Megatrends

In die Energieversorgung der Zukunft investieren

29.05.2020
Auf einen Blick
  • Der weltweite Energiebedarf ist immens. Trotz Bemühungen zu Energieeffizienz gehen Experten davon aus, dass er weiter steigen wird.

  • Die Endlichkeit fossiler Energieträger und der Klimawandel erfordern eine nachhaltige Energieerzeugung und -nutzung. Viel Entwicklungsarbeit, Innovation und Investitionen sind nötig.

  • Das Themenfeld erneuerbare Energien bietet Anlegern vielfältige Investitionsmöglichkeiten weltweit.
Die weltweite Energieversorgung grün zu gestalten, ist eine Mammutaufgabe.
Chinnapong / Shutterstock.com

Als die größte Krise der Menschheit betrachtet Greta Thunberg den Klimawandel. Nicht jeder kann sich mit den Ansichten der schwedischen Klimaschutz-Aktivistin identifizieren. Doch auch in der breiten Masse hat sich mittlerweile die Überzeugung durchgesetzt, dass dem Klimawandel Einhalt geboten werden muss. Dass der Mensch das Klima beeinflusst, gilt größtenteils als unumstritten. Wesentliche Stellschraube ist, die Treibhausgas-Emissionen erheblich zu reduzieren.

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Mammutaufgabe Klimaschutz

Den Klimawandel abzuschwächen, ist jedoch eine Mammutaufgabe, die nicht nur einzelne Länder, sondern die ganze Welt betrifft und vor Herausforderungen stellt. Deshalb haben sich 2015 auf der Pariser Klimaschutzkonferenz Vertreter von fast 200 Ländern auf ein gemeinsames Vorgehen im Kampf gegen den Klimawandel geeinigt.

Erklärtes Ziel ist es, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur langfristig auf deutlich unter zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen. Die Bundesrepublik Deutschland will hierfür unter anderem bis 2030 den Ausstoß von Treibhausgasen um 55 Prozent reduzieren im Vergleich zu 1990. Eine erhebliche Bedeutung kommt dabei der Energiewirtschaft zu.

Umfangreiche Forschung, Förderung und Investitionen sind nötig

Um die Klimaziele zu erreichen, sind intensive Forschung, Entwicklung, Investitionen, Anreizprogramme, gesetzliche Regelungen, aber auch Anstrengungen des Einzelnen nötig. Im Bereich Stromerzeugung konnten saubere Energien schon erheblich zulegen. Anfang der Neunziger Jahre lag der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch in Deutschland bei weniger als fünf Prozent, so das Umweltbundesamt und die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat). 2019 waren es bereits 42,1 Prozent.

Anders sieht es in den Bereichen Wärmeerzeugung und Verkehr aus. Zwar sind auch diese Bereiche deutlich "sauberer" geworden. Der Anteil erneuerbarer Energien lag jedoch 2019 erst bei 14,5 respektive 5,6 Prozent. Strom, Wärme, Verkehr – in allen Bereichen besteht noch erhebliches Potential, auf erneuerbare Energien umzustellen.

Weltenergiebedarf steigt

Hinzu kommt: Experten gehen davon aus, dass die Energienachfrage weltweit weiter steigen wird, auch wenn die Corona-Krise hier zwischenzeitlich für einen Rückgang gesorgt hat. Zwar gibt es erhebliche Anstrengungen zum Energiesparen und zur Effizienzspeicherung. Eine wachsende Bevölkerung und wachsender Wohlstand werden die Nachfrage aber wohl steigen lassen. Das Themenfeld erneuerbare Energien zeigt sich somit in vielerlei Hinsicht als ein sehr interessantes.

Damit die Energieversorgung zukunftsfähig wird, müssen alle mit anpacken: Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und nicht zuletzt die Bevölkerung. Es muss geforscht, entwickelt und investiert werden.

Vielfältige Investitionsmöglichkeiten

Entsprechend bieten sich weltweit auch vielfältige Investitionsmöglichkeiten. Viele mögen beim Thema erneuerbare Energien zunächst an Technologien zur sauberen Energieerzeugung denken – beispielsweise durch Sonne und Wind. Darüber hinaus spielt aber auch das Thema Energiespeicherung und Effizienzsteigerung eine erhebliche Rolle. Anleger können in Unternehmen investieren, die Geräte und Verfahren zur CO2-Einsparung herstellen, umweltfreundliche Brennstoffe und Transportmittel erzeugen oder im Bereich Energieübertragung und Verteilung tätig sind.

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Das Themenfeld erneuerbare Energien betrifft alle Unternehmen, die in irgendeiner Weise in der Energieerzeugung und -nutzung tätig sind. Dazu zählen bekannte große Unternehmen wie zum Beispiel der deutsche Halbleiterhersteller Infineon, der Energieversorger RWE, der dänische Windkraft-Spezialist Orsted, der japanische Hersteller von Elektromotoren Nidec als auch der US-amerikanische Hersteller von Elektroautos und Photovoltaikanlagen Tesla, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Chancen und Risiken des Anlagethemas erneuerbare Energien

Da sich alle Unternehmen künftig verstärkt den Herausforderungen einer zukunftsfähigen Energienutzung stellen müssen, sind weitere Innovationen und Investitionen in großem Umfang nötig. Davon können Anleger profitieren. Wer nicht in Einzelaktien von Unternehmen investieren möchte, kann auf entsprechende Fonds mit Schwerpunkt erneuerbare Energien setzen.

Im Bereich ETFs gibt es beispielsweise den iShares Global Clean Energy und den Lyxor New Energy. Unter den aktiv gemanagten Fonds sind der Nordea 1 – Global Climate and Environment Fund und der Schroder ISF Global Climate Change Equity einen Blick wert. 

Wie bei jedem Investment mit speziellen Anlageschwerpunkten sollten Anleger nur einen geringen Teil ihres Vermögens in den Bereich investieren. Ein Depot sollte stets ausgewogen mit verschiedenen Anlageklassen strukturiert sein und breit über verschiedene Länder und Branchen gestreut sein.

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  Sabina Hoerder


 
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