Lars Becker
Autor
 

Auf einen Blick
  • Roboter im Alltag, Computeralgorithmen bei der Produktion: Künstliche Intelligenz (KI) wird für Wirtschaft, Unternehmen und Verbraucher immer wichtiger.

  • Mit Fonds und ETFs können Anleger von dieser Entwicklung profitieren. Sie setzen damit auf ein ganzes Bündel von Firmen, die sich mit KI beschäftigen.

  • Wir sagen Ihnen, wie Sie am KI-Boom teilnehmen können – und worauf Sie dabei achten sollten.
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Sie gilt als Schlüsseltechnologie und bietet „enorme Chancen für Wissenschaft, Wachstum, Wohlstand“: So schreibt es das Bundesforschungsministerium in seinem Aktionsplan zur Künstlichen Intelligenz (KI). Der KI-Aktionsplan soll dazu beitragen, dass Deutschland künftig zur Weltspitze beim Thema KI gehört. Mehr als 1,6 Milliarden Euro sollen demnach in dieser Legislaturperiode in die Erforschung, Entwicklung und Anwendung Künstlicher Intelligenz fließen. 

Das macht KI auch für Anleger interessant. Sie können von der Entwicklung im Bereich Künstlicher Intelligenz profitieren, indem sie auf Unternehmen setzen, die mit KI zu tun haben. Das funktioniert über einzelne KI-Aktien, auf die wir in einem weiteren Ratgeber eingehen. Möglich ist es aber auch mit Fonds und ETFs, die KI-Firmen enthalten. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie wichtig KI für Wirtschaft und Unternehmen ist – und wie Sie mit Fonds und ETFs von dem Trend profitieren können.

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Die Bedeutung Künstlicher Intelligenz für Wirtschaft und Unternehmen

Experten halten KI für einen der größten Wachstumstreiber in den kommenden Jahren. Unternehmen können Künstliche Intelligenz einsetzen, um Vertriebswege zu optimieren, Wartungstechniken zu verbessern oder Produktionsleistung und -qualität zu steigern. "KI hilft, Produkte oder Prozesse effizient zu gestalten", sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank.

Die maßgeblichen Unternehmen stammen dabei häufig aus dem Bereich der Plattformökonomie. Es sind Online-Suchmaschinen wie Google, Social-Media-Konzerne wie Meta (vormals Facebook) oder Internethändler wie Amazon. Hinzu kommen global agierende Tech-Konzerne aus der Halbleiter- und Softwarebranche. Bestes Beispiel dafür ist der Chiphersteller Nvidia. Aber auch Cloud-Anbieter, Grafikkartenhersteller, Gesundheitsunternehmen oder Autokonzerne profitieren vom Trend zur KI.

Welche Firmen langfristig zu den Gewinnern gehören und welche nicht, lässt sich allerdings kaum vorhersagen. Die Investition in einen aktiv gemanagten KI-Fonds oder einen KI-ETF kann daher für Anleger eine gute Möglichkeit sein, in den Bereich zu investieren. Denn so fallen mögliche Rückschläge bei einzelnen Firmen oder Aktien nicht so schwer ins Gewicht.

 

Diese aktiv gemanagten Fonds investieren in Künstliche Intelligenz

Es ist Geschmackssache, ob Anleger eher einem Fondsmanager vertrauen, der die Werte in einem KI-Fonds aktiv aussucht, oder lieber passiv mit einem ETF auf einen Index setzen, der KI-Aktien enthält. Das aktive Management kostet in jedem Fall mehr. Das zeigt die Tabelle: Für die drei Fonds darin fallen jährlich laufende Kosten zwischen 1,62 und 2,10 Prozent der Anlagesumme an.

Das bringen aktive KI-Fonds

Fonds ISIN Performance in Prozent
(1 Jahr/3 Jahre/5 Jahre)
laufende Kosten in Prozent
Anzahl Aktien im ETF
DWS Invest Artificial Intelligence LU1863263346
42,67 / 20,39 / 99,29
1,62 67
Allianz Global Artificial Intelligence
LU1548497699
42,38 / -5,49 / 99,70
2,10
68
ODDO BHF Artificial Intelligence
LU1919842267
41,09 / 18,36 / 62,98
1,74
53

NAV-Kurse vom 15.04.2024; Performance in Euro; Quelle: fondsweb.com, Morningstar

Dieser Kostenaufschlag ist dann gerechtfertigt, wenn es das Fondsmanagement schafft, besser als ein Vergleichsindex abzuschneiden. Das gelingt jedoch nicht immer. Der Vergleich etwa mit den drei ETFs unten zeigt: Die Indexfonds erzielen insbesondere auf die längere Sicht von fünf Jahren bessere Renditen. Dennoch liegen auch die aktiven Fonds über eine Laufzeit von einem bis fünf Jahren meist deutlich im Plus.
Wichtig: Die Darstellung dient lediglich der Information. Sie stellt keine Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder Halten eines bestimmten Finanzinstruments dar.

Die Fonds im Einzelnen

  • DWS Invest Artificial Intelligence: Das Management des Fonds hat nach eigenen Angaben mehrere Kategorien von Firmen im Blick. Das sind etwa die Hersteller von Technologien, die der Künstlichen Intelligenz zugrunde liegen. Gemeint sind Chiphersteller wie Nvidia oder Applied Materials, ein Produzent von Anlagen zur Halbleiter-Produktion. Der Fonds enthält aber auch Firmen, die sich mit KI Wettbewerbsvorteile und Wachstumsvorsprünge erarbeiten. Unter den größten Positionen im Fonds finden sich Technologiekonzerne wie die Google-Mutter Alphabet und der Software-Gigant Microsoft. Aber auch der Kreditkartenhersteller Visa gehört zum Portfolio.
  • Allianz Global Artificial Intelligence: Der 2017 aufgelegte Fonds war europaweit der erste mit Fokus auf Künstliche Intelligenz. Er investiert nach Angaben der Fondsgesellschaft mindestens 70 Prozent seines Vermögens in Aktien internationaler Unternehmen, die zumindest zum Teil im Bereich KI tätig sind. Das Anlageuniversum ist entsprechend weit gefächert: Es enthält die beiden chinesischen Technologieriesen Alibaba und Baidu ebenso wie den US-Baumaschinenhersteller Caterpillar oder die Fast-Food-Kette McDonalds. Unter den größten Positionen befinden sich der Online-Händler Amazon, der Softwarekonzern Adobe und die Facebook-Mutter Meta.
  • ODDO BHF Artificial Intelligence: Zum Anlageuniversum gehören Technologieriesen wie Microsoft, Alphabet oder Amazon. Der Fonds enthält aber auch spezialisierte KI-Firmen wie den Cloud-Plattform-Anbieter Snowflake oder das Cybersicherheits-Unternehmen Crowdstrike. Für die Auswahl der Aktien nutzt die Fondsgesellschaft selbst Künstliche Intelligenz. Um Aktien mit KI-Bezug herauszufiltern, werden täglich Millionen Datensätze analysiert. Das Credo des Fondsmanagers Brice Prunas: Es ist unmöglich alle Unternehmen auf der Welt zu kennen. Mit Hilfe der KI versucht der Fondsmanager daher, Firmen zu identifizieren, auf die er selbst wohl nie gekommen wäre.

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So lässt sich mit ETFs auf Künstliche Intelligenz setzen

Auch mit einem ETF können Anleger in das Thema Künstliche Intelligenz investieren. Die Zahl solcher börsennotierten Indexfonds ist bislang noch überschaubar. In der Tabelle haben wir drei davon aufgeführt:

Das bringen KI-ETFs

ETF ISIN Performance in Prozent (1 Jahr /3 Jahre/5 Jahre)
laufende Kosten in Prozent
Anzahl Aktien im ETF
Xtrackers Artificial Intelligenceand Big Data
IE00BGV5VN51 57,64 / 46,68 / 130,23 0,35 86
WisdomTree Artificial Intelligence IE00BDVPNG13 32,07 / 12,71 / 124,64 0,40 71
L&G Artificial Intelligence IE00BK5BCD43 40,54 / 15,43 / --- 0,49 58

NAV-Kurse vom 15.04.2024, Performance in Euro; Quelle: fondsweb.com, Morningstar

Die Fonds im Einzelnen

  • Xtrackers Artificial Intelligence and Big Data: Mit einem Fondsvolumen von über einer Milliarde US-Dollar ist der ETF derzeit der größte zum Thema KI. Unter den zehn am stärksten gewichteten Unternehmen finden sich Tech-Giganten wie Alphabet, Meta, Amazon, Apple und Microsoft. Im Portfolio enthalten sind darüber hinaus die Chipkonzerne Nvidia, Intel und AMD. Reine KI-Firmen wie etwa den Halbleiter-Designer Synopsis gibt es im ETF zwar auch. Insgesamt liegt der Anlageschwerpunkt aber auf etablierten Technologiefirmen.
  • WisdomTree Artificial Intelligence: Der ETF enthält zu einem höheren Anteil KI-Firmen. Zu den größten Positionen zählt neben Nvidia etwa das KI-Unternehmen Upstart. Es hat eine Plattform entwickelt, auf der dank intelligenter Algorithmen Kredite vergeben werden können – ohne menschliche Kontrolle und mit geringem Ausfallrisiko. Im Portfolio enthalten sind darüber hinaus Alibaba und Baidu.
  • L&G Artificial Intelligence: Auch der ETF von L&G mischt etablierte Technologiefirmen mit kleineren, auf KI spezialisierte Unternehmen. Stark gewichtet sind zwar Nvidia, Alphabet, Microsoft oder Amazon. Der ETF enthält aber auch eine Firma wie „C3 AI“. Sie hilft Unternehmen, KI-Anwendungen zu erstellen, die speziell auf das jeweilige Geschäftsmodell zugeschnitten sind. Im ETF finden sich darüber hinaus weitere KI-Firmen wie Illumina (Biotechnologie) oder Intuit (Buchhaltungssoftware).

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Das sollten Anleger bei KI-Fonds und ETFs beachten

Künstliche Intelligenz wird in den kommenden Jahren die Entwicklung in Wirtschaft und Unternehmen entscheidend beeinflussen. Anlegerinnen und Anleger sollten das Thema daher nicht ignorieren. Die Entwicklung ist allerdings äußerst dynamisch. Welche Firmen und Geschäftsmodelle sich künftig durchsetzen werden, ist schwer vorauszusehen. Eine Investition in Künstliche Intelligenz ist daher immer auch mit Risiken verbunden.

Mit einem aktiv gemanagten Fonds oder einem ETF lässt sich dieses Risiko zumindest zum Teil abfedern – ohne die Chancen zu verpassen, die KI bietet. Die Fonds enthalten eine Auswahl an Aktien der KI-Branche und streuen damit das Risiko über eine gewisse Anzahl von Unternehmen.

Anlegern sollte aber bewusst sein: Ein KI-ETF ist ein Themenfonds. Das bedeutet, er bildet nur einen sehr begrenzten Bereich der Wirtschaft ab. Gerät der Sektor in die Krise, fällt auch der Kurs des ETFs. So kann etwa eine weltweite Knappheit bei Halbleitern die Branche schnell in Schwierigkeiten bringen. Auch wenn Künstliche Intelligenz ein zukunftsträchtiges Thema ist, können mit KI-Fonds daher auch einmal längere Verlustphasen verbunden sein. Anleger sollten daher den Anteil solcher Fonds an ihrem Portfolio begrenzen – auf höchstens zehn Prozent.

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Über den Autor Lars Becker

Geboren 1969. Bereits vor und während seines Journalistik-Studiums schrieb Lars Berichte für verschiedene Tageszeitungen in der Region. Danach war er als fester Reporter für die erste deutsch-deutsche Zeitung "Wir in Leipzig" sowie Nachrichtenagenturen wie sid und dapd über 20 Jahre bei Events in der ganzen Welt unterwegs. Nach einer Büroleiter-Etappe machte sich der Vater von drei Kindern selbstständig und arbeitet seitdem für große Zeitungen und Firmen. Wichtigste Kunden u. a.: ZDF, Redaktionsnetzwerk Deutschland, Funke Mediengruppe, VW-Gruppe. Mercedes, Dachser, Stihl...

Co-Autoren:
  Andreas Jalsovec
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