Auf einen Blick
  • Die Zinsen für Tages- und Festgeld haben ihren vorläufigen Gipfel erreicht. Längst nicht jede Bank zahlt jedoch genug Zinsen, um damit die Inflation zu schlagen.

  • Zusätzlich zum Festgeld bietet sich daher ein Investment in einen globalen Aktien-ETF an. Damit nutzen Sie langfristig auch die Renditechancen am Aktienmarkt.

  • Wir haben drei einfache Musterportfolios entworfen. Sie sind ein Einstieg in die Geldanlage mit ETFs.
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Jetzt ist der Zinsgipfel erreicht: Zehn Mal hintereinander hat die Europäische Zentralbank seit dem vergangenen Jahr die Zinsen angehoben. Bei ihren letzten beiden Sitzungen des Jahres 2023 jedoch ließ die Notenbank den Leitzins jeweils unverändert. Er liegt derzeit bei 4,50 Prozent. Das ist so hoch wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr. Die Zinspause der EZB dürfte noch etwas andauern. Viele Experten rechnen nicht vor dem Frühjahr 2024 damit, dass die Leitzinsen wieder sinken. Andere gehen sogar erst von Mitte nächsten Jahres aus – so auch biallo.de.  

Die Sparzinsen dürften daher ebenfalls erst einmal hoch bleiben. Bis zu 4,30 Prozent zahlen Banken laut Biallo-Festgeld-Vergleich aktuell für einjähriges Festgeld mit hoher Einlagensicherung, ebenso bei zweijähriger Laufzeit. Mit den Zinsen der Spitzenreiter im Festgeld-Vergleich von biallo.de lässt sich daher mittlerweile sogar die Inflation wieder schlagen. Die Teuerung lag im November nach Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis) bei 3,2 Prozent. Im Oktober waren es 3,8 Prozent. Es gibt aber nach wie vor etliche Banken, die für Zinsanlagen weniger zahlen. In solchen Fällen frisst die Teuerung das Ersparte auf.

Wer daher vermeiden will, dass sein Geld stetig an Wert verliert, braucht neben Festgeld oder Tagesgeld auch renditeträchtigere Anlageformen. Dafür eignen sich vor allem sogenannte Aktien-ETFs. Wegen des Risikos scheuen viele Festgeld-Anleger jedoch die Aktienanlage. Wir zeigen Ihnen einen einfachen Weg, wie Sie Ihr Portfolio so gestalten können, dass das Risiko überschaubar bleibt – und Sie gleichzeitig nicht auf Rendite verzichten müssen, die die Aktienmärkte bieten. In unserem Musterportfolio befindet sich daher neben Tages- und Festgeld auch ein Anteil mit einem weltweiten Aktien-ETF.

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So funktioniert das Musterportfolio

Die Idee hinter dem Musterportfolio ist einfach und schon erprobt: Sie teilen Ihre Geldanlage in zwei Bausteinen auf. Der erste besteht aus einer Kombination aus Tages- und Festgeld. Diese Position sorgt für Sicherheit im Anlage-Depot. Der andere Baustein ist für die Rendite zuständig und besteht aus einem weltweit anlegenden Aktien-ETF. Ein solcher börsennotierter Indexfonds enthält Aktien von Unternehmen aus der ganzen Welt. Das garantiert eine breite Streuung der Aktienanlage.

Wie groß Sie die beiden Bausteine ​​wählen, hängt davon ab, welches Risiko Sie bei der Anlage eingehen können – und wollen. Ist der Aktienanteil hoch, haben Sie mehr Risiko im Depot, aber auch höhere Renditechancen. Wollen Sie es weniger riskant, vergrößern Sie den Anteil an Tages- und Festgeld. Das kann gerade jetzt – bei vergleichsweise hohen Zinsen – sinnvoll sein. Das Gute: Sie können die Anteile individuell wählen und im Laufe der Zeit bei Bedarf verändern. Wie Sie zur passenden Mischung für Ihr Portfolio kommen, zeigen wir Ihnen in den folgenden fünf Schritten.

 

Schritt 1: Die Risikotragfähigkeit bestimmen

Um den passenden Aktienanteil zu ermitteln, sollten Sie sich zunächst fragen, wie viel Risiko Sie bei der Geldanlage verkraften können. Wenn Sie etwa in drei, vier Jahren eine Immobilie finanzieren möchten, sollten Sie das Geld dafür nicht in Aktien anlegen. Finanzmittel, die Sie an der Börse investieren, sollten Sie mindestens zehn Jahre nicht benötigen, am besten länger.

So zeigen diverse Studien: Über eine Anlagedauer von 15 Jahren hat der Weltaktienindex MSCI World seit Auflage im Jahr 1969 noch nie einen Verlust verzeichnet, egal zu welchem ​​Zeitpunkt man eingestiegen ist. Für Ihre Geldanlage in Aktien müssen Sie daher einen langen Zeithorizont mitbringen. Nur so können Sie mögliche Rückschläge an der Börse aussitzen – ohne Aktien mit Verlust verkaufen zu müssen, weil Sie das Geld dringend benötigen.

Solche Einbrüche an den Aktienmärkten können heftig sein. So verlor der MSCI World während der Finanzkrise 2008 fast 60 Prozent an Wert. Er erholte sich in den Jahren danach zwar wieder. Dennoch sollten Sie sich ehrlich fragen: Könnten Sie einen solchen Börsencrash aushalten – also ein zeitweises Schrumpfen Ihres Anlagevermögens von beispielsweise 10.000 auf 4.000 Euro? Können Sie das nicht, müssen Sie eine geringe Aktienquote wählen oder ganz auf Aktien verzichten.

Tatsächlich stellt sich für viele Anlegerinnen und Anleger beim Thema Börse die grundsätzliche Frage: Soll ich überhaupt in Aktien investieren? Unsere Antwort lautet: Ja! Sie sollten es aber breit gestreut und für einen langen Zeitraum tun. Wenn Sie sich entscheiden, jetzt einen größeren Betrag in den Aktienmarkt zu stecken, können Sie das Geld auch aufteilen und über einen längeren Zeitraum in kleineren Teilbeträgen investieren. Sollten die Kurse während dieser Zeit gefallen sein, kaufen Sie mit dem nächsten Teilbetrag Ihre ETF-Anteile günstiger ein. Sie nutzen so den sogenannten Cost-Average-Effekt. Für die Musterung unserer Portfolios gehen wir allerdings der Einfachheit halber von einem Einmalbetrag aus.

 

Schritt 2: Die Aktienquote wählen

Abhängig davon, welches Risiko Sie (er)tragen können, wählen Sie die Größe der Bausteine ​​für Ihr Portfolio. Der Tages- und Festgeldanteil federt dabei mögliche Verluste des Aktienanteils ab. Ein Beispiel: Ihr Portfolio besteht zu 20 Prozent aus einem Aktien-ETF und zu 80 Prozent aus Tages- und Festgeld. Stürzen die weltweiten Börsen um 50 Prozent ab, verliert Ihr Aktien-ETF die Hälfte an Wert. Da er aber nur ein Fünftel am gesamten Depot ausmacht, liegt der Verlust im Gesamtportfolio nur bei zehn Prozent. Investieren Sie hingegen zu je 50 Prozent in Aktien und Tages- beziehungsweise Festgeld, sinkt Ihr gesamter Depotwert um 25 Prozent.

Je höher Sie den Aktienkurs wählen, desto größer ist der mögliche Verlust. Gleichzeitig haben Sie aber die Chance auf höhere Renditen. So zeigt der Renditerechner der Verbraucherzentralen: Wer seit 1970 über einen Zehn-Jahres-Zeitraum einen einmaligen Betrag zu 50 Prozent in Aktien und 50 Prozent in Festgeld (fifty-fifty) investierte, erzielte im Schnitt vier Prozent reale Rendite pro Jahr – also nach Inflation und Steuern. Der Biallo-Zinseszinsrechner veranschaulicht, welchen Ertrag Sie aus 10.000 Euro bei vier Prozent Rendite in zehn Jahren erzielt hätten:

Fifty-Fifty-Portfolio: Das wurde im Durchschnitt in zehn Jahren aus 10.000 Euro

Zinseszinsrechner.

Quelle: Biallo-Zinseszinsrechner.

Lief es an den Börsen innerhalb eines Zehnjahreszeitraum einmal ganz schlecht, dann verloren Anlegerinnen und Anleger im schlimmsten Fall mit einem Fifty-Fifty-Portfolio 1,7 Prozent im Jahr, im besten Fall gewannen sie jährlich 10,9 Prozent.

Bei einem Mix aus nur 20 Prozent Aktien und 80 Prozent Festgeld lag die Durchschnittsrendite dagegen bei 3,3 Prozent pro Jahr. Der Ertrag nach zehn Jahren war bei einem Anlagebetrag von 10.000 Euro um fast 1.000 Euro geringer, wie der Biallo-Zinszinsrechner zeigt:

So schnitt ein "20/80"-Portfolio im Durchschnitt in zehn Jahren ab 

Zinseszinsrechner.

Quelle: Biallo-Zinseszinsrechner

Im schlechtesten Fall betrug die Rendite mit diesem Aktien-Festgeld-Mix 0,4 Prozent pro Jahr, im besten Fall 7,2 Prozent. Die Werte basieren auf Entwicklungen in der Vergangenheit und sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Sie machen aber deutlich: Eine geringere Aktienquote schützt Sie langfristig vor Verlusten. Sie begrenzt aber auch Ihre Renditemöglichkeiten.

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Schritt 3: Das Depot aufstellen

Die Aufteilung Ihres Portfolios können Sie individuell wählen. Das heißt: Ihre Aktienquote kann im Prinzip zwischen null und 100 Prozent liegen. Zur Veranschaulichung stellen wir Ihnen drei Musterportfolios vor: für Vorsichtige, für Ausgewogene und für Mutige. Die Zusammenstellung der drei Portfolios aktualisieren wir regelmäßig. Die Portfolios dienen dabei lediglich zur Veranschaulichung der Anlage-Idee. Sie sind Anregungen, keine Anlageempfehlungen.

In allen drei Depots besteht dabei der Aktien-Baustein aus einem weltweit anlegenden Indexfonds. Wie Sie einen solchen Aktien-ETF kaufen, erklären wir Ihnen in einem weiteren Beitrag. Ein solcher ETF kann zum Beispiel den bereits erwähnten MSCI World Index abbilden, den auch die Verbraucherzentralen als ein ideales Basis-Investment für den Vermögensaufbau empfehlen. Der Weltaktienindex investiert in gut 1.500 Unternehmen aus Industrieländern (Stand 30.11.2023). Vorstellbar sind aber auch ETFs auf die noch breiter gefassten Indizes MSCI All Country World (ACWI) oder FTSE All World. Diese Indizes beinhalten knapp 2.950 respektive 4.300 Unternehmen und berücksichtigen auch die Schwellenländer (Emerging Markets).

 

Das defensive Portfolio

Das defensive Portfolio hat einen Aktienanteil von 20 Prozent. Er besteht aus dem iShares Core MSCI World, dem derzeit größten ETF auf den Index. Den Anteil von Tages- und Festgeld teilen Sie zu zehn Prozent auf Tages- und zu 70 Prozent auf Festgeld auf. Das Tagesgeld steht Ihnen im Notfall sofort zur Verfügung. Es erhält daher in allen Depots den gleichen Anteil. Für die Laufzeit des Festgeldes empfehlen wir ein Jahr und zwei Jahre. So wird im Jahresrhythmus immer wieder Geld frei, das Sie erneut investieren können.

Vosichtiges Portfolio.

Für Vorsichtige wählen wir Tagesgeld und Festgeld mit deutscher Einlagensicherung und einer zusätzlichen freiwilligen Einlagensicherung durch die Verbände der Kreditbranche – etwa den Bundesverband deutscher Banken (BdB). Zum 20. Dezember 2023 belegt die VW-Bank in unserem Vergleich den ersten Rang für deutsches Tagesgeld. Sie garantiert Neukunden einen Zins von 3,80 Prozent pro Jahr – sechs Monate lang garantiert. Danach sinkt der Zins auf 1,30 Prozent. Spätestens dann sollten Sie sich beim Tagesgeld wieder nach einem besseren Angebot umschauen.

Beim Festgeld mit deutscher Einlagensicherung liegt die Isbank im Moment vorne. Sie bietet 4,30 Prozent für einjähriges und zweijähriges Festgeld. Die deutsche Tochter der türkischen Universalbank Türkiye İş Bankası ist freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des BdB.

Einen Betrag von 100.000 Euro haben wir im defensiven Portfolio also folgendermaßen aufgeteilt:

Portfolio für vorsichtige Anleger

Geldanlage Wert am 20.12.23 Kurs/Zins am 20.12.23
Aktien-ETF: iShares Core MSCI World (ISIN IE00B4L5Y983) 20.000,00 € 81,411
Tagesgeld: VW-Bank 10.000,00 € 3,80 %2
einjähriges Festgeld: Isbank 35.000,00 € 4,30 %
zweijähriges Festgeld: Isbank 35.000,00 € 4,30 %
Gesamtwert 100.000,00 €  

KVG-Schlusskurs vom 20.12.2023 in Euro; Quelle onvista.de 
für Neukunden sechs Monate garantiert, danach 1,80 Prozent

 

Das ausgewogene Portfolio

Das ist das 50-50-Portfolio: Als ausgewogener Anleger investieren Sie zur Hälfte in einen Aktien-ETF auf den Index MSCI All Country World Index (ACWI). Sie können aber ohne Weiteres auch den FTSE All-World wählen. Vom Rest des Geldes legen Sie auch hier zehn Prozent des Anlagebetrags in Tagesgeld an. Je 20 Prozent fließen in Festgeld mit Laufzeiten von einem Jahr und zwei Jahren. Da Sie als ausgewogener Anleger etwas risikofreudiger sind, reicht bei der Einlagensicherung mindestens gute Sicherheit aus. 

Ausgewogenes Portfolio.

Beim Tagesgeld haben wir uns für die Stellantis Direktbank entschieden. Die französische Tochter des europäischen Automobilkonzerns Stellantis bietet 4,10 Prozent für drei Monate garantiert. Danach fällt der Zins auf 1,10 Prozent. Das ein- und zweijährige Festgeld legen wir auch hier bei der Isbank an – für jeweils 4,30 Prozent. Das ausgewogene Portfolio setzt sich somit wie folgt zusammen:

Portfolio für ausgewogene Anleger

Geldanlage Wert am 20.12.23 Kurs/Zins am 20.12.23
Aktien-ETF: iShares MSCI ACWI (ISIN IE00B6R52259) 50.000,00 € 67,831
Tagesgeld: Stellantis Direktbank 10.000,00 € 4,10 %2
einjähriges Festgeld: Isbank 20.000,00 € 4,20 %
zweijähriges Festgeld: Isbank 20.000,00 € 4,20 %
Gesamtwert 100.000,00 €  

1 KVG-Schlusskurs vom 20.12.2023 in Euro; Quelle onvista.de 
2 für drei Monate garantiert, danach 1,10 Prozent

 

Das offensive Portfolio

Als mutiger Anleger investieren Sie Ihr Geld zu 70 Prozent in einen Aktien-ETF auf den weltweiten FTSE All World. Zehn Prozent Ihres Anlagebetrags fließen wieder in Tagesgeld. Den Rest teilen Sie je zur Hälfte auf Festgeld mit unterschiedlicher Laufzeit auf.

Auch im offensiven Portfolio wählen wir das Tagesgeld der französischen Stellantis Direktbank mit 4,10 Prozent pro Jahr für drei Monate garantiert sowie das ein- und zweijährige Festgeld der Isbank. mit jeweils 4,30 Prozent. Kürzere Festgeld-Laufzeiten lohnen sich derzeit nicht, weil der Tagesgeldzinssatz mindestens genauso hoch ist. 

Ihr 100.000-Euro-Portfolio könnte als mutiger Anleger dann so aussehen:

Portfolio für mutige Anleger

Geldanlage Wert am 20.12.23  Kurs/Zins am 20.12.23
Aktien-ETF: Vanguard FTSE All-World (ISIN IE00BK5BQT80) 70.000,00 € 106,671
Tagesgeld: Stellantis Direktbank 10.000,00 € 4,10 %2
einjähriges Festgeld: Isbank 10.000,00 € 4,30 %
zweijähriges Festgeld: Isbank 10.000,00 € 4,30 %
Gesamtwert 100.000,00 €

1 KVG-Schlusskurs vom 20.12.2023 in Euro; Quelle onvista.de 
2 für drei Monate garantiert, danach 1,10 Prozent

 

Schritt 4: Das Portfolio pflegen

Unsere Muster-Portfolios sind pflegeleicht, denn sie bestehen im Prinzip nur aus zwei Komponenten: dem Aktien-ETF und der Zinsanlage. Den Tagesgeld-Anbieter verändern wir in den Portfolios der Einfachheit halber immer so lange nicht, wie der garantierte Zins gilt. Danach können Sie zum nächstbesten Anbieter "zinshoppen". Ansonsten müssen Sie nur darauf achten, wann die Festgelder fällig werden. Dann sollten Sie für den jeweiligen Betrag nach neuen Anlagemöglichkeiten Ausschau halten.

Mit dem sogenannten Rebalancing können Sie in gewissen Abständen oder bei Überschreiten eines bestimmten Schwellenwertes Ihr Portfolio immer wieder auf die ursprüngliche Gewichtung zurücksetzen. Steigt zum Beispiel der Aktienanteil im Laufe der Zeit auf über 80 Prozent an, können Sie einen Teil des ETF-Bestands verkaufen und wieder in entsprechender Gewichtung auf Tages- und Festgeld verteilen.

 

Schritt 5: Risikoeinstellung regelmäßig überprüfen

Sie können eine Umschichtung auch dazu nutzen, ihre allgemeine Risikoeinstellung zu überprüfen. So empfiehlt es sich etwa für Aktien-Einsteiger, zunächst mit einem kleinen Aktienanteil zu beginnen. Haben Sie einmal eine Sicherheit gewonnen, können Sie den Anteil nach und nach steigern.

Wichtig ist dabei, dass Sie einen langen Anlagehorizont für die Aktienanlage mitbringen. Jüngere Anleger etwa können höhere Aktienquoten anpeilen. Denn je länger die Anlagedauer ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem Aktien-ETF Geld zu verlieren. So hat seit 1970 bei einer Anlagedauer von 30 Jahren ein Portfolio mit 80 Prozent Aktien und 20 Prozent Festgeld im schlechtesten Fall immer noch ein Plus von 2,9 Prozent gebracht. Im Schnitt lag die Rendite in diesem Zeitraum bei 4,8 Prozent – nach Inflation und Kosten. 

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Über den Autor Andreas Jalsovec

hat als Redakteur für mehrere (Wirtschafts-) Redaktionen gearbeitet – unter anderem für das Anlegermagazin Börse Online, die Münchner Abendzeitung, die Schwäbische Zeitung und die Nachrichtenagentur epd. Der promovierte Ökonom schreibt vor allem über Anleger- und Verbraucherthemen. Neben seiner Tätigkeit für Biallo.de arbeitet er für die Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.

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