Megatrend KI: So können Anleger partizipieren

Wertpapieranlage Megatrend KI: So können Anleger partizipieren

Lars Becker
von Lars Becker
05.12.2018
Auf einen Blick
  • Der Markt für Künstliche Intelligenz (KI) soll in den kommenden Jahren stark wachsen. Auf dem Digitalgipfel in Nürnberg ist die KI-Strategie der Bundesregierung eines der Kernthemen.

  • Anleger können mit Fonds und Einzeltiteln am Ki-Boom partizipieren. Angesichts der unsicheren Lage an den Aktienmärkten sollten Investoren derzeit allerdings nur vorsichtig einsteigen. 

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Künstliche Intelligenz (KI) ist derzeit in aller Munde. Das Thema steht auch im Fokus des diesjährigen Digitalgipfels, der von Dienstag bis Mittwoch in Nürnberg stattfindet. Bereits im Vorfeld hat die Bundesregierung ihre KI-Strategie vorgestellt. Drei Milliarden Euro sollen bis 2025 in Künstliche Intelligenz investiert werden, um Deutschland zu "einem weltweit führenden Standort für KI" zu machen. Dazu will die Bundesregierung 100 neue Professuren schaffen.

Die Wachstumsaussichten für Künstliche Intelligenz sind enorm. Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers vom Juni dieses Jahres soll das globale Bruttoinlandsprodukt aufgrund von KI bis 2030 um rund 14 Prozent steigen – auf knapp 16 Billionen US-Dollar. Allein in Deutschland erwarten die Experten ein Wachstum infolge KI-basierter Lösungen von gut elf Prozent, was einer Wirtschaftsleistung von rund 430 Milliarden Euro entspricht.

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KI-Fonds stark im Kommen

Angesichts dieser Zahlen rücken auch Investments in den Bereich Künstliche Intelligenz verstärkt in den Fokus der Anleger. Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors hat im Frühjahr 2017 den Allianz Global Artificial Intelligence aufgelegt – europaweit der erste Aktienfonds mit Fokus auf Künstliche Intelligenz. Seit Auflage hat der Fond gut 20 Prozent zugelegt.

Einen besonderen Ansatz fährt die Acatis Investment Gesellschaft. Sowohl beim Acatis AI Global Equities (Auflegung im Juni 2017) als auch beim Acatis AI Buzz US Equities (Auflegung im Mai 2018) erfolgt die Titelauswahl mit Werkzeugen der Künstlichen Intelligenz, indem sie unter anderem den Nachrichtenstrom in den öffentlichen Medien auswerten. Beide Fonds liegen seit Auflage allerdings leicht im Minus.

Auch mit passiven Instrumenten, sogenannten ETFs, können Anleger am Megatrend KI partizipieren – etwa mit einem ETF auf den MSCI World Information Technology Index. Dieser hat in den vergangenen drei Monaten zwar schlechter performt als sein großer Bruder, der MSCI World Index. Auf Sicht von drei Jahren beträgt die Outperformance allerdings fast 40 Prozent.

Stock Picking nur für Profis geeignet

Natürlich können sich erfahrene Anleger auch ein eigenes Portfolio mit Aktien aus diesem Bereich zusammenstellen. Als Nummer eins wird meist der kalifornische Chiphersteller Nvidia genannt. Die Aktie hat aber allein seit Anfang Oktober gut 40 Prozent verloren. Auch die Big Player wie Facebook, Apple, Amazon, oder Google haben das Potenzial der Künstlichen Intelligenz längst erkannt. Der Münchner Halbleiter-Hersteller Infineon baut in Dresden ein Entwicklungszentrum für Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz.

Allerdings sollten Anleger bedenken, dass gerade Technologieaktien anfällig für größere Rücksetzer sind, wenn die Aktienmärkte unter Druck stehen, wie jüngst im Oktober gesehen. 

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Wichtige Megatrends vereint

Die Künstliche Intelligenz wird viele Branchen erobern: Ein Beispiel für die Anwendung in anderen Bereichen ist das Unternehmen Intuitive Surgical, der weltweite Technologieführer für minimal-invasive Roboter-assistierte Chirurgie. Robotik (Robotertechnik) ist ein weiterer Megatrend der Zukunft. 

"Der technische Fortschritt wird weiter gehen. Natürlich werden die Themen, die wir unter dem Schlagwort der ‚Digitalisierung‘ diskutieren, also Robotik und Automatisierung, Cloud-Computing, 3D-Druck und viele mehr, unser Leben radikal verändern. Der größte Faktor wird möglicherweise die künstliche Intelligenz sein", sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank.

"Aber alle diese Entwicklungen werden nicht nur interessante Lösungen für bestehende Fragestellungen und Probleme hervorbringen, sie werden auch in die Wertschöpfungsketten der Unternehmen inkorporiert und die Produktivität heben."

Biallo-Lesetipp

Auch die sogenannten Robo-Advisor bedienen sich Künstlicher Intelligenz. Die Investmentauswahl erfolgt nach Algorithmen. Wie die digitalen Vermögensverwalter genau funktionieren, erfahren Sie in unserem Ratgeber Robo-Advisor.

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Quelle: www.datenschutzbeauftragter-info.de