Auf einen Blick
  • ETFs mit Aktien sind für Privatanleger noch eine der wenigen Möglichkeiten, gute Renditen zu erzielen.

  • Weil sie in sehr viele Aktien gleichzeitig investieren, verringern ETFs das Risiko für die Anleger.

  • Wir erklären Ihnen, was ein ETF ist, wie Sie einen ETF kaufen – und worauf Sie dabei achten sollten.
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An ETFs führt bei der Geldanlage mittlerweile fast kein Weg mehr vorbei. In Zeiten von Null- und Negativzinsen sind ETFs mit Aktien eine der wenigen Anlageformen, mit der Privatanleger noch gute Renditen erzielen können. Dennoch scheuen noch immer viele Sparerinnen und Sparer den Einstieg in die ETF-Anlage. Biallo.de erklärt Ihnen, was ein ETF ist, was Sie bei dieser Form der Geldanlage beachten sollten und wie Sie einen ETF kaufen.

 

Was ist ein ETF?

Die Abkürzung ETF steht für den englischen Ausdruck „Exchange Traded Fund“. Auf Deutsch heißt das „börsengehandelter Indexfonds“. Ein ETF ist also ein Fonds, den man an der Börse kaufen und verkaufen kann. Das Wort Fonds stammt dabei aus dem Französischen. Es bedeutet Vermögen. Ein Fonds legt das Vermögen der Anleger in verschiedene Wertpapiere an. Häufig sind es Aktien, also Anteile an einem Unternehmen.

Die Besonderheit von ETFs: Sie bilden einen Börsenindex möglichst genau nach. Ein solcher Index kann zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (Dax) sein. Er besteht aus den vierzig größten Aktiengesellschaften Deutschlands. Im ETF sind in der Regel dieselben Werte enthalten, die der Index enthält. Deshalb heißen ETFs auch Indexfonds.
Dabei entwickelt sich der Wert eines ETFs wie der Index: Steigt der Index um ein Prozent, legt auch der ETF um ein Prozent zu. Ein Index, der sehr häufig von ETFs nachgebildet wird, ist der „MSCI World“. Er enthält die etwa 1.600 wichtigsten Aktiengesellschaften der weltweiten Industrieländer. Der MSCI World bildet damit letztlich den weltweiten Aktienmarkt ab. Dasselbe gilt auch für einen ETF auf diesen Index.

Die komplette Bezeichnung eines ETF kann für Neueinsteiger oftmals verwirrend wirken. Deshalb haben wir in Ihnen in einem weiteren Artikel die wichtigsten Kennzeichen und Abkürzungen von ETFs genauer erläutert.

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Wie riskant sind ETFs?

Da ETFs die Aktien sehr vieler Firmen bündeln, verringern sie das Risiko, das eine Anlage in Aktien für die Anlegerinnen und Anleger birgt. Denn wenn der Kurs einer oder mehrerer Aktien im ETF sinkt, können andere Aktien das ausgleichen. Das heißt aber auch: Der Wert eines ETF kann schwanken. Abhängig davon, ob die Aktienkurse steigen oder fallen, kann auch der Kurs des ETF hoch oder runter gehen. Untersuchungen zeigen allerdings: Betrachtet man Zeiträume von zehn Jahren oder länger, dann haben Anleger, die ihr Geld in den weltweiten Aktienmarkt investierten, fast immer Gewinn gemacht.

 

Welche Rendite können Sie bei ETFs erwarten?

Verglichen mit Zinsanlagen haben Sie mit einem weltweiten Aktien-ETF derzeit viel bessere Chancen auf eine gute Rendite. Das liegt auch an den Kosten: ETFs sind günstig – und damit gut für die Rendite. Wer Anfang 2019 einmalig einen ETF auf den MSCI World gekauft hat, hat bis Ende 2021 im Schnitt jedes Jahr fast 22 Prozent Plus gemacht. Allerdings dürfen Sie sich von solchen Renditen nicht täuschen lassen. Am Aktienmarkt kann es auch einmal steil nach unten gehen – selbst über einen längeren Zeitraum.

Sie sollten deshalb einen ETF nur dann kaufen, wenn Sie ihr Geld langfristig anlegen wollen, also zehn Jahre oder am besten noch länger. Den Betrag sollten Sie in dieser Zeit auch nicht für andere Zwecke benötigen. Wenn Sie das beherzigen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass Sie mit einem ETF auf den MSCI World Geld verlieren. So zeigen Berechnungen des Investors Christian W. Röhl: Seit 1970 gab es nur eine Phase, in der Anleger nach ihrem Einstiegszeitpunkt länger als zehn Jahre im Minus lagen. Das war in den Jahren 2000 und 2001. Doch auch da war die Rendite nach 13 Jahren wieder positiv.

 

Was benötigen Sie für den Kauf eines ETF?

Um einen ETF zu kaufen, brauchen Sie ein Depot. Das ist ein Konto, auf dem Sie ihre Wertpapiere lagern. Sie können es mit Ihrem Girokonto vergleichen, auf dem sozusagen Ihr Geld lagert. Ähnlich wie beim Girokonto können auch für das Depot Gebühren anfallen. Das kann eine monatliche Grundgebühr in einer bestimmten Höhe sein. Außerdem fallen bei jedem Kauf und Verkauf eines ETF Kosten an.

Ein Depot können Sie bei jeder Bank oder Sparkasse eröffnen. Oft verlangen diese jedoch hohe Gebühren. Das schmälert die Rendite ihres ETFs. Sie sollten daher darauf achten, dass das Depot kostengünstig oder sogar kostenlos ist. Solche Depots gibt es bei Direktbanken wie der Consorsbank, der DKB oder der ING. Zu jedem Depot gehört dabei ein Verrechnungskonto. Das kostet oft nichts und kann auch ein Girokonto sein. Auf das Verrechnungskonto überweisen Sie das Geld, mit dem Sie Ihren ETF kaufen – und darauf fließt auch der Erlös beim Verkauf eines ETF. Wie Sie vorgehen, um ein Depot zu eröffnen, erläutern wir in Ihnen unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung:

 

Wie kaufen Sie einen ETF?

Haben Sie Ihr Depot eröffnet, können Sie Ihren ersten ETF kaufen. Sie müssen ihn aber zuerst einmal aussuchen. Für den Anfang raten wir Ihnen zu einem ETF auf den Index MSCI World. Auch Verbraucherschützer und die Stiftung Warentest empfehlen diesen Index für die Basisanlage. ETFs auf den Index können Sie bei verschiedenen Anbietern erhalten. Der mit Abstand größte davon ist der „iShares Core MSCI World ETF“ . Mit jährlichen Kosten von 0,2 Prozent der Anlagesumme ist er auch vergleichsweise günstig.

Es gibt aber bei Direktbanken auch immer wieder sogenannte Aktions-ETFs auf den MSCI World, die Sie kostengünstig oder sogar umsonst bekommen. Dann bietet es sich an, dass Sie einen dieser ETFs kaufen. Welche ETFs bei welchen Banken in Frage kommen, sagen wir Ihnen jeweils in unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum ETF-Kauf (siehe unten). Kaufen können sie ihren ETF auf zwei Arten.

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ETF-Einmalanlage

Bei der Einmalanlage kaufen Sie für einen größeren Betrag einmalig eine bestimmte Anzahl an Anteilen des ETF. Dafür müssen Sie zuerst überlegen, wie viel Geld Sie anlegen möchten - und welchen Anteil das an ihrem gesamten Ersparten ausmachen soll. Achtung: Sie sollten nie ihr ganzes Vermögen in Aktien stecken! Als Neuling fangen Sie am besten mit einem überschaubaren Betrag an, der Ihnen nicht wehtut. Wenn Sie ein Gefühl dafür haben, wie es mit ihrem ETF läuft, können Sie immer noch Anteile nachkaufen. Wie die Einmalanlage in einen ETF funktioniert, erklären wir Ihnen ebenfalls in unseren Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

 

ETF-Sparplan

Die zweite Möglichkeit: Sie kaufen jeden Monat für die gleiche Summe ETF-Anteile. Das nennt man einen ETF-Sparplan. Solche Sparpläne gibt es zum Teil schon ab einem Euro im Monat. In der Regel spart man 25, 50 oder 100 Euro monatlich. Für den Betrag kauft die Bank ETF-Anteile und legt Sie in Ihr Depot. Wir erklären, warum sich ein ETF-Sparplan gegenüber einer Einmalanlage oft lohnt. Auch wie Sie einen ETF-Sparplan einrichten, können Sie mithilfe unserer Schritt-für-Schritt-Anleitungen ausprobieren.

Wenn Sie den ETF gekauft haben, können Sie seine Wertentwicklung in Ihrem Depot beobachten. Aber denken Sie daran: Der Wert kann schwanken und auch einmal ins Minus rutschen. Werden Sie dann nicht nervös. Machen Sie sich bewusst, dass Sie den ETF für mindestens zehn Jahre gekauft haben. Erst wenn diese Zeitspanne sich langsam dem Ende nähert, sollten Sie einen Verkauf in Betracht ziehen. Allerdings nur dann, wenn der Kurs günstig ist. Wenn nicht, sollten Sie noch weiter abwarten – unter Umständen auch länger. Das ist der Grund, warum Sie für den ETF-Kauf nur Geld verwenden sollten, auf dass Sie längerfristig verzichten können.

In einem weiteren Artikel verraten wir Ihnen, welche fünf Fehler Sie als ETF-Einsteiger vermeiden sollten.

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Über den Autor Andreas Jalsovec

hat als Redakteur für mehrere (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem für das Anlegermagazin Börse Online, die Münchner Abendzeitung, die Schwäbische Zeitung und die Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Neben seiner Tätigkeit für Biallo.de arbeitet er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

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