Geldanlage

Fondssparen: Sieben Denkfehler, die Rendite kosten

Update: 28.02.2020
Max Geißler
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Auf einen Blick
  • Fehlerhafte Anlageentscheidungen können den Ertrag beim Fondssparen mindern.

  • Wer sich gründlich informiert und ausgewogen investiert, stabilisiert den Gewinn.

  • Biallo.de nennt die wichtigsten Irrtümer und sagt, wie man sie vermeidet.
Wer einige häufige Irrtümer beim Fondssparen vermeidet, kann seine Renditechancen deutlich verbessern.
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Irrtum Nummer 1: Fonds mit Spitzenratings schneiden besser ab als der Markt

Gute Ratingnoten sagen zwar viel über die Qualität eines  Fonds und dessen Management aus – ein Garant für erfolgreiches Fondssparen sind sie aber nicht. So unterlaufen auch Topmanagern Fehleinschätzungen und Anlagefehler. Unterm Strich können selbst Fünf-Sterne-Fonds schlechter laufen als der Markt.

  • Biallo-Tipp: Nicht nur auf Ratingnoten schauen, sondern auch auf die Langzeit-Wertsteigerung, auf das Abschneiden gegenüber vergleichbaren Fonds sowie dem Vergleichsindex. Nur wenige aktiv gemanagte Fonds können den Markt schlagen. Deshalb sind Indexfonds – sogenannte ETFs – oft die bessere Wahl. Vor allem auch im Hinblick auf die Kosten.

Lesen Sie auch: Sind ETFs wirklich besser als aktiv gemanagte Fonds

Irrtum Nummer 2: Große Fonds laufen besser als kleine

Bekannte Fonds ziehen mehr Anlegergelder auf sich als unbekannte. Das Publikumsinteresse resultiert aus Erfolgen der Vergangenheit. Wächst ein Fonds wegen seines guten Namens immer weiter, so wird er fett und träge. Das Fondsmanagement hat wegen der großen Volumina Mühe, das Geld schnell und gewinnbringend am Markt unterzubringen. Ursache dafür ist der wachsende Einfluss der Anlagebeträge auf die Aktienkurse.

  • Beispiel: Möchte ein Manager ein Prozent eines drei Milliarden Euro schweren Aktienfonds in eine Aktie investieren, so müsste er Wertpapiere für 30 Millionen Euro kaufen – das würde den Kurs der Aktie in schwindelerregende, unerwünschte Höhen treiben.

Folge: Der Fondsmanager kann nur in Minischritten agieren und verschenkt Renditechancen beim Fondssparen.

Irrtum Nummer 3: Fondsnamen zeigen Investitionsschwerpunkt

Oft führen Fondsnamen Anleger in die Irre, weil sie nur teilweise in die Aktien investieren, auf die die Fondsbezeichnung hinweist. Neben regional oder thematisch ausgerichteten Fonds ist dies häufig bei sogenannten synthetisch replizierenden ETFs der Fall.

Hier investieren Fondsgesellschaften vielfach nicht in die Aktien des zugrundeliegenden Index, sondern in Derivate und Schuldverschreibungen auf diese Aktien. Damit erhöht sich aber das Ausfallrisiko für Fondssparer.

  • Biallo-Tipp: Anleger sollten stets das Fondskonzept, den Anlageschwerpunkt und den tatsächlichen Wertpapierbestand an Hand des Fondsprospekts prüfen.

Irrtum Nummer 4: Fonds ohne Ausgabeaufschlag sind preiswert

Sogenannte No-load-Fonds verzichten auf Ausgabeaufschläge. Anleger, die annehmen, mit diesen Produkten Geld zu sparen, liegen jedoch nur bedingt richtig. Solche Fonds kosten zwar keine Verkaufsgebühr, dafür ist die jährlich berechnete Managementgebühr höher als bei herkömmlichen Aktienfonds. Unterm Strich zahlen Anleger bereits nach etwa vier bis fünf Jahren mehr Gebühren für das Fondssparen als bei Fonds mit Ausgabeaufschlägen.

Irrtum Nummer 5: Fonds in Euro verhindern Währungsverluste

Ein weitverbreiteter Irrtum. Währungsrisiken werden durch Fonds, die in Euro notieren, nicht ausgeschlossen. Ausnahmen bilden nur Fonds mit Währungssicherung. Das Risiko eines Fonds hängt von den Werten, in die er investiert, ab. Kauft ein Fondsmanager US-Aktien, zahlt er in Dollar, kauft er britische Aktien zahlt er in Pfund. Solche Wertpapiere besitzen stets Währungsrisiken. Die Umrechnung in Euro erfolgt im Fonds.

  • Biallo-Tipp: Unterm Strich macht es beim Fondssparen häufig kaum einen Unterschied, ob ein Fonds in Dollar notiert oder sein Zwillingsfonds in Euro – die Wertentwicklung verläuft fast immer parallel.

Lesen Sie auch: Devisenfonds – Das Risiko wird oft unterschätzt

Irrtum Nummer 6: Fonds mit Ertragsausschüttung entwickeln sich schlechter

Betrachtet man nur die Kursentwicklung, ist die Annahme richtig, dass der ausgeschüttete Fondsertrag den Kurswert negativ beeinflusst. Grund: Die Ausschüttung verringert den Wert des Fondsvermögens. Beim Vergleich zweier Fonds – mit und ohne Ausschüttung – ist es allerdings wichtig, nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beide Portfolios können nur unter der Annahme der umgehenden Wiederanlage der Erträge zueinander in Bezug gesetzt werden. Nur bei sogenannter Thesaurierung ergibt sich eine vergleichbare Kursentwicklung.

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Irrtum Nummer 7: Umweltfonds haben eine geringere Wertentwicklung

Nachhaltigkeit ist nicht zwangsläufig ein Renditekiller, wie vielfach angenommen wird. Grüne Aktienfonds weisen häufig ähnliche Wertentwicklungen auf wie herkömmliche Aktienfonds. Mehr noch: Da viele ökologische Themenfonds in Zukunftstechnologien wie alternative Energien, Wasser oder Klimaschutz investieren, bestehen langfristig sehr gute Ertragsschancen beim Fondssparen.

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  Max Geißler


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