Was hinter den Cryptonow-Karten bei MediaMarkt steckt
Der Kauf funktioniert wie bei einer Geschenkkarte. Sie nehmen eine Cryptonow-Karte aus dem Regal und lassen sie an der Kasse mit einem Betrag – beispielsweise 50 Euro – aufladen. Erst durch das Scannen an der Kasse wird die Karte aktiviert und erhält ihren Wert. Zu Hause geben Sie den Code auf der Plattform ein, und das Guthaben wird zum aktuellen Kurs in Bitcoin umgetauscht. Die Kryptowährungen befinden sich nicht auf der Plastikkarte selbst, sondern existieren ausschließlich auf der Blockchain: einem digitalen, weltweit verteilten Register, in dem alle Transaktionen dauerhaft gespeichert werden.
Hinter Cryptonow steht ein regulierter Anbieter. Das Unternehmen erhielt im Oktober 2025 die Zulassung als regulierter Krypto-Dienstleister (Crypto Asset Service Provider) nach der europäischen MiCA-Verordnung (Markets in Crypto-Assets Regulation). Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) erteilte die Lizenz. Das ist ein solider Rahmen. Nur schützt eine Lizenz nicht vor hohen Kosten und nicht vor Kursverlusten.
Fallstrick 1: Aus 50 Euro werden schnell weniger
Der wichtigste Punkt zuerst: Beim Umtausch verlieren Sie sofort einen Teil Ihres Einsatzes. Laut der Gebührenübersicht von Cryptonow (Stand 1. Februar 2026) fällt beim Bitcoin-Starterpaket und bei den Prepaid-Gutscheinkarten eine Handels- und Ausführungsgebühr von 4,90 Prozent an, beim Starterpaket zusätzlich eine einmalige Pauschale von 2,90 Euro für die physische Wallet-Karte.
Was das konkret bedeutet, rechnet Cryptonow auf Nachfrage selbst vor: Von einer Prepaid-Gutscheinkarte über 50 Euro bleiben nach der 4,90-Prozent-Gebühr Bitcoin im Gegenwert von 47,55 Euro übrig. Beim Bitcoin-Starterpaket über 50 Euro sind es wegen der zusätzlichen 2,90-Euro-Wallet-Pauschale nur 44,79 Euro. Für Sie heißt das: Bei der Prepaid-Karte sind rund 5 Prozent weg, beim Starterpaket gut 10 Prozent, jeweils bevor sich der Kurs überhaupt bewegt hat. Die Blockchain-Netzwerkgebühr bei der Aktivierung übernimmt Cryptonow nach eigenen Angaben, sie wird Ihnen also nicht zusätzlich belastet.
Zum Vergleich lohnt ein Blick auf den Online-Handel: Cryptonow selbst berechnet für Online-Handelsaufträge laut Gebührenübersicht nur gestaffelte Transaktionsgebühren, die bei kleinen Beträgen bei 1,49 Prozent beginnen und mit steigender Summe bis auf 0,75 Prozent sinken. Die Gutscheinkarte ist damit rund drei- bis siebenmal so teuer wie das eigene Online-Angebot des Anbieters. Cryptonow begründet das mit den zusätzlichen Kosten für Produktion, Logistik und den Vertrieb über den stationären Handel.