! Die Börsencourtage bewegt sich mit 0,02 bis 0,08 Prozent ebenfalls am unteren Rand des Möglichen. Tipp: Bei ETF-Kauf über das Computersystem Xetra entfällt die Courtage.

Fondskauf ohne Zeitverzögerung

Vorteilhaft ist ferner die schnelle Preisfeststellung. Während bei traditionellen, aktiv gemanagten Fonds nur einmal am Tag ein Anteilspreis festgestellt wird, werden bei ETFs fortlaufend Kurse gestellt. Daher können solche Fonds wie Aktien oder Zertifikate jederzeit am Börsenparkett gehandelt werden. Der Kauf und Verkauf ist stets zu bekannten Kursen möglich, beim klassischen Fondskauf via Fondsgesellschaft werden Handelskurse immer erst im Nachhinein abgerechnet. Auch unter Sicherheitsaspekten ergeben sich Vorteile: ETFs können mit Limits gekauft und mit Stopp-Loss-Orders gegen Kursverluste gesichert werden.

ETF als Sparplan

Indexfonds gibt es auch als Sparplan. Dabei kauft man monatlich oder quartalsweise je nach Sparrate eine bestimmte Anzahl von Fondsanteilen. Ähnlich bei klassischen Fondssparplänen profitieren Anleger dabei vom sogenannten Cost-Average-Effekt. Dieser sorgt dafür, dass bei gleichbleibenden Sparraten in schwachen Börsenphasen mehr preiswerte Fondsanteile im Depot landen als in starken Börsenphasen, wenn die Anteile teurer sind. Unterm Strich entsteht ein günstiger Durchschnittspreis.

ETF-Sparpläne gibt es bei vielen Banken ab 50 Euro pro Monat, Consorsbank und Comdirect ermöglichen Sparpläne bereits ab 25 Euro. Die Transaktionskosten werden häufig prozentual abgerechnet. So erheben beispielsweise Consorsbank und Comdirect je 1,50 Prozent vom Odervolumen, die ING-Diba berechnet 1,75 Prozent. Commerzbank und Volkswagen Bank verfolgen ein anderes Preismodell. Hier fallen 2,50 Grundgebühr plus 0,25 Prozent vom Kaufwert an. Sehr preiswert ist die DKB, die generell nur 1,50 Euro pro Sparplan-Oder kassiert. Das macht aufs Jahr gesehen gerade mal 18 Euro Kaufgebühr - egal wie hoch die Sparrate ist.

Tipp: Im Sparplan-Modus verzichten fast alle Direktbanken auf Depotgebühren.

ETF, ETC, ETN – Was steckt dahinter?

Neben ETF bietet der Markt weitere, ähnlich klingende Abkürzungen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um klassische Fonds. Während ETFs wie herkömmliche Investmentfonds strukturiert sind, weichen die Namensvettern ETC und ETN davon ab.

Exchange Tradet Commodities (ETC) bilden einen oder mehrere Rohstoffpreise eins zu eins ab. Ähnlich wie ETF sind sie offen strukturiert, können jederzeit gehandelt werden und besitzen eine günstige Kostenstruktur. Rechtlich gesehen handelt es sich jedoch - wie bei Zertifikaten - um Schuldverschreibungen des Emittenten. ETCs stellen somit kein Sondervermögen in Form einer Fondsstruktur dar! Allerdings hinterlegen die Gesellschaften entsprechend der Höhe der angelegten Gelder physische Rohstoffe oder Derivate, die bei Zahlungsausfall als Risikoschutz für Anleger dienen.

Exchange Traded Notes (ETN) sind börsengehandelte Schuldverschreibungen, die an die Wertentwicklung eines festgelegten Marktindex gekoppelt sind. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Devisen- oder Volatilitätsindizes (Indikator für Schwankungsanfälligkeit). Ähnlich wie ETCs können ETN's wertbesichert oder unbesichert sein. Im Prinzip sind ETNs das gleiche wie ETCs, der Unterschied ist vor allem begrifflicher Natur. Beide Wertpapierarten, ETC und ETN, werden unter dem Oberbegriff Exchange Tradet Product (ETP) zusammengefasst. Im Gegensatz zu ETFs zählen auch die in ETN investierten Vermögen nicht zum Sondervermögen der Emittenten, so dass insbesondere bei unbesicherten Produkten ein Emittentenrisiko lauert.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de